Greg Bears neuer, genialer Wissenschafts-Thriller, die spannende Fortsetzung von „Das Darwin-Virus“. Ein packender Roman über eine wissenschaftliche Entdeckung, die alles infrage stellt, was wir über Herkunft und Schicksal des Menschen zu wissen glauben, und die Welt für immer verändern wird. Ein fesselnder Science-Thriller, der an die Grenzen der Wissenschaft geht.
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Greg Bear wurde 1951 in San Diego geboren und studierte dort englische Literatur. Seit 1975 als freier Schriftsteller tätig, gilt er heute als einer der ideenreichsten wissenschaftlich orientierten Autoren der Gegenwart. Etliche seiner Romane wurden zu internationalen Bestsellern.
"Wo Michael Crichton aufhört, fängt Greg Bear an!"
New York Review
"Ein mehr als packender Wissenschafts-Thriller! Nahe an der Gegenwart, nahe an der Realität."
Bayerischer Rundfunk
1. Spotsylvania County, Virginia
Die Dunkelheit und Stille der frühen Morgenstunden umhüllten das Haus. Leicht benommen, nach nur drei Stunden Schlaf, stand Mitch Rafelson mit einem Becher Kaffee auf der hinteren Veranda. Durch das Zwielicht des Himmels drang immer noch der Glanz der Sterne. Einige Motten und Käfer summten hartnäckig um die Lampe auf der Veranda herum. Waschbären hatten sich hinten am Mülleimer zu schaffen gemacht, waren aber schon vor Stunden schimpfend und miteinander balgend wieder abgezogen, da die Kettensicherung ihnen das Spiel verdorben hatte.
Die Welt wirkte leer und neu.
Mitch stellte seinen Becher in die Küchenspüle und kehrte ins Schlafzimmer zurück. Kaye schlief noch. Vor dem Spiegel über der Kommode rückte er seine Krawatte zurecht. Krawatten wirkten bei ihm immer irgendwie deplatziert. Angesichts des Jacketts, das trotz seiner breiten Schultern schlotterte, des viel zu weiten Hemdkragens und der überlangen weißen Hemdsärmel, die unter dem Aufschlag seines Mantels zu sehen waren, verzog er das Gesicht.
Gestern Abend hatten sie miteinander gestritten. Mitch, Kaye und Stella, ihre Tochter, hatten bis zwei Uhr früh in dem kleinen Schlafzimmer zusammengesessen und versucht, ein klärendes Gespräch zu führen. Stella fühlte sich isoliert. Sie wollte, musste mit jungen Menschen zusammenkommen, die so waren wie sie. Dies war eine durchaus vernünftige Einstellung, aber sie hatten keine Wahl.
Es war nicht die erste Auseinandersetzung dieser Art gewesen und sicher auch nicht die letzte. Kaye begegnete solchen Konfrontationen immer mit bemühter Gelassenheit, während Mitch lieber auswich und Ausflüchte suchte. Und natürlich waren es Ausflüchte, denn er hatte keine Antworten auf Stellas Fragen und konnte ihren Argumenten eigentlich nichts entgegensetzen. Beide wussten sie, dass Stella irgendwann mit Menschen ihrer Art zusammen sein und ihren eigenen Weg finden musste.
Schließlich war es Stella zuviel geworden. Als sie in ihr Zimmer marschiert war und die Tür hinter sich zugeknallt hatte, waren Kaye die Tränen gekommen. Mitch hatte sie im Bett an sich gedrückt, bis sie allmählich in einen unruhigen Schlaf gefallen war. Er war wach geblieben, hatte auf die dunkle Zimmerdecke gestarrt, das Spiel der Lichter verfolgt, als draußen auf der Landstraße ein Lastwagen vorbeirumpelte, und sich wie immer gefragt, ob der Lastwagen in ihre Auffahrt einbiegen würde, um ihre Tochter abzuholen und das Kopfgeld einzukassieren oder sogar noch Schlimmeres anzurichten.
Er konnte sich selbst in diesen Klamotten, die Kaye in Anspielung auf Mr. Smith goes to Washington seine Mr. Smith-Verkleidung nannte, nicht ausstehen. Er hob eine Hand hoch, drehte sie und musterte die Handfläche, die langen, starken Finger und den Ehering, den er trug, obwohl Kaye und er keinen amtlichen Trauschein besaßen. Seine Hände hatten etwas Grobes.
