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Buchbeschreibung: Berlin (o V), 1821. Weicher Einband. 63, (1) S. Rückenbroschur der Zeit (Titel u. hinterer "Deckel" etwas angestaubt u. braunfleckig, wenige Ecken oben m. kleinen Knickspuren, vereinzelt braunfleckig). Seltene erste Ausgabe des Textheftes zur Spontini-Oper "Olimpia", der ersten, die unter Leitung des nach Berlin verpflichteten Komponisten am Königlichen Opernhaus aufgeführt wurde. In dem Personenverzeichnis sind die ausführenden Künstler der Erstaufführung am 14. Mai 1821 eingedruckt: Herr Bader als Cassander, Herr Blume als Antigonus, Mad. Milder als Statira, Mad. Schulz als Olimpia usw.- E. T. A. Hoffmann war die Übersetzung des ursprünglich französischen Textes, eine Bearbeitung von Voltaires Trauerspiel "Olimpie" für die Oper, von Spontini selbst angetragen worden. Für Hoffmann, der selber Komponist und Musiker war, galt das Prinzip, "daß die Übertragung der Worte (des Librettos) in eine andere Sprache dem Komponisten nur dann genügen könne, wenn sie auf die genaueste Kenntnis aller Bedingnisse der Musik in ihrem ganzen Organismus gestützt" sei. Daher begann er "die sehr schwierige und - gar undankbare Arbeit (der Übersetzung) damit, daß er die Partitur emsig durchstudiirte und so sich mit dem in der That kolossalen Werk ganz vertraut machte. Schwierig darf die Arbeit genannt werden, weil die Wahl der Worte nicht nur von den Bedingungen, wie sie sich aus der Melodie, dem Rhythmus, dem richtigen Akzent nach dem Wert der Noten und der Intervallen ergeben, sondern auch von den Motiven der Instrumentation des ganzen Tongebäudes abhängt" (Hoffmann, Nachträgliche Bemerkungen über Spontini's Oper Olimpia". Schriften zur Musik (ed. Schnapp) 354). Trotz der skizzierten Probleme hat Hoffmann die Aufgabe der Übersetzung "mit der größten Lust betrieben" und - als Verehrer Spontinis - selbstverständlich den Proben, der Erstaufführung und den Wiederholungen der Oper beigewohnt.- Salomon 152. 30 gr. Buchnummer des Verkäufers 11500

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Buchbeschreibung: Berlin Nicolai - 1831, 1827. Fester Einband. X. S., 1 Bl., 355, (1) S. u. VIII S., 1 Bl., 420 S., 1 Bl. u. XVI, 242 S. einschließlich 14 S. Register. Moderne marmorierte Ppbde im Stil der Zeit mit goldgeprägtem Rückenschild (stellenweise etwas braunfleckig, in Band 1 gelegentliche Anstreichungen und Randbemerkungen in Bleistift). Erste Ausgabe.- Band 1 und 2 mit dem Besitzvermerk des Berliner Kunsthistorikers, Philosophen und Herausgebers von Hegels "Ästhetik", Heinrich Gustav Hotho (1802 - 1873). Er zählt zu den "jungen Kunsthistorikern, die seit den 1830er Jahren die Kunstgeschichte als empirische Wissenschaft zu etablieren begannen" (MKL) und sich dabei auf C. F. v. Rumohr "als ihren Ahnherrn beriefen" (MKL). Die gelegentlichen mit Bleistift ausgeführten Anstreichungen und Marginalien in deutscher Kurrentschrift dürften nicht von Hotho stammen - leider!, sondern gehören wohl einer späteren Zeit (um 1900) an.- C. F. v. Rumohr (1785 - 1843) war ein vielseitiger Gelehrter und Künstler: er gilt als "Vater der modernen Kunstgeschichtsschreibung", hat zahlreiche kunsthistorische Untersuchungen und Quellenschriften publiziert, er hat Novellen und einen Roman und mit "Geist der Kochkunst" eine der bedeutendsten gastrosophischen Schriften in Deutschland verfaßt und ihm noch eine "Schule der Höflichkeit" zur Seite gestellt. Rumohr war auch ein nicht untalentierter Künstler, er hat gezeichnet, gemalt und radiert und er war ein bedeutender Mäzen, hat junge Künstler wie Nerly und Horny gefördert hat. Er wurde als "gründlicher Kenner" Italiens und seiner Kunst von Goethe, den Brüdern Humboldt, Schlegel, Tieck, Schelling, Steffens, Platen und Bettina von Arnim etc. geschätzt, mit denen er meistens auch, wie mit zahlreichen deutschrömischen Künstlern befreundet war. Rumohr war, kurz gesagt, eine "wahrhaft epochemachende Erscheinung" (Stark). Seine "Italienischen Forschungen" sind das "Haupt- und Grundwerk" (Schlosser) der modernen, wissenschaftlichen Kunstgeschichte. Er hat sich darin "mit den Grundfragen seines Faches auseinandergesetzt ., erkenntnistheoretisch und praktisch, als Kritiker und als historischer Philologe" (Schlosser). Rumohrs "quellenkritische Methode" war bahnbrechend in der Kunstgeschichtsschreibung. "Die beiden ersten Kapitel (der 'Italienischen Forschungen'), die fast die Hälfte des ersten Bandes füllen: '1. Haushalt der Kunst' . und '2. Verhältnis der Kunst zur Schönheit' gehören zu dem Besten und Aufklärendsten, was jemals über diese Dinge gesagt worden ist" (Schlosser). In "Haushalt der Kunst" versucht Rumohr "sich über sein eigenes Begriffswerkzeug klar zu werden", während er in "Verhältnis der Kunst zur Schönheit" seine ästhetische Grundüberzeugung darlegt. "Rumohr hat als erster die Kunstgeschichte aus ihrer literarisch-ästhetischen Vergangenheit zu einer historischen Fachwissenschaft erhoben; er hat ihre Grundlagen festgestellt. . Von seiner ausgebreiteten Kenntnis des italienischen Denkmälervorrats aus (der überall im Vordergrunde der 'Italienischen Forschungen' steht) sah sich Rumohr vor allem auf die sekundären Quellen, die schriftliche Überlieferung, in Berichten und Urkunden, und deren notwendige Kritik hingewiesen; es ist recht eigentlich die Philologie der neueren Kunstgeschichte, die er begründet hat" (Schlosser). Den nach den beiden theoretischen Einleitungskapiteln folgenden geschichtlichen Darstellungen sind darum jeweils Quellenauszüge beigegeben: 3. Betrachtungen über den Ursprung der neueren Kunst. 4. Ueber den Einfluß der gothischen und lombardischen Einwanderungen auf die Fortpflanzung römisch-altchristlicher Kunstfertigkeiten in der ganzen Ausdehnung Italiens. 5. Zustand der bildenden Künste von Karl des Großen Regierung bis auf Friedrich I. Für Italien das Zeitalter äußerster Entartung. 6. Zwölftes Jahrhundert. Regungen des Geistes, technische Fortschritte bey namhaften Künstlern. 7. Dreizehntes Jahrhundert. Aufschwung des Geistes der italienischen Kunst; rascher Fortschritt in Vortheilen der Darstellung. Einfluß der Byzantiner auf die Ent. Buchnummer des Verkäufers 12898

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Die Leute von Seldwyla. Erzählungen.

KELLER, GOTTFRIED.
(Hamburg, HH, Germany)
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Buchbeschreibung: Braunschweig Fr Vieweg und Sohn, 1856. Fester Einband. 3 Bl., 523, (1) S. Hldrbd der Zeit mit goldgeprägten Mäandern auf den Bünden und goldgeprägtem Rückentitel sowie marmorierten Deckelbezügen (leicht berieben, durchgehend, teilweise auch stärker braunfleckig, Besitzvermerk auf dem weißen fliegenden Vorsatz, gelegentlich Bleistiftanstreichungen am Blattrand). Erste Ausgabe, enthaltend die Novellen "Pankraz, der Schmoller", "Frau Regel Amrain und ihr Jüngster", "Romeo und Julia aus dem Dorfe", "Die drei gerechten Kammmacher" und "Spiegel, das Kätzchen". (Die vermehrte Neuausgabe der Novellensammlung erschien vierbändig 1873/74, von denen Band 1 und 2 die 5 Novellen dieser Erstausgabe enthalten).- Das Buch kommt aus dem Besitz des Storm-Freundes Wilhelm Petersen (1835 - 1900), der als Regierungsrat in Schleswig vor allem mit Fischerei-Angelegenheiten befaßt war. Er hatte großes Interesse an Kunst und Literatur und hat Freundschaften mit Keller, Heyse, Jensen, Pietsch, Kuh, Menzel, Böcklin u.a. gepflegt. An Gottfried Keller schrieb er seinen ersten Brief am 28. Mai 1876. Er habe, so teilte er Keller mit, im Jahr zuvor in Bormio (Lombardei) "die Bäder" aufgesucht. In der dortigen Bibliothek fand er Kellers "Grünen Heinrich", der ihm neu war, ihn aber bald "rettungslos fesselte . Als ich heimkam, besuchte ich Th. Storm in Husum und fragte ihn nach dem 'Grünen Heinrich', (um) ein Urteil aus verständigem Munde zu hören, 'Sie kennen den 'Grünen Heinrich' nicht?' fragte Storm erstaunt, . 'das ist ein wunderbares Buch, welches ich alle paar Jahre wiederlese' usw. Ein anderer literarischer Freund, Wilhelm Jensen, erstaunte wieder, daß ich die 'Leute von Seldwyla' nicht kenne, und nannte 'Romeo und Julia' die schönste deutsche Novelle. Nun wurden die 'Leute von Seldwyla' herbeigeschafft, und neue Freude, neuer Genuß" (Keller, Briefe. Hrsg. v. C. Helbling. Bern 1952. Band 3/1, Seite 346). Wie aus seiner handschriftlichen Notiz vom 14. 4. 1876 auf dem fliegenden Vorsatz hervorgeht, hat Petersen das vorliegende Buch "von Th. Storm in Husum erhalten"!- Die erste Ausgabe der "Leute von Seldwyla" ist in einer Auflage von 1000 Exemplaren erschienen (s. Vertrag Keller/Vieweg vom 15. 7. 1855: "Die Stärke der Auflage soll 1000 verkäufliche Exemplare betragen" (s. Keller, Sämtl. Werke. Histor.-krit. Ausgabe, Band 21, S. 456).- Goed. Fortführung 4/589,43. 390 gr. Buchnummer des Verkäufers 13251

