Eine große Menge an Informationen über mögliche Ursachen von Krebs wurde sowohl durch klinische Erfahrung beim Menschen als auch durch Beobachtungen in Tierversuchen kumuliert. Es besteht allgemeine Übereinstimmung, dass Krebs in den meisten Fällen auf exogene Faktoren zurückzuführen ist, obwohl auch die genetische Disposition eine wichtige Rolle spielen kann. Drei Hauptkategorien exogener Risikofaktoren wurden identisch identifiziert, nämlich Chemikalien, Strahlung und Viren. Grundsätzlich sollte es möglich sein, Krebs durch Eliminierung solcher Risikofaktoren zu verhindern. Trotz der schnell wachsenden Zahl etablierter Risikofaktoren sind jedoch viele Mängel in unserem Verständnis der Ursachen von menschlichem Krebs und bei der Einführung wirksamer Präventionsmaßnahmen offensichtlich. Neben offensichtlichen Lücken in unseren wissenschaftlichen Erkenntnissen behindern Unzulänglichkeiten im persönlichen Lebensstil, der unverantwortliche Umgang mit Umweltschadstoffen und in einigen Bereichen auch Mängel in politischen Entscheidungen die Beseitigung von Risikofaktoren für Krebs ernsthaft. Vor diesem Hintergrund veranlasste die Kommission die Koordinierung der Krebsforschung in den GroBforschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland, eine Konferenz über Strategien zur Beseitigung von Krebsrisiken zu organisieren. Die Konferenz fand im Juni 1986 in Heidelberg statt. In Bereichen, die für die öffentliche Gesundheit besonders relevant zu sein schienen, stellten Autorinnen und Redner den Stand der Technik vor und bereiteten die Grundlage für die Diskussion. Sowohl die Präsentationen der Referenten als auch die Zusammenfassungen der Diskussionen sind in diesem Buch enthalten.
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