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Stolz & Vorurteil & Fortsetzungen

Obwohl Stolz und Vorurteil bereits vor mehr als 200 Jahren erstmals erschienen ist, erfreut sich der Roman von Jane Austen noch immer großer Beliebtheit und steht bei Auflistungen der Lieblingsbücher regelmäßig auf den ersten Plätzen. Die Liebesgeschichte von Elizabeth Bennet und Mr. Darcy hat nicht nur unzählige Leserinnen und Leser berührt, sondern auch zu einer ganzen Reihe literarischer Adaptionen angeregt: Insgesamt haben sich rund 80 Autorinnen und Autoren zu Nacherzählungen, Fortsetzungen und Parodien inspirieren lassen, von denen wir hier einige vorstellen möchten.

Darcy's Story

Darcy’s Story

In Stolz und Vorurteil begleitet der Leser Elizabeth Bennet durch die Geschichte. Dies hat viele Autoren dazu getrieben, das Geschehen noch einmal aus einer anderen Perspektive zu beleuchten. Besonders beliebt ist hierbei, die Ereignisse aus der Sicht der männlichen Hauptfigur Fitzwilliam Darcy zu schildern und damit ganz neue Einblicke auf sein Innenleben zu ermöglichen. Dies geschieht beispielsweise in An Assambly Such as This von Pamela Aiden und Darcy’s Story von Janet Aylmer. Amanda Grange hat gleich mehrere von Austens Büchern aus neuen Perspektiven  nacherzählt: In Wickham’s Diary ergründet sie in Form von Tagebucheinträgen, welche die Zeit von George Wickhams und Darcys gemeinsamer Jugend in Pemberley bis zu Darcys Hochzeit mit Elizabeth abdecken, die Psyche des unmoralischen Verführers. Eine ungewöhnliche Perspektive hat Jo Baker in ihrem Roman Im Hause Longbourn gewählt: Hier werden die Ereignisse in bester Downton Abbey-Manier aus der Sicht der Dienerschaft des Bennet-Haushalts geschildert.

Mr. Darcy Presents His Bride

Mr. Darcy Presents His Bride

Auch zahlreiche Fortsetzungen ergründen, wie es mit verschiedensten Nebenfiguren weitergeht. So findet in Conviction von Skylar Hamilton Burris auch Darcys Schwester Georgiana endlich ihr Liebesglück, während Jennifer Becton u.a. die Lebensgeschichten von Elizabeths bester Freundin Charlotte Lucas und von Caroline Bingley weitererzählt. Noch zahlreicher sind die Fortsetzungen, bei denen das Eheleben von Elizabeth und Darcy im Mittelpunkt stehen. Die erste Fortsetzung dieser Art, Old Friends and New Fancies,  erschien bereits im Jahr 1913 und lässt auch Figuren aus anderen Austen-Romanen auftauchen. Weitere Beispiele sind The Darcys & the BingleysMr. Darcy Presents His Bride und Mrs. Darcy’s Dilemma, das rund 25 Jahre später angesiedelt ist . Krimiautorin P.D. James hat sich in Der Tod kommt nach Pemberley für einen weniger romantischen Ansatzpunkt für ihre Fortsetzung entschieden. Mr. Darcy muss auf Verbrecherjagd gehen, um die Unschuld seines des Mordes angeklagten Schwagers Wickham zu beweisen.

 Stolz und Vorurteil und Zombies

Stolz und Vorurteil und Zombies

Wesentlich skurrileren Bedrohungen sehen sich Elizabeth und Darcy in einer Vielzahl von Parodien gegenüber: In Stolz und Vorurteil und Zombies gilt es zwischen Bällen und Teepartys angreifende Zombiehorden abzuwehren (zum Glück sind sowohl Elizabeth als auch Darcy Meister des Kampfsports und geübt im Umgang mit Waffen). In Mrs Darcy versus the Aliens stehen die beiden vor der Herausforderung, Elizabeths Schwester Lydia zu retten, die von Außerirdischen entführt wurde. In Pride and Platypus hingegen hütet Mr. Darcy ein furchtbares Geheimnis: Jeden Monat zum Vollmond verwandelt er sich in ein Wer-Schnabeltier.

Lest ihr Fortsetzungen eurer Lieblingsbücher, die von anderen Autoren stammen?




