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Stolz und Vorurteil – immer wieder gern gelesen!

Der berühmteste Roman von der – besonders unter Frauen beliebten – britischen Schriftstellerin Jane Austen, wurde heute vor 203 Jahren zum ersten Mal veröffentlicht. Es ist kein runder Geburtstag, aber dennoch interessant genug, um einmal in unseren Katalog zu schauen.

Wir finden Folgendes:

  • 11.576 antiquarische Treffer zu dem Originaltitel Pride and Prejudice, davon sind 438 Erstausgaben.
  • Der günstigste Artikel ist eine Ausgabe von Pride and Prejudice aus dem Jahr 2009 von HarperCollins als Taschenbuch für 0,95 EUR.
  • Der teuerste Artikel ist eine Original-Erstausgabe von Pride and Prejudice von 1813 aus dem Verlag Egerton in drei Bänden zu einem Preis von 77.763,34 EUR. In 2002 wurde bei einer Auktion eine ähnliche Ausgabe für umgerechnet ca. 60.000 EUR ersteigert.
  • Bei AbeBooks schaffte es Pride and Prejudice zuletzt im September 2014 mit einem Verkaufspreis von 6.320 EUR auf auf Platz 2 der Liste der teuersten Buchkäufe.
  • Und nicht nur bei uns erfreut sich dieser Roman größter Beliebtheit. Goodreads listet 1.751.699 Ratings und 40.512 Reviews und es werden täglich mehr.

Sie haben das Original bereits mehrfach gelesen und kennen verschiedene Textpassagen schon auswendig? In unserem Blog-Beitrag Stolz & Vorurteil & Fortsetzungen stellen wir einige interessante Veröffentlichungen in Anlehnung an das Original vor.

Was stellen wir fest? Pride and Prejudice ist nach 203 Jahren alles in einem: Klassiker, Bestseller und Sammlerstück. Herzlichen Glückwunsch!




Welches Buch gewinnt den Oscar für „Bester Film 2016“?

Bald ist es wieder soweit – die Oscars werden verliehen! Am 28. Februar richten sich alle Augen auf Hollywood, wo die Größen des Filmgeschehens über den roten Teppich gleiten, einige in der Hoffnung die goldene Trophäe mit nach Hause zu nehmen.

Das heutige Datum – der 14. Januar – ist dabei von besonderer Bedeutung. Seit heute sind die Nominierungen für die diesjährigen Anwärter in den 24 verschiedenen Kategorien bekannt.

An erster Stelle wie immer der begehrte Titel „Bester Film“. Dieses Jahr könnte man die Liste allerdings beinahe auch mit „Bestes Buch“ überschreiben, denn fünf der acht Filme basieren auf einer Romanvorlage:

The Big Short

 

 

 

The Big Short – Wie eine handvoll Trader die Welt verzockte von Michael Lewis (2011)

(Orig.: The Big Short – Inside the Doomsday Machine)

 

Brooklyn

 

 

 

 

Brooklyn von Colm Tóibín (2010)

(Orig. Brooklyn)

 

Der Marsianer

 

 

 

Der Marsianer – Rettet Mark Watney von Andy Weir (2015)

(Orig.: The Martian)

 

 

The Revenant

 

 

 

Der Totgeglaubte von Michael Punke (2015)

(Orig.: The Revenant)

Als Film tie-in wird das Buch außerdem nochmal unter dem Filmtitel The Revenant – Der Rückkehrer im Piper Verlag veröffentlicht

Raum

 

 

 

 

Raum von Emma Donoghue (2010)

(Orig.: Room)

 

 

 

 

Auch wenn die übrigen drei Filme nicht direkt auf Romanen basieren, gibt es dennoch auch hier genügend Lesematerial:

Bridge of Spies – Der Unterhändler

Der Film basiert zum Teil auf den Memoiren Strangers on a Bridge (1964) von James Donovan und außerdem auf dem Sachbuch Bridge of Spies (2010) von Giles Whittell

Mad Max: Fury Road

Zum Film gibt es das Buch Mad Max: Fury Road (2015) worin die Vorgeschichte zum aktuellen Film erzählt wird.

