Das Hauptziel dieses Buches ist es, eine aktuelle Umfrage über die schnell fortschreitende Krebstherapie zu bieten. Da sich unser Wissen in diesem Bereich schnell weiterentwickelt, sind einige Daten während des Prozesses der Buchbearbeitung veraltet. Unser Verständnis der Mechanismen, die an der Krebsentstehung und -progression beteiligt sind, erlebte im letzten Jahrzehnt eine beispiellose Expansion und eröffnete eine neue Ära der Krebsbehandlung - gezielte Therapie. Der Anstieg in diesem Bereich resultiert nicht zuletzt aus Studien, die von grundlegenden Gesundheitswissenschaftlern und klinischen Forschern gemeinsam durchgeführt wurden. Es ist unsere Hoffnung, dass dieses Buch dazu beitragen wird, die Zusammenarbeit zwischen Ermittlern in diesen beiden Disziplinen noch weiter zu fördern. Das Ziel von Rapamycin (TOR) wurde rst identi ed in Saccharomyces cerevisiae und anschließend bei Säugetieren (mTOR) als konservierte atypische Serin/Threonin-Kinase. In Säugetierzellen existiert mTOR in mindestens zwei Multiproteinkomplexen, die eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der zellulären Homöostase und des Überlebens spielen. Wie in vielen anderen Bereichen der Wissenschaft war die Entdeckung der TOR-Signalgebung zufällig. Rapamycin wurde als Produkt der Bodenbakterien Streptomyces hygroscopicus, identi ed in einer Bodenprobe der Insel Rapa Nui (Osterinsel) isoliert. Rapamycin wurde zunächst als starkes Antimykotikum und als nächstes als immunsuppressives Medikament entdeckt. Erst später wurde festgestellt, dass es in nicht-klinischen Modellen als Antitumormittel aktiv ist; obwohl es für diese Indikation nicht entwickelt wurde. Die Geschichte von Rapamycin stellt eines der ersten Beispiele für chemische Genetik dar.
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