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Welten der Angst

horror1Seit Anbeginn der Menschheit verbreiten Horrorgeschichten Angst und Schrecken. Und bis heute erfreut sich dieses Genre in Literatur und Film großer Popularität. Aber was fasziniert uns so an übernatürlichen Wesen, daran mit den Figuren Angst, Schrecken, Wahnsinn und Schmerz zu empfinden und in bedrohlich-unheimliche Situationen einzutreten?

Schrecken, Horror, Ekel – so beschreibt Stephen King die drei grundlegenden Arten des Grauens in der Horrorliteratur. Und genau diese Gefühle sollen durch das Lesen von Schauergeschichten ausgelöst werden. Seit jeher bieten sie dem Leser die Möglichkeit ihn mit seinen Ängsten vor der Dunkelheit, dem Tod, dem Unbekannten und Kontrollverlust zu konfrontieren.

Den exakten Ursprung von Horrorgeschichten zu bestimmen ist schwer, denn Elemente des Übernatürlichen gab es bereits schon in der antiken Literatur, so z.B. in Homers Odyssee oder Dantes Die Göttliche Komödie – die in machen Quellen als eine der ersten Horrorgeschichten genannt wird. Und auch in Legenden, Sagen und Märchen sind übernatürliche Phänomene keine Seltenheit.

Einen guten Ansatz bildet das 18. Jahrhundert. Denn in dieser Zeit beginnt die Geschichte der Gothic Novel (dt. Schauerroman), in der düstere Schlösser, Jungfrauen in Not, finstere Wälder und übersinnliche Wesen die bestimmenden Motive sind. Als erster Roman dieses Genres gilt Die Burg von Otranto (1764) von Horace Walpole. In Deutschland wurde der Schauerroman besonders durch Werke von E. T. A Hoffmann geprägt.

Im 19. Jahrhundert setzte eine zweite Gothic-Welle ein, mit Autoren wie Wilkie Collins, Charles Dickens, Mary Shelley und Bram Stoker, der mit seinem Roman Dracula die Figur des blutsaugenden Vampirs in Literatur und Film populär machte. Durch den Altmeister des Gruselns, Edgar Allan Poe, wurde die Horrorgeschichte auch für die Entwicklung der modernen Kurzgeschichte bedeutend. Die moderne Horrorliteratur ist vor allem mit Namen wie H.P. Lovecraft, Robert Bloch und Stephen King verbunden.

Durch ihre lange Geschichte und ihre Kombination mit anderen Genres wie Science Fiction, Fantasy oder dem Detektivroman, ist es geradezu unmöglich einer Auflistung an großartigen Horrorwerken gerecht zu werden. Nichtsdestotrotz haben wir für Euch einige der prägendesten Horrorklassiker zusammengestellt. Perfekt für alle, die an Halloween das Bedürfnis verpüren, sich etwas gruseln zu wollen!

dracula11. Die Elixiere des Teufels – E.T.A. Hoffmann

2. Untergang des Hauses Usher – Edgar Allan Poe

3. Dracula – Bram Stoker

4. Frankenstein – Mary Shelley

5. Cthulhu-Mythos-Romane – H.P. Lovecraft

6. Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde – Robert Louis Stevenson

7. I am Legend – Richard Matheson

8. Der Exorzist – William Peter Blatty

9. Shining – Stephen King

10. Das Schweigen der Lämmer – Thomas Harris




Happy Birthday!

Diese Woche haben wir Grund zu feiern, denn am 13. Oktober feiert AbeBooks.de seinen 15. Geburtstag. Naja, nicht ganz, denn damals gingen wir unter einem anderen Namen an den Start … Auf jeden Fall die perfekte Gelegenheit, um zurückzublicken! Ein Klick auf die Bilder öffnet diese in einer größeren Ansicht.

JustBooks.de im Juni 2000

JustBooks.de im Juni 2000

Am 13. Oktober 1999 ging die Webseite justbooks.de online – damals noch im schicken Grün. Die Seite war ursprünglich als Tauschbörse für gebrauchte oder vergriffene Fachbücher geplant, die sich hauptsächlich an Studenten richtete. Doch schon bald wurde das Potenzial der Seite für den antiquarischen Buchhandel erkannt. Neben der deutschen Plattform gab es bald außerdem eine englische und eine französische Internetseite. Im Jahr 2001 beschäftigte JustBooks 15 feste Mitarbeiter und hatte 5,3 Millionen Bücher von mehr als 1000 Antiquaren im Angebot.

