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Die Abenteuer von Alice

Seit Erscheinen von Alice im Wunderland (1865) und Alice hinter den Spiegeln (1871), den weltweit wohl populärsten Kinderbuch-Klassikern, hat es unzählige Nachahmungen, Fortsetzungen und Parodien rund um die Wunderwelt von Lewis Carroll gegeben. Bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts waren die Nachahmungen so zahlreich, dass Carroll seine eigene Sammlung von Alice-Werken anfing. Aber auch heute ist die Faszination an der Fantasiewelt Carrolls und seiner Figuren noch lange nicht versiegt:

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New Adventures of Alice

1. A New Alice in the Old Wonderland von Anna Matlack Richards (erstmals publiziert 1895) – Alice Lee, ein amerikanisches Mädchen, besucht das Wunderland und trifft auf all die Figuren, von denen sie in Carrolls Buch gelesen hat.

2. Gladys in Grammarland von Audrey Mayhew Allen (1897) & Alice in Grammarland von Louise Franklin Bache (1923) – zwei pädagogische Erzählungen.

3. New Adventures of Alice von John Rae (1917) – das Mädchen Betsy träumt von einer Fortsetzung der Alice-Bücher.

4. More ‘Alice’ von Yates Wilson (1959), dessen Tochter ihn um mehr Alice-Geschichten bat.

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More ‘Alice’

5. Alice Through the Neddle’s Eye (dt. Alice und das Land im Nadelöhr) von Gilbert Adair (1984) – Alice gelangt durch ein Nadelöhr in eine andere Welt.

6. Automated Alice (dt. Alice im Automatenland) von Jeff Noon (1996) – Alice gelangt in das zukünftige Manchester, eine Welt der Automatenwunder.

7. The Looking Glass Wars (dt. Spiegellabyrinth) von Frank Beddor (2006) – alternative Geschichte um Prinzessin Alyss Heart (a.k.a. Alice Liddell).

8. Alice in Sunderland von Bryan Talbot (2007) – Graphic novel, in der die Geschichte von Sunderland, Lewis Carroll und Alice miteinander vermischt werden.

9. Alice in Verse: The Lost Rhymes of Wonderland von J. T. Holden (2010) – Alice im Wunderland wird in 19 Gedichten nacherzählt.

10. Alice in Sussex von Andreas Platthaus (2013) – Alice befindet sich nicht im Wunderland, sondern in einem Haus tief unter der Erde, wo sie auf Carrolls Schöpfungen trifft.




Warum man immer ein Buch dabei haben sollte

1. Ein Buch beruhigt die Nerven. Soll die Bahn doch 30 Min. später kommen! Ich bin solange im Nimmerland.1

2. Bücher können Leben retten! In den USA hat eine Bibel in der Hemdtasche eines Busfahrers, jenen vor zwei tödlichen Schüssen gerettet.

3. Ein Buch kann zweierlei: dich vor einem unangenehmen Gespräch bewahren oder ein interessantes Gespräch starten.

4. Ein Buch lässt dich unschuldig aussehen. Das war ich nicht, ich hab gelesen!

5. Ein Buch bietet den perfekten Schutz: ob als Waffe (hier eignen sich Hardcover besonders gut), Diebstahlsicherung (wer kommt schon weit mit Krieg und Frieden in der Tasche?) oder als Sichtschutz zum Beobachten von Leuten.

6. All deine technischen Geräte haben den Geist aufgegeben? Bücher funktionieren immer!

7. Mit einem Buch in der Hand sieht man immer gebildet aus.

8. Du hast ein Treffen mit einer unbekannten Person und weißt nicht wie er/sie aussieht? Lies ein Buch und überlass es dem anderen dich zu finden.

9. Bücher bieten immer gute Unterhaltung – perfekt für jede Situation des Wartens.

10. Und nicht zu vergessen: Mit einem Buch bist du niemals allein!

 

Habt Ihr auch immer ein Buch dabei?




Märchenhafte Bücher

Cinder, der 1. Band der Luna-Chroniken von Marisse MeyerNeuinterpretationen bekannter Märchen liegen gerade voll im Trend. Die TV-Serie Once Upon A Time, bei der eine ganze amerikanische Kleinstadt von Märchenfiguren bevölkert wird oder die Science-Fiction-Neuinterpretationen in den Luna-Chroniken von Marissa Mayer (Cinderella ist ein Cyborg und verliert auf dem Ball nicht nur einen Schuh, sondern gleich den ganzen Fuß!) sind nur zwei von unzähligen Beispielen. Und das Verwenden und Neuarrangieren bekannter Elemente ist kein neues Phänomen, sondern genau das, was die Gattung der Märchen ausmacht!