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Buchbeschreibung: Leipzig F A Brockhaus, 1834. Fester Einband. 2 Bl., 449, (1) S., 1 Bl. Buchanzeigen u. 2 Bl., 399, (1) S. Moderne Ppbde im Stil der Zeit m. schlichter Rückenvergoldung u. goldgeprägten Rückenschildern (stellenweise etwas braunfleckig, wenige Bl. mit waagerechter Knickspur). Seltene erste Ausgabe des zweiten historischen Romans des Historikers, Publizisten, Dichters und Übersetzers sowie hohen preußischen Beamten (Kurator der Universität Bonn) Ph. J. v. Rehfues (1779 - 1843), der "durch zahlreiche literarische Arbeiten als geistiger Vermittler zwischen Deutschland und Italien sich verdient gemacht hatte" (Rehm). Während seines Italienaufenthaltes 1801 - 1806 hat er, vornehmlich in Rom und Neapel, in Bibliotheken und Archiven intensive historische Studien betrieben und eine große Zahl auch handschriftlicher Quellen ausgewertet, die er für seine drei Romane "Scipio Cicala" (1832), "Die Belagerung des Castells von Gozzo" (1834) und "Die neue Medea" (1836) nutzte.- "Die Belagerung des Castels von Gozzo", für W. Rehm "der weitaus beste Roman" von Rehfues, beruht auf einem historischen Ereignis vom Juli 1551, als Türken unter Sinan Pascha und Turgut Reis die zum maltesischen Archipel gehörige Insel Gozzo/Gozo überfielen und die in das Kastell geflüchteten Bewohner der Insel unter dem Kommandanten Don Galatiano di Sessa zur Verteidigung zwingen. In diesem Roman, so W. Rehm , "erhält man einen starken Eindruck von der eigentümlichen Stimmung, von den tief unmoralischen Vorgängen, wie sie das wilde Renegatentum der spanischen-türkischen Seekriege mit sich brachten, und dies lobt auch Treitschke besonders. Es ist ein Gemälde mit orientalischen Farben, mit bewußter Absicht schildernd die besondere Kultur, die sich aus der Vermischung von Abendland und Morgenland gebildet hat, in der christlicher und mohammedanischer Glaube und Ritus sich verschmelzen und so das entsittlichende Treiben südländischen Priestertums und spanisch-italienischen Mönchstums bewirken".- Goed. VI,396,35,14; Brockhaus Verlagsverzeichns I,303; W. Rehm, Der Werden des Renaissancebildes in der deutschen Dichtung. München, Beck, 1924, S.148 - 150 (Rehfues). 610 gr. Buchnummer des Verkäufers 11800

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Buchbeschreibung: Bamberg u Berlin E T A Hoffmann-Gesellschaft u Erich Schmidt Verlag - 2007, 1938. Weicher Einband. Gr.-8°. Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen u. einigen Noten, zusammen 33 lose beiliegende, teils farbige "Kunstbeilagen", andere Kunstbeilagen in den frühen Hefte eingebunden. OKart. (gelegentlich leicht fleckig, geringe Gebrauchsspuren; Heft 1 (1938) und 4 (1941/43) sind wohl ein neuerer Reprint). Vollständige, bis 2007 reichende Folge dieses wichtigsten Forums der E. T. A. Hoffmann-Forschung.- Die "Mitteilungen" erschienen zuerst als ein Vereinsorgan mit geringer Verbreitung, ihr Inhalt "beschränkte sich im wesentlichen auf biographische Arbeiten, Detailstudien und Berichten aus dem Leben der Gesellschaft". Erst als in den siebziger Jahren Wulf Segebrecht die Schriftleitung übernahm, entwickelten sich die "Mitteilungen" zu einem bedeutenden Organ der Hoffmann-Forschung, das führende Forscher mit Beiträgen belieferten, das in einem umfangreichen Rezensionsteil die Wege der Forschung mit aufmerksamer Kritik kommentierte. Das neu gegründete "Hoffmann-Jahrbuch" hat das weitergesteckte "Ziel, zum Zentrum der Hoffmann-Forschung zu werden. Es will den Diskussionen um den Autor, sein Werk und dessen Kontexte ein Forum bieten, offen sein für Spezialstudien wie für Arbeiten, die über Hoffmann hinausgreifen . und so noch mehr als bisher ein Forum der internationalen Hoffmann-Forschung sein". Dieses Jahrbuch wird herausgegeben von H. Steinecke, F. Loquai, St. P. Ster, D. Kremer u.a. Mit einigen Erstdrucken neu entdeckter Hoffmann-Briefe, des Soden'schen Textbuches von Hoffmanns "Dirna" und des Soden'schen Melodrama "Sabinus" mit Hoffmanns Abänderungen u.a. sowie Aufsätzen von G. Allroggen, K. Detering, N. Erné, K. Günzel, H. D. Holtzhausen, K. Kanzog, W. Keil, M. Klier, H. J. Koning, D. Kremer, H. Motekat, Fr. Schnapp, W. Segebrecht, H. Steiecke, W. Taegert, S. Vietta, G. v. Wilpert u.a. sowie mit einer fortgeführten Hoffmann-Bibliographie.- Heft 1 - 28 der "Mitteilungen" aus dem Besitz des Musikwissenschaftlers und Hoffmann-Forschers Friedrich Schnapp (1900 - 1983) mit wenigen Anstreichungen und Randbemerkungen von seiner Hand; Heft 2/3 (1940) mit dem Besitzstempel des Literaturwissenschaftlers Robert Petsch. 11550 gr. Buchnummer des Verkäufers 10743

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Buchbeschreibung: München Hermann A Wiechmann (), 1919. Fester Einband. 7 Originalradierungen auf Japan mit Remarquen auf dem unteren Rand, alle Blätter (Plattengröße ca. 19,5 : 13 cm; Bildfeld ca. 18 : 12 cm) signiert und unter Passepartout, zusammen in moderner Mappe (Passepartouts minimal gebräunt, Blatt 3 an einer Ecke leicht faltig). Die seltene "Große Ausgabe" der Radierfolge von Ferdinand Staeger (1880 - 1976) zum "Taugenichts" erschien in einer Auflage von 100 Stück. Die phantastischen Radierungen liegen in schönen und kräftige Drucken auf dünnem Japanpapier vor, zeigen am unteren Rand kleine Remarquen und sind alle vom Künstler signiert.- Staeger hat 1919 zwei verschiedene Reihen zum Eichendorff'schen "Taugenichts" radiert, "um die Fülle des Stoffes einigermaßen in der gleichen Schönheit erstehen lassen zu können. Die kleine Ausgabe umfaßt fünf Blätter, die große deren sieben. Das verschlungene Arabeskenwerk der Eichendorffschen Muse fand in Staeger einen für die Feinheit des Stoffes und den Klangzauber der Ausführung gleichgestimmten llustrator" (Muschler). Richard Braungart schrieb 1920: "Staegers Kunst in der Linienführung, seine Zeichnung und vor allem der Geist in seinen Blättern ist einzigartig. Bäume, Häuser, Wolken und Berge, Menschen und Tiere sind einander gleich, er kennt keine Unterschiede, weswegen er all das, was sich das Auge vorstellt, mit der gleichen Liebe umarmt. Tannenzweige, Eichhörnchen, Gras und Blumen, Steine und Blätter, alles nimmt der Künstler mit gleicher Wichtigkeit wahr und legt den Schwerpunkt auf Sorgfältigkeit". Eine neuere Arbeit über Staeger charakterisiert seine Kunst als "mystischen Realismus".- Muschler 37 - 43. 501 gr. Buchnummer des Verkäufers 13756

