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10 mögliche Reaktionen, wenn dir jemand erzählt, dass er keine Bücher liest

Untitled-2Ein Leben ohne Bücher? Für uns absolut undenkbar! Aber immer mal wieder läuft man doch jemandem über den Weg, der zugibt (oder sich vielleicht sogar damit rühmt), dass er freiwillig kein Buch anfasst. Damit du das nächste Mal, wenn du dich in dieser Situation befindest, nicht total überrumpelt bist, haben wir uns 10 mögliche Reaktionen einfallen lassen.

1. In Ohnmacht fallen.

2. Der Person mit einem dicken Wälzer eins überbraten und sie in die nächste Buchhandlung schleppen.

3. Ein ungläubiges  „Und was machst du abends vor dem Einschlafen?“ hervorstoßen.

4. Die Person 5 Minuten lang mit offenem Mund anstarren.

5. Nicken. Lächeln. Was von „Es hat ja jeder andere Hobbys“ murmeln. Es ernst meinen.

6. Nicken. Lächeln. Was von „Es hat ja jeder andere Hobbys“ murmeln. Innerlich schreien.

7. Laut schreien.

8. Der Person mindestens zu den nächsten 10 Anlässen (Geburtstag, Weihnachten, …) Bücher oder Buchgutscheine schenken.

9. Der Person in einem Raum voller Bücher einsperren und erst wieder rauslassen, wenn sie mindestens 5 davon gelesen hast.

10. Mitleid empfinden. Schließlich entgehen demjenigen so viele tolle Geschichten, große Gefühle und faszinierende Figuren.

 

Hat euch gegenüber schon mal jemanden zugegeben, dass er keine Bücher liest? Wie habt ihr reagiert?




Die 10 unglaublichsten Buchrekorde

Wer ist der wortgewandteste Schriftsteller? Welches das geheimnisvollste Buch? Und wer der vergesslichste Leser? Wir haben uns auf die Suche nach einigen der interessantesten und skurrilsten Buchrekorde gemacht, die sicherlich nicht jeder kennt!

Der längste Satz…

…stammt nicht von Marcel Proust, der in einem Band von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit mit 845 Wörtern aber immerhin den längsten Satz der französischen Literatur zustande gebracht hat (dicht gefolgt von Victor Hugo mit 823 Wörtern in Die Elenden). Auch James Joyce schafft es mit einer erstaunlichen Leistung von 12.931 Wörtern in Ulysses noch nicht an die Spitze. Der längste Satz stammt aus Erste Riten (engl. The Rotter’s Club) von Jonathan Coe und umfasst im englischen Original stolze 13.955 Wörter! Dies trifft jedoch nur zu, wenn man Nigel Tomms absurdes Kunstwerk The Blah Story nicht mitzählt, das einen Satz aus 2.403.109 Wörtern enthält, wobei meistens das Wort „blah“ wiederholt wird.

Die jüngste Autorin…

… ist nicht etwa Mary Shelley, die bereits mit 19 Jahren ihr berühmtes Werk Frankenstein schrieb. Nein! Die jüngste publizierende Autorin aller Zeiten ist Dorothy Straight, die 1962 im Alter von nur vier Jahren für ihre Großmutter das Buch How the World began schrieb. Zwei Jahre später wurde es veröffentlicht.

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Das erste auf einer Schreibmaschine getippte Manuskript …

… lieferte Mark Twain mit Leben auf dem Mississippi. Der Erste, der durch seine Bücher zum Millionär wurde, war der Abenteuerschriftsteller Jack London. J.K. Rowling hingegen war die Erste, die dank ihrer Bücher zur Milliardärin wurde.

Den größten Wortschatz… 

…soll Goethe in seinen Werken verwendet haben – mit ca. 90.000 Wörtern stellt er jeden anderen Schriftsteller in den Schatten. So sollen bei William Shakespeare „nur“ ca. 30.000 unterschiedliche Wörter gezählt worden sein. Zum Vergleich: Der gebildete Durchschnittsdeutsche verfügt über einen aktiven Wortschatz von ca. 12.000 bis 16.000 Wörtern.

