Südostasien hat zwar nicht die Schlagzeilen von vor zehn bis zwanzig Jahren, aber in der globalen Politik wichtig. Vietnams Herrschaft über Indochina zum Beispiel hat die Region polarisiert, der Sowjetunion neuen regionalen Zugang gewährt und die militärische Bedrohung für Thailand vergrößert. Aufständische Bewegungen, die von der radikalen Linken oder Rechten unterstützt werden, plagen weiterhin Regierungen. Die Straße von Malakka, die Hauptseestraße durch Südostasien, bietet der US-Pazifikflotte den primären Zugang zum Indischen Ozean und zum Nahen Osten und ist Japans Öllebensader. Die kommerziellen und militärischen Interessen der USA bleiben auf den Philippinen stark und expandieren in Indonesien, dem fünftgrößten Land der Welt (mit einer Bevölkerung von etwa 170 Millionen Menschen), während Thailand, Malaysia und Singapur Quellen für Investitionen, Rohstoffe und potenzielle Märkte sind. Thailand, einst eng mit den Vereinigten Staaten verbündet, hat diese Beziehungen angesichts der Expansion Vietnams erneut erneuert. Dieses umfassende, aktuelle Lehrbuch analysiert Südostasien im Kontext regionaler und globaler politischer Systeme, sowohl traditionell als auch zeitgenössisch. Nach einem Blick auf die traditionellen Muster zwischenstaatlicher Beziehungen in der Region zeigt Professor McCloud, dass Südostasien vom globalen System abhängig war und bleibt. Er identifiziert jedoch auch eine neotraditionelle Strömung in der zeitgenössischen südostasiatischen Politik, da Elemente traditioneller Überzeugungen und Werte sich in Politik und Praxis wieder behaupten, die Muster des zwischenstaatlichen Verhaltens in der Region neu definieren und die Grenzen der Abhängigkeit vom globalen System setzen. Das Buch ist als Primärtext für Kurse über die Geschichte oder Politik Asiens oder Südostasiens, regionale Entwicklung und Integration und die Rolle Südostasiens in der Weltpolitik gedacht. Es wird auch in Umfragekursen in Asienstudien, Vergleichspolitik und Entwicklung der Dritten Welt nützlich sein.
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