11 Gefühlszustände, die Bücher in uns auslösen

1. Wenn das Buch, das ich bei AbeBooks bestellt habe, geliefert wird.

 

2. Wenn ich untertauche, um ungestört lesen zu können.

 

3. Wenn ich zu klein bin, um an die Bücher auf dem obersten Brett des Bücherregals heranzukommen.

 

4. Wenn ich ein außergewöhnliches und besonders schönes Buch in den Händen halte.

 

5. Wenn ich schnell meine Kreditkarte hole, bevor mir jemand anders das Buch meiner Träume wegkaufen kann.

 

6. Wenn es nicht in Frage kommt, dass ich mich von meinem neu erstandenen Buch losreiße.

 

7. Wenn ich mich hoch konzentriert in meine Lektüre vertiefe.

 

8. Wenn ich mein Buch geradezu verschlinge.

 

9. Und wenn ich wieder bis 2 Uhr morgens gelesen habe.

 

10. Wenn ich bereits beim 1. Kapitel dachte, ich wüsste, wie das Buch ausgeht. Und dann doch alles ganz anders ist …

 

11. Wenn ich das Buch ausgelesen habe und nicht weiß, was ich jetzt mit meinem Leben anfangen soll.

 




Die fünf härtesten Jobs in der Literatur

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Der eigene Job ist nicht immer ganz einfach? Dabei findet man gerade in der Literatur genügend Beispiele, die einen daran erinnern, wie gut man es doch eigentlich hat. Lest selbst!

1. Schauhungern als Beruf – Ein Hungerkünstler von Franz Kafka

Hungerkünstler zu sein ist auch nicht mehr das, was es einmal war, erklärt uns der Erzähler aus Kafkas Werk gleich zu Beginn seiner Geschichte. Eingeperrt in einen Käfig, findet seine Kunst des andauernden Hungerns zahlreiche Zuschauer, die ihn nicht nur bewundern, sondern auch aufpassen, dass er nicht heimlich isst. Spätestens nach vierzig Tagen wird er jeweils gezwungen seinen Käfig zu verlassen und zu essen. Denn er glaubt, noch viel länger hungern zu könnnen. Immer weniger Schaulustige interessieren sich für die Darbietung des Hungerkünstlers, der daraufhin anfangen muss beim Zirkus zu arbeiten. Er hungert immer weiter, wird jedoch kaum mehr bemerkt bis er völlig in Vergessenheit gerät.

2. Deprimierter Kolumnenschreiber – Miss Lonelyhearts von Nathanael West

Erschienen 1933, in der Zeit der Großen Depression, erzählt der Roman von der Leidensgeschichte eines jungen Mannes, der als Kummerkastentante Miss Lonelyhearts bei einer Zeitung anfängt. Schon bereits nach kurzer Zeit stapeln sich die Briefe zahlreicher verzweifelter New Yorker auf seinem Tisch, die ihm ihr Leid klagen. Unfähig den ganzen Kummer zu ertragen, verfällt der junge Mann in eine tiefe Depression, fängt an zu trinken, sich zu prügeln und geht Affären mit unterschiedlichen Frauen ein, darunter der Frau seines Chefs.

3. Klon – Alles, was wir geben mussten von Kazuo Ishiguro

In Ishiguros einzigartigen Roman wird den Kindern einer Schule nur nach und nach die schreckliche Wahrheit eröffnet: sie sind Klone, deren einziger Daseinszweck darin besteht, später lebenswichtige Organe an kranke Menschen zu spenden. Dabei wird ihnen ihr Schicksal durch jede Menge Euphemismen mitgeteilt: sie sind “Auserwählte”, die “Leben spenden” bis sie “vollenden”, also sterben. Geht’s noch schlimmer?

4. Magd im Staat Gilead – Der Report der Magd von Margaret Atwood

Desfred (engl. Offred) aus Atwoods dystopischen Roman gehört zu den wenigen noch fruchtbaren Frauen, die nach einer Nuklearkatastrophe nicht unfruchtbar geworden sind. Als Magd wird sie einem Kommandaten und dessen Frau zugeteilt, für die Desfred ein Kind austragen soll. Mehrmals muss sie “die Zeremonie” – den Geschlechtsakt – über sich ergehen lassen, bei der die Frau des Kommandanten stets anwesend ist. Die Beziehung wird verkompliziert, als sie eine geheime und illegale Beziehung zum Kommandaten eingeht. Ihrer Freiheit beraubt, mit der Eifersucht der Frau des Hauses konfrontiert und vom Staat zum Mittel-zum-Zweck degradiert – man kann sich wohl keinen schlimmeren Job vorstellen.