Die am meisten veröffentlichten Werke…

…schrieb der Autor L. Ron Hubbard, von dem zwischen 1934 und 2006 1.084 Werke publiziert wurden. Das meistverkaufte und meistübersetzte Werk aller Zeiten ist sicherlich die Bibel. Doch welcher Roman ist ein Langzeit-Bestseller? Mit 200 Millionen Exemplaren steht Charles Dickens Geschichte zweier Städte noch vor Tolkiens Herr der Ringe mit 150 Millionen verkauften Exemplaren.

Das am längsten ausgeliehene Buch…

…heißt Sunshine Sketches of a Little Town von Stephen Leacock. Eve Lettice aus Victoria in Kanada fand es 1998 beim Aufräumen ihres Dachbodens. Ausgeliehen wurde es 1916 von einem früheren Vormieter. Nach 82 Jahren erhielt die örtliche Leihbücherei das Exemplar zurück und erließ der Frau die angefallenen Strafgebühren von 7,200 Kanadischen Dollar.

Das unsinnigste Büchergesetz…

… scheint es in Southbridge, Massachusetts (USA), zu geben. Dort ist in den Straßen das Lesen von Zeitungen oder Büchern nach 20 Uhr strengstens verboten.

Das meistübersetzte literarische Werk… Untitled-2

… ist der Roman Pinocchio des Italieners Carlo Collodi, das bereits in über 260 Sprachen und Dialekte übersetzt wurde. Unter den meistübersetzten Büchern führt natürlich wieder die Bibel, welche vollständig in 518 Sprachen übersetzt wurde. Die meistübersetzte Autorin ist Agatha Christie, deren Werke bereits in 7.233 unterschiedlichen Übersetzungen vorliegen.

Das teuerste Buch aller Zeiten…

… wurde 1994 für 30,8 Millionen Dollar verkauft. Der Käufer war niemand Geringeres als Bill Gates, der den Codex of Leicaster, ein Notizbuch von Leonardo DaVinci, gekauft hatte. Als das wertvollste Buch hingegen gilt der Codex Manesse, die berühmte Heidelberger Liederhandschrift in mittelhochdeutscher Sprache. Es musste für 50 Millionen Euro versichert werden, als es 2006 auf Reisen zu einer Ausstellung ging.

Als das geheimnisvollste Buch…

…gilt das Voynich Manuskript, das in einer bisher nicht identifizierten Schrift und Sprache geschrieben ist. Benannt wurde es nach Wilfrid Michael Voynich, der es 1912 erwarb. Es wurde auf die Zeit zwischen 1404 und 1438 bestimmt. Die vorhandenen Abbildungen erinnern an einen botanischen, anatomischen und astronomischen Zusammenhang.

 

Welche Buchrekorde würden Euch noch besonders interessieren?




10 Autoren, die unter kuriosen Umständen gestorben sind

Bizarre Arten zu sterben sind in der Literatur keine Seltenheit. Doch auch der ein oder andere Autor ist unter Umständen aus dem Leben geschieden, die einem Roman entsprungen sein könnten. 10 dieser Fälle haben wir hier zusammengetragen:

Tennessee Williams

Tennessee Williams

1. Tennesse Williams ist Gerüchten zufolge am Verschluss seiner Augentropfen erstickt. Er soll den Verschluss wie jeden Abend mit dem Mund abgezogen und dabei verschluckt haben. Dies ist jedoch umstritten, da die Gerichtsmediziner zum Zeitpunkt des Todes hohe Dosis an Alkohol und Drogen in seinem Körper feststellten und er auch an einer Überdosis gestorben sein könnte.

2. Francis Bacon wollte bereits mehr als 100 Jahre vor der Erfindung des Kühlschranks erforschen, ob gekühltes Fleisch länger haltbar ist als ungekühltes. Bei dem Versuch, ein totes Huhn mit Schnee auszustopfen, zog sich der Autor und Staatsmann eine schwere Lungenentzündung zu, an der er schließlich starb.