Innenillustration aus "Der Märchenstrauß", ca. 1882Die meisten Märchen, die wir heute kennen, sind entschärfte Versionen jener Geschichten, die jahrhundertelang mündlich weitergegeben wurden. Lange Zeit wurden die Geschichten von einem Erzähler im Familienkreis oder vor einem größeren Publikum, das nicht nur aus Kindern bestand, vorgetragen. Bei der mündlichen Weitergabe wurden diese Volksmärchen immer wieder leicht verändert, so dass von vielen bekannten Geschichten verschiedenste Versionen existieren. Viele Motive existieren dabei über Ländergrenzen und Kulturkreise hinweg und auch zu vielen antiken Mythen oder religiösen Texten lassen sich Bezüge erkennen. Selbst Vermischungen und Verschmelzungen der Elemente bestimmter Märchen sind zu beobachten.

Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm

Ausgabe der “Kinder- und Hausmärchen” aus dem Jahr 1887

Ab dem 17. Jahrhundert machten sich Gelehrte mit volkskundlichem Interesse daran, die mündlich tradierten Geschichten aufzuschreiben und zu kategorisieren. Am bekanntesten sind in Deutschland wohl die Brüder Grimm, deren erste Sammlung der Kinder- und Hausmärchen 1812 erschien. Nachdem sich die ersten Auflagen der Märchensammlung der Brüder Grimm noch nah an die Texte hielt, die ihnen vorgetragen worden waren, wurden die Märchen in späteren Auflagen zunehmend bearbeitet. Aus dieser Zeit stammt auch die Idee, dass es sich bei Märchen um Geschichten für Kinder handelt. Vor allem die Kritik aus bürgerlichen Reihen führte dazu, die Märchentexte durch Verzicht auf sexuelle Themen und Anpassungen an christliche Moralvorstellungen kindgerechter zu gestalten.

Diese Verniedlichung der Märchen setzt sich bis heute fort, denn vor allem grausame Szenen werden in modernen Interpretationen oft weggelassen. Als Beispiel ist hier die böse Stiefmutter zu nennen, die sich in älteren Versionen des Märchens auf Schneewittchens Hochzeitsball in heißen Eisenpantoffeln zu Tode tanzt. Besonders die beliebten Disneyfilme haben die Märchen-Allgemeinbildung ganzer Generationen beeinflusst.

Das hässliche Entlein von Hans Christian AndersenIm Gegensatz zu den Volksmärchen entstammen Kunstmärchen der Fantasie eines einzigen Schriftstellers. Besonders in der Epoche der Romantik war das Verfassen von Kunstmärchen populär. In Inhalt und Stil sind sie an die Volksmärchen angelehnt und viele der Märchen, die heute jedes Kind kennt, zählen zu den Kunstmärchen. Zum Beispiel Die kleine Meerjungfrau oder Das hässliche Entlein von Hans Christian Andersen.

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20 kultige Buchcover

Auf den Inhalt kommt es an? Nicht nur! Der Umschlag ist heute in der Verlagswelt das wichtigste Werbemittel für ein Buch. Es soll den Betrachter fesseln, ihn neugierig machen und ihm bestenfalls einen Eindruck von dem Inhalt geben. Dabei kann der Buchumschlag nicht nur ein Werk, sondern auch das Regal eines jeden Buchliebhabers in einen echten Hingucker verwandeln!

Wir haben einige der schönsten und bekanntesten Buchcover der letzten 150 Jahre zusammengestellt. Einige von ihnen erfreuen sich bis heute großer Popularität, andere hingegen sind nur in einem bestimmten sprachlichen Raum geläufig und wiederum andere sind bereits vergessen und nur noch Kennern dieser Ausgaben bekannt. Nichtsdestotrotz, ein Hingucker sind sie allemal!

Internationale Buchcover

BraveNewWorld     1984

Psycho    godfather

hobbit     wizard1

hemingway     pride

gatsby     catcher

petitprince    apsycho

jurassic    fleming

Deutsche Buchcover

blechtrommel    10806975257

kafka     buddenbrooks

emil     unendlich1




Nicht alles glauben, was man liest

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Hat Nick seine verschwundene Frau Amy wirklich umgebracht? Warum belügt er die Polizei, wenn er doch nichts zu verbergen hat? Oder hat Amy alles nur inszeniert? In ihrem Roman Gone Girl (2012) spielt die Autorin Gillian Flynn geschickt mit den Erwartungen des Lesers. Immer dann, wenn man glaubt, man wüsste, was Sache ist, verläuft die Geschichte wieder in eine andere Richtung.