Die Fahrt in die Hauptstadt, das Passieren all dieser Kontrollen mit einem Schriftstück, das ihn als Mitarbeiter des Repräsentantenhauses auswies, waren ihm zutiefst zuwider. Im Schritttempo vorbei an all den mit Soldaten bemannten Lastwagen der Armee, deren Einsatz verzweifelte Eltern davon abhalten sollte, Selbstmordattentate zu begehen. Das war seit dem Frühjahr schon dreimal geschehen.
Und jetzt kamen noch die Vorfälle in Riverside in Kalifornien hinzu.
Mitch ging zur linken Bettseite hinüber, flüsterte »Guten Morgen, Liebste« und blieb einen Augenblick stehen, um die Frau, die er liebte, zu betrachten. Seine Augen wanderten vom Ärmel ihres Schlafanzugs zu den schlanken Händen, den gekrümmten Fingern, den bis aufs Fleisch abgenagten Fingernägeln. Jede Falte in der Kunstseide, jedes Spiel des frühmorgendlichen Lichts auf dem Stoff nahm er bewusst in sich auf.
Als er sich zu ihr hinunterbeugte, um sie auf die Wange zu küssen, und die Bettdecke über ihren Arm zog, flatterten ihre Lider, und sie schlug die Augen auf. »Viel Glück«, sagte sie und streichelte seinen Hinterkopf.
»Bin um vier Uhr zurück.«
»Ich liebe dich.« Seufzend kuschelte sich Kaye wieder in die Kissen.
Die nächste Station war Stellas Zimmer. Nie verließ er das Haus ohne diesen vorherigen Rundgang, bei dem er die Bilder seiner Frau, seiner Tochter und des Hauses bewusst in sich aufnahm und in seinem Gedächtnis speicherte. So als könne er diesen Augenblick jederzeit wieder abrufen, falls man ihm all dies nehmen sollte – falls dies der Abschied war. Als würde es im Fall des Falles irgendetwas nützen.
Stellas Zimmer war ein einziges Chaos, das verriet, womit sie sich in Ermangelung wirklicher Freundinnen und Freunde beschäftigte. An die Wand über ihrem Bett hatte sie ein Abschiedsfoto jener berühmt-berüchtigten orange-weiß getigerten Familienkatze gehängt. Aus der Holzkiste quollen kleine Stofftiere, deren Knopfaugen im Halbdunkel geheimnisvoll funkelten. Alte Taschenbücher füllten ein kleines Bücherregal aus Kiefernholz, das Mitch und Stella im vergangenen Winter gemeinsam zusammengenagelt hatten. Stella genoss es, mit ihrem Vater Hand in Hand zu arbeiten, allerdings war Mitch nicht entgangen, dass sie sich mit den Jahren immer weiter voneinander entfernt hatten.
Stella lag auf dem Rücken in einem Bett, das schon seit einem Jahr zu kurz für sie war. Mit elf Jahren war sie fast so groß wie Kaye und mit der schlanken Figur und dem runden Gesicht auf ihre Weise schön. Im Schein der kleinen Nachtlampe schimmerte ihre Haut in blassen Kupfer- und Goldtönen. Ihr Haar war kastanienbraun mit einem Stich ins Rote, von derselben Struktur wie das von Kaye und nicht viel länger als das ihrer Mutter.
Ihre Familie hatte sich zu einem Dreieck entwickelt, das immer noch starken Zusammenhalt hatte, obwohl die drei Seiten Monat für Monat weiter auseinander strebten. Weder Mitch noch Kaye konnten Stella das geben, was sie wirklich brauchte.
Und einander?
Er blickte auf, um den Sonnenaufgang zu betrachten, der sich durch die duftigen weißen Vorhänge vor Stellas Fenster als orangefarbene Linie am Himmel abzeichnete. Gestern Abend hatte Stella, deren Wangen vor Zorn mit Flecken übersät waren, wissen wollen, wann sie ihr erlauben würden, das Haus auf eigene Faust und ohne Make-up zu verlassen, damit sie sich mit Gleichaltrigen treffen konnte. Mit Kindern, die so waren wie sie selbst. Seit ihrer letzten »Verabredung zum Spielen« waren schon zwei Jahre vergangen.