5. Wissenschaftler auf der Solaris-Forschungsstation – Solaris von Stanislaw Lem

Wissenschaftler, sollte man meinen, haben einen der interessantesten Berufe. Nicht so die Forscher der Solaris-Station!  Diese werden tagtäglich von einem intelligenten Ozean gequält, der aus den Erfahrungen und Gefühlen jedes einzelnen verstorbene geliebte Menschen erscheinen lässt. Wobei die Erinnerungen meist mit Schuldgefühlen verbunden sind. Die einzige Lösung: die ungeliebten Gäste zu vernichten.




Wenn Bücher Leben retten

Dass Bücher ein Leben verändern können, wussten wir ja schon immer. Aber letzte Woche ging eine Schlagzeile um die Welt, die zeigt, dass Bücher sogar Leben retten können.

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Eines der Bücher, die Jason Derfuss das Leben gerettet haben © Jason Derfuss via Facebook

Jason Derfuss entging bei einem Amoklauf in einer Bibliothek in Florida nur knapp dem Tod. Der Student hatte gerade Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen, als er Schüsse hörte. Er konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen, drei andere Menschen wurden von dem Amokschützen angeschossen. Erst Stunden später entdeckte der Student, dass der Schütze auch auf ihn gefeuert hatte. Die Bücher, die Drefuss in seinem Rucksack auf dem Rücken trug, hatten die Kugel aufgehalten. Auf seiner Facebook-Seite hat er Bilder der Bücher veröffentlicht, die ihm das Leben gerettet haben.

Dies war nicht das erste Mal, dass Bücher Kugeln aufgehalten haben. In besonders vielen Fällen handelt es sich dabei um Bibeln. Erst im Februar 2014 wurde ein Busfahrer bei einem Überfall verletzt, doch die 528-seitige Taschenbibel, die er in der Brusttasche trug hielt zwei Schüsse auf, die ansonsten mit Sicherheit tödlich gewesen wären.

Vor allem aus der Zeit des 1. und 2. Weltkriegs sind Geschichten von Soldaten überliefert, die von Bibeln in der Uniformtasche gerettet worden sein sollen. Die Verbreitung dieser Legende ging so weit, dass sogar nichtchristliche Soldaten Bibeln mit aufs Schlachtfeld genommen haben sollen. Findige Geschäftsleute machten sich die Hoffnungen der Soldaten, sich auf diesem Weg zu schützen, zunutze und verkauften spezielle Bibeln, die in Metall eingebunden gewesen sein sollen und damit doppelten Schutz versprachen.

Dass diese Geschichten über die schützende Wirkung der Bibeln nur mit Vorsicht zu genießen sind, zeigt eine Anekdote von Autor Joe Halteman. Dieser kannte einen Soldaten, dessen Leben während des Vietnamkrieges von einem Wörterbuch gerettet worden war. In der Berichterstattung einer Zeitung über diese wundersame Rettung wurde aus dem Wörterbuch aber plötzlich eine Bibel.

Aber auch andere Bücher haben sich im Krieg als Lebensretter erwiesen. Im Guardian berichtete 1916 ein britischer Offizier, dass zwei Kugeln seinen Rasierspiegel aus Metall durchschlagen hatten, aber schließlich in einem Buch steckenblieben, das ihm erst am Morgen zuvor ein anderer  Soldat geschenkt hatte. Auch aus der Zeit des Irakkriegs ist ein Fall bekannt, in dem ein US-Soldat mit dem Leben davonkam, weil eine 685-Seiten dicke Ausgabe von The Eye of the World in seinem Rucksack die Kugel abfing.

Dass es nicht immer Kugeln sein müssen, zeigt die Legende um die Magdeburger Blutbibel. Bei der Verwüstung Magdeburgs durch kaiserliche Truppen während des Dreißigährigen Krieges konnte ein Priester die Schwerthiebe eines feindlichen Soldaten so lange mit einer Bibel abwehren, bis er  gerettet wurde.