3. Die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann hatte die schlechte Angewohnheit im Bett zu rauchen. Als sie im Jahr 1973 dabei einschlief, setzte ihre Zigarette ihre Wohnung in Brand und die Autorin zog sich schwere Brandverletzungen zu. Diese waren allerdings nur indirekt der Grund für ihren Tod: Da ihre behandelnden Ärzte im Krankenhaus nicht wussten, dass Bachmann tablettensüchtig war, konnten ihre schweren Entzugserscheinungen nicht rechtzeitig behandelt werden.

Edgar Allan Poe

Edgar Allan Poe

4. Um den Tod von Edgar Allan Poe ranken sich viele Mythen. Fakt ist, dass Poe am 3. Oktober 1849 in fremder Kleidung in den Straßen von Baltimore aufgelesen wurde, nach dem er einige Tage verschwunden gewesen war. Der halb bewusstlose und verwirrt erscheinende Poe wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er wenige Tage später aus ungeklärter Ursache starb. Eine Theorie besagt, dass er das Opfer von Wahlschleppern geworden sei, die ihn betrunken machten und zwangen unter wechselnden Identitäten immer wieder für einen bestimmten Wahlkandidaten abzustimmen.  Andere Theorien machen Alkoholismus, Syphilis oder Tollwut für den Zustand des Autors verantwortlich.

5. Albert Camus wollte im Sommer 1960 eigentlich den Zug nehmen, um von der Provence nach Paris zu reisen. Doch dann ließ er sich von seinem Verleger Michel Gallimard überreden, mit ihm mit dem Auto zu fahren. Gallimard verlor auf der vereisten Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug und raste in einen Baum. Camus war sofort tot, das unbenutzte Zugticket hatte er in seiner Tasche.

6. Der schwedische Dichter Dan Anderson  ist vor allem durch die bizarren Umstände seines frühen Todes  in Erinnerung geblieben. Er reiste im September 1920 nach Stockholm und übernachtete in einem Hotel. Unglücklicherweise war in seinem Zimmer an diesem Tag  Cyanwasserstoff  zur Bekämpfung von Bettwanzen eingesetzt worden, die Hotelangestellten hatten das Zimmer im Anschluss nicht wie vorgeschrieben gelüftet. Der Dichter wurde durch die Dämpfe vergiftet und verstarb am nächsten Tag.

7. Sherwood Anderson verschluckte auf einer Kreuzfahrt unbemerkt einen Zahnstocher. Er erlitt eine Bauchfellentzündung und verstarb. Der Zahnstocher wurde erst bei der Autopsie entdeckt.

8. Für Christopher Marlow endete ein Kneipenbesuch tödlich. Bei einem Streit mit einem seiner Saufkumpanen um die Rechnung wurde Marlow ein Dolch ins Auge gerammt.

Mark Twain

Mark Twain

9. Mark Twain wurde 1835 kurz nach dem Erscheinen des Halleyschen Kometen geboren und sagte ein Jahr vor seinem Tod vorher, dass er mit diesem Kometen wieder verschwinden würde. Tatsächlich starb er einen Tag nach der Wiederkehr des Kometen an einem Herzinfarkt.

10. Kondrati Fjodorowitsch Rylejew war ein russischer Dichter und einer der Anführer des Dekabristenaufstandes. Er wurde zum Tode durch Erhängen verurteilt, doch nachdem sich die Falltür unter Rylejew geöffnet hatte, riss der Strang. Dies wurde als Zeichen Gottes gewertet, Rylejew wurde begnadigt. Der Revolutionist konnte es sich aber nicht verkneifen, sich über die schlechte russische Wertarbeit lustig zu machen, die nicht einmal ein haltbares Seil zustandebringe. Das fand der anwesende Zar der Überlieferung nach gar nicht lustig – er hob die Begnadigung auf und Rylejew wurde am nächsten Tag doch noch gehängt.

Fallen euch noch andere Autoren ein, die unter kuriosen Umständen ums Leben gekommen sind?