Kaye hatte mit dem häuslichen Unterricht Wunder gewirkt, aber Stella hatte gestern Abend immer wieder und mit wachsender Heftigkeit betont: »Ich bin nicht so wie ihr!« Zum ersten Mal hatte Stella offiziell verkündet: »Ich bin kein menschliches Wesen!«
Aber das stimmte natürlich nicht. Nur Dummköpfe dachten so etwas. Dummköpfe, Scheusale – und ihre Tochter.
Mitch küsste Stella auf die Stirn, ohne dass sie aufwachte. Ihre Haut war warm. Wenn Stella schlief, roch sie nach ihren Träumen. Jetzt roch sie leicht salzig – nach Tränen und Traurigkeit.
»Ich muss los«, murmelte er. Als Wellen goldener Punkte über Stellas Wangen liefen, lächelte Mitch.
Selbst im Schlaf konnte sich seine Tochter von ihm verabschieden.
2. Zentrum zur Erforschung alter Viren, United States Army Medical Research Institute of Infectious Diseases
(USAMRIID), Fort Detrick, Maryland
»Es sind Menschen ums Leben gekommen, Christopher«, sagte Marian Freedman. »Reicht das nicht als Rechtfertigung dafür, dass wir auf der Hut sein und uns sogar ein wenig verrückt verhalten müssen?«
Auf sein gutes Bein gestützt, humpelte Christopher Dicken neben ihr her und starrte auf die Stahltür am Ende des betonierten Ganges. Die Dienstmarke, die ihn als Mitarbeiter des Nationalen Krebsforschungsinstituts, des NCI, auswies, steckte immer noch an der Brusttasche seines Jacketts. Er hielt einen großen Blumenstrauß mit Rosen und Lilien in der Hand. Die Auseinandersetzung zwischen Marian Freedman und ihm hatte schon an der...
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Anbieter: medimops, Berlin, Deutschland
Zustand: acceptable. Ausreichend/Acceptable: Exemplar mit vollständigem Text und sämtlichen Abbildungen oder Karten. Schmutztitel oder Vorsatz können fehlen. Einband bzw. Schutzumschlag weisen unter Umständen starke Gebrauchsspuren auf. / Describes a book or dust jacket that has the complete text pages (including those with maps or plates) but may lack endpapers, half-title, etc. (which must be noted). Binding, dust jacket (if any), etc may also be worn. Bestandsnummer des Verkäufers M03453520351-B
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Bookbot, Prague, Tschechien
Softcover. Zustand: Fine. Gebrochener Buchrucken / Seiten oder Softcover umgeknickt. Amerikanischer Autor, geb. 1951. - Die sensationelle Entdeckung eines Mysteriosen Virus im menschlichen Erbgut, das Tausende von genetisch veranderten Babys hervorbringt. Eine zutiefst verunsicherte Gesellschaft, die diese sogenannten "Darwin-Kinder" verfolgt und wegsperrt. Eine kleine Gruppe Wissenschaftler, die dem engmaschigen Uberwachungsnetz der Regierung entkommt und versucht, das grosste Geheimnis aller Zeiten zu luften. Und der furchtbare Verdacht, dass sich die Welt fur immer verandern wird. Bestandsnummer des Verkäufers 74cd1475-6dab-4f72-a2a0-baa79ad2b137
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: medimops, Berlin, Deutschland
Zustand: good. Befriedigend/Good: Durchschnittlich erhaltenes Buch bzw. Schutzumschlag mit Gebrauchsspuren, aber vollständigen Seiten. / Describes the average WORN book or dust jacket that has all the pages present. Bestandsnummer des Verkäufers M03453520351-G
Anzahl: 7 verfügbar
Anbieter: Celler Versandantiquariat, Eicklingen, Deutschland
Heyne, München, 1976. 64 S. mit zahlr. Bildern, kart., Quart---- Heyne Bildpaperback - 750 Gramm. Bestandsnummer des Verkäufers 1m1451