Das Attentat auf Theodore Roosevelt im Jahr 1912 passt zwar nicht so ganz in unsere Liste, weil der ehemalige US-Präsident kein Buch, sondern nur einen Stapel Papier mit sich herumtrug, aber die Geschichte ist zu spektakulär, um sie nicht zu erzählen. Roosevelt war gerade auf dem Weg zu einer Rede, als er angeschossen wurde. Die Kugel wurde durch 5 Schichten Kleidung, eine metallenes Brillenetui und die zusammengefaltete 50-Seitige Rede stark abgebremst, drang aber doch zwischen Roosevelts Rippen in seinen Körper ein.  Von so einer Kleinigkeit wie einer Schussverletzung ließ sich der ehemalige Präsident aber nicht davon abhalten, seine 90-minütige Rede dennoch zu halten. Erst danach ließ er sich ärztlich behandeln.




10 mögliche Reaktionen, wenn dir jemand erzählt, dass er keine Bücher liest

Untitled-2Ein Leben ohne Bücher? Für uns absolut undenkbar! Aber immer mal wieder läuft man doch jemandem über den Weg, der zugibt (oder sich vielleicht sogar damit rühmt), dass er freiwillig kein Buch anfasst. Damit du das nächste Mal, wenn du dich in dieser Situation befindest, nicht total überrumpelt bist, haben wir uns 10 mögliche Reaktionen einfallen lassen.

1. In Ohnmacht fallen.

2. Der Person mit einem dicken Wälzer eins überbraten und sie in die nächste Buchhandlung schleppen.

3. Ein ungläubiges  „Und was machst du abends vor dem Einschlafen?“ hervorstoßen.

4. Die Person 5 Minuten lang mit offenem Mund anstarren.

5. Nicken. Lächeln. Was von „Es hat ja jeder andere Hobbys“ murmeln. Es ernst meinen.

6. Nicken. Lächeln. Was von „Es hat ja jeder andere Hobbys“ murmeln. Innerlich schreien.

7. Laut schreien.

8. Der Person mindestens zu den nächsten 10 Anlässen (Geburtstag, Weihnachten, …) Bücher oder Buchgutscheine schenken.

9. Der Person in einem Raum voller Bücher einsperren und erst wieder rauslassen, wenn sie mindestens 5 davon gelesen hast.

10. Mitleid empfinden. Schließlich entgehen demjenigen so viele tolle Geschichten, große Gefühle und faszinierende Figuren.

 

Hat euch gegenüber schon mal jemanden zugegeben, dass er keine Bücher liest? Wie habt ihr reagiert?




Die 10 unglaublichsten Buchrekorde

Wer ist der wortgewandteste Schriftsteller? Welches das geheimnisvollste Buch? Und wer der vergesslichste Leser? Wir haben uns auf die Suche nach einigen der interessantesten und skurrilsten Buchrekorde gemacht, die sicherlich nicht jeder kennt!

Der längste Satz…

…stammt nicht von Marcel Proust, der in einem Band von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit mit 845 Wörtern aber immerhin den längsten Satz der französischen Literatur zustande gebracht hat (dicht gefolgt von Victor Hugo mit 823 Wörtern in Die Elenden). Auch James Joyce schafft es mit einer erstaunlichen Leistung von 12.931 Wörtern in Ulysses noch nicht an die Spitze. Der längste Satz stammt aus Erste Riten (engl. The Rotter’s Club) von Jonathan Coe und umfasst im englischen Original stolze 13.955 Wörter! Dies trifft jedoch nur zu, wenn man Nigel Tomms absurdes Kunstwerk The Blah Story nicht mitzählt, das einen Satz aus 2.403.109 Wörtern enthält, wobei meistens das Wort „blah“ wiederholt wird.

Die jüngste Autorin…

… ist nicht etwa Mary Shelley, die bereits mit 19 Jahren ihr berühmtes Werk Frankenstein schrieb. Nein! Die jüngste publizierende Autorin aller Zeiten ist Dorothy Straight, die 1962 im Alter von nur vier Jahren für ihre Großmutter das Buch How the World began schrieb. Zwei Jahre später wurde es veröffentlicht.

