In kondensierter Materie vernichten zunächst schnelle Positronen, nachdem sie Equi librium mit der Umgebung erreicht haben. Die Wechselwirkung von Positronen mit Materie unterliegt den Gesetzen der gewöhnlichen Quantenmechanik. Feldtheorie und Antiteilcheneigenschaften treten nur in den Vernichtungsprozess ein, der zur Entstehung energetischer Photonen führt. Die Überwachung der Vernichtungsstrahlung durch nuklearspektroskopische Methoden liefert wertvolle Informationen über das Elektronen-Positronensystem, die direkt mit der elektronischen Struktur des Mediums in Verbindung gebracht werden können. Da das Positron ein positives Elektron ist, ist sein Verhalten in Materie besonders für Festkörper- und Atomphysi Zisten interessant. Die kleine Masse garantiert, dass das Positron wirklich ein quantenmechanisches Teilchen ist und sich völlig von allen anderen Teilchen und Atomen unterscheidet. Die Positronenphysik begann vor etwa 25 Jahren, aber Entdeckungen neuer Merkmale in ihrer Interaktion mit Materie haben kontinuierliches Interesse und zunehmende Aktivität auf diesem Gebiet aufrechterhalten. Heutzutage wird es Teil des "Stock-in-Trade" der experimentellen Physik.
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