10 Dinge, die man mit Büchern tun kann (außer sie zu lesen)

Buchkunst von Marisa Merlin

Buchkunst von Marisa Merlin

Lesen ist die schönste Beschäftigung der Welt, da sind sich Büchernarren einig. Aber was, wenn das Buch ausgelesen ist oder ein Buchgeschenk nicht gefällt. Wir haben uns Gedanken über mögliche Zweckentfremdungen von Büchern gemacht:

1. Insbesondere dicke Wälzer eignen sich hervorragend als Briefbeschwerer.

2. Auch wenn man gerade nicht liest, kann man sich am Anblick eines besonders schönen Buches oder des vollen Bücherregals erfreuen.

3. Es gibt unzählige Möglichkeiten, aus alten Büchern oder losen Seiten wunderschöne Kunstwerke zu erschaffen. Zum Beispiel dieses Werk der Künstlerin Marisa Merlin, bei dem Blumen in alte Bücher gepflanzt wurden.

4.  Apropos Pflanzen: Zwischen den Seiten dicker Bücher kann man Blumen und andere Pflanzenteile trocknen und pressen.

5. Seien wir mal ehrlich: Manche Bücher dienen eher dazu andere zu beeindrucken, als gelesen zu werden ;-)

6. Auch wenn man ein Buch nicht liest, kann es eine Botschaft transportieren: Zum Beispiel als Geschenk.

7. Ein Buch auf dem Kopf zu balancieren verbessert angeblich die Körperhaltung.

Buchtisch im Empfangsbereich von AbeBooks

Buchtisch im Empfangsbereich von AbeBooks

8. Der Tisch wackelt? Buch drunter und gut ist.

9. Ein ausgehöhltes Buch eignet sich wunderbar als Geheimversteck für Schmuck, wichtige Dokumente oder kleine Geheimnisse.

10.  Wem einzelne Dekoartikel oder Kunstwerke aus Büchern nicht reichen, kann die Wohnung auch mit ganzen Möbelstücken aus Büchern verschönern.

P.S. An dieser Stelle möchten wir noch einmal ausdrücklich betonen, dass wir niemanden dazu aufrufen möchten, Bücher zu beschädigen oder zu zerstören. Einige der hier vorgestellten Möglichkeiten der Zweckentfremdung sind aber eine gute Möglichkeit, die Bücher, die ohnehin beschädigt sind oder nicht mehr benötigt werden, vor dem Altpapier zu retten!




Welten der Angst

horror1Seit Anbeginn der Menschheit verbreiten Horrorgeschichten Angst und Schrecken. Und bis heute erfreut sich dieses Genre in Literatur und Film großer Popularität. Aber was fasziniert uns so an übernatürlichen Wesen, daran mit den Figuren Angst, Schrecken, Wahnsinn und Schmerz zu empfinden und in bedrohlich-unheimliche Situationen einzutreten?

Schrecken, Horror, Ekel – so beschreibt Stephen King die drei grundlegenden Arten des Grauens in der Horrorliteratur. Und genau diese Gefühle sollen durch das Lesen von Schauergeschichten ausgelöst werden. Seit jeher bieten sie dem Leser die Möglichkeit ihn mit seinen Ängsten vor der Dunkelheit, dem Tod, dem Unbekannten und Kontrollverlust zu konfrontieren.

Den exakten Ursprung von Horrorgeschichten zu bestimmen ist schwer, denn Elemente des Übernatürlichen gab es bereits schon in der antiken Literatur, so z.B. in Homers Odyssee oder Dantes Die Göttliche Komödie – die in machen Quellen als eine der ersten Horrorgeschichten genannt wird. Und auch in Legenden, Sagen und Märchen sind übernatürliche Phänomene keine Seltenheit.

Einen guten Ansatz bildet das 18. Jahrhundert. Denn in dieser Zeit beginnt die Geschichte der Gothic Novel (dt. Schauerroman), in der düstere Schlösser, Jungfrauen in Not, finstere Wälder und übersinnliche Wesen die bestimmenden Motive sind. Als erster Roman dieses Genres gilt Die Burg von Otranto (1764) von Horace Walpole. In Deutschland wurde der Schauerroman besonders durch Werke von E. T. A Hoffmann geprägt.