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Buchbeschreibung: Leipzig S L Crusius, 1766. Fester Einband. Titelkupfer (C. L. Crusius fec.), 3 Bl., 125 (recte 152) S., 1 Bl. Druckfehlerverzeichnis, 1 Bl. Buchanzeigen. Hübscher Hldrbd der Zeit mit floraler Rückenvergoldung und goldgeprägtem Rückentitel (Vorsätze erneuert, Titel und Titelkupfer teilweise etwas gebräunt wegen eines eingelegten säurehaltigen Lesezeichens oder Zettels, meist kaum oder gering braunfleckig bzw. gebräunt, 1 Bl. mit kleinem Ausriß einer Ecke). Seltene erste deutsche Ausgabe von Marmontels "L'Apologie du Théatre".- Alle Beteiligten an dieser "querelle" waren Mitarbeiter der "Encyclopédie" und bis dahin befreundet gewesen. Auf d'Alemberts Artikel "Genf" im 7. Band der "Encyclopédie" reagierte Rousseau 1758 mit seinem "Lettre sur les spectacles". Als Genfer Patriot hatte er sich vorgenommen, den gesamten Artikel "Genf" zu widerlegen. Zuvörderst verteidigt er "die Genfer Geistlichkeit gegen die Insinuation socianischer Ketzerei" (Klemperer), um dann "(wuchtig und ernsthaft genug!) Voltaires (und d'Alemberts) sündhaften Wunsch nach Errichtung einer Genfer Bühne" zu bekämpfen, indem er sie "mit Scharfsinn und Grundsätzen . als eine Schule der Laster, als eine Verführerinn zu Wollust und Müßiggang verketzert" (Crusius) ."Im Mittelpunkt der Schrift steht die Ablehnung der dramatischen Kunst um ihres in sich unsittlichen Wesens willen" (Klemperer) und eine ausführliche (peinliche) Molière-Kritik. Mit seinem "Brief über die Schauspiele" provozierte Rousseau den endgültigen Bruch mit den Enzyclopädisten. Marmontels Antwort auf diesen Angriff erschien zuerst 1761 als Anhang zu seinen "Contes moraux"'. Mit Gelassenheit unternimmte es Marmontel, selbst ein Dramatiker, Rousseaus "Grundsätze . gewissenhaft, und unpartheyisch (zu) untersuchen" und "die Meynung seiner Leser in dem Punkte der Schauspiele auf die Wahrheit einzig und allein zu lenken". Am Ende ist er überzeugt, "dem Herrn Rousseau einen höchstwichtigen Dienst geleistet (zu) haben, wenn ich ihn habe überzeugen können, daß (dessen) schreckhafte Vorstellungen, die er für die Wahrheit angesehen hat, nur leere Schattenbilder derselben waren; und daß das Urtheil, zu welchem er durch seine Schriften und durch seine Beyspiele etwas beygetragen zu haben glaubt, ein wahres Glück für die Menschheit seyn muß".- VD18 10257403; Fromm IV,16410 (inkorrekt mit dem Verlagsort "Dresden"); s. Klemperer (18. Jhdt) II,80 ff. 185 gr. Buchnummer des Verkäufers 15066

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Buchbeschreibung: Berlin Nicolai, 1829. Fester Einband. 4°. VIII, 191, (1) S.,1 mehrfach gefaltete, von C. D. Wolff gestochene Karte der römischen Campagna "Contorini die Roma moderna" nach J. H. Westphal (ca. 42 : 78 cm Größe des Stiches) und 1 mehrfach gefaltete, wieder von C. F. Wolff nach J. H. Westphal gestochene Wegekarte des alten Latium "Agri Romani Tabula cum veterum viarum designatione accuratissima" (auch ca. 42 : 78 cm Größe des Stiches). Hldrbd mit schlichter, linearer Rückenvergoldung und goldgeprägtem Rückenschild sowie marmorierten Vorsätzen (Rücken erneuert, Deckelkanten etwas berieben, Exlibris, stellenweise braunfleckig). Erste Ausgabe.- Johann Heinrich Westphal (1794 - 1831) war von Haus aus Astronom, der namentlich in seiner Danziger Zeit in verschiedenen Schriften astronomische und mathematische Probleme behandelt und Biographien der westpreußischen Astronomen Hevelius und Copernicus verfaßt hat. Als er schließlich nach Italien kam, "wandte sich Westphal einer wesentlich anderen litterarischen Beschäftigung zu. Es wird berichtet, daß er von der Berliner Gesellschaft für Erdkunde eine Unterstützung bezogen und sich exacte geographische Beobachtungen zum Hauptziele gesetzt habe; Instrumente wie Prismenkreis, Barometer u.s.w. hätten ihn auf allen seinen Fahrten begleitet. . Die Resultate seiner Aufnahmen (scheinen) großentheils verschollen. Immerhin leistete er tüchtiges auf dem Gebiete topographischer Studien" (ADB), zu denen das Buch über die römische Campagna und die beiden Karten, die auch einzeln (die Campagna-Karte mit der Analyse) veröffentlicht worden sind, gehören. Westphals Beschreibung der Campagna ist nach den 11 "jetzigen Thoren" in den alten Mauern Roms geordnet und geht entlang den Straßen, die von ihnen in die Umgebung Roms führen, von der Porta San Paolo "links fortgehend" bis zur Porta Portese. Mit einer "Analyse der Karte" der Campagna. Mit dem Exlibris der amerikanischen Altertumsforscherin Helen H. Tanzer, die u.a. durch ihre Untersuchungen zu den Villen des jüngeren Plinius und zu den Graffiti in Pompeji hervorgetreten ist.- Heinsius VIII/2,406; Engelmann 842. 740 gr. Buchnummer des Verkäufers 12500

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Buchbeschreibung: Heide Holsteinische Verlagsanstalt Boyens - 2007, 1952. Weicher Einband. Gr.-8°. Mit meist wenigen, bei wenigen Bänden aber auch zahlreichen Abbildungen. OKart. Vollständige Folge der wichtigsten Plattform der Stormforschung vom Beginn bis zum Jahre 2007, in der regelmäßig die Storm-Bibliographie fortgesetzt und Berichte über den Stand der Storm-Forschung vorgelegt werden.- Mit zahlreichen Erstdrucken Storms, darunter die "Sylter Novelle" und der ursprüngliche Schluß des "Schimmelreiters" sowie mit Briefen/Briefwechseln an/mit Otto Storm (Bruder), A. Biese, Chr. Eckermann, L. Eichroth, K. Fischer-Benzon, G. E. Franzos, K. Groth, P. Heyse, Dorothea Jensen, D. v. Liliencron, H. Lorm, W. Mauke, Elise Polko, Hermione v. Preuschen, Emilie v. Reventlow, J. Rodenberg, G. Scherer, A. J. Schindler (= J. von der Traun), H. Seidel, Fr. G. Stuhr, W. Tolberg u.a. sowie mit den Erstdrucken von 3 aufschlußreichen Briefen Fontanes an Hedwig Büchting über Th. Storm. Die Autoren der zahlreichen Aufsätze und Dokumentationen sind P. Böckmann, K. O. Conrady, H. Detering, G. Eversberg, W. Frühwald, P. Goldammer, M. Hausmann, W. Hettche, S. A. Jörgensen, W. Kohlschmidt, K. E. Laage, D. Lohmeier, Fr. Martini, W. Müller-Seidel, H. Nicolai, W. Preisendanz, G. Ranft, G. Radecke, H. Rölleke, H. Segeberg, Fr. Sengle, Fr. Stuckert, F. Trömel, P. Wapnewski u.a. Es gibt Themenhefte wie "Wege zum neuen Verständnis Theodor Storms" (17/1968), "Zur Problematik der Übersetzung von Dichtung" (32(1983), "Nationalliterarische Ausdifferenzierung und interkulturelle Dynamik: Storm und die deutsch-dänischen Literaturbeziehungen im Poetischen Realismus" (55/2006), "Das Literatur-Archiv - Sammlungen und Perspektiven der Forschung" (56/2007) etc.- Äußerlich anders, d.h. nicht in den gewohnten Einbänden der "Schriften", geben sich 3 Bände, nämlich Band 16: K. E. Laage: Theodor Storm und Iwan Turgenjew. Persönliche und literarische Beziehungen, Einflüsse, Briefe, Bilder" (1967), Band 37: K. A. Laage, Storms Welt in Bildern. Eine Bildbiographie (1988) und Beiheft zu Band 48: G. Eversberg: Dichter und ihre Photographien. Frühe Photos aus der Storm-Familie und aus dem Freundeskreis (1999). Sie fehlen darum häufiger in den Serien. 13450 gr. Buchnummer des Verkäufers 10739

10.

Die Cultur der Renaissance in Italien. Ein Versuch.

BURCKHARDT, JACOB.
(Hamburg, HH, Germany)
Anzahl: 1
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Buchbeschreibung: Basel Schweighauser, 1860. Fester Einband. 2 Bl., 576 S. HLdrbd d. Zeit m. schlichter Rückenvergoldung u. goldgeprägtem Rückentitel (minimal berieben u. bestoßen, gelöschter Stempel auf der Titelrückseite). Seltene erste Ausgabe von Jacob Burckhardts epochemachendem Hauptwerk, das als "das durchdringenste und klügste Werk der Kulturgeschichte" (Lord Acton), als ein Kunstwerk von Rang gilt. "Die Grundfrage, die Burckhardt beantworten wollte, war diejenige nach der Entstehung des modernen Menschen, d.h. die Frage nach der Ablösung des individuellen Bewußtseins, insbesondere des modernen Europäers, von dem kollektiv gebundenen Bewußtsein des mittelalterlichen Menschen. . Dieser Versuch (über die Kultur Italiens im 14./15./16. Jahrhundert) . wird heute noch als klassische Darstellung betrachtet, von welcher die wissenschaftliche Diskussion ihren Ausgang nahm. Der literarische Rang dieses Buches ist dadurch bestimmt, daß es als ein Modell kulturhistorischer Darstellung erscheint, dessen Gedankenführung und Sprache als vorbildlich gelten. . (Burckhardt) entfaltet in einer Folge von sechs grossen Kapiteln die Hauptaspekte einer als Einheit aufgefaßten Kultur: das staatliche Leben mit seinem Nebeneinander von Republiken und Signorien, die Entwicklung des Individuums im Sinne der modernen Persönlichkeit, die Wiedererweckung des Altertums und die Formen des Humanismus, schließlich die äußere Entdeckung der Welt und des Menschen im geographischen, naturwissenschaftlichen, landschaftlichen und biographischen Sinn, endlich die Geselligkeit und die Feste und zum Schluß das sittliche und religiöse Leben." (KNLL).- Goed. Fortführung 1/1569,24; Carter/Muir 347; Borst 2751. 800 gr. Buchnummer des Verkäufers 10347

11.

Der Zauberer von Rom. Roman in neun Büchern. 9 in 5 Bdn.