Spotlight    

Die interessante Geschichte der Spotlight-Teams vom Boston Globe kann im Buch Betrayal. The Crisis in the Catholic Church (2003) nachgelesen werden. Außerdem sind die mit dem Pulitzer Preis ausgezeichneten Artikel auch weiterhin beim Boston Globe nachzulesen.

Wie man es auch dreht und wendet, irgendwie hat jeder der acht nomienierten Filme auch sein Buch. Oder anders gesagt, jedes der Bücher hat jetzt auch einen Film.

Auf den Gewinner müssen wir noch sechs Wochen warten, also noch eine Menge Zeit zum Lesen oder Ansehen! Viel Spaß!




Die Geschmackswelten von Gestern

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Unser aktueller Abebooks-Artikel Hoch die Tassen – Antiquarische Getränkerezepte für Ihre Silvesterparty stellt eine Auswahl antiquarischer Bücher mit Mischgetränken für das besondere Geschmacksfeuerwerk vor. Während der Recherche haben wir festgestellt, dass einige der Rezepte unbekannte Zutaten benötigen, oder die Mengenangaben unverständlich sind. Man kommt auch ins grübeln, wie die Cocktails wohl damals aussahen oder geschmeckt haben? Fotos kann man sicherlich mit ein wenig intensiver Recherche auftreiben, doch der Geschmack ist nur schwerlich für die Nachwelt festzuhalten. Was tun? Genau, selber machen!

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Wir haben uns Das Getränkebuch von Krönlein-Beutel aus dem Jahr 1938 angeschaut und einige interessant anmutende Cocktails ausgesucht. Das Buch enthält 757 Rezepte mit insgesamt 43 Abbildungen zu allen möglichen Getränken und Erfrischungen von der Limonade über Eiscreme Sundaes bis hin zu Kaffee und Tee. Im zweiten Teil „Die modernen Bargetränke“ sind wir fündig geworden, hier werden Juleps, Cobbler und Toddies gemixt. Von diesen Cocktails haben Sie noch nie gehört? Wir haben sie gestestet, die Geschmackswelten von gestern:

 

Sitting Bull Fizz

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• 1 Eiweiß
• 2 Esslöffel Zitronensirup
• 2 Esslöffel Zitronensaft
• 1 Mignonglas Whisky
• 2 Mignongläser Rum
• 3 Esslöffel feingeschabtes Eis
• In den Schüttelbecher geben, 2 Minuten tüchtig schütteln, in das Servierglas seihen und mit Selters auffüllen

Der Sitting Bull Fizz wurde zuerst im Jahr 1892 im „The Flowing Book“ von William Schmidt vorgestellt. Benannt nach dem Häuptling der Sioux Indianer, ist dieser Fizz mit Whiskey und Rum einer der stärkeren Cocktails auf unserer Liste. Herbe Geschmacksnuancen treffen auf eine frische zitronige Note. Die zwei Minuten schütteln lohnen sich am Ende – der Cocktail hat eine hübsche Schaumkrone.

 

Apfel-Cobbler

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• 1 Mignonglas Zitronensirup
• 1 Weinglas Apfelwein
• In das Glas geben, mit feingeschabtem Eis auffüllen, durchrühren, mit einem Esslöffel Apfelwürfelchen bestreuen

Sehr lecker – wenn man fruchtige Cocktails mag. Allerdings handelt es sich weniger um einen richtigen Cocktail, sondern eher eine Art alkoholhaltige Limonade. Der im 19. Jahrhundert beliebte Cobbler besteht üblicherweise aus Früchten, Mineralwasser, Wein oder Sekt und dient der Erfrischung. Laut Krönlein-Beutel „sollen diese Getränke in einer möglichst großen Anzahl gebracht werden, so daß jedem Geschmack Rechnung getragen wird.“

 

Champagner-Julep

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• 1 Mignonglas Pfefferminzsirup
• 1 Portweinglas Champagner
• In einem Glase mischen, dies zur Hälfte mit feingeschabtem Eis auffüllen, mit Orangenscheibe und Pfefferminzblättern belegen