AbeBooks.de im Juni 2002

Juni 2002

Im Oktober 2001 schloss sich JustBooks mit dem kanadischen Unternehmen AbeBooks zusammen - und auch im Design gab es einige Änderungen. Nach dem Zusammenschluss umfasste das Angebot mehr als 40 Millionen Bücher von ca. 10.000 Anbietern weltweit.

AbeBooks.de im Dezember 2003

Dezember 2003

Ab Ende 2003 erstrahlte unsere Webseite im altbekannten Rot.

AbeBooks.de im Juni 2005

Juni 2005

Im Sommer 2006 ändert sich erneut das Design und sah unserer aktuellen Seite schon sehr ähnlich. Was noch fehlte war das AbeBooks-Logo, das erst einige Monate später dazukam. Inzwischen gehörte auch das spanische Online-Antiquariat IberLibro zur AbeBooks-Familie.

AbeBooks.de im November 2008

November 2008

Auf diesem Screenshot aus dem Jahr 2008 lässt sich neben dem Logo auch unser Leitspruch “Aus Leidenschaft für Bücher” auf der Homepage entdecken.

AbeBooks.de im Oktober 2014

Oktober 2014

Und so sieht’s heute aus! Inzwischen beschäftigt AbeBooks rund 120 Mitarbeiter in Victoria, Kanada und in Düsseldorf und betreibt ingesamt 7 Plattformen:
www.abebooks.comwww.abebooks.co.ukwww.abebooks.dewww.abebooks.fr,
www.abebooks.itwww.iberlibro.com und www.ZVAB.com.

Welches Design gefällt Euch am besten?




(Un)Sympathische Protagonisten

„Was für eine unsympathische Figur!“ Das hat wahrscheinlich jeder regelmäßige Leser schon einmal bei der Lektüre gedacht. Den ein oder anderen hat die Antipathie vielleicht sogar bewogen, das Buch aus der Hand zu legen. Doch muss ein Protagonist wirklich sympathisch sein? Oder ist es nicht sogar viel spannender, einen Blick ins Seelenleben einer Figur zu werfen, mit der man sich im realen Leben lieber nicht auf einen Kaffee treffen würde?

Das Parfum

Das Parfum

Wir stellen hier einige Werke mit unsympathischen Hauptfiguren vor:

1. Jean-Baptiste Grenouille in Das Parfum von Patrick Süskind wird von zwei Bedürfnissen angetrieben: seinem überaus stark ausgeprägtem Überlebenswillen und seinem Bestreben den perfekten Duft zu finden. Menschen hingegen erfüllen ihn mit solcher Abscheu, dass er nicht davor zurückschreckt, sie zu ermorden.

2. Gillian Flynn zeichnet in der ersten Hälfte ihres Bestsellers Gone Girl – Das perfekte Opfer noch ein sympathisches Bild ihrer Protagonisten, des Ehepaars Amy und Nick Dunne. Nur um das Bild, das der Leser von den beiden gewonnen hat, später komplett auf den Kopf zu stellen. Mehr wollen wir an dieser Stelle lieber nicht verraten!

Vom Winde verweht

Vom Winde verweht

3. Emma aus dem gleichnamigen Roman von Jane Austen hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Freundinnen unter die Haube zu bringen. Ihre gutgemeinte Hilfe geht nicht nur ihren Kameradinnen, sondern auch dem Leser schnell auf die Nerven.

4. Während Scarlet O’Hara in Vom Winde verweht mit dem Charme einer Südstaatenschönheit die anderen Figuren um den Finger wickelt, haben ihre Skrupellosigkeit und ihre Vernarrtheit in den falschen Mann sie die Sympathien vieler Leser gekostet.

5. Warum der Humbert Humbert genannte Erzähler mit pädophilen Neigungen in Vladimir Nabokovs umstrittenen Roman Lolita kein Sympathieträger ist, bedarf wohl keiner weiteren Ausführung.

Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

6. Holden Caulfield vereint all die negativen Eigenschaften, die Teenagern oft zugeschrieben werden: Er ist zynisch, besserwisserisch und rebelliert gegen die Erwartungen der Erwachsenen. Doch genau deswegen ist  Der Fänger im Roggen von  J.D. Salinger zum Kultbuch vieler Heranwachsender geworden.