Im 19. Jahrhundert setzte eine zweite Gothic-Welle ein, mit Autoren wie Wilkie Collins, Charles Dickens, Mary Shelley und Bram Stoker, der mit seinem Roman Dracula die Figur des blutsaugenden Vampirs in Literatur und Film populär machte. Durch den Altmeister des Gruselns, Edgar Allan Poe, wurde die Horrorgeschichte auch für die Entwicklung der modernen Kurzgeschichte bedeutend. Die moderne Horrorliteratur ist vor allem mit Namen wie H.P. Lovecraft, Robert Bloch und Stephen King verbunden.

Durch ihre lange Geschichte und ihre Kombination mit anderen Genres wie Science Fiction, Fantasy oder dem Detektivroman, ist es geradezu unmöglich einer Auflistung an großartigen Horrorwerken gerecht zu werden. Nichtsdestotrotz haben wir für Euch einige der prägendesten Horrorklassiker zusammengestellt. Perfekt für alle, die an Halloween das Bedürfnis verpüren, sich etwas gruseln zu wollen!

dracula11. Die Elixiere des Teufels – E.T.A. Hoffmann

2. Untergang des Hauses Usher – Edgar Allan Poe

3. Dracula – Bram Stoker

4. Frankenstein – Mary Shelley

5. Cthulhu-Mythos-Romane – H.P. Lovecraft

6. Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde – Robert Louis Stevenson

7. I am Legend – Richard Matheson

8. Der Exorzist – William Peter Blatty

9. Shining – Stephen King

10. Das Schweigen der Lämmer – Thomas Harris




Happy Birthday!

Diese Woche haben wir Grund zu feiern, denn am 13. Oktober feiert AbeBooks.de seinen 15. Geburtstag. Naja, nicht ganz, denn damals gingen wir unter einem anderen Namen an den Start … Auf jeden Fall die perfekte Gelegenheit, um zurückzublicken! Ein Klick auf die Bilder öffnet diese in einer größeren Ansicht.

JustBooks.de im Juni 2000

JustBooks.de im Juni 2000

Am 13. Oktober 1999 ging die Webseite justbooks.de online – damals noch im schicken Grün. Die Seite war ursprünglich als Tauschbörse für gebrauchte oder vergriffene Fachbücher geplant, die sich hauptsächlich an Studenten richtete. Doch schon bald wurde das Potenzial der Seite für den antiquarischen Buchhandel erkannt. Neben der deutschen Plattform gab es bald außerdem eine englische und eine französische Internetseite. Im Jahr 2001 beschäftigte JustBooks 15 feste Mitarbeiter und hatte 5,3 Millionen Bücher von mehr als 1000 Antiquaren im Angebot.

AbeBooks.de im Juni 2002

Juni 2002

Im Oktober 2001 schloss sich JustBooks mit dem kanadischen Unternehmen AbeBooks zusammen - und auch im Design gab es einige Änderungen. Nach dem Zusammenschluss umfasste das Angebot mehr als 40 Millionen Bücher von ca. 10.000 Anbietern weltweit.

AbeBooks.de im Dezember 2003

Dezember 2003

Ab Ende 2003 erstrahlte unsere Webseite im altbekannten Rot.

AbeBooks.de im Juni 2005

Juni 2005

Im Sommer 2006 ändert sich erneut das Design und sah unserer aktuellen Seite schon sehr ähnlich. Was noch fehlte war das AbeBooks-Logo, das erst einige Monate später dazukam. Inzwischen gehörte auch das spanische Online-Antiquariat IberLibro zur AbeBooks-Familie.

AbeBooks.de im November 2008

November 2008

Auf diesem Screenshot aus dem Jahr 2008 lässt sich neben dem Logo auch unser Leitspruch “Aus Leidenschaft für Bücher” auf der Homepage entdecken.