„Die Juleps haben als besonderes Merkmal den Pfefferminzgeschmack“ schreiben Krönlein-Beutel in der Einleitung zu diesen Rezepten. Eine weitere Besonderheit: Sie werden nicht zwangsläufig mit Alkohol gemixt. Auch Ananassaft oder Aprikosenpüree stehen als Basisgetränk zur Auswahl. Dennoch fiel unsere Wahl auf den Champagner-Julep. Eine erste Geschmacksprobe hat den Julep allerdings eher auf die hinteren Plätze verwiesen – zwar sticht der Cocktail mit seiner grünen Farbe aus der Menge hervor allerdings muss hier wirklich der Hinweis „dem deutschen Geschmack dürfte es besser zusagen, das Pfefferminzkraut in kleiner Menge anzuwenden“ beachtet werden!

 

Burgunder-Fix

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• 1 Mignonglas Orangensirup
• 1 Mignonglas Orangenlikör
• 1 Weinglas Burgunderwein (weiß)
• Zusammen rühren, in das halb mit feingeschabtem Eis gefüllte Glas einseihen, mit einem Esslöffel Orangenwürfel bestreuen

Ähnlich wie der Cobbler sind Fixes (oder Verlegenheiten) schnell hergestellte Mischgetränke. Wichtig sind ein hohes Glas und jede Menge Eis. Sehr erfrischend und sehr lecker ist unsere orangige Variante – klare Mixempfehlung!

 

 

Kalkutta-Sangaree

Kalkutta
• 2 Esslöffel Zuckersirup
• 1 Mignonglas Curaçao
• 1 Esslöffel feingeschabtes Eis
• In einem Glas verrühren und mit kaltem, leichten Reiswasser auffüllen.

Wenn man einmal herausgefunden hat, was Reiswasser ist – nämlich einfach Wasser mit Reis und anschließend gesiebt – ist dieser Cocktail sehr einfach herzustellen. Sangarees sind indische Cocktails und haben die Besonderheit, dass sie „Unigetränke“ sind, dass heißt sie haben nur eine Geschmackskomponente. Leider fallen sie damit im Cocktailtest nach ganz hinten, denn man erwartet von einem Mischgetränk dann doch mehr als einen Geschmack.

 

 

Burgunder-Toddy

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• 1 Esslöffel Orangensirup
• 1 Mignonglas Curacao
• 1 Weinglas Burgunderwein
• In einem Grogglas mischen, mit heißem Wasser auffüllen und eine Orangenschale einlegen

Was wären die Feiertage ohne alkoholische Heißgetränke? Die Toddies sind naturgemäß winterliche Cocktails, praktisch ist auch, dass verschiedene Alkoholsorten gemischt werden können, solange sie „stets zusammen harmonieren.“ Wer nicht rumprobrieren möchte, sollte zu diesem Rezept greifen und genießen. Unser Favorit!

 

Prost!

cheers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein herzlicher Dank geht an unseren Kollegen und Barmann Josh, hier könnt Ihr ihm einmal auf die Finger schauen:

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Eine Teeparty für Alice im Wunderland

alice-teapartyDieses Jahr wird Alice im Wunderland von Lewis Carrol (eigentlich Charles Lutwidge Dodgson) 150 Jahre alt. Bereits beim ersten Erscheinen im Juli 1865 begeisterten Alices Abenteuer im Wunderland Kinder und Erwachsene gleichermaßen und gehört inzwischen zu den absoluten Klassikern der Weltliteratur. Die anhaltende Popularität zeigt sich auch an der Vielzahl der Übersetzungen: Das Kinderbuch wurde mittlerweile in mindestens 174 verschiedene Sprachen übertragen.

 

Um Alices Geburtstagzu feiern, haben wir im AbeBooks-Büro eine kleine Alice im Wunderland-Teeparty veranstaltet. Und wie bei jeder guten Geburtstagsparty durfte auch hier die Torte natürlich nicht fehlen. Das Herzstück der Feier war unsere großartige Alice im Wunderland-Torte, die unsere talentierte Kollegin für uns gezaubert hat.