7. Großmutter Rosalinda in Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche von Alina Bronsky ist herrschsüchtig und manipulativ. Um ihren Willen durchzusetzen, würde sie sogar über Leichen gehen. Selbst dann, wenn es die ihrer eigenen Kinder und Enkel sind.

8. Der namenlose Erzähler in Fjodor Dostojewskis Aufzeichnungen aus dem Kellerloch bezeichnet sich selbst als bösartig, verkommen und hässlich. Seine zynische und aggressive Art führt dazu, dass der Leser ihm nicht mit mehr Liebe entgegensieht als er sich selbst.

American Psycho

American Psycho

9. Dass Patrick Batemann ein typischer Yuppie der 80er Jahre ist, macht ihn vielen schon unsympathisch genug. Doch statt wie seine Kollegen seine innere Leere mit Konsum, Drogenexzessen und Sexorgien zu füllen, geht der American Psycho noch einen Schritt weiter und driftet immer mehr in Gewalt, Vergewaltigung und Mord ab.

10. Die Hauptfigur Nora Eldridge in The Woman Upstairs von Claire Messud ist unzufrieden, verbittert und wütend. Dass Nora in nahezu jeder Rezension des Romans als unsympathisch charakterisiert wurde, hat in den USA im Erscheinungsjahr eine Diskussion über unsympathische Charaktere entfacht.

Welche Bücher mit unsympathischen Protagonisten fallen Ihnen noch ein?




Die Abenteuer von Alice

Seit Erscheinen von Alice im Wunderland (1865) und Alice hinter den Spiegeln (1871), den weltweit wohl populärsten Kinderbuch-Klassikern, hat es unzählige Nachahmungen, Fortsetzungen und Parodien rund um die Wunderwelt von Lewis Carroll gegeben. Bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts waren die Nachahmungen so zahlreich, dass Carroll seine eigene Sammlung von Alice-Werken anfing. Aber auch heute ist die Faszination an der Fantasiewelt Carrolls und seiner Figuren noch lange nicht versiegt:

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New Adventures of Alice

1. A New Alice in the Old Wonderland von Anna Matlack Richards (erstmals publiziert 1895) – Alice Lee, ein amerikanisches Mädchen, besucht das Wunderland und trifft auf all die Figuren, von denen sie in Carrolls Buch gelesen hat.

2. Gladys in Grammarland von Audrey Mayhew Allen (1897) & Alice in Grammarland von Louise Franklin Bache (1923) – zwei pädagogische Erzählungen.

3. New Adventures of Alice von John Rae (1917) – das Mädchen Betsy träumt von einer Fortsetzung der Alice-Bücher.

4. More ‘Alice’ von Yates Wilson (1959), dessen Tochter ihn um mehr Alice-Geschichten bat.

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More ‘Alice’

5. Alice Through the Neddle’s Eye (dt. Alice und das Land im Nadelöhr) von Gilbert Adair (1984) – Alice gelangt durch ein Nadelöhr in eine andere Welt.

6. Automated Alice (dt. Alice im Automatenland) von Jeff Noon (1996) – Alice gelangt in das zukünftige Manchester, eine Welt der Automatenwunder.

7. The Looking Glass Wars (dt. Spiegellabyrinth) von Frank Beddor (2006) – alternative Geschichte um Prinzessin Alyss Heart (a.k.a. Alice Liddell).

8. Alice in Sunderland von Bryan Talbot (2007) – Graphic novel, in der die Geschichte von Sunderland, Lewis Carroll und Alice miteinander vermischt werden.

9. Alice in Verse: The Lost Rhymes of Wonderland von J. T. Holden (2010) – Alice im Wunderland wird in 19 Gedichten nacherzählt.

10. Alice in Sussex von Andreas Platthaus (2013) – Alice befindet sich nicht im Wunderland, sondern in einem Haus tief unter der Erde, wo sie auf Carrolls Schöpfungen trifft.




Warum man immer ein Buch dabei haben sollte

1. Ein Buch beruhigt die Nerven. Soll die Bahn doch 30 Min. später kommen! Ich bin solange im Nimmerland.1

2. Bücher können Leben retten! In den USA hat eine Bibel in der Hemdtasche eines Busfahrers, jenen vor zwei tödlichen Schüssen gerettet.