Manipuliert wird der Leser durch die beiden Ich-Erzähler Nick und Amy, deren Erzählstränge sich immer wieder abwechseln und eine komplett unterschiedliche Sichtweise einnehmen. Wem soll der Leser nur glauben?

Während Gillian Flynn nicht nur einen, sondern gleich zwei unzuverlässige Erzähler in ihren Roman einführt, gibt es in der Literatur genügend andere Erzählfiguren, denen man entweder glauben kann – oder auch nicht:

1. Nick Carraway in Der große Gatsby – F. Scott Fitzgerald

2. Dr. James Sheppard in Alibi – Agatha Christie

3. Holden Caulfield in Der Fänger im Roggen – J. D. Salinger

4. Humbert Humbert in Lolita – Vladimir Nabokov

5. Chief Bromden in Einer flog über das Kuckucksnest – Ken Kesey

6. Der Erzähler in Fight Club – Chuck Palahniuk

7. Edward Daniels in Shutter Island – Dennis Lehane

8. Patrick Bateman in American Psycho – Bret Easton Ellis

9. Pi in Schiffbruch mit Tiger – Yann Martel

10. Briony in Abbitte – Ian McEwan

 




Wohnung Nr. 50 in der Sadowaja Straße 10

P1010389Sie ist nicht nur zentraler Schauplatz eines der bekanntesten russischen Klassiker des 20. Jahrhunderts, sondern auch ehemaliger Wohnort seines Autors – des sowjetischen Schriftstellers Michail Bulgakow.

Für jeden, der seinen satirisch-phantastischen Roman Meister und Margarita gelesen und geliebt hat, ist der Besuch des ehemaligen Hauses des Autors ein Muss. Begleitet von seinen Gehilfen – darunter ein riesiger Kater namens Begemot – steigt der als Ausländer getarnte Teufel Voland in der Wohnung Nummer 50 im Haus Sadowaja 302b ab und versetzt von da aus Moskau in ein heilloses Chaos. Die nicht existierende Nummer 302, mit der Bulgakow die fiktiven Ereignisse im Roman unterstreichen wollte, findet sich auch am Hofeingang des Areals wieder.

Auch wir haben einmal an einem der beliebtesten literarischen Orte Moskaus vorbeigeschaut und sind in das charmante Wirrwarr von Alltagsgegenständen und Schriftstellerutensilien eingetaucht.

Bereits das Treppenhaus, dessen Wände mit Zeichnungen und Texten aus Bulgakows Romanen verziert sind, gestaltet sich als literarischer Hingucker und ist gleichzeitig eine Hommage an den Autor und dessen Werk. Neben alltäglichen Gegenständen wie Küchenutensilien und Möbelstücken, findet man in der kleinen Wohnung auch die Schreibmaschine, Manuskripte und den Arbeitsplatz des Autors.

Bereits im Jahr 1940 fertig gestellt, wurde der Roman Meister und Margarita erst 1966 in gekürzter Version veröffentlicht. Seit den 1980er Jahren wurde der frühere Wohnort des Schriftstellers zum Wallfahrtort für jeden Literaturliebhaber. 2007 entstand dort das einzige offizielle Bulgakow-Museum Russlands.

Zu den Höhepunkten des Besuchs zählt sicherlich der schwarze Hauskater Begemot – eine Hommage an die gleichnamige Figur aus Bulgakows Roman. Wer dann noch immer nicht genug magischen Realismus eingeatmet hat, kann an einer der nächtlichen Touren durch das Bulgakowsche Moskau teilnehmen oder an einer der regelmäßig veranstalteten Theateraufführungen im Museum.

Zu guter Letzt ist auch der Patriarchenteich, bekannt aus der Anfangsszene des Romans, nicht weit vom Museum entfernt und lädt zum gemütlichen Spaziergang ein.

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Treppenhaus im Bulgakow-Haus

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Szene aus “Meister und Margarita”

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Bulgakows Schreibtisch

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… und seine Schreibmaschine

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Küche

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Hauskater Begemot

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Patriarchenteich

 




Die Ära der Pulp-Magazine

Spätestens seit dem Kultfilm von Quentin Tarantino aus dem Jahr 1994 ist “Pulp Fiction” jedem Cineasten ein Begriff. Der Titel lehnt sich an jene literarische Geschichten an, die vor allem in den 1930er bis 1950er Jahren in Amerika populär waren.