AbeBooks.de im Oktober 2014

Oktober 2014

Und so sieht’s heute aus! Inzwischen beschäftigt AbeBooks rund 120 Mitarbeiter in Victoria, Kanada und in Düsseldorf und betreibt ingesamt 7 Plattformen:
www.abebooks.comwww.abebooks.co.ukwww.abebooks.dewww.abebooks.fr,
www.abebooks.itwww.iberlibro.com und www.ZVAB.com.

Welches Design gefällt Euch am besten?




(Un)Sympathische Protagonisten

„Was für eine unsympathische Figur!“ Das hat wahrscheinlich jeder regelmäßige Leser schon einmal bei der Lektüre gedacht. Den ein oder anderen hat die Antipathie vielleicht sogar bewogen, das Buch aus der Hand zu legen. Doch muss ein Protagonist wirklich sympathisch sein? Oder ist es nicht sogar viel spannender, einen Blick ins Seelenleben einer Figur zu werfen, mit der man sich im realen Leben lieber nicht auf einen Kaffee treffen würde?

Das Parfum

Das Parfum

Wir stellen hier einige Werke mit unsympathischen Hauptfiguren vor:

1. Jean-Baptiste Grenouille in Das Parfum von Patrick Süskind wird von zwei Bedürfnissen angetrieben: seinem überaus stark ausgeprägtem Überlebenswillen und seinem Bestreben den perfekten Duft zu finden. Menschen hingegen erfüllen ihn mit solcher Abscheu, dass er nicht davor zurückschreckt, sie zu ermorden.

2. Gillian Flynn zeichnet in der ersten Hälfte ihres Bestsellers Gone Girl – Das perfekte Opfer noch ein sympathisches Bild ihrer Protagonisten, des Ehepaars Amy und Nick Dunne. Nur um das Bild, das der Leser von den beiden gewonnen hat, später komplett auf den Kopf zu stellen. Mehr wollen wir an dieser Stelle lieber nicht verraten!

Vom Winde verweht

Vom Winde verweht

3. Emma aus dem gleichnamigen Roman von Jane Austen hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Freundinnen unter die Haube zu bringen. Ihre gutgemeinte Hilfe geht nicht nur ihren Kameradinnen, sondern auch dem Leser schnell auf die Nerven.

4. Während Scarlet O’Hara in Vom Winde verweht mit dem Charme einer Südstaatenschönheit die anderen Figuren um den Finger wickelt, haben ihre Skrupellosigkeit und ihre Vernarrtheit in den falschen Mann sie die Sympathien vieler Leser gekostet.

5. Warum der Humbert Humbert genannte Erzähler mit pädophilen Neigungen in Vladimir Nabokovs umstrittenen Roman Lolita kein Sympathieträger ist, bedarf wohl keiner weiteren Ausführung.

Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

6. Holden Caulfield vereint all die negativen Eigenschaften, die Teenagern oft zugeschrieben werden: Er ist zynisch, besserwisserisch und rebelliert gegen die Erwartungen der Erwachsenen. Doch genau deswegen ist  Der Fänger im Roggen von  J.D. Salinger zum Kultbuch vieler Heranwachsender geworden.

7. Großmutter Rosalinda in Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche von Alina Bronsky ist herrschsüchtig und manipulativ. Um ihren Willen durchzusetzen, würde sie sogar über Leichen gehen. Selbst dann, wenn es die ihrer eigenen Kinder und Enkel sind.

8. Der namenlose Erzähler in Fjodor Dostojewskis Aufzeichnungen aus dem Kellerloch bezeichnet sich selbst als bösartig, verkommen und hässlich. Seine zynische und aggressive Art führt dazu, dass der Leser ihm nicht mit mehr Liebe entgegensieht als er sich selbst.

American Psycho

American Psycho

9. Dass Patrick Batemann ein typischer Yuppie der 80er Jahre ist, macht ihn vielen schon unsympathisch genug. Doch statt wie seine Kollegen seine innere Leere mit Konsum, Drogenexzessen und Sexorgien zu füllen, geht der American Psycho noch einen Schritt weiter und driftet immer mehr in Gewalt, Vergewaltigung und Mord ab.