3. Ein Buch kann zweierlei: dich vor einem unangenehmen Gespräch bewahren oder ein interessantes Gespräch starten.

4. Ein Buch lässt dich unschuldig aussehen. Das war ich nicht, ich hab gelesen!

5. Ein Buch bietet den perfekten Schutz: ob als Waffe (hier eignen sich Hardcover besonders gut), Diebstahlsicherung (wer kommt schon weit mit Krieg und Frieden in der Tasche?) oder als Sichtschutz zum Beobachten von Leuten.

6. All deine technischen Geräte haben den Geist aufgegeben? Bücher funktionieren immer!

7. Mit einem Buch in der Hand sieht man immer gebildet aus.

8. Du hast ein Treffen mit einer unbekannten Person und weißt nicht wie er/sie aussieht? Lies ein Buch und überlass es dem anderen dich zu finden.

9. Bücher bieten immer gute Unterhaltung – perfekt für jede Situation des Wartens.

10. Und nicht zu vergessen: Mit einem Buch bist du niemals allein!

 

Habt Ihr auch immer ein Buch dabei?




Märchenhafte Bücher

Cinder, der 1. Band der Luna-Chroniken von Marisse MeyerNeuinterpretationen bekannter Märchen liegen gerade voll im Trend. Die TV-Serie Once Upon A Time, bei der eine ganze amerikanische Kleinstadt von Märchenfiguren bevölkert wird oder die Science-Fiction-Neuinterpretationen in den Luna-Chroniken von Marissa Mayer (Cinderella ist ein Cyborg und verliert auf dem Ball nicht nur einen Schuh, sondern gleich den ganzen Fuß!) sind nur zwei von unzähligen Beispielen. Und das Verwenden und Neuarrangieren bekannter Elemente ist kein neues Phänomen, sondern genau das, was die Gattung der Märchen ausmacht!

Innenillustration aus "Der Märchenstrauß", ca. 1882Die meisten Märchen, die wir heute kennen, sind entschärfte Versionen jener Geschichten, die jahrhundertelang mündlich weitergegeben wurden. Lange Zeit wurden die Geschichten von einem Erzähler im Familienkreis oder vor einem größeren Publikum, das nicht nur aus Kindern bestand, vorgetragen. Bei der mündlichen Weitergabe wurden diese Volksmärchen immer wieder leicht verändert, so dass von vielen bekannten Geschichten verschiedenste Versionen existieren. Viele Motive existieren dabei über Ländergrenzen und Kulturkreise hinweg und auch zu vielen antiken Mythen oder religiösen Texten lassen sich Bezüge erkennen. Selbst Vermischungen und Verschmelzungen der Elemente bestimmter Märchen sind zu beobachten.

Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm

Ausgabe der “Kinder- und Hausmärchen” aus dem Jahr 1887

Ab dem 17. Jahrhundert machten sich Gelehrte mit volkskundlichem Interesse daran, die mündlich tradierten Geschichten aufzuschreiben und zu kategorisieren. Am bekanntesten sind in Deutschland wohl die Brüder Grimm, deren erste Sammlung der Kinder- und Hausmärchen 1812 erschien. Nachdem sich die ersten Auflagen der Märchensammlung der Brüder Grimm noch nah an die Texte hielt, die ihnen vorgetragen worden waren, wurden die Märchen in späteren Auflagen zunehmend bearbeitet. Aus dieser Zeit stammt auch die Idee, dass es sich bei Märchen um Geschichten für Kinder handelt. Vor allem die Kritik aus bürgerlichen Reihen führte dazu, die Märchentexte durch Verzicht auf sexuelle Themen und Anpassungen an christliche Moralvorstellungen kindgerechter zu gestalten.

Diese Verniedlichung der Märchen setzt sich bis heute fort, denn vor allem grausame Szenen werden in modernen Interpretationen oft weggelassen. Als Beispiel ist hier die böse Stiefmutter zu nennen, die sich in älteren Versionen des Märchens auf Schneewittchens Hochzeitsball in heißen Eisenpantoffeln zu Tode tanzt. Besonders die beliebten Disneyfilme haben die Märchen-Allgemeinbildung ganzer Generationen beeinflusst.