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Das erste auf einer Schreibmaschine getippte Manuskript …

… lieferte Mark Twain mit Leben auf dem Mississippi. Der Erste, der durch seine Bücher zum Millionär wurde, war der Abenteuerschriftsteller Jack London. J.K. Rowling hingegen war die Erste, die dank ihrer Bücher zur Milliardärin wurde.

Den größten Wortschatz… 

…soll Goethe in seinen Werken verwendet haben – mit ca. 90.000 Wörtern stellt er jeden anderen Schriftsteller in den Schatten. So sollen bei William Shakespeare „nur“ ca. 30.000 unterschiedliche Wörter gezählt worden sein. Zum Vergleich: Der gebildete Durchschnittsdeutsche verfügt über einen aktiven Wortschatz von ca. 12.000 bis 16.000 Wörtern.

Die am meisten veröffentlichten Werke…

…schrieb der Autor L. Ron Hubbard, von dem zwischen 1934 und 2006 1.084 Werke publiziert wurden. Das meistverkaufte und meistübersetzte Werk aller Zeiten ist sicherlich die Bibel. Doch welcher Roman ist ein Langzeit-Bestseller? Mit 200 Millionen Exemplaren steht Charles Dickens Geschichte zweier Städte noch vor Tolkiens Herr der Ringe mit 150 Millionen verkauften Exemplaren.

Das am längsten ausgeliehene Buch…

…heißt Sunshine Sketches of a Little Town von Stephen Leacock. Eve Lettice aus Victoria in Kanada fand es 1998 beim Aufräumen ihres Dachbodens. Ausgeliehen wurde es 1916 von einem früheren Vormieter. Nach 82 Jahren erhielt die örtliche Leihbücherei das Exemplar zurück und erließ der Frau die angefallenen Strafgebühren von 7,200 Kanadischen Dollar.

Das unsinnigste Büchergesetz…

… scheint es in Southbridge, Massachusetts (USA), zu geben. Dort ist in den Straßen das Lesen von Zeitungen oder Büchern nach 20 Uhr strengstens verboten.

Das meistübersetzte literarische Werk… Untitled-2

… ist der Roman Pinocchio des Italieners Carlo Collodi, das bereits in über 260 Sprachen und Dialekte übersetzt wurde. Unter den meistübersetzten Büchern führt natürlich wieder die Bibel, welche vollständig in 518 Sprachen übersetzt wurde. Die meistübersetzte Autorin ist Agatha Christie, deren Werke bereits in 7.233 unterschiedlichen Übersetzungen vorliegen.

Das teuerste Buch aller Zeiten…

… wurde 1994 für 30,8 Millionen Dollar verkauft. Der Käufer war niemand Geringeres als Bill Gates, der den Codex of Leicaster, ein Notizbuch von Leonardo DaVinci, gekauft hatte. Als das wertvollste Buch hingegen gilt der Codex Manesse, die berühmte Heidelberger Liederhandschrift in mittelhochdeutscher Sprache. Es musste für 50 Millionen Euro versichert werden, als es 2006 auf Reisen zu einer Ausstellung ging.

Als das geheimnisvollste Buch…

…gilt das Voynich Manuskript, das in einer bisher nicht identifizierten Schrift und Sprache geschrieben ist. Benannt wurde es nach Wilfrid Michael Voynich, der es 1912 erwarb. Es wurde auf die Zeit zwischen 1404 und 1438 bestimmt. Die vorhandenen Abbildungen erinnern an einen botanischen, anatomischen und astronomischen Zusammenhang.

 

Welche Buchrekorde würden Euch noch besonders interessieren?




10 Autoren, die unter kuriosen Umständen gestorben sind

Bizarre Arten zu sterben sind in der Literatur keine Seltenheit. Doch auch der ein oder andere Autor ist unter Umständen aus dem Leben geschieden, die einem Roman entsprungen sein könnten. 10 dieser Fälle haben wir hier zusammengetragen:

Tennessee Williams

Tennessee Williams

1. Tennesse Williams ist Gerüchten zufolge am Verschluss seiner Augentropfen erstickt. Er soll den Verschluss wie jeden Abend mit dem Mund abgezogen und dabei verschluckt haben. Dies ist jedoch umstritten, da die Gerichtsmediziner zum Zeitpunkt des Todes hohe Dosis an Alkohol und Drogen in seinem Körper feststellten und er auch an einer Überdosis gestorben sein könnte.