Wie  Ihr selbst eine Alice im Wunderland-Torte machen könnt, zeigen wir euch hier.
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Als Vorbereitung haben wir schon mal 6 Schoko-Böden gebacken und abkühlen lassen. Die Torte besteht aus 2 Etagen. Die obere ist 15 cm, die untere 20 cm breit. Außerdem besteht jede der zwei Etagen aus drei Lagen.

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Bedeckt jede Lage mit Buttercreme und baut daraus die zwei Etagen zusammen. Stellt sie für mindestens 15 Minuten in den Kühlschrank, um sie fest werden zu lassen.

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Während die Kuchen abkühlen, formt schon mal die Rauten für die obere Lage. Rollt dazu blauen Fondant 1 cm dick aus und schneidet die Formen mit einem Pizzascheider oder Messer zurecht.

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Die Kuchen sind jetzt kühl genug und können mit Buttercreme ummantelt werden. Tragt eine letzte Schicht Buttercreme auf; diese wirkt wie Kleber für den Fondant. Danach knetet und rollt Ihr weißen Fondant ungefähr 1 cm dick aus und legt es anschließend um die obere Kuchenetage. Streicht vorsichtig nach und nach alle Knicke und Luftblasen heraus. Das ist etwas kompliziert, also nehmt Euch Zeit.

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Als nächsten fangen wir mit der Dekoration an. Um die Formen anzubringen benutzen wir transparentes Dekor-Gel. Um Zeit zu sparen haben wir die meisten Fondant-Dekorationen bereits vorbereitet, wie z.B. diese Blumen. Später zeigen wir Euch, wie man so etwas mit Fondant herstellt.

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Ihr könnt nun die untere Lage ummanteln und dann die Kuchen vorsichtig aufeinander setzen. Es hilft hier wieder Buttercreme als Kleber zu benutzen, damit alles gut hält.

Jetzt ist es Zeit für die Details.Mit der runden Tülle am Spritzbeutel formt Ihr die Tupfen zwischen den zwei Etagen. Für den Rosenbusch formt ihr zuerst Zuckergussblätter mit einer mittleren Blatt-Tülle (No. 69). Die Rosen werden dann mit Hilfe von etwas Draht angebracht. Wir empfehlen Floristendraht, damit alles essbar bleibt!

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Als nächstes kommt der Baum. Formt zuerst Stamm und Äste mit braunem Fondant und rollt es dann etwas flacher. Zum Fixieren am Kuchen benutzen wir wieder das Dekor-Gel. Die Blätter werden genauso wie die Rosen befestigt. Die Spielkarten werden auf der gegenüberliegenden Seite angebracht.

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So macht ihr die Grinsekatze: Am einfachsten ist es, sich die verschiedenen Grundelemente, aus denen jede Figur besteht, zu überlegen. Dann kann man diese mit Werkzeug oder Fingern so ausformen, wie man sie gern haben möchte. Mit dieser Methode kann man alle verschiedenen Figuren für diese Torte kreieren.

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Und dann, mit ein paar letzten Handgriffen – wie Alice auf ihren rechtmäßigen Platz oben auf dem Kuchen zu setzen – sind wir fertig.


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… und unsere Alice-Teeparty war ein voller Erfolg.

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In unserem englischsprachigen Video könnt ihr euch alle Schritte noch einmal im Detail ansehen:




Die Buchhelden-Geschichten der AbeBooks-Leser – Teil 2: Champ Ferguson Hooberry

eingereicht von Dave P.blog-600x250
„In Nashville gab in den 40ern und 50ern eine kleine, verwinkelte Buchhandlung, deren Besitzer ein Mann namens Champ Ferguson Hooberry. Er war damals so alt wie ich jetzt bin und wusste unglaublich viel über Bücher. Über die Jahre hinweg war ich mehrere Dutzend mal in dem Laden. Ich habe nicht immer ein Buch gefunden, aber ich habe immer etwas gelernt. Er arbeitete schon seit vielen Jahren als Buchhändler und hatte immer eine Geschichte auf Lager. Er hat mir erklärt, was Folio, Quart und Oktav sind. Von ihm habe ich zum ersten mal das Wort „Inkunabel“ gehört und er hat mir geduldig erklärt, was das ist. Er war so ein lieber alter Mann. Niemand unter 70 erinnert sich noch an ihn, aber er war der Buchheld einer ganzen Generation. Er ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass ich mehr Bücher als Platz im Regal habe. Und ich habe eine ganze Menge Bücherregale.”

