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Fragebogen für Büchernarren:
Monika Felten
Morgens wird geschrieben, nachmittags steht "Familie" auf dem Programm. Monika Felten über ihre
Vorbilder, die klassische Fantasy und überschätzte Bücher.
Die Autorin engagiert sich in der Jury unseres
Abebooks-Autorenwettbewerb Die Rote Feder.
Welche Romanfigur in der Literatur hätten Sie selbst gerne erfunden?
Felten: Gollum aus Der Herr der Ringe.
Ihre Lieblingsautoren?
Felten: J.J.R. Tolkien und
Marion Zimmer Bradley.
Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Felten: Harry Potter und der Gefangene von Askaban.
Ihr Lieblingsbuch in der Kindheit?
Felten: Hanni und Nanni
(Ich habe selbst eine Zwillingsschwester).
Welche Romanfigur wären Sie gerne?
Felten: Arwen Abendstern.
Einer der besten "ersten Sätze" oder Romananfänge, den Sie je gelesen haben, lautet:
Felten: "Die Mauer ragte schwarz gegen den Nachthimmel auf, nicht mehr als ein Schatten, dessen Umrisse
die Sterne auslöschten, die wie kleine blankpolierte Augen am Firmament standen; ein finsteres Loch, dass
jemand in den Himmel gestanzt hatte ..." (Aus: Die Töchter des Drachen)
Das ist nun nicht DER beste Romananfang schlechthin aber einer, wie ich sie besonders liebe. Wunderbar stimmungsvoll.
Welches ist das größte Klischee, welches Ihrer Meinung nach mit dem Schreiben von Büchern verbunden ist?
Felten: Das Lesungen langweilig und angestaubt sind.
Welche Romanleiche modert in Ihrem Keller und wie heisst sie bzw. könnte sie heißen?
Felten: Ich habe zur Zeit nur ein einziges unvollendetes Werk in der Schublade. Es trägt den Titel
Zeit der fünften Sonne und soll mal ein phantastischer Roman aus dem Zeitalter der Azteken werden.
Welche drei Bücher würden Sie auf die einsame Insel mitnehmen?
Felten: Mit Sicherheit einen Survival-Ratgeber
(Da mir bisher der Anlass fehlte, habe ich gerade
keinen Titel parat). Den Schwarm,
weil man sich damit angeblich gegen Tsunamis schützen kann, und
ein leeres Buch mit 1000 Seiten zum Selbstbeschriften.
Bald ist wieder Valentinstag. Böse Zungen behaupten ja, der "Feiertag der Verliebten" sei
allein eine Erfindung der Floristenlobby - doch gibt es vielleicht einen Liebesroman oder eine
Liebesgeschichte, die Sie aus vollem Herzen empfehlen können?
Felten: Spontan würde ich Titanic nennen,
aber das ist leider ein Film.
Andere gehen morgens ins Büro oder in den Betrieb - Wie fängt bei Ihnen ein Arbeitstag an?
Felten: Nach dem Aufstehen (das bei mir, für einen Schriftsteller, erschreckend früh sein muss) sorge
ich dafür, dass meine drei Männer pünktlich aus dem Haus kommen. Wenn dann Ruhe im Haus einkehrt, kann
ich mich ganz der Arbeit widmen und ziehe mich an den PC zurück.
Wie koordinieren Sie Arbeit und Familie?
Felten: Durch Arbeitsteilung.
Morgens Arbeit, nachmittags Familie. Das lässt sich natürlich nicht immer so strikt einhalten,
aber ich bemühe mich, dass keines von beiden zu kurz kommt.
Haben Sie beim Schreiben bestimmte Rituale?
Felten: Eigentlich nicht.
Sie haben eigentlich einen ganz anderen Beruf gelernt. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Felten: Über das Lesen.
Mit 16 Jahren habe ich meine Liebe zur Fantasy entdeckt und so ziemlich alles gelesen, was dazu auf dem
Markt war. In den folgenden 16 Jahren kamen da schon einige hundert Bücher zusammen.
Dabei entwickelten sich natürlich Vorlieben und Abneigungen und allmählich reifte die Idee heran,
ein Buch zu schreiben, wie ich es selbst am liebsten lesen würde.
Einen alten Kindheitstraum aufgreifend (ich wollte schon in der Grundschule Schriftstellerin werden),
habe ich mich mit 32 schließlich dran gewagt, einen eigenen Roman zu schreiben.