2. Francis Bacon wollte bereits mehr als 100 Jahre vor der Erfindung des Kühlschranks erforschen, ob gekühltes Fleisch länger haltbar ist als ungekühltes. Bei dem Versuch, ein totes Huhn mit Schnee auszustopfen, zog sich der Autor und Staatsmann eine schwere Lungenentzündung zu, an der er schließlich starb.

3. Die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann hatte die schlechte Angewohnheit im Bett zu rauchen. Als sie im Jahr 1973 dabei einschlief, setzte ihre Zigarette ihre Wohnung in Brand und die Autorin zog sich schwere Brandverletzungen zu. Diese waren allerdings nur indirekt der Grund für ihren Tod: Da ihre behandelnden Ärzte im Krankenhaus nicht wussten, dass Bachmann tablettensüchtig war, konnten ihre schweren Entzugserscheinungen nicht rechtzeitig behandelt werden.

Edgar Allan Poe

Edgar Allan Poe

4. Um den Tod von Edgar Allan Poe ranken sich viele Mythen. Fakt ist, dass Poe am 3. Oktober 1849 in fremder Kleidung in den Straßen von Baltimore aufgelesen wurde, nach dem er einige Tage verschwunden gewesen war. Der halb bewusstlose und verwirrt erscheinende Poe wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er wenige Tage später aus ungeklärter Ursache starb. Eine Theorie besagt, dass er das Opfer von Wahlschleppern geworden sei, die ihn betrunken machten und zwangen unter wechselnden Identitäten immer wieder für einen bestimmten Wahlkandidaten abzustimmen.  Andere Theorien machen Alkoholismus, Syphilis oder Tollwut für den Zustand des Autors verantwortlich.

5. Albert Camus wollte im Sommer 1960 eigentlich den Zug nehmen, um von der Provence nach Paris zu reisen. Doch dann ließ er sich von seinem Verleger Michel Gallimard überreden, mit ihm mit dem Auto zu fahren. Gallimard verlor auf der vereisten Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug und raste in einen Baum. Camus war sofort tot, das unbenutzte Zugticket hatte er in seiner Tasche.

6. Der schwedische Dichter Dan Anderson  ist vor allem durch die bizarren Umstände seines frühen Todes  in Erinnerung geblieben. Er reiste im September 1920 nach Stockholm und übernachtete in einem Hotel. Unglücklicherweise war in seinem Zimmer an diesem Tag  Cyanwasserstoff  zur Bekämpfung von Bettwanzen eingesetzt worden, die Hotelangestellten hatten das Zimmer im Anschluss nicht wie vorgeschrieben gelüftet. Der Dichter wurde durch die Dämpfe vergiftet und verstarb am nächsten Tag.

7. Sherwood Anderson verschluckte auf einer Kreuzfahrt unbemerkt einen Zahnstocher. Er erlitt eine Bauchfellentzündung und verstarb. Der Zahnstocher wurde erst bei der Autopsie entdeckt.

8. Für Christopher Marlow endete ein Kneipenbesuch tödlich. Bei einem Streit mit einem seiner Saufkumpanen um die Rechnung wurde Marlow ein Dolch ins Auge gerammt.

Mark Twain

Mark Twain

9. Mark Twain wurde 1835 kurz nach dem Erscheinen des Halleyschen Kometen geboren und sagte ein Jahr vor seinem Tod vorher, dass er mit diesem Kometen wieder verschwinden würde. Tatsächlich starb er einen Tag nach der Wiederkehr des Kometen an einem Herzinfarkt.

10. Kondrati Fjodorowitsch Rylejew war ein russischer Dichter und einer der Anführer des Dekabristenaufstandes. Er wurde zum Tode durch Erhängen verurteilt, doch nachdem sich die Falltür unter Rylejew geöffnet hatte, riss der Strang. Dies wurde als Zeichen Gottes gewertet, Rylejew wurde begnadigt. Der Revolutionist konnte es sich aber nicht verkneifen, sich über die schlechte russische Wertarbeit lustig zu machen, die nicht einmal ein haltbares Seil zustandebringe. Das fand der anwesende Zar der Überlieferung nach gar nicht lustig – er hob die Begnadigung auf und Rylejew wurde am nächsten Tag doch noch gehängt.

Fallen euch noch andere Autoren ein, die unter kuriosen Umständen ums Leben gekommen sind?




