Die meisten Studien zur autonomen Innervation der glatten Muskulatur haben sich auf die kurzfristigen Mechanismen konzentriert, die an der Neurotransmission unter physiologischen und pathophysiologischen Bedingungen beteiligt sind. Jüngste Beobachterungen der langfristigen Plastizität dieses Systems, d. h. seine Fähigkeit zur Regeneration und zur kompensatorischen Veränderung des Innervations- und Expressionsmusters von Cotransmittern und Rezeptoren im Altern, nach Operationen, Traumata oder bei Krankheiten, haben jedoch gezeigt, dass ein Verständnis der beteiligten Mechanismen die Gestaltung therapeutischer Regime beeinflussen könnte. Es gibt zunehmend Hinweise auf eine langfristige Kommunikation zwischen Nerven und glatten Muskelzellen während der Entwicklung und während des gesamten Erwachsenenlebens. Bis heute haben die trophischen Wechselwirkungen zwischen Nerven und Atemwegsmuskulatur wenig Interesse geweckt, daher stammen viele der hier präsentierten Informationen aus Studien mit anderen glatten Muskeln. Die Fragen zu trophischen Interaktionen während der Entwicklung gelten jedoch genauso für Neuroeffektorsysteme der glatten Muskeln der Atemwege wie für andere autonome Neuroeffektorsysteme. Diese i) Woher wissen sich entwickelnde Nervenfasern, wohin sie gehen müssen und wie erreichen sie ihre Zielstellen? ii) Was bestimmt die Dichte und das Muster der inneren Vation beim Erreichen des Effektors? iii) Wie überleben die Nerven und behalten ihre Position bei, sobald sie sich etabliert haben? iv) Welche Faktoren beeinflussen die neurochemische Differenzierung, so dass genetisch multipotentielle Neu-Rone ausgelöst werden, um einen oder Kombinationen von Neurotransmit-Ters zu synthetisieren? v) Welchen Einfluss haben Nerven auf Struktur, Funktion und Rezeptorexpression ihrer Effektorzellen? vi) Wie unterbrechen Krankheiten diese Prozesse? - siehe [1].
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