Kennt ihr auch jemanden, der es verdient hat, Buchheld genannt zu werden? Eine Person, die die besten Buchtipps für jedes Alter und jede Gelegenheit auf Lager hat, selbst Lesebanausen zum Lesen bringt oder der sich für die Leseförderung engagiert? Dann nominiert ihn oder sie als euren persönlichen AbeBooks Buchhelden!

Schreibt uns eine E-Mail an meinbuchheld@abebooks.com oder teilt eure Geschichte unter#MeinBuchHeld auf Facebook oder Twitter.

Weitere Buchhelden-Geschichten findet ihr hier.




Die Buchhelden-Geschichten der AbeBooks-Leser – Teil 1: Jakob Göbel

eingereicht von Regina Sch. 

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„Mein sehr persönlicher Buchheld war mein Großvater, Jakob Göbel. Bei uns wurde viel gelesen, abends wurde vorgelesen, aber das reichte mir nicht. Wachte ich morgens auf, schnappte ich mir das Buch vom Hocker und wanderte damit – ungewaschen und ungekämmt – einen Stock tiefer. Dort wummerte ich an die Tür des Zimmers, in dem Opa und Oma schliefen und verlangte laut „Opa, vorlesen“. Mein Opa war schwer kriegsverletzt vom WK I, er konnte ohne Prothesen und Spezialschuhe nicht laufen. Aber meist kam er heraus, setzte sich in den Sessel, ich auf die Lehne und er las mir „Die Kinder von Bullerbü“ oder die Geschichten vom Pünkelchen mit unendlicher Geduld vor. Nur Astrid Lindgrens „Karlsson vom Dach“ weigerte er sich vorzulesen, denn so etwas gibt es nicht Und daher ist mein Opa mein ganz persönlicher Buchheld!”

Kennt ihr auch jemanden, der es verdient hat, Buchheld genannt zu werden? Eine Person, die die besten Buchtipps für jedes Alter und jede Gelegenheit auf Lager hat, selbst Lesebanausen zum Lesen bringt oder der sich für die Leseförderung engagiert? Dann nominiert ihn oder sie als euren persönlichen AbeBooks Buchhelden!

Schreibt uns eine E-Mail an meinbuchheld@abebooks.com oder teilt eure Geschichte unter#MeinBuchHeld auf Facebook oder Twitter.

Weitere Buchhelden-Geschichten findet ihr hier.

 

 

 




Wer ist euer Buchheld?

blog-600x250Ein Buchheld ist für uns jemand, der für seine guten Taten rund um Bücher und das Lesen geehrt werden sollte.

Wir möchten die Buchhelden dieser Welt feiern und ihre Geschichten mit euch teilen. Erfahrt mehr über einen kanadischen Lehrer, der gegen die hohe Analphabetisierungrate in Ghana kämpft, einen Antiquar, der eine Bande von Bücherdieben überführt hat, zwei junge Männer, die in den italienischen Bergen ein literarisches Utopia erschaffen haben und eine Hilfsorganisation, die dank Buchspenden wohltätige Zwecke unterstützen kann.

Kennt ihr auch jemanden, der es verdient hat, Buchheld genannt zu werden? Eine Person, die die besten Buchtipps für jedes Alter und jede Gelegenheit auf Lager hat, selbst Lesebanausen zum Lesen bringt oder der sich für die Leseförderung engagiert? Dann nominiert ihn oder sie als euren persönlichen AbeBooks Buchhelden!