Das hässliche Entlein von Hans Christian AndersenIm Gegensatz zu den Volksmärchen entstammen Kunstmärchen der Fantasie eines einzigen Schriftstellers. Besonders in der Epoche der Romantik war das Verfassen von Kunstmärchen populär. In Inhalt und Stil sind sie an die Volksmärchen angelehnt und viele der Märchen, die heute jedes Kind kennt, zählen zu den Kunstmärchen. Zum Beispiel Die kleine Meerjungfrau oder Das hässliche Entlein von Hans Christian Andersen.

=> Märchenbücher auf AbeBooks.de

 

 

 

 




20 kultige Buchcover

Auf den Inhalt kommt es an? Nicht nur! Der Umschlag ist heute in der Verlagswelt das wichtigste Werbemittel für ein Buch. Es soll den Betrachter fesseln, ihn neugierig machen und ihm bestenfalls einen Eindruck von dem Inhalt geben. Dabei kann der Buchumschlag nicht nur ein Werk, sondern auch das Regal eines jeden Buchliebhabers in einen echten Hingucker verwandeln!

Wir haben einige der schönsten und bekanntesten Buchcover der letzten 150 Jahre zusammengestellt. Einige von ihnen erfreuen sich bis heute großer Popularität, andere hingegen sind nur in einem bestimmten sprachlichen Raum geläufig und wiederum andere sind bereits vergessen und nur noch Kennern dieser Ausgaben bekannt. Nichtsdestotrotz, ein Hingucker sind sie allemal!

Internationale Buchcover

BraveNewWorld     1984

Psycho    godfather

hobbit     wizard1

hemingway     pride

gatsby     catcher

petitprince    apsycho

jurassic    fleming

Deutsche Buchcover

blechtrommel    10806975257

kafka     buddenbrooks

emil     unendlich1




Nicht alles glauben, was man liest

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Hat Nick seine verschwundene Frau Amy wirklich umgebracht? Warum belügt er die Polizei, wenn er doch nichts zu verbergen hat? Oder hat Amy alles nur inszeniert? In ihrem Roman Gone Girl (2012) spielt die Autorin Gillian Flynn geschickt mit den Erwartungen des Lesers. Immer dann, wenn man glaubt, man wüsste, was Sache ist, verläuft die Geschichte wieder in eine andere Richtung.

Manipuliert wird der Leser durch die beiden Ich-Erzähler Nick und Amy, deren Erzählstränge sich immer wieder abwechseln und eine komplett unterschiedliche Sichtweise einnehmen. Wem soll der Leser nur glauben?

Während Gillian Flynn nicht nur einen, sondern gleich zwei unzuverlässige Erzähler in ihren Roman einführt, gibt es in der Literatur genügend andere Erzählfiguren, denen man entweder glauben kann – oder auch nicht:

1. Nick Carraway in Der große Gatsby – F. Scott Fitzgerald

2. Dr. James Sheppard in Alibi – Agatha Christie

3. Holden Caulfield in Der Fänger im Roggen – J. D. Salinger

4. Humbert Humbert in Lolita – Vladimir Nabokov

5. Chief Bromden in Einer flog über das Kuckucksnest – Ken Kesey

6. Der Erzähler in Fight Club – Chuck Palahniuk

7. Edward Daniels in Shutter Island – Dennis Lehane

8. Patrick Bateman in American Psycho – Bret Easton Ellis

9. Pi in Schiffbruch mit Tiger – Yann Martel

10. Briony in Abbitte – Ian McEwan

 




Wohnung Nr. 50 in der Sadowaja Straße 10

P1010389Sie ist nicht nur zentraler Schauplatz eines der bekanntesten russischen Klassiker des 20. Jahrhunderts, sondern auch ehemaliger Wohnort seines Autors – des sowjetischen Schriftstellers Michail Bulgakow.

Für jeden, der seinen satirisch-phantastischen Roman Meister und Margarita gelesen und geliebt hat, ist der Besuch des ehemaligen Hauses des Autors ein Muss. Begleitet von seinen Gehilfen – darunter ein riesiger Kater namens Begemot – steigt der als Ausländer getarnte Teufel Voland in der Wohnung Nummer 50 im Haus Sadowaja 302b ab und versetzt von da aus Moskau in ein heilloses Chaos. Die nicht existierende Nummer 302, mit der Bulgakow die fiktiven Ereignisse im Roman unterstreichen wollte, findet sich auch am Hofeingang des Areals wieder.

Auch wir haben einmal an einem der beliebtesten literarischen Orte Moskaus vorbeigeschaut und sind in das charmante Wirrwarr von Alltagsgegenständen und Schriftstellerutensilien eingetaucht.