Als Pulps werden die oft als Trivial- oder Schundliteratur abgestempelten Magazine bezeichnet, die auch als Nachfolger der Groschenromane des 19. Jahrhunderts gelten. Das Wort “Pulp” leitet sich dabei vom billigen, holzartigen Papier (engl. wood pulp) ab, auf dem die Geschichten gedruckt wurden.

Pulp-Magazine umfassen eine große Bandbreite an literarischen Gattungen, von Abenteuerromanen und Western, über Liebes- und Erotikromane, bis hin zu Kriminal-, Horror- und Science-Fiction-Geschichten. Als erstes amerikanisches Pulp gilt das Magazin Argosy des Verlegers Frank A. Munsey, das bereits 1882 erstmals erschien. Vor allem viele klassische Science-Fiction-Geschichten und Krimis wurden in Pulp-Magazinen wie Weird Tales, Amazing Stories oder Black Mask veröffentlicht.

Bekannte Pulp-Figuren sind z.B. Zorro, Tarzan, Conan der Barbar, The Shadow oder The Avenger. Ebenso finden sich unter den Pulp-Autoren viele namenhafte Schriftsteller wieder, wie Ray Bradbury, H. P. Lovecraft, Raymond Chandler und Edgar Rice Burroughs.

Durch die Konkurrenz zu Comics, Fernsehen und Taschenbüchern nahm die Leserschaft von Pulps ab den 50ern zunehmend ab. Heute sind vor allem die älteren Hefte begehrte Sammlerobjekte.

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Argosy (1882-1978)

Weird Tales (seit 1923)

Weird Tales (seit 1923)

Amazing Stories (1926-2005)

Amazing Stories (1926-2005)

Black Mask (1920

Black Mask (1920-1951)

Astounding (Stories/ Science-Ficition/ Science Fact&Fiction, seit 1930)

Astounding (Stories/ Science-Ficition/ Science Fact&Fiction, seit 1930)

Strange Stories (1939-41)

Strange Stories (1939-41)

Avon Fantasy Reader (1947-52)

Avon Fantasy Reader (1947-52)

The Phantom Detective (1933-53)

The Phantom Detective (1933-53)

The Shadow (1931-36)

The Shadow (1931-49)

The Avenger (1939-42)

The Avenger (1939-42)




Die Inspiration zum Film – Thérèse Raquin

Habt ihr auch schon einmal einen Film gesehen und erst hinterher erfahren, dass er eigentlich auf einem Buch basiert? Oder die Zeit vergessen und es einfach nicht geschafft den Roman vor dem Film zu lesen? Die Meisten sind sich einig: die Leseerfahrung ist immer besser als das Kinoerlebnis. Die Reihe „Die Inspiration zum Film“ rückt Bücher in den Fokus, die in naher Zukunft auf der großen Leinwand zu sehen sein werden, mit der Idee: Erst das Buch, dann das Popcorn!

zolaDer Stoff des Romans wurde bereits mehrfach verfilmt – vom italienischen Stummfilm aus dem Jahr 1915 bis hin zur südkoreanischen Produktion von 2009.

1867 erschienen, brachte der Roman Thérèse Raquin dem damals 27-jährigen Émile Zola den Durchbruch in Paris. Zu diesem Zeitpunkt waren Skandale für das Pariser Lesepublikum schon nichts ungewöhnliches mehr. Bereits 1857 begeht in Flauberts Madame Bovary eine Frau Ehebruch und auch die damals als anstößig aufgefassten Gedichte von Baudelaire, erschienen in seinem Gedichtband Die Blumen des Bösen, lösten einen literarischen Skandal aus.

Dies war mit Zolas Werk nicht anders. Der Roman erzählt die Geschichte der Hauptfigur Thérèse Raquin, die zusammen mit ihrem Stiefbruder Camille bei seiner Mutter Madame Raquin aufwächst. Diese besteht später auf eine Heirat zwischen den beiden, die jedoch zu einer glück- und leidenschaftslosen Ehe führt. Thérèse beginnt daraufhin eine Affäre mit Camilles Freund Laurent, aus der eine leidenschaftliche Beziehung erwächst. Um ihre Beziehung auch offen ausleben zu können, schmieden beide den Plan, Camille umzubringen.

Die amerikanische Verfilmung des Werkes mit dem Titel In Secret feierte bereits im Februar 2014 in den USA Premiere, in Deutschland wird der Film wahrscheinlich nur als DVD erscheinen. In den Hauptrollen sind Elizabeth Olsen, Tom Felton, Oscar Isaac und Jessica Lange zu sehen.