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ILAB veranstaltet weltweit Kurzzeit-Buchmessen am Welttag des Buches und des Urheberrechts am 23. April

Der 23. April ist der Welttag des Buches und des Urheberrechts der UNESCO, an dem rund um den Globus die Literatur und das Lesen gefeiert werden. In diesem Jahr wird der Tag stark von seltenen und antiquarischen Büchern geprägt sein, da die International League of Antiquarian Booksellers (ILAB) weltweit mehr als ein Dutzend Kurzzeit-Buchmessen, auf Englisch Pop up Book Fair genannt, organisiert. Das besondere an diesen Kurzzeit-Buchmessen ist, dass die Bücher dabei zu den Menschen gebracht und an Orten ausgestellt werden, die sich stark von gewöhnlichen Buchhandlungen unterscheiden. An allen Standorten sammeln die Buchhändler Spenden für das Leseförderungsprojekt der UNESCO im Süd-Sudan. Für eine Spende von 3 US-Dollar wird ein Buch zu einem Kind im Süd-Sudan geschickt, für eine 15 Dollar-Spende gehen 12 Bücher an eine Schulklasse und 500 gespendete Dollar bringen einer ganzen ländlichen Gemeinde 45 Büchersets. Weitere Möglichkeiten zur Unterstützung des UNESCO-Projekts finden Sie auf der ILAB-Webseite. Es kommen immer noch neue Veranstaltungen zur Liste hinzu, aber bisher sind Kurzzeit-Buchmessen in London, New York, Washington DX, Chicago, Seattle, Portland, Sydney, München, Wien, Budapest, Moskau, Tokio, Mailand, Zürich, Antwerpen, Kopenhagen, Amsterdam und Den Haag geplant.

Poster

Besuchen Sie die ILAB Kurzzeit-Buchmessen

Auch kleinere Städte wie Lund in Schweden oder die westaustralischen Gemeinden Hamilton und Dunkeld, Haarlem und Groningen in den Niederlanden, Lucca in der Toskana oder Königstein in Deutschland werden am 23. April für wenige Stunden zu Buchmesse-Standorten. In Dunkeld in Australien zum Beispiel findet die Messe in einem denkmalgeschützten Wollschuppen statt – ein mehr als passender Veranstaltungsort, wenn man bedenkt, dass Schafe den Menschen in diesem Teil der Welt zahlenmäßig weit überlegen sind. In Groningen verwandelt sich gleich eine ganze Straße – die Folkingestraat – für einen Tag in einen Ausstellungsraum. In der berühmten Straße zeigen rund 40 Geschäfte in ihren Schaufenstern Bücher, die zu ihrem Sortiment passen. In Deutschland werden ca. 11 Händler im Kaufmanns Casino in München unter dem Motto „Cocktails and Book Tales“ bei Musik und Fingerfood ihre Buchschätze präsentieren. In Königstein in der Nähe von Frankfurt am Main lädt das Auktionshaus Reiss & Sohn zu einer Buch-Soiree in seine Räumlichkeiten ein. In Zürich wird am Ufer des Flusses Limmat im August Laube – Buch- und Kunstantiquariat eine Messe stattfinden. In Wien gibt es gleich zwei Veranstaltungen: ILAB-Präsident Norbert Donhofer wird die Besucher auf der Dachterrasse seines neuen Ladens in der Taborstraße 64/ Top 18 willkommen heißen. Bereits ab dem 18. April wird im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek eine Sammlung aus Büchern, Manuskripten und Fotos der bedeutendsten österreichischen Autoren präsentiert. Italienische Buchliebhaber können sich auf die Messen in Lucca im Corte del Biancone und in Mailand in der Biblioteca Chiesa Rossa freuen. In Budapest veranstalten ungarische Buchhändler eine Messe am Institut Cervantes. Besonders praktisch für Reisende sind die Messen in Belgien und den Niederlanden gelegen. In Harleem wird der Hauptbahnhof zur Buchmesse, in Antwerpen  veranstalten zwei Buchhändler eine Messe am Hafen. In Amsterdam kann man sogar während des Reisens im Buchangebot stöbern. Dort findet die Messe auf einer im Fluss treibenden Barke statt. In London werden in der Middle Temple Library die schönsten Bücher von Antiquaren aus dem ganzen Vereinigten Königreich gezeigt. Buchfreunde in den USA können Messen in New York, New Castle (Delaware), Portland, Washington DC, Chicago und Seattle besuchen. Für die Messe im schwedischen Städtchen Lund hat sich Pierre Dethorey vom Akarps antikvariat etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Er präsentiert auf der Messe in seinem Antiquariat ausschließlich Pop-up Bücher. Im World Antiquarian Book Plaza in Tokyo stellen 22 Händler aus 11 Ländern ihre Bücher aus. In der Universität Moskau stellen russische Buchexperten ihr Fachwissen bei kostenlosen Wertschätzungen von Büchern, Drucken, Landkarten und Autografen zur Verfügung. In Sydney, Australien wird unter anderem Shakespeares erster Folio bei einer Messe an der Staatsbibliothek von New South Wales gezeigt. In Kopenhagen werden auf Kurzzeit-Messen in verschiedenen Bibliotheken in der ganzen Stadt  Bücher ausgestellt. Am 23. April wird AbeBooks zusammen mit der ILAB Bilder, Videos und Neuigkeiten von allen Veranstaltungen über seine Social Media-Kanäle und den Blog bewerben. Weitere Informationen zu den einzelnen Messen finden Sie auf der ILAB-Webseite (englisch) und auf der Webseite des Verbands Deutscher Antiquare.




