warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien 2001 252 S. Taschenbuch S. FISCHER,
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Clifford Stoll, geboren 1951, ist Astronom und wurde einer breiten Öffentlichkeit mit seinen Bestsellern "Kuckucksei" und "Wüste Internet" als Buchautor und Spezialist für Datenschutz und Computersicherheit bekannt. Er kennt das Datennetz so lange und so gut wie kaum ein anderer. Schon 1972 war er am Aufbau des "Arpanet" beteiligt, einem Vorläufer des heutigen Internet. Stoll lebt mit seiner Familie bei San Francisco.
Zugegeben, ich bin kritisch, was Computer betrifft, aber ich bin kein Feind von Technologie. Ich habe auch keine Probleme mit Computern, schließlich programmiere ich sie seit Mitte der 60er Jahre. So wie andere Sklaven am Modem hängen, verbringe ich Stunden um Stunden vor dem Monitor.
Allerdings macht mir eine Kultur Gänsehaut, in der Computer wie Heiligtümer verehrt werden. Ich mache mir Sorgen über den naiven Glauben an die leeren Versprechungen des Computerkults und an eine Technologie, die als Füllhorn guter Gaben gesehen wird, für die man keinen Pfennig bezahlen muss.
Darüber hinaus habe ich Bedenken, dass Computer und Netzwerke wegen ihres "offensichtlichen" Nutzens angepriesen werden - aber hauptsächlich dem Vergnügen dienen. Nun mag es ja nicht falsch sein, einen Abend online zu verbringen, aber wenn man ehrlich ist, kann man kaum behaupten, dass drei Stunden mit dem Computerspiel Myst nützlich sind oder einen weiterbilden.
Es wäre am einfachsten für mich, mich den Massen anzuschließen und über die neuesten Errungenschaften der Elektronik zu jubeln. Ich bin seit Mitte der 70er Jahre im Internet und habe mit dazu beigetragen, dass es aus einem unbedeutenden R&D-Projekt [Fußnote: R&D = Research and Development: Forschung und Entwicklung] zu einem weltweiten Kommunikationsmittel geworden ist. Ich nehme die vielen vernünftigen Online-Projekte durchaus wahr. Jeden Tag hört man aufgeregte Reporter von den neuesten Websites berichten und trifft auf Menschen, die einem erzählen, wie das Internet ihre Probleme gelöst hat. Ich benutze es auch - für meine Arbeit als Astronom.
Wenn Ihnen die überschwänglichen Lobgesänge auf die herrliche Welt der Computer und des Internets noch nicht genug sind, dann blättern Sie in einem x-beliebigen Computermagazin, oder schauen Sie im Fernsehen die Kriegsberichte von der Elektronikfront an.
Es ist einfach, von der Schnelligkeit von Computern zu reden, von Speichergrößen und irgendwelchem neuen Zubehör. Viel schwieriger ist es, sich mit dem Ärger herumzuschlagen, den sie mit ihren Kosten (sowohl den direkten als auch den indirekten) und Nebeneffekten erzeugen. Diese Schattenseiten könnten jedoch wichtiger sein als der hoch gepriesene Nutzen. Was geht verloren, wenn wir neue Technologien einführen? Wer wird an den Rand gedrängt? Welche Dinge von Wert gehen unter?
Ich sehe meine Rolle darin, zu den utopischen Träumen einer digitalen Wunderwelt einige skeptische Anmerkungen beizutragen - auch wenn ich damit vielleicht keinen Erfolg haben werde. Denn ich glaube, dass auch wir "Techies", wir Anhänger der Technologie verpflichtet sind, gegen aufgeblasene falsche Versprechungen und maßlose Übertreibungen vorzugehen.
Ich möchte betonen, dass ich mich als Skeptiker sehe und nicht als Zyniker. Mit einem "Ich glaube einfach gar nichts von all dem Zeug ..." zynisch zu reagieren ist sehr leicht: Man kann online unzählige zynische Botschaften lesen, die an den Staat, die Kirchen und die Politiker gerichtet sind. Aber aus Zynismus erwächst nur Ernüchterung und Untätigkeit.
Umgekehrt erwarte ich auch, dass man mir gegenüber skeptisch ist. Ich glaube sicher nicht, mit einem Schlag den Knoten durchhauen zu können, und bin oft verblüfft, wenn nicht gar völlig verunsichert. Ich möchte nicht jedermann davon überzeugen, dass ich Recht habe, sondern vielmehr eine breitere Diskussion darüber anregen, was Computer uns versprechen und was sie uns nehmen.
Dieses Buch ist daher kein Manifest gegen die Technologie. Ich habe selbst mehrere Computer und benutze sie auch regelmäßig. Ich habe nicht vor, meinen Laptop aus dem Fenster zu werfen und in einer Höhle zu leben, obwohl ich noch eine Karbidlampe aus meiner Zeit als Höhlenforscher aufbewahre. Meine Skepsis entsteht aus meiner Liebe zum Computer, aus dem Wunsch, unsere technologische Welt menschengerechter zu machen, anstatt die Menschen maschinengerechter.
Viele meiner Anmerkungen beziehen sich auf die Verwendung von Computern in Erziehung und Ausbildung. Ich tue es mit einem Achselzucken ab, wenn Firmen ein Vermögen für fragwürdiges technisches Brimborium verschwenden, aber ich werde wütend, wenn unsere Schulen auf dem Altar der Technologie geopfert werden. Ganze Scharen von Lehrern und Ausbildern rennen wie die Lemminge dahinter her, dass ihre Schule verkabelt und vernetzt wird. Eltern strahlen, wenn sie ihre Kreditkarte zücken, um für ihre Kinder elektronische Maschinen zu kaufen, und meinen, das garantiere die schnelle Lösung aller Probleme oder den Blitzstart für die Karriere. Inzwischen müssen sich Lehrer mit der Forderung auseinandersetzen, sie sollen "Computerwissen" vermitteln, während sie sich zur gleichen Zeit mit halbgebildeten Schülern herumschlagen müssen, die zwar darauf brennen, am Computer zu spielen, aber nicht in der Lage sind, ein Buch zu lesen.
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