GUTZKOW, KARL.
(Hamburg, HH, Germany)
Anzahl: 1
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Buchbeschreibung: Leipzig F A Brockhaus - 1861, 1858. Fester Einband. Zus. über 3500 S. Etwas spätere Hlnbde mit je 2 goldgeprägten Rückenschildern (leicht berieben, Vorsätze erneuert, durchgehend etwas, stellenweise auch stärker u. stark braunfleckig, 1 Lage am Falz stabilisiert). Erste Ausgabe des nach den "Rittern vom Geiste" zweiten, "ebenso gewaltigen und poetisch noch höher stehenden" (Houben) "Romans des Nebeneinanders". Karl Gutzkow schildert in dieser "grandiosen Dichtung" (Houben) "die religiösen Zustände im (katholischen) Westen und Süden Deutschlands und in Österreich in ihrem innigen Zusammenhang mit Rom . und (versucht) die schwierige Frage des deutschen Ultramontanismus poetisch zu lösen" (Houben). Die katholische Idee und ihre Organisation, ihre Stärke und ihre Schwächen, ihre inneren Spannungen und äußeren Machtansprüche werden von Gutzkow vor dem Hintergrund des "Kulturkampfes" zwischen Preußen und der katholischen Kirche im Rheinland, des Konkordats von Staat und "Ultramontanismus" in Österreich sowie der Auseinandersetzungen der Einigungsbewegung in Italien mit dem Kirchenstaat und dem ultramontanen Papsttum eines Pius IX behandelt. Vergangenheit und Gegenwart und die zahlreichen Schauplätze sind in dem Monumentalroman zu einem komplizierten "Nebeneinander" verschlungen, in dessen Zentrum der Mönch Bonaventura, der zum Reformator der katholischen Kirche aufsteigt, und eine Frau, die nicht zufällig nach Schlegels Emanzipationsroman Lucinde heißt und sich vom Zimmermädchen zur Gräfin in Rom emanzipiert. Zu bewundern ist die strikte Objektivität Gutzkows, mit der er, der Protestant, "frei von einseitig protestantischem Gesichtspunkt" (Houben) die katholische Kirche durchleuchtet, "die ultramontane Fata morgana in allen ihren Farbenschattierungen" (Houben) schildert und die Zeitprobleme in zahlreichen Diskusssionen der verschiedenen Parteien abhandelt. Der "Zauberer von Rom" ist nach dem Urteil Arno Schmidts die unvergleichlich beste Schilderung der katholischen Welt.- Goed. Fortführung 3/925,98; Wilpert/Gühring 62; Borst 2690; Bibliothek Arno Schmidt 200.9; Houben I,309 (der Roman wurde in Österreich verboten!); Houben, Vorwort zur 9. Auflage, Leipzig, Brockhaus, 1911. 2160 gr. Buchnummer des Verkäufers 11949

12.

Werke. Dritter u. vierter Theil (v. 4) in 2 Bdn.

EICHENDORFF, JOSEPH v.
(Hamburg, HH, Germany)
Anzahl: 1
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Buchbeschreibung: Berlin M Simion, 1842. Fester Einband. Vortitel mit gotisierender Rahmung in Holzschnitt, Drucktitel, 443, (1) S. u. Vortitel mit gotisierender Rahmung in Holzschnitt, Drucktitel, Inhaltsverzeichnis, 396 S. Dekorative schwarze Hldrbde d. Zeit mit reicher Rückenvergoldung in Art der "Romantikervergoldung", die Deckel mit hübscher Begrenzung des Rückenleders und der Lederecken sowie marmoriertem Schnitt (Ecken leicht bestoßen, stellenweise braunfleckig). Zwei schöne Bände der vierbändigen Titelauflage der ersten Gesamtausgabe der Werke Eichendorffs von 1841. Lediglich die Verlagsangaben und die Jahreszahl (1842 statt 1841) wurden auf den neuen - eingeklebten - Titelblättern verändert, der Buchblock blieb unverändert im ersten Druck.- Die Bände enthalten: 3. Eichendorffs zweiten Roman "Dichter und ihre Gesellen" sowie die Literatursatire "Krieg den Philistern. Dramatisches Märchen" und 4. Kleinere Novellen: Aus dem Leben eines Taugenichts. Das Marmorbild. Viel Lärmen um Nichts. Das Schloß Dürande. Die Entführung. Die Glücksritter.- Goed. VIII,192,35. 780 gr. Buchnummer des Verkäufers 11475

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Buchbeschreibung: (Köln) art aktuell (), 1971. Fester Einband. 4°. 50 ungezählte Bl. mit Faksimiles der Korrespondenz der Beteiligten und von Zeitungsausschnitten sowie von zahlreichen Fotos. OKart. mit illustrierten Deckeln (Ecken minimal berieben). Erste Ausgabe.- Dokumentation über ein Verpackungsprojekt Christos in dem Eifelstädtchen Monschau.- Mit eigenhändiger Widmung des international bekannten Fotografen Michael Ruetz an seinen deutsch-jüdischen Kollegen Max Jacoby (1919-2009), dem prägenden Fotokünstler Südamerikas: "Für meinen Freund / Max Jacoby / der mir einen nicht / zu überschätzenden / Gefallen getan hat / M. R. / 14 - 1 - 73". 390 gr. Buchnummer des Verkäufers 13743

14.

Im Schloß.

STORM, THEODOR.
(Hamburg, HH, Germany)
Anzahl: 1
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Buchbeschreibung: Münster C C Brunn, 1863. Fester Einband. Kl.-8°.97, (1) S., 1 Bl. Buchanzeigen. Roter OLnbd mit goldgeprägtem illustrierten Außentitel (Ansicht eines Schlosses, umgeben von floral verzierten Rahmen) u. blindgeprägtem hinteren Deckel sowie allseitigem Goldschnitt (stellenweise leicht gebräunt von eingelegten Pflanzen). Erste Ausgabe.- "Storm hat 'Im Schloß' . für eine seiner bedeutendsten Arbeiten gehalten . (und darin den) Beleg für seine künstlerische Eigenständigkeit als Erzähler" (Lohmeier) gesehen. "In dem Werk legt er neben seinen politischen wie sozialen Überzeugungen auch seine Abkehr vom Christentum und die Entwicklung seiner religiösen Verselbständigung dar" (KNLL). Er übt Kritik an der Sonderstellung und am Exklusivitätsanspruch des Adels sowie am geistigen Führungsanspruch der Kirche, die in den Augen des Dichters "Gift in den Adern der Nation" ist. Das Provozierendste an dieser Novelle aber war Storms Überzeugung, "daß zum reinen Menschentum auch die natürliche Einheit von Sinnlichkeit und Sittlichkeit gehörte. Das rührte an die Grundfesten der bürgerlichen Gesellschaft und ihrer Moral" (Lohmeier). Für den Liberalen Storm galt, "daß der Standesunterschied zwischen Adel und Bürgertum historisch überholt sei und durch einen Bewußtseinswandel des Adels überwunden werden müsse". Weil es ihm in dieser Novelle darauf ankam, "einen wirklichen Lebensgehalt zum poetischen Ausdruck zu bringen", reagierte Storm äußerst empört, als die Redaktion der "Gartenlaube", wo der Erstdruck erschien, eine entscheidende Stelle zensierte. Für die Buchausgabe hat Storm den Text in vielen Einzelheiten überarbeitet und die verstümmelte Szene in ihrem ursprünglichen Wortlaut wiederhergestellt.- Teitge 620; Goed. Fortführung 8/346,19; Lohmeier, Kommentar zu dieser Novelle in Sämtliche Werke 1 (Ffm, DKV, 1987), S. 1108 ff. 75 gr. Buchnummer des Verkäufers 11946

15.
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Buchbeschreibung: München R Oldenbourg ( - 1874), 1872. Fester Einband. Zus. 4540 S., 22 S. Buchanzeigen, u.a. Prospecte für den "Deutschen Novellenschatz". Dunkel-rotbraune OLnbde mit goldgeprägtem Rückentitel, blindgeprägtem Rückendekor sowie ornamentalen Deckelrahmen mit Eckfleurons in Blindprägung (Kanten etwas berieben, Deckel teilweise mit marginalen Schabspuren, vereinzelt Besitzvermerk auf dem Vorsatz, Papier zeitbedingt leicht gebräunt, stellenweise etwas, gelegentlich auch stärker braun- oder gelbfleckig). Vollständige erste Ausgabe.- Mit Novellen von Alarcón, Balzac, Björnson, Blicher, Dickens, Harte, Irving, Jokai, Mérimée, Musset, Nemcová, Nerval, Pisemski, Poe, Puschkin, George Sand, Stendhal, Thackeray, Tolstoi, Turgenjeff u.a., darunter zahlreiche deutsche Erstausgaben. Von den Übersetzern sind zu erwähnen Claire von Glümer, F. Gregorovius, Wilh. L. Hertz, Isolde Kurz, L. Laistner, L. Passarge, A. Strodtmann u.a.- Goed. Fortführung 3/1970,74 (Heyse) u. 4/1503,45 (Kurz); Wilpert/Gühring 51 (Heyse) u. 30 (Kurz); Goed. Fortführung 3/424,23 (Glümer). 3760 gr. Buchnummer des Verkäufers 14460

16.

Gesammelte Romane und Novellen. 12 Bde.

