Die Rhetorik erscheint abwechselnd als Stütze oder als Bedrohung des Grundanliegens jeder Theologie, Gott zu versprachlichen. Damit stellte und stellt sie das Christentum - wie auch andere monotheistische Religionen - vor besondere Herausforderungen. Zwei Punkte sind dabei von besonderer Wichtigkeit: zum einen das Verhältnis der Religion zum Ästhetischen und zum Säkularen, zum anderen die kulturell unterschiedlichen Entwicklungen innerhalb der europäischen Christentumsgeschichte. In der Zusammenarbeit von Religionswissenschaft, Literaturwissenschaft und Theologie lassen sich diese unterschiedlichen Verschränkungen von Religion und Rhetorik beschreiben und Konfliktfelder herausarbeiten, und zwar in systematischer wie in historischer Perspektive.
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Prof. Dr. Holt Meyer lehrt Slawistische Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt, Prof. Dr. Dirk Uffelmann Ost-Mitteleuropa-Studien an der Universität Passau.
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