10. Die Hauptfigur Nora Eldridge in The Woman Upstairs von Claire Messud ist unzufrieden, verbittert und wütend. Dass Nora in nahezu jeder Rezension des Romans als unsympathisch charakterisiert wurde, hat in den USA im Erscheinungsjahr eine Diskussion über unsympathische Charaktere entfacht.

Welche Bücher mit unsympathischen Protagonisten fallen Ihnen noch ein?




Die Abenteuer von Alice

Seit Erscheinen von Alice im Wunderland (1865) und Alice hinter den Spiegeln (1871), den weltweit wohl populärsten Kinderbuch-Klassikern, hat es unzählige Nachahmungen, Fortsetzungen und Parodien rund um die Wunderwelt von Lewis Carroll gegeben. Bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts waren die Nachahmungen so zahlreich, dass Carroll seine eigene Sammlung von Alice-Werken anfing. Aber auch heute ist die Faszination an der Fantasiewelt Carrolls und seiner Figuren noch lange nicht versiegt:

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New Adventures of Alice

1. A New Alice in the Old Wonderland von Anna Matlack Richards (erstmals publiziert 1895) – Alice Lee, ein amerikanisches Mädchen, besucht das Wunderland und trifft auf all die Figuren, von denen sie in Carrolls Buch gelesen hat.

2. Gladys in Grammarland von Audrey Mayhew Allen (1897) & Alice in Grammarland von Louise Franklin Bache (1923) – zwei pädagogische Erzählungen.

3. New Adventures of Alice von John Rae (1917) – das Mädchen Betsy träumt von einer Fortsetzung der Alice-Bücher.

4. More ‘Alice’ von Yates Wilson (1959), dessen Tochter ihn um mehr Alice-Geschichten bat.

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More ‘Alice’

5. Alice Through the Neddle’s Eye (dt. Alice und das Land im Nadelöhr) von Gilbert Adair (1984) – Alice gelangt durch ein Nadelöhr in eine andere Welt.

6. Automated Alice (dt. Alice im Automatenland) von Jeff Noon (1996) – Alice gelangt in das zukünftige Manchester, eine Welt der Automatenwunder.

7. The Looking Glass Wars (dt. Spiegellabyrinth) von Frank Beddor (2006) – alternative Geschichte um Prinzessin Alyss Heart (a.k.a. Alice Liddell).

8. Alice in Sunderland von Bryan Talbot (2007) – Graphic novel, in der die Geschichte von Sunderland, Lewis Carroll und Alice miteinander vermischt werden.

9. Alice in Verse: The Lost Rhymes of Wonderland von J. T. Holden (2010) – Alice im Wunderland wird in 19 Gedichten nacherzählt.

10. Alice in Sussex von Andreas Platthaus (2013) – Alice befindet sich nicht im Wunderland, sondern in einem Haus tief unter der Erde, wo sie auf Carrolls Schöpfungen trifft.




Warum man immer ein Buch dabei haben sollte

1. Ein Buch beruhigt die Nerven. Soll die Bahn doch 30 Min. später kommen! Ich bin solange im Nimmerland.1

2. Bücher können Leben retten! In den USA hat eine Bibel in der Hemdtasche eines Busfahrers, jenen vor zwei tödlichen Schüssen gerettet.

3. Ein Buch kann zweierlei: dich vor einem unangenehmen Gespräch bewahren oder ein interessantes Gespräch starten.

4. Ein Buch lässt dich unschuldig aussehen. Das war ich nicht, ich hab gelesen!

5. Ein Buch bietet den perfekten Schutz: ob als Waffe (hier eignen sich Hardcover besonders gut), Diebstahlsicherung (wer kommt schon weit mit Krieg und Frieden in der Tasche?) oder als Sichtschutz zum Beobachten von Leuten.

6. All deine technischen Geräte haben den Geist aufgegeben? Bücher funktionieren immer!

7. Mit einem Buch in der Hand sieht man immer gebildet aus.

8. Du hast ein Treffen mit einer unbekannten Person und weißt nicht wie er/sie aussieht? Lies ein Buch und überlass es dem anderen dich zu finden.