10 Dinge, die man mit Büchern tun kann (außer sie zu lesen)

Buchkunst von Marisa Merlin

Buchkunst von Marisa Merlin

Lesen ist die schönste Beschäftigung der Welt, da sind sich Büchernarren einig. Aber was, wenn das Buch ausgelesen ist oder ein Buchgeschenk nicht gefällt. Wir haben uns Gedanken über mögliche Zweckentfremdungen von Büchern gemacht:

1. Insbesondere dicke Wälzer eignen sich hervorragend als Briefbeschwerer.

2. Auch wenn man gerade nicht liest, kann man sich am Anblick eines besonders schönen Buches oder des vollen Bücherregals erfreuen.

3. Es gibt unzählige Möglichkeiten, aus alten Büchern oder losen Seiten wunderschöne Kunstwerke zu erschaffen. Zum Beispiel dieses Werk der Künstlerin Marisa Merlin, bei dem Blumen in alte Bücher gepflanzt wurden.

4.  Apropos Pflanzen: Zwischen den Seiten dicker Bücher kann man Blumen und andere Pflanzenteile trocknen und pressen.

5. Seien wir mal ehrlich: Manche Bücher dienen eher dazu andere zu beeindrucken, als gelesen zu werden ;-)

6. Auch wenn man ein Buch nicht liest, kann es eine Botschaft transportieren: Zum Beispiel als Geschenk.

7. Ein Buch auf dem Kopf zu balancieren verbessert angeblich die Körperhaltung.

Buchtisch im Empfangsbereich von AbeBooks

Buchtisch im Empfangsbereich von AbeBooks

8. Der Tisch wackelt? Buch drunter und gut ist.

9. Ein ausgehöhltes Buch eignet sich wunderbar als Geheimversteck für Schmuck, wichtige Dokumente oder kleine Geheimnisse.

10.  Wem einzelne Dekoartikel oder Kunstwerke aus Büchern nicht reichen, kann die Wohnung auch mit ganzen Möbelstücken aus Büchern verschönern.

P.S. An dieser Stelle möchten wir noch einmal ausdrücklich betonen, dass wir niemanden dazu aufrufen möchten, Bücher zu beschädigen oder zu zerstören. Einige der hier vorgestellten Möglichkeiten der Zweckentfremdung sind aber eine gute Möglichkeit, die Bücher, die ohnehin beschädigt sind oder nicht mehr benötigt werden, vor dem Altpapier zu retten!




Welten der Angst

horror1Seit Anbeginn der Menschheit verbreiten Horrorgeschichten Angst und Schrecken. Und bis heute erfreut sich dieses Genre in Literatur und Film großer Popularität. Aber was fasziniert uns so an übernatürlichen Wesen, daran mit den Figuren Angst, Schrecken, Wahnsinn und Schmerz zu empfinden und in bedrohlich-unheimliche Situationen einzutreten?

Schrecken, Horror, Ekel – so beschreibt Stephen King die drei grundlegenden Arten des Grauens in der Horrorliteratur. Und genau diese Gefühle sollen durch das Lesen von Schauergeschichten ausgelöst werden. Seit jeher bieten sie dem Leser die Möglichkeit ihn mit seinen Ängsten vor der Dunkelheit, dem Tod, dem Unbekannten und Kontrollverlust zu konfrontieren.

Den exakten Ursprung von Horrorgeschichten zu bestimmen ist schwer, denn Elemente des Übernatürlichen gab es bereits schon in der antiken Literatur, so z.B. in Homers Odyssee oder Dantes Die Göttliche Komödie – die in machen Quellen als eine der ersten Horrorgeschichten genannt wird. Und auch in Legenden, Sagen und Märchen sind übernatürliche Phänomene keine Seltenheit.

Einen guten Ansatz bildet das 18. Jahrhundert. Denn in dieser Zeit beginnt die Geschichte der Gothic Novel (dt. Schauerroman), in der düstere Schlösser, Jungfrauen in Not, finstere Wälder und übersinnliche Wesen die bestimmenden Motive sind. Als erster Roman dieses Genres gilt Die Burg von Otranto (1764) von Horace Walpole. In Deutschland wurde der Schauerroman besonders durch Werke von E. T. A Hoffmann geprägt.