FONTANE, THEODOR.
(Hamburg, HH, Germany)
Anzahl: 1
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Buchbeschreibung: Berlin 1-7: Deutsches Verlagshaus (Emil Dominik); 8-9: Hans Dominik; 10-12: F Fontane () - 1891, 1890. Fester Einband. Zus. über 3850 S., 1 Bildnis Fontanes in Heliogravure nach einer Photographie von F. C. Schaarwächter. Blaue OLnbde mit linearem Rückendekor in Schwarzprägung, goldgeprägtem Rückentitel, Vorderdeckel mit figürlichem und floralem Dekor im Stil der Neorenaissance in Schwarz und Gold, hinterer Deckel mit blindgeprägten Rahmungen und dem blindgeprägten Firmeneindruck "Gust. Fritzsch Kgl. Hofbuchbinder Leipzig" in einer Kartusche (etwas berieben, Exlibris-Stempel auf dem Titel "Bibliothek Felix Wolff", geringe Gebrauchsspuren). Erste Ausgabe der ersten Sammlung von Fontanes dichterischem Werk, enthaltend: L'Adultera. Ellernklipp. Graf Petöfy. Unterm Birnbaum. Schach von Wuthenow. Cécile. Grete Minde. Vor dem Sturm. Irrungen, Wirrungen. Stine. Kriegsgefangen.- Rasch I,161. 4760 gr. Buchnummer des Verkäufers 14913

17.
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Buchbeschreibung: Leipzig F A Brockhaus, 1820. Fester Einband. Gestochenes Frontispiz (Ernst Schulze's Bildniß gest. von Coupé in Paris), LV, (1) S., 6 Kupfertafeln zu Shakespeares Hamlet, 504 S., 1 gefaltetes gestochenes Vasenbild "Helena von Paris bethört", gezeichnet von Stölzel, gestochen von Skerl, beide Dresden. Bedruckter OPpbd mit Deckelrahmungen und illustriertem Mittelstück sowie ornamentales Rückendekor mit getöntem Rückentitel in Holzschnitt (Einband etwas berieben u. begriffen, Gelenke sauber mit passendem Leinen stabilisiert, Überleger zu den Stichen braunfleckig, sonst kaum fleckig). Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe auf besserem Papier mit den Kupfern "vor der Schrift", d.h. in frühen Abzügen.- Mit dem Erstdruck von E. T. A. Hoffmanns Erzählung "Spieler-Glück" über die zerstörerische Spielleidenschaft. Die kompliziert aufgebaute Erzählung beruhte "weitgehend auf persönlichen Erlebnissen und Anregungen". Sie wurde aus der "Urania" ohne wesentliche Veränderungen für den Abdruck in den dritten Band "Serapions-Brüdern" übernommen.- Der Jahrgang der literarisch bedeutsamen "Urania" enthält einführend einen Bericht über das jährliche von Brockhaus ausgelobte Preisausschreiben sowie Beiträge im Erstdruck von A. v. Blumröder (Gedichte), C. A. Böttiger (Erklärung des abgebildeten Vasengemäldes), Helmina v. Chezy (Der glückliche Köhler, spanische Novelle), E. A. H. Clodius (Über Shakespeare's Philosophie, besonders im Hamlet), E. v. Houwald (Gedichte), O. v. Malsburg (Rosa, Erzählung), C. B. v. Miltitz (Gedicht), A. Oehlenschläger (Der Hirtenknabe, dramatische Idylle) u.a.- Salomon (E.T.A. Hoffmann) 125; Brockhaus Verlags-Verzeichniss I,21; Goed. VIII,73,128 delta; Köhring 163. 520 gr. Buchnummer des Verkäufers 11948

18.

Bunte Steine. Ein Festgeschenk. 2 in 1 Bd.

STIFTER, ADALBERT.
(Hamburg, HH, Germany)
Anzahl: 1
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Buchbeschreibung: Pesth G Heckenast (), 1863. Fester Einband. 1 Bl. Schmutztitel ("Bunter Steine. Erster Band"), gestochener Titel m. einer Vignette von J. Axmann nach J. M. Kaiser, 1 Widmungsblatt m. goldener Rahmung, 1 Bl. Inhalt, 268 S.; 1 Bl. Schmutztitel ("Bunte Steine. Zweiter Band"), 1 Bl. Inhalt, 264 S. Roter OLnbd m. reicher Rückenvergoldung, Rücken- u. Außentitel in Goldprägung, stark reliefierte Deckelprägung m. mehreren Rahmen um ein schwungvolles Mittelfeld, der Vorderdeckel zudem m. reicher Goldprägung sowie dreiseitigem Goldschnitt (Rücken leicht aufgehellt, minimal berieben, gering braunfleckig). Zweite, aber als solche nicht bezeichnete Auflage, die in Wahrheit nur eine Titelauflage ist, auch wenn die eigentlichen Drucktitel fehlen. Die eigentümliche Kollation ist so korrekt! Die erste Ausgabe der "Bunten Steine" von 1853 war mit zwei illustrierten Titeln mit Stahlstichen nach Ludwig Richter ausgestattet, die Stifter allerdings so mißfielen, daß er sie aus allen Exemplaren heraustrennte, die er verschenkte. Bei der vorliegenden neuen, d.h. bei der "Titelauflage" wurden die Titelstahlstiche mit den Richter'schen Vignetten und die Drucktitel entfernt, an ihre Stelle trat nur vor Band 1 ein neu gestochener Titel mit einer Illustration zu "Katzensilber" (Braunes Mädchen auf Sandhaufen, Band II, Seite 206), von Axmann nach Kaiser in Stahl gestochen, während Band 2 keinen Titelstahlstich bekam (auch der erste Band hat den Titelstahlstich nicht immer); Drucktitel erhielt keiner der Bände. Ein völliger Neudruck erschien erst 1866 in Großoktav.- Mit der programmatischen "Vorrede" und den Erzählungen Granit, Kalkstein, Turmalin sowie Bergkristall, Katzensilber und Bergmilch.- Hess P 2; Rabenlechner I,74. 490 gr. Buchnummer des Verkäufers 11384

19.
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Buchbeschreibung: Berlin Selbstverlag der Vereinigung - 2010, 1950. Weicher Einband. 1-7 in 4°, 11 ff. in Gr.-8°. Mit zahlreichen Abbildungen. OKart. u. 5 OPpbde (leichte Gebrauchsspuren). Bis auf die Bände 1957 - 1959 vollständige Folge dieses inhaltsreichen Jahrbuches zur Geschichte und Kultur der Mark Brandenburg, darunter auch mehrere Aufsätze zu Theodor Fontane. 24070 gr. Buchnummer des Verkäufers 15172

20.
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Buchbeschreibung: Berlin F Nicolai, 1782. Fester Einband. Titel, 10 Bl., 191, (1) S., 1 Bl. "Verbesserungen"; Titel, 11 Bl., 270 S., 3 gefaltete Kupfertafeln mit 11 Figuren (J. C. Werüger del. et fec.). Ppbd der Zeit mit Leimpapier bezogen, handschriftliches Rückenschild (Kanten und Ecken etwas beschabt u. bestoßen, Rücken etwas gebräunt, Rückenschild schwer lesbar, alter Stempel auf der Titelrückseite, stellenweise braunfleckig). Dritte Auflage (1795 erschien noch ein dritter Band zu allen Auflagen).- Die 1771 zuerst erschienenen "Neue Bemerkungen" des preußischen Militärarztes und erst dritten, dann ersten Generalchirurgus J. Chr. A. Theden (1714 - 1797) sind "Se. Majestät de(m) König" Friedrich II. von Preußen gewidmet. Sie sind von besonderer medizin- und militärhistorischer Bedeutung, denn Theden verfaßte nicht nur ein chirurgisches Lehrbuch, sondern berichtet darin eingehend über seine persönlichen Erfahrungen im siebenjährigen Kriege, "wo er Gelegenheit fand, seine wundärztliche Begabung zu entfalten und die Aufmerksamkeit Friedrich's des Großen auf sich zu ziehen" (ADB). Das Buch gibt auch ein sehr anschauliches Bild vom Leid der Soldaten (Theden erzählt viele selbsterlebte Fälle) und vom Stand der Wundarzneikunst in der friderizianisch-preußischen Armee.- Theden "hat sich in mancher Beziehung Verdienste um die Wundheilkunst erworben. Er erdachte die nach ihm bezeichnete methodische Einwickelung der Glieder zur Aufsaugung ausgetretener Flüssigkeiten, zur Schmerzlinderung bei der Vornahme von Operationen, sowie gegen Quetschungen, Adererweiterungen etc. Er führte ein nach ihm genanntes und lange Zeit allgemein beliebtes "Wund- oder Schußwasser" (Arquebusade) ein, das aus Essig, Weingeist, Zucker und verdünnter Schwefelsäure bestand und zu kalten Ueberschlägen bei Quetschungen, Verbrennungen und Blutungen benutzt wurde. Ferner wandte er - die Unterbindung bei Operationen umgehend - seit 1745 ein neues Blutstillungsverfahren an, indem er, nach Anlegung einer Knebeladerpresse, auf die blutende Schlagader einen kegelförmigen Tupfball (Tampon) drückte, die Wunde mit Zupfleinwand füllte und über das Ganze einen Druckverband anlegte. Weiterhin unterstützte er die Verbreitung der Heilanwendung des kalten Wassers und der Goulard'schen Bleimittel, sowie der mit Kautschuk überzogenen elastischen Katheter. Theden beschränkte die damals übergroße Zahl von Instrumenten und gab für Knochenbrüche neue Hohlschienen aus Nußbaumholz an. Unter seinem amtlichen Einflusse wurde auch 1787 das erste preußische Feldlazarethreglement erlassen" (ADB).- Hirsch/Hübotter V,544, Engelmann (Bibl. medico-chirurgica) 575. 501 gr. Buchnummer des Verkäufers 15539