Scotchterrier inspirieren zu Buchstützen

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Auf AbeBooks wurde ein Paar bronzener Buchstützen mit Scotchterriern der Künstlerin Marguerite Kirmse (1885-1954) für ca. 4.480€ verkauft. Dies sind die teuersten Buchstützen, die jemals über AbeBooks verkauft wurden. Sie gehören außerdem zu den 10 teuersten Buchkäufen, die im Juli über AbeBooks getätigt wurden. Eine der Buchstützen wurde von der Künstlerin selbst signiert.

Kirmse fertigte eine Vielzahl von Zeichnungen und Radierungen für viele Magazine und Bücher an, u.a. für den Kinderbuchklassiker Lassie Come Home von Eric Knight.

Sie lebte in Connecticut, wo sie zusammen mit ihrem Mann George W. Cole neben Scotchterriern, Airedaleterrier, Irish Terrier und andere Arten züchtete. Eine besondere Vorliebe hatte Kirmse für Jagdhunde, was sich auch in ihrer Kunst widerspiegelt. Die limitierte Ausgabe Dogs in The Field von 1935 beinhaltet verschiedene Studien zu Jagdhunden, die besonders von Sammlern von Hundekunst geschätzt werden. Es wurden nur 685 Exemplare dieses Werkes gedruckt.

Neben dem Zeichnen begann sie in den 1920ern Bronzefiguren von Hunden zu modellieren. Lassie Come Home wurde 1940 publiziert, die Verfilmung folgte drei Jahre später. Das Buchcover zeigt Kirmes unvergessliche Zeichnung:

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Zum 100. Geburtstag der Mumin-Schöpferin Tove Jansson

60285910Die Liste ihrer Berufe ist lang: Schriftstellerin, Comicautorin, Illustratorin, Zeichnerin und Malerin. Sie schrieb sowohl für Kinder wie auch für Erwachsene. Mit ihrem vielseitigen und umfangreichen Lebenswerk gehört Tove Jansson (1914-2001) heute zu den bedeutendsten skandinavischen Schrifstellern. Ihre Mumin-Bücher sind längst Klassiker der Kinderbuchliteratur und machten sie weltweit zur bekanntesten finnischen Autorin.

Passend zur Frankfurter Buchmesse 2014, die ganz im Zeichen der finnischen Literatur steht, jährt sich dieses Jahr der 100. Geburtstag der finnischschwedischen Schriftstellerin, die am 9. August 1914 in Helsinki geboren ist.

Aufgewachsen in einer Künstlerfamilie – ihr Vater war Bilderhauer, ihre Mutter Grafikerin – studierte sie an Kunstakademien in Stockholm, Helsinki und Paris und verdiente bereits ab den 1930ern ihr erste Geld mit Karikaturen, Postkarten und Buchumschlägen. Aus dieser Zeit stammt bereits ihr erster Mumintroll, noch bevor sie ihre ersten Mumingeschichten geschrieben hatte. Während des Zweiten Weltkriegs war sie Illustratorin der satirischen Zeitschrift Garm und brachte dort ihre Meinung gegen das antifaschistische Regime zum Ausdruck.

finnische Erstausgabe des zweiten Mumin-Buchs

finnische Erstausgabe des zweiten Mumin-Buchs

Ihr erstes Mumin-Buch, Mumins lange Reise, erschien 1945. Später gab sie an, der Krieg habe sie zu sehr deprimiert und sie hätte etwas Unschuldiges und Naives schreiben wollen. Berühmtheit erlangte sie jedoch erst durch die zwei darauffolgenden Bücher – Komet im Mumintal (1946) und Eine drollige Gesellschaft (1948). In den 50ern erschienen die ersten Mumin-Comicstrips, die zur erfolgreichsten finnischen Comicserie wurden.

Nach ihrem letzten Mumin-Buch von 1970, wandte sie sich verstärkt der Erwachsenliteratur zu. Lediglich vier ihrer zwölf Romane wurden bisher ins Deutsche übersetzt. Zudem übernahm sie Illustrationsaufträge für Der Hobbit von Tolkien und Alice im Wunderland von Lewis Carroll und widmete sich mehr der Malerei.

Am 27. Juni 2001 verstarb sie nach langer Krankheit im Alter von 86 Jahren in Helsinki. Neben den Werken von Mika Waltari und dem finnischen Nationalepos Kalevala gehören ihre Werke zu den meist übersetzten der finnischen Literatur.

 

Mumin-Bücher auf AbeBooks.de:

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Romane von Tove Jansson