Im 19. Jahrhundert setzte eine zweite Gothic-Welle ein, mit Autoren wie Wilkie Collins, Charles Dickens, Mary Shelley und Bram Stoker, der mit seinem Roman Dracula die Figur des blutsaugenden Vampirs in Literatur und Film populär machte. Durch den Altmeister des Gruselns, Edgar Allan Poe, wurde die Horrorgeschichte auch für die Entwicklung der modernen Kurzgeschichte bedeutend. Die moderne Horrorliteratur ist vor allem mit Namen wie H.P. Lovecraft, Robert Bloch und Stephen King verbunden.

Durch ihre lange Geschichte und ihre Kombination mit anderen Genres wie Science Fiction, Fantasy oder dem Detektivroman, ist es geradezu unmöglich einer Auflistung an großartigen Horrorwerken gerecht zu werden. Nichtsdestotrotz haben wir für Euch einige der prägendesten Horrorklassiker zusammengestellt. Perfekt für alle, die an Halloween das Bedürfnis verpüren, sich etwas gruseln zu wollen!

dracula11. Die Elixiere des Teufels – E.T.A. Hoffmann

2. Untergang des Hauses Usher – Edgar Allan Poe

3. Dracula – Bram Stoker

4. Frankenstein – Mary Shelley

5. Cthulhu-Mythos-Romane – H.P. Lovecraft

6. Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde – Robert Louis Stevenson

7. I am Legend – Richard Matheson

8. Der Exorzist – William Peter Blatty

9. Shining – Stephen King

10. Das Schweigen der Lämmer – Thomas Harris




Happy Birthday!

Diese Woche haben wir Grund zu feiern, denn am 13. Oktober feiert AbeBooks.de seinen 15. Geburtstag. Naja, nicht ganz, denn damals gingen wir unter einem anderen Namen an den Start … Auf jeden Fall die perfekte Gelegenheit, um zurückzublicken! Ein Klick auf die Bilder öffnet diese in einer größeren Ansicht.

JustBooks.de im Juni 2000

JustBooks.de im Juni 2000

Am 13. Oktober 1999 ging die Webseite justbooks.de online – damals noch im schicken Grün. Die Seite war ursprünglich als Tauschbörse für gebrauchte oder vergriffene Fachbücher geplant, die sich hauptsächlich an Studenten richtete. Doch schon bald wurde das Potenzial der Seite für den antiquarischen Buchhandel erkannt. Neben der deutschen Plattform gab es bald außerdem eine englische und eine französische Internetseite. Im Jahr 2001 beschäftigte JustBooks 15 feste Mitarbeiter und hatte 5,3 Millionen Bücher von mehr als 1000 Antiquaren im Angebot.

AbeBooks.de im Juni 2002

Juni 2002

Im Oktober 2001 schloss sich JustBooks mit dem kanadischen Unternehmen AbeBooks zusammen - und auch im Design gab es einige Änderungen. Nach dem Zusammenschluss umfasste das Angebot mehr als 40 Millionen Bücher von ca. 10.000 Anbietern weltweit.

AbeBooks.de im Dezember 2003

Dezember 2003

Ab Ende 2003 erstrahlte unsere Webseite im altbekannten Rot.

AbeBooks.de im Juni 2005

Juni 2005

Im Sommer 2006 ändert sich erneut das Design und sah unserer aktuellen Seite schon sehr ähnlich. Was noch fehlte war das AbeBooks-Logo, das erst einige Monate später dazukam. Inzwischen gehörte auch das spanische Online-Antiquariat IberLibro zur AbeBooks-Familie.

AbeBooks.de im November 2008

November 2008

Auf diesem Screenshot aus dem Jahr 2008 lässt sich neben dem Logo auch unser Leitspruch “Aus Leidenschaft für Bücher” auf der Homepage entdecken.

AbeBooks.de im Oktober 2014

Oktober 2014

Und so sieht’s heute aus! Inzwischen beschäftigt AbeBooks rund 120 Mitarbeiter in Victoria, Kanada und in Düsseldorf und betreibt ingesamt 7 Plattformen:
www.abebooks.comwww.abebooks.co.ukwww.abebooks.dewww.abebooks.fr,
www.abebooks.itwww.iberlibro.com und www.ZVAB.com.

Welches Design gefällt Euch am besten?