Eindrücke von der Leipziger Antiquariatsmesse 2015

Parallel zur Leipziger Buchmesse lädt auch die Leipziger Antiquariatsmesse Buchliebhaber, Sammler, Bibliophile zum Entdecken und Stöbern ein. Auch wir sind über die Antiquariatsmesse geschlendet und haben die schönsten Eindrücke gesammelt. Bei einem Klick auf die Bilder öffnen diese sich in einer größeren Ansicht.

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Jennifer Lopez-Film führt zu tausenden Suchanfragen zur Ilias

415561.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxUnsere Kollegen in Nordamerika freuen sich seit der Premiere eines neuen Films mit Jennifer Lopez in der Hauptrolle über ein gesteigertes Interesse an der Ilias von Homer.

In The Boy Next Door verkörpert Lopez eine geschiedene Englisch-Lehrerin, die eine Nacht mit ihrem deutlich jüngeren Nachbarn verbringt und daraufhin von diesem gestalkt wird. In einer Szene erhält Lopez‘ Figur von ihrem Liebhaber als Geschenk ein Buch, das er als Erstausgabe der Ilias beschreibt, die er für einen Dollar auf einem Garagenflohmarkt erworben habe.

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Screenshot aus The Boy Next Door
© Universal Pictures

Diese Szene hat unter Buchliebhabern für großen Spott gesorgt: Schließlich wurde das Epos über den trojanischen Krieg, das im 8. oder 7. Jahrhundert vor Christus entstanden sein soll, jahrhundertelang mündlich tradiert. Die älteste erhaltene Niederschrift erfolgte im 3. Jahrhundert v. Chr. auf Papyrus. Wann genau die Ilias zum ersten Mal aufgeschrieben wurde, ist unter Forschern bis heute umstritten. Eine wahre Erstausgabe wäre damit ein sensationeller, wertvoller Fund und garantiert kein Flohmarktschnäppchen.

Die Kontroverse um das Buch hat zu einem sprunghaften Anstieg der Suchen nach der Ilias auf AbeBooks geführt. Seit der Filmpremiere Ende Januar bis heute wurde mehr als 1000 Mal nach Erstausgaben der Ilias gesucht. Offenbar haben viele Zuschauer des Films versucht, die im Film verwendete Ausgabe zu identifizieren. Das in blau und gelb eingebundene Buch entspricht allerdings keiner der Ausgaben, die derzeit auf AbeBooks angeboten werden.

Doch selbst wenn das im Film verwendeten Buch nicht die wahre Erstausgabe – also die erste niedergeschriebene Version – ist, hätte es sich technisch gesehen dennoch um eine Erstausgabe handeln können. Da die Ilias seit Jahrhunderten immer wieder neu übersetzt und in neuen Ausgaben aufgelegt wird, existieren weltweit unzählige Erstausgaben.

Inzwischen hat sich auch die Requisiteurin von The Boy Next Door zu Wort gemeldet und das Mysterium über die Erstausgabe aufgeklärt. Bei dem im Film verwendeten Buch handelt es sich um eine Ausgabe der englischen Ilias-Übersetzung von Alexander Pope aus dem Jahr 1884 – und dabei nicht einmal um eine Erstausgabe.

Ilias-Ausgaben bei AbeBooks