21.
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Buchbeschreibung: Stuttgart Fr Brodhag, 1839. Fester Einband. Titel, XII, 392 S.; Titel, 332 S. u. Titel, 2 Bl., X, 279, (1) S.; Titel, 1 Bl., 256 S.; Titel, 2 Bl., XIV S., 10 Bl., 251, (1) S., zus. 1 gefaltetes Faksimile (Brief Hoffmanns vom 4. März 1814 an C. F. Kunz mit dem Selbstbildnis im Schlafrock) in Lithographie, 1 mehrfach gefaltete Wiedergabe der berühmten Federzeichnung Hoffmanns von seiner Wohnung und der Umgebung des Gendarmenmarkts mit dem Theater (ca. 27,5 : 43,5 cm), 9 radierte Bildnisse und Phantasien nach Zeichnungen Hoffmanns. Lnbde der Zeit mit schlichter Rückenvergoldung und goldgeprägtem Rückentitel (Vergoldung etwas stumpf, Rücken gleichmäßig aufgehellt, fast durchgehend, oft auch stärker braunfleckig, teilweise gebräunt). Letzte, "wesentlich erweiterte" Ausgabe dieser Sammlung: 1-2: Hoffmanns Erzählungen: 3-5: Hitzigs Hoffmann-Biographie "Leben und Nachlaß", die die "wichtigste biographische Quelle über Hoffmann" darstellt.- J. E. Hitzig (1780 - 1849), war Jurist, Verleger (u.a. der "Berliner Abendblätter" Kleists und der "Undine" Fouqués) und Schriftsteller (Biographien auch von Z. Werner, A. v. Chamisso und Fr. de la Motte Fouqué, Schriften zum Urheberrecht und Pressewesen, Mitherausgeber des "Neuen Pitavals" etc.), war als Mitbegründer der "Mittwochsgesellschaft" und Mitglied der "Serapionsbrüder" (Othmar) etc. eine Größe im literarischen Leben Berlins. Schließlich war er einer der ältesten Freunde Hoffmanns und dessen "Testamentsvollzieher". Unmittelbar nach Hoffmanns Tod 1822 hat Hitzig "biographisches Material aus Hoffmanns Bekanntenkreis gesammelt und mit seinen eigenen Erinnerungen unter Verwendung von Auszügen aus Hoffmanns Briefen und Tagebüchern zu einer (anfangs) zweibändigen Biographie verschmolzen", die schon 1823 erschien. Die hier in den Bänden 3 - 5 abgedruckte "dritte vermehrte und verbesserte Auflage" von Hitzigs Biographie "E. T. A. Hoffmann's Leben und Nachlaß" ist gegenüber den früheren Ausgaben "wesentlich erweitert" (Voerster) und "enthält Textveränderungen, Fußnoten von (C. Fr.) Kunz, weitere Hoffmann-Briefe (u.a. an Funk), Erläuterungen zu den beigegebenen Kupfern, Rellstabs novellistische Erläuterung von Hoffmanns Zeichnung seiner Wohnung in Berlin ("Ein Blatt in Callots Manier. Große Federzeichnung lithographirt"), Nachträge mit Hoffmann-Erinnerungen aus Hoffmanns Bekanntenkreis (Schütze, Fouqué u.a.) und Auszüge aus verschiedenen Briefen an Hitzig mit Stellungnahmen zu dessen Biographie" (Voerster). Hitzigs "großzügige ., aus Miterleben gespeisten unprätentiösen, diskret-eindringlichen Vergegenwärtigung" (W. Held) des vielseitigen Dichters und "detailfreudige Heraufbeschwörung von Hoffmanns . Erscheinung" (W. Held) ist ein beeindruckendes Dokument einer engen Freundschaft zweier völlig gegensätzlicher Menschen. Um Hoffmanns mittelloser Wittwe ein kleines Einkommen zu sichern, hat Hitzig Micheline Hoffmann als Herausgeberin dieser Ausgabe vorgeschoben, die mit Hoffmanns letzten Erzählungen eine Ergänzung zu den 1827 bei G. Reimer erschienenen "Ausgewählten Schriften" Hoffmanns (10 Bände) sein sollten (Die Bände werden in der Bogennorm folglich als Bände 11 - 15 der "Ausgewählten Schriften" benannt). Die in den Bänden 1 - 2 enthaltenen späten Erzählungen Hoffmanns sind: I. Der Doppelgänger. Die Räuber. Die Irrungen. Die Geheimnisse. Der Elementargeist. Allotria (Die Folgen eines Sauschwanzes. Moderne Welt - moderne Leute) Sammlung grotesker Gestalten. II. Datura Fastuosa. Meister Johannes Wacht. Die Marquise de la Pivardiere. Die Vision auf dem Schlachtfeld bei Dresden. Haimatochare. Der Feind. Brief des Kapellmeisters Johannes Kreisler. Empfehlungsbrief.- Das Faksimile von Hoffmanns Zeichnung seiner Wohnung und die 9 Radierungen (Selbstportraits Hoffmanns, Bildnisse von Z. Werner, C. F. Kunz, J. Voss u.a.) von August Hoffmann, Eugen Neureuther und J. B. Sonderland nach Hoffmanns Zeichnungen nebst deren Erklärungen erscheinen hier zum ersten Mal.- Goed. VIII,500,78; Salomon 341; Voerster 47 f. u. Nr. 438. 870 gr. Buchnummer des Verkäufers 13158

22.
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Buchbeschreibung: Hamburg (di Cannstadt) Verlag von Georg Heubel, 1842. Fester Einband. Zus. fast 2500 S., 9 Titelkupfer nach Fürich, Riedel, Lescott u.a. Spätere Hlnbde mit je 2 goldgeprägten Rückenschildern u. blindgeprägten Marmorpapieren auf den Deckeln (fast durchgehend etwas, nur stellenweise auch etwas stärker braunfleckig). Die "zweite rechtmäßige Gesamtausgabe" der Werke von Wilhelm Waiblinger (1804 - 1830) ist eine "mit Kupfern versehene, indeß wenig veränderte Ausgabe". Die "Änderungen" sind meist "Ergänzungen" in Form von Erklärungen der Kupfer und 8 neuen Gedichten Waiblingers. Die Kupfer zeigen das schöne Portrait Waiblingers nach einem Basrelief von T. Wagner, das Waiblingers Grabstele in Rom schmückt, sowie Illustrationen zu "Die Briten in Rom", zum "Märchen von der blauen Grotte", zeigen ein "ländliches Fest im Kirchenstaat", einen "Vorleser in Neapel" und eine Gruppe "Pifferari", zeigen Bildnisse einer Römerin und einer Genzaneserin sowie die Gruppe "Venus und Amor" von dem Thorvaldsen-Schüler Tenerani.- Für die erste Gesamtausgabe Waiblingers hat der Buchhändler H. v. Canitz nur die Biographie des jung verstorbenen Dichters verfaßt. Die Herausgabe der Ausgabe hat Georg Heubel in Stuttgart besorgt, der die Brodhagsche Buchhandlung leitete, aber auch gleichzeitig unter eigenem Namen verlegerisch tätig war. Dafür hat er bei ehemaligen Förderern und Freunden Waiblingers, u.a. bei G. Schwab, L. Bauer und E. Mörike Rat eingeholt (s. Mörike, Werke und Briefe IX/1, S. 266 ff.). Mörike hat aber nur bei der vorliegenden 2. Gesamtausgabe konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht, die auch berücksichtigt wurden (s. Mörike, Werke und Briefe IX/1, S.275 ff.).- Die Ausgabe umfaßt: 1. Waiblingers Leben. Die Briten in Rom I. 2. Francesco Spina. Die Briten in Rom II. Die Abenteuer von der Sohle. 3. Das Märchen von der blauen Grotte. Das Blumenfest (Novelle). Friedrich Hölderlin's Leben, Dichtung und Wahnsinn. 4. Die heilige Woche (Charaktergemälde aus Rom). Drei Tage in der Unterwelt. Rosa Taddei. Aus Waiblingers Tagebuch. 5. Anna Bullen (Trauerspiel). Die Nacht in St. Peter (Gedicht). Sinngedichte und Epigramme. 6. Erzählungen aus der Geschichte des jetzigen Griechenlands. Lieder der Griechen. 7. (Gedichtzyklen:) Rom und Umgebung. Neapel, die Stadt und das Land. Inseln. Lieder der Sehnsucht und Liebe. Vermischte Gedichte. 8. (Reiseschilderungen der Jahre 1827 - 1830:) Der Frühling in den Gebirgen Latiums. Wanderung ins Sabinerland. Aus einem Tagebuch in Olevano. Wanderung von Olevano nach Rom. Sommerausflug nach Olevano. Skizze eines Wegweisers durch die Umgebungen Roms. 9. Reisen in die Abruzzen und an den Fucinersee. Ausflug von Neapel nach Pästum. Briefe aus der Insel Capri. Ueber das St. Carolinotheater in Neapel. Der Vesuv im Jahre 1829. Briefe über Benevent und Avellino. Briefe über Pompeji. Briefe aus Palermo.- Mygdales 84; Goed. VIII,645,34. 1360 gr. Buchnummer des Verkäufers 12023

23.
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Buchbeschreibung: Heidelberg N Kampmann Dezember - November 1930, 1927. Weicher Einband. 4°. 572 S. mit 57 Tafeln u. 592 S. mit 28 Tafeln, davon 1 doppelblattgroß, u. 584 S. mit 5 Faksimiles von Beispielen italienischer Zeitungen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts, 26 Tafeln. 24 Hefte in OKart. mit illustrierten Vorderdeckeln u. Hlnbd mit weißgeprägtem Rückentitel und 12 eingebundenen illustrierten Vorderdeckeln (Jg. I-II: Umschläge leicht angestaubt und stellenweise fleckig, wenige Rücken mit kleinen Läsuren, 1 vorderer und 1 hinterer Deckel mit handschriftlicher Widmung, etwas bestoßen, wenige Gebrauchsspuren; Jg. III: Einband etwas fleckig, Kanten leicht beschabt, Gewebe der Gelenke mit kleinen seitlichen Einrissen, Innendeckel und fliegender Vorsatz beschrieben von dem Hamburger Juristen und Genealogen Ascan W. Lutteroth mit Hinweisen auf die verwandtschaftliche Verbindung Schulenburgs zu der Familie Lutteroth und zu dessen Lebensstationen wie auf die Zeitschrift "Italien", 3 Seiten handschriftliches Register des Jahrgangs der Zeitschrift von der Hand Lutteroths, da scheinbar kein gedrucktes erschienen ist, stellenweise Anstreichungen mit rotem oder blauem Buntstift). Vollständiges Exemplar der seltenen Kulturzeitschrift, deren Mitarbeiter mit ihren Beiträgen ein hohes Niveau garantierten und die dem kulturellen Austausch zwischen Italien und Deutschland dienen sollte. Ihr Herausgeber, der Schriftsteller, Publizist und Übersetzer Werner von der Schulenburg (1881 - 1958) war ein engagierter Pazifist, deutsch-national und damit entschiedener Nazi-Gegner und Wiederständler, der hauptsächlich in und von Rom aus gewirkt hat.- Mit Beiträgen von J. J. Bachofen, F. Baumgart, M. Bontempelli, G. v. Branca, L. Brieger, H. Brunn, J. Burckhardt, V. Cardarelli, G. Carducci, Grazia Deledda, A. Farinelli, A. Geist, A. Gentili, P. Gothein, A. v. Grolmann, C. S. Gutkind, G. F. Hartlaub, A. v. Hatzfeld, B. Hempel, H. Hesse, H. v. Hofmannsthal, J. Huizinga, W. Kaegi, Wanda Kampmann, Isolde Kurz, Maria v. Lanckoronska, R. Michels, A. Neumeyer, M. Oehler, E. Peterich, R. Peters, L. Pollak, G. Radbruch, A. H. Rausch (H. Benrath), W. Rehm, Margherita Sarfatti, R. Schott, L. S. Schudt, W. v. d. Schulenburg, H. von den Steinen, A. Steinitzer, O. v. Taube, P. v. Thun-Hohenstein, M. Wackernagel, W. Waetzoldt, O. Walzel, Hilde Weigelt, J. J. Winckelmann u.a.m. über Romreisen in drei Jahrhunderten, Olevano und die deutschen Landschaftsmaler, die literarisch-künstlerischen Beziehungen der deutschen Romantiker zu Italien, Burckhardts Reisebilder aus dem Süden, das Deutschtum in Rom, die Kunstanschauung Goethes in der "Italienischen Reise", Goethes Aufführungen spanischer Dramen in Weimar (1 ganzes Heft und mehr!), die Zeitschrift "Italien" von Rehfues und Tscharner (1803/05), deutsche Zeitungen im Ausland: Die Italienzeitung, deutsche Künstlerwerkstätten in Rom, die Bibliotheca Hertziana in Rom, Kurpfalz und Italien, zwei Friedhöfe in Rom (der Friedhof der Deutschen neben St. Peter und der protestantische Friedhof an der Cestius-Pyramide), das Deutsche Archäologische Institut in Rom, die neuen Ausgrabungen in Pompeji, Hohenstaufen Denkstätten, die sizilische Flotte im Zeitalter der Normannen und Staufer, Verona und die Gräber der Scaliger, den Klosterhof von Monreale, die Mediceerkapelle in Florenz, den "Tempietto Fuori Porta Maggiore" in Rom, die Kathedrale von Trani, Mausolea Romana, die Villa Pallagonia bei Palermo, apulische Steinhütten, Perugia, Brindisi, die Kultur Korsikas und Sardinien, italienische Renaissance-Fürstinnen, Christine von Schweden in Rom, die italienische Romantik, Geschichte der italienischen Poesie, die italienische Presse im 16.-18. Jahrhundert, die mediceischen Bibliotheken in Florenz, die kunstwissenschaftliche Bibliothek Warburg in Hamburg, einen weiblichen Universitäts-Professor vor 400 Jahren (Olympia Fulvia Morata), italienische Musik, die Mauro Foà-Sammlung alter Musikwerke, italienische Sonettisten des 16. Jahrhunderts, Rossini, das Teatro Argentino in Rom, Shakespeare in Italien, das Fest der "Ceri" in Gubbi. Buchnummer des Verkäufers 13385

24.
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Buchbeschreibung: München Georg Müller, 1921. Fester Einband. XLVIII, 415, (1) S. u. 2 Bl., 414 S., 2 Bl. (Deutsche Romane). Dunkelbraune OLdrbde auf 4 Bünden m. floraler Rückenvergoldung u. goldgeprägtem Rückentitel sowie Kopfgoldschnitt (1 Titel gering u. schwach braunfleckig, die ersten u. letzten Seiten zum Innendeckel hin an den Rändern etwas leimschattig). Nichtnumeriertes (!) Exemplar der Vorzugsausgabe in 100 Exemplaren auf handgeschöpftem holländischen van Gelder-Bütten. Der Münchner Bibliophile und Literaturwissenschaftler C. G. v. Maassen hat den von ihm "wiederentdeckten" Roman zuerst 1919 herausgegeben. Die sonst nicht verzeichnete Ausgabe von 1921 dürfte eine Titelauflage sein.- Der 1780 erstmals erschienene "komische Roman" "Herrmann und Ulrike" ist das "umfangreichste und anspruchsvollste, in der Komposition überzeugendste literarische Werk" (Auerochs) des Anthropologen, Pädagogen und Dichters Johann Carl Wezel (1747 - 1819). Der Roman gilt als "ein Höhepunkt der Literatur der deutschen Spätaufklärung", von dem Chr. M. Wieland gestand, dies sei "der beste teutsche Roman, der mir jemals vor Augen gekommen". Und C. G. v. Maassen rühmte sich, ein Buch "aus dem Schutte, in dem es begraben (und vergessen) lag", herausgezogen zu haben, das "dank seiner vollendeten Darstellung menschlicher Charaktere bei einer Fülle mannigfaltiger Begebenheiten, in denen sich das Leben des achtzehnten Jahrhunderts in unvergleichlicher Weise widerspiegelt, den hervorragendsten Romanen der Weltliteratur an die Seite zu stellen ist". Dieser für ihn "beste deutsche Roman des achtzehnten Jahrhunderts" sei "als würdiges Gegenstück unmittelbar neben Fieldings 'Tom Jones' zu stellen".- Slg Maassen 4793 (Ausg. v. 1919); GV 144,200 (nur Ausg. v. 1921!). 1430 gr. Buchnummer des Verkäufers 11120

25.
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Buchbeschreibung: Zürich Heinrich Gessner, 1806. Fester Einband. 40, 464 S. u. 608 S. (Briefe deutscher Gelehrten 2 - (3)). Moderne Ppbde im Stil der Zeit m. goldgeprägtem Rückenschild (Reihentitel in Band 2 fehlt, Bd 2 mit Besitzvermerk "W. Deiss" auf dem Titel, wenige Ecken m. kleinen Knickspuren, kaum braunfleckig). Erste Ausgabe eines der großen Briefwechsel seiner Zeit in einem Exemplar auf besserem Papier (feingeripptes Bütten).- Wilhelm Körte hatte Nachlass und Bibliothek seines Grossonkels und väterlichen Freundes J. W. L. Gleim, später auch die Hinterlassenschaft seines Schwiegervaters Friedrich August Wolf übernommen und durch mehrere Publikationen erschlossen. Eine der frühesten war die nach den Originalen veröffentlichten Briefwechsel des Halberstädter Dichters, "Beschützers junger Dichter" und Freundschaftsgenies Gleim mit dem Romanautor W. Heinse (Ardinghello) und dem Schweizer Historiker Johannes von Müller sowie mit Fritz Jacobi mit 293 Briefen aus den Jahren 1770 bis 1802. Körte, der den Briefwechsel "den theuren Jünglingen meines deutschen Vaterlandes" zueignete, schreibt: "Mit innigem Wohlgefallen werden wir . in diesen Briefen erkennen, wie Wissenschaft, Kunst und Tugend in jedem Geist, mit einer ihm eigenthümlichen Gewalt und Schönheit lebt; wie auch der Größeste in ihnen sich neubeschwingt fühlt für selbige, durch das Anschaun der Begeisterung eines Andern!" Enthalten ist auch der Wiederabdruck von Heinses "Briefen aus der Düsseldorfer Gemäldegalerie".- Goed. IV/1,82,B Rho u. IV/1,886,13. 820 gr. Buchnummer des Verkäufers 11464

26.

Werke. 12 Bde.

KLOPSTOCK, FRIEDRICH GOTTLIEB.
(Hamburg, HH, Germany)
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Buchbeschreibung: Leipzig G J Göschen, 1798. Fester Einband. Zus. über 3800 S., 4 Kupfertafeln zum "Messias", gestochen von Heinrich Schmidt nach Heinrich Friedrich Füger. Marmorierte Ppbde mit Rückenvergoldung und je Band mit 2 goldgeprägten Rückenschildern (Rücken an Kopf und Fuß sowie wenige Kanten etwas beschabt, gering braunfleckig). Erste rechtmäßige Werkausgabe Klopstocks in der "gewöhnlichen" Großoktavausgabe auf Schreibpapier (fein geripptes Bütten). Sie ist, für die Zeit ungewöhnlich, in einer klaren Antiqua gedruckt (Göschen hat die Antiqua, die bis dahin den antiken und philologisch-gelehrten Schriften vorbehalten war, erstmals auch bei schöngeistigen, modernen Schriftstellern angewandt; berühmt war seine große Wieland-Ausgabe).Göschen hat 3 Ausgaben ausgegeben, eine Folioausgabe und eine Großoktavausgabe, beide auf Velin, und die hier vorliegende Oktavausgabe auf Schreibpapier (s. Boghardt(Schmidt S. 5).- Die Ausgabe umfaßt: 1-2. Oden. 3-6. Der Messias.7. Oden. Geistliche Lieder. Epigramme. 8. Der Tod Adams, ein Trauerspiel. Hermanns Schlacht, ein Bardiet für die Schaubühne. 9. Salomo, ein Trauerspiel. Hermann und die Fürsten, ein Bardiet für die Schaubühne. 10. David, ein Trauerspiel. Hermanns Tod, ein Bardiet für die Schaubühne. 11. Hinterlassene Schriften von MARGARETA (META) KLOPSTOCK. Vermehrte und verbesserte Auflage. (Inhalt: Einleitung Klopstocks mit Briefen von Meta und Fr. G. Klopstock, Carl und August Klopstock, den Gräfinnen Stolberg und Bernstorff, Elisabeth Schmidt, von Fr. v. Arnstädt, Cramer, Basedow, Funke, Gieseke, Stahe, Stockhausen, Young u.a. Es folgen die Schriften Metas: Briefe von Verstorbenen an Lebendige. Der Tod Abels, ein Trauerspiel. Zwey geistliche Gesänge. Fragment eines Gesprächs. Ein Brief über die Moden. Von der besten Art über Gott zu denken. Betrachtungen über Julian den Abtrünnigen. Von der Freundschaft. Ein Gespräch von der wahren Hoheit der Seele. (Drei) Gespräche von der Glückseligkeit. 12. Die deutsche Gelehrtenrepublik, ihre Einrichtung, ihre Gesetze, Geschichte des letzten Landtags. Auf Befehl der Aldermänner durch Salogast und Wlemar. Herausgegeben von Klopstock. Vermehrte und verbesserte Auflage.- Goed.IV/1,177,54; Füssel (Göschen) 440 (für Band 1-2 u. 7-12) u. 713-716 (für 3-6); Boghardt/Schmidt 11 (mit XII Vorseiten, nicht VIII), 14 (mit 308 S., s. Bogh./Sch. S. 35), 3076-3079, 28, 30, 32, 33, 34, 35. 3910 gr. Buchnummer des Verkäufers 14637