Sammeln Sie Bücher zu bestimmten Themen? Wenn ja, zu welchen?
Felten: Nein.
Wie viele Bücher lesen Sie im Monat ungefähr?
Felten: 0,047 - Tendenz sinkend.
Nachdem ich 1998 mit dem Schreiben begann, habe ich für mich selbst nur noch ein einziges Buch gelesen.
Dazu kommen die ersten drei Harry-Potter-Bände, die ich meinen beiden Jungs vorgelesen habe.
Da ich meine ganze Freizeit inzwischen dem Schreiben widme, bleibt mir leider keine Zeit mehr, in
Ruhe ein gutes Buch zu lesen.
Welchen Autor möchten Sie ganz persönlich empfehlen?
Felten: Markus Heitz.
Welchen Autor halten Sie für überschätzt?
Felten: Vor ein paar Wochen hatte ich Naddels Kochbuch in den Händen ...
Können Sie Bücher wegwerfen?
Felten: Selbstverständlich.
Ich hebe nur ganz wenige Dinge auf. Auch Bücher nicht.
Einfach wegwerfen kann ich sie allerdings nicht, entweder sie landen auf dem Flohmarkt oder gehen zur Spende.
Welches Buch hat Sie besonders geprägt?
Felten: Das ist schwer zu sagen. Vom Genre her ist natürlich Tolkiens Der Herr der Ringe zu nennen.
Da kommt wohl kaum einer dran vorbei, der klassische Fantasy schreibt. Ich spüre aber immer wieder, dass fast
alle Bücher, die ich gelesen habe, ihre Spuren bei mir hinterließen.
Die Arbeit mit mehreren Protagonisten und Handlungssträngen hat mich z.B. schon Jahre vor der Tolkien-Lektüre
in einer Magira-Taschenbuchreihe fasziniert, und Marion
Zimmer Bradley weckte in mir das Faible für feminine Fantasy.
Was tun Sie am liebsten an einem freien Nachmittag?
Felten: Ich arbeite im Garten. Dabei kann ich herrlich entspannen und die Natur genießen.
Welche magische Gabe würden Sie gerne besitzen?
Felten: Alle unheilbaren Krankheiten zu heilen.
Was schätzen Ihre Freunde an Ihnen am meisten?
Felten: Zuverlässigkeit.
Ihre Lieblingsmusik?
Felten: Das ist bei mir sehr stimmungsabhängig. Die Vorlieben reichen von Country- und Westernmusik
über Bruce Springsteen bis hin zu Green Day oder Pink.
Ihr Leib- und Magengericht? Ihr Lieblingsgetränk?
Felten: Am liebsten esse ich Steaks (vom Rind). Dazu einen Salat, eine Baked Potato oder auch nur Knoblauchbrot.
Im Winter bevorzuge ich heiße Schokolade mit Sahne.
Im Sommer trinke ich am liebsten Cola.
Ihr Lebensmotto?
Felten: Wenn dir das Leben eine Zitrone schenkt, mach Limonade daraus.
Ihr nächstes Ziel?
Felten: Die Feuerpriesterin so zu schreiben, dass sie den Erwartungen gerecht wird.
In 2005 kommen zwei neue Bücher von Ihnen heraus, Die Feuerpriesterin und
Rätsel um White Lady. Wie werden Ihre Reihen damit fortgeführt? Planen Sie schon eine neue Saga?
Felten: Von Geheimnisvolle Reiterin wird es Anfang 2006 noch einen fünften und letzten Band geben.
Damit ist die Serie dann vorerst abgeschlossen.
Auf Die Feuerpriesterin folgt im Oktober 2006 noch ein dritter und letzter Band, der die erste Trilogie um
Das Erbe der Runen in dieser Form abschließt.
Was danach kommt, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Es wartet ja auch noch etwas in der Schublade ...
[aufgezeichnet von Angela Reinhardt & Tanja Hagedorn]
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Kurzbiographie Monika Felten
Die Schöpferin der "Elfenfeuer"-Trilogie und Mutter zweier Kinder ist ausgebildete technische
Zeichnerin und begann zu schreiben, als ihr vor 7 Jahren betriebsbedingt gekündigt wurde. Mit
Erfolg - bereits zweimal gewann sie den "Deutschen Phantastik Preis".
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