9. Bücher bieten immer gute Unterhaltung – perfekt für jede Situation des Wartens.

10. Und nicht zu vergessen: Mit einem Buch bist du niemals allein!

 

Habt Ihr auch immer ein Buch dabei?




Märchenhafte Bücher

Cinder, der 1. Band der Luna-Chroniken von Marisse MeyerNeuinterpretationen bekannter Märchen liegen gerade voll im Trend. Die TV-Serie Once Upon A Time, bei der eine ganze amerikanische Kleinstadt von Märchenfiguren bevölkert wird oder die Science-Fiction-Neuinterpretationen in den Luna-Chroniken von Marissa Mayer (Cinderella ist ein Cyborg und verliert auf dem Ball nicht nur einen Schuh, sondern gleich den ganzen Fuß!) sind nur zwei von unzähligen Beispielen. Und das Verwenden und Neuarrangieren bekannter Elemente ist kein neues Phänomen, sondern genau das, was die Gattung der Märchen ausmacht!

Innenillustration aus "Der Märchenstrauß", ca. 1882Die meisten Märchen, die wir heute kennen, sind entschärfte Versionen jener Geschichten, die jahrhundertelang mündlich weitergegeben wurden. Lange Zeit wurden die Geschichten von einem Erzähler im Familienkreis oder vor einem größeren Publikum, das nicht nur aus Kindern bestand, vorgetragen. Bei der mündlichen Weitergabe wurden diese Volksmärchen immer wieder leicht verändert, so dass von vielen bekannten Geschichten verschiedenste Versionen existieren. Viele Motive existieren dabei über Ländergrenzen und Kulturkreise hinweg und auch zu vielen antiken Mythen oder religiösen Texten lassen sich Bezüge erkennen. Selbst Vermischungen und Verschmelzungen der Elemente bestimmter Märchen sind zu beobachten.

Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm

Ausgabe der “Kinder- und Hausmärchen” aus dem Jahr 1887

Ab dem 17. Jahrhundert machten sich Gelehrte mit volkskundlichem Interesse daran, die mündlich tradierten Geschichten aufzuschreiben und zu kategorisieren. Am bekanntesten sind in Deutschland wohl die Brüder Grimm, deren erste Sammlung der Kinder- und Hausmärchen 1812 erschien. Nachdem sich die ersten Auflagen der Märchensammlung der Brüder Grimm noch nah an die Texte hielt, die ihnen vorgetragen worden waren, wurden die Märchen in späteren Auflagen zunehmend bearbeitet. Aus dieser Zeit stammt auch die Idee, dass es sich bei Märchen um Geschichten für Kinder handelt. Vor allem die Kritik aus bürgerlichen Reihen führte dazu, die Märchentexte durch Verzicht auf sexuelle Themen und Anpassungen an christliche Moralvorstellungen kindgerechter zu gestalten.

Diese Verniedlichung der Märchen setzt sich bis heute fort, denn vor allem grausame Szenen werden in modernen Interpretationen oft weggelassen. Als Beispiel ist hier die böse Stiefmutter zu nennen, die sich in älteren Versionen des Märchens auf Schneewittchens Hochzeitsball in heißen Eisenpantoffeln zu Tode tanzt. Besonders die beliebten Disneyfilme haben die Märchen-Allgemeinbildung ganzer Generationen beeinflusst.

Das hässliche Entlein von Hans Christian AndersenIm Gegensatz zu den Volksmärchen entstammen Kunstmärchen der Fantasie eines einzigen Schriftstellers. Besonders in der Epoche der Romantik war das Verfassen von Kunstmärchen populär. In Inhalt und Stil sind sie an die Volksmärchen angelehnt und viele der Märchen, die heute jedes Kind kennt, zählen zu den Kunstmärchen. Zum Beispiel Die kleine Meerjungfrau oder Das hässliche Entlein von Hans Christian Andersen.

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