27.
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Buchbeschreibung: Leipzig Insel-Verlag, 1921. Fester Einband. Zus. über 3200 S. m. zweifarbigen Titeln. Dunkelgrüne flexible Kalbslederbände m. reicher Rückenvergoldung u. roten, goldgeprägten Rückenschildern, goldgeprägtem Monogramm "GK" auf den Vorderdeckeln sowie Kopfgoldschnitt (minimal berieben u. bestoßen). Schönes Exemplar dieser wundervollen Insel-Dünndruckausgabe. Die dekorativen Einbände entwarf E. R. Weiß.- Sarkowski 895 (kennt für diese 1921er Ausgabe keine Ledereinbände!). 1780 gr. Buchnummer des Verkäufers 11163

28.

Wanderungen an der Nord- und Ostsee. 2 Abtheilungen in 1 Bd.

KOBBE, THEODOR v. u. CORNELIUS, WILHELM.
(Hamburg, HH, Germany)
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Buchbeschreibung: Leipzig G Wigand (), 1841. Fester Einband. Gr.-8°. 2 Bl., 116 S.; 128 S., zus. 30 Ansichten in Stahlstich. (Das malerische und romantische Deutschland 10). Hldrbd der Zeit mit Rückenvergoldung an Kopf und Fuß, goldgeprägtem Rückenschild und marmorierten Deckelbezügen (etwas berieben, Vorsätze leimschattig, Text gering braunfleckig, Tafeln wenig fleckig, nur die manchmal fehlenden dünnen Überleger etwas stärker braunfleckig). Erste Ausgabe.- Mit malerischen Ansichten von der Nordsee: Hamburg (3: An der Alster. Das Blockhaus. Von der Elbe gesehen), Helgoland (3), Wyck auf Föhr, Wangerooge, Norderney (2), Bremerhaven, Bremen, Altona, Cuxhaven und Neuwerk, alle gezeichnet von dem Hamburger Maler Johann Heinrich Sander (1810 - 1865), gestochen von A. H. Payne, J. Gray, Grünewald & Cook u.a. sowie weiteren Ansichten von der Ostsee: Das königliche Schloss zu Königsberg vom Schlossteich gesehen, die Langgasse in Danzig mit dem Rathausturm, Danzig, Kloster Oliva bei Danzig, Stettin vom Logengarten gesehen, Greifswald, Ruinen des Klosters Eldena, Stralsund von der alten Fähre aus gesehen, Arcona, Kleine Stubbenkammer auf Rügen, Vitte bei Arcona, Ruinen des Schlosses Balca, Schloss Puttbus, der Heilige Damm bei Doberan und Lübeck, 14 davon gezeichnet von Bernhard Peters (1817 - 1866), die Lübeckansicht von dem Lübecker Carl Julius Milde (1803 - 1875), gestochen von H. Winkles, A. H. Payne u.a. 650 gr. Buchnummer des Verkäufers 15048

29.
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Buchbeschreibung: London William Tegg (), 1869. Fester Einband. Vortitel, XII S., 5 Bl. Inhalt, 268 S., mit Buchschmuck (Kopfleisten, Initialen, Vignetten etc.) in Holzschnitt, 5 kleinen Textillustrationen in Holzstich von Cruikshank, Frontispiz mit dem handkolorierten Portrait des Barons (Pflasterkopf-Frontispiz) in Stahlstich, 22 Stahlstiche auf 21 (2 doppelblattgroße) Tafeln. OLnbd mit goldgeprägter Rückenillustration und Rückentitel in Goldprägung, blindgeprägter Deckelrahmung, vorn eine Deckelillustration in Goldprägung mit dem "Pflasterkopf" Münchhausens (Kanten etwas berieben und bestoßen, Rücken ausgebessert, der originale Rückenbezug leicht beschnitten wieder aufgezogen, gering braunfleckig). Neudruck der Ausgabe von 1868, um ein "curious engraving" vermehrt.- Rudolf Erich Raspe (1736 - 1794) war ein durchaus verdienstvoller deutscher Gelehrter auf den Gebieten der Geologie, Kunst und Literatur. Aus Deutschland mußte er fliehen, weil er aus dem ihm anvertrauten Museum Fridericianum in Kassel wertvolle Münzen gestohlen hatte, um seinen aufwendigen Lebensstil zu finanzieren. In England erwarb er sich Meriten als Übersetzer (unterstützte die Forsters bei der Übersetzung ihres Reiseberichts, übersetzte Lessings "Nathan" ins Englische) und als Herausgeber von alten Manuskripten zur Ölmalerei und Kunst. Außerdem katalogisierte er die Sammlung von James Tassie (16000 Gemmen und Kameen), erschloß Minen in Cornwall, erfand die Härtung von Stahl durch Wolfram etc. Sein größtes Werk, das ihn allerdings erst viel später berühmt machen sollte, waren die Lügengeschichten des Barons Münchhausen, deren erste er 1785 niederschrieb und 1786 anonym bei Smith (später Kearsley) in London veröffentlichte. Von Auflage zu Auflage hat Raspe das Buch erweitert, vor allem um Anekdoten, die das Inselpublikum besonders interessierten. 1792 erscheint in einem anderen Verlag (Symonds) ebenfalls anonym ein zweiter Band "The Sequel to the Adventures of Baron Munchhausen", der, wie man heute annimmt, ebenfalls von Raspe verfaßt worden ist. Seit etwa 1810 werden beide Teile des englischen "Münchhausen" - wie hier - zusammen angeboten. Vorliegende Ausgabe enthält auch "the whole of the illustrations, both of the original edition and of the "'Sequel'" und ist damit "more complete, in every way, than any which has preceded it" (aus dem bibliographischen Vorwort).- Wackermann 3.75; Gehrmann 119. 501 gr. Buchnummer des Verkäufers 14432

30.

Ritter Elidouc. Eine altbretannische Sage. 3 in 1 Bd.

FOUQUÉ, FRIEDRICH DE LA MOTTE.
(Hamburg, HH, Germany)
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Buchbeschreibung: Leipzig C H F Hartmann, 1822. Fester Einband. Titel, 228 S., 1 Bl. weiß; Titel, 181, (1) S. (ohne Lage E = S. 65 - 80 !); Titel, 335, (1) S. Späterer Hlnbd mit goldgeprägtem Rückentitel (leicht berieben, hinterer Deckel mit Druck- und Stoßdelle, vorderer Deckel am Kopf mit Feuchtigkeitsspur, Titel mit kleiner Überklebung eines Lochs im Papier u. gebräunt, meist etwas, stellenweise aber auch etwas stärker braunfleckig, leichte Gebrauchsspuren; in Band 2 fehlen die 16 Seiten der Lage E). Seltene erste Ausgabe.- Der Berliner Romantiker Friedrich de la Motte Fouqué (1777 - 1843) hat sich bei seinen Romanen und Dichtungen immer wieder "von fremden alten Fabeln anregen (lassen): Die Lust am labyrinthischen Ausspinnen, am Schmücken und unendlichen Andeuten, ist eine seiner Hauptwesenszüge. Nach einem Lais der Marie de France und einer Erzählung Gottfrieds von Monmouth schreibt er . seinen 'Ritter Elidouc'". Der Roman sei leider, so moniert Arno Schmidt in seinem "Fouqué", "flüchtig gearbeitet, (doch) selbst in seinem vorliegenden unvollkommenen Zustand vermittelt er einen großen Begriff von dem, was Fouqué bei einiger Sorgfalt daraus hätte machen können. Schon das Thema des Ritters zwischen zwei Frauen war ihm ja wie auf den Leib geschrieben, und die Beschränkung auf zwei große Schauplätze - Bretagne und Britannien - hätte ihn zu heilsamer Konzentration gezwungen. Schon so sind ihm wahrhaft dichterische Bilder" und "sprachliche Kleinode" gelungen, sodaß Schmidt wohl mit Recht dafür eintritt, diesen Roman in eine zukünftige Auswahl aus Fouqués Werken aufzunehmen und ihn zum "Gegenstand sorgfältigerer Untersuchung und Quellenforschung" zu machen.- Goed. VI,128,118 (fälschlich mit dem Erscheinungsdatum 1823); Schmidt 697,1822. 515 gr. Buchnummer des Verkäufers 13099

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