Bereits das Treppenhaus, dessen Wände mit Zeichnungen und Texten aus Bulgakows Romanen verziert sind, gestaltet sich als literarischer Hingucker und ist gleichzeitig eine Hommage an den Autor und dessen Werk. Neben alltäglichen Gegenständen wie Küchenutensilien und Möbelstücken, findet man in der kleinen Wohnung auch die Schreibmaschine, Manuskripte und den Arbeitsplatz des Autors.

Bereits im Jahr 1940 fertig gestellt, wurde der Roman Meister und Margarita erst 1966 in gekürzter Version veröffentlicht. Seit den 1980er Jahren wurde der frühere Wohnort des Schriftstellers zum Wallfahrtort für jeden Literaturliebhaber. 2007 entstand dort das einzige offizielle Bulgakow-Museum Russlands.

Zu den Höhepunkten des Besuchs zählt sicherlich der schwarze Hauskater Begemot – eine Hommage an die gleichnamige Figur aus Bulgakows Roman. Wer dann noch immer nicht genug magischen Realismus eingeatmet hat, kann an einer der nächtlichen Touren durch das Bulgakowsche Moskau teilnehmen oder an einer der regelmäßig veranstalteten Theateraufführungen im Museum.

Zu guter Letzt ist auch der Patriarchenteich, bekannt aus der Anfangsszene des Romans, nicht weit vom Museum entfernt und lädt zum gemütlichen Spaziergang ein.

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Treppenhaus im Bulgakow-Haus

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Szene aus “Meister und Margarita”

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Bulgakows Schreibtisch

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… und seine Schreibmaschine

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Küche

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Hauskater Begemot

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Patriarchenteich

 




Die Ära der Pulp-Magazine

Spätestens seit dem Kultfilm von Quentin Tarantino aus dem Jahr 1994 ist “Pulp Fiction” jedem Cineasten ein Begriff. Der Titel lehnt sich an jene literarische Geschichten an, die vor allem in den 1930er bis 1950er Jahren in Amerika populär waren.

Als Pulps werden die oft als Trivial- oder Schundliteratur abgestempelten Magazine bezeichnet, die auch als Nachfolger der Groschenromane des 19. Jahrhunderts gelten. Das Wort “Pulp” leitet sich dabei vom billigen, holzartigen Papier (engl. wood pulp) ab, auf dem die Geschichten gedruckt wurden.

Pulp-Magazine umfassen eine große Bandbreite an literarischen Gattungen, von Abenteuerromanen und Western, über Liebes- und Erotikromane, bis hin zu Kriminal-, Horror- und Science-Fiction-Geschichten. Als erstes amerikanisches Pulp gilt das Magazin Argosy des Verlegers Frank A. Munsey, das bereits 1882 erstmals erschien. Vor allem viele klassische Science-Fiction-Geschichten und Krimis wurden in Pulp-Magazinen wie Weird Tales, Amazing Stories oder Black Mask veröffentlicht.

Bekannte Pulp-Figuren sind z.B. Zorro, Tarzan, Conan der Barbar, The Shadow oder The Avenger. Ebenso finden sich unter den Pulp-Autoren viele namenhafte Schriftsteller wieder, wie Ray Bradbury, H. P. Lovecraft, Raymond Chandler und Edgar Rice Burroughs.

Durch die Konkurrenz zu Comics, Fernsehen und Taschenbüchern nahm die Leserschaft von Pulps ab den 50ern zunehmend ab. Heute sind vor allem die älteren Hefte begehrte Sammlerobjekte.

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Argosy (1882-1978)

Weird Tales (seit 1923)

Weird Tales (seit 1923)

Amazing Stories (1926-2005)

Amazing Stories (1926-2005)

Black Mask (1920

Black Mask (1920-1951)

Astounding (Stories/ Science-Ficition/ Science Fact&Fiction, seit 1930)

Astounding (Stories/ Science-Ficition/ Science Fact&Fiction, seit 1930)

Strange Stories (1939-41)

Strange Stories (1939-41)

Avon Fantasy Reader (1947-52)

Avon Fantasy Reader (1947-52)

The Phantom Detective (1933-53)

The Phantom Detective (1933-53)

The Shadow (1931-36)

The Shadow (1931-49)

The Avenger (1939-42)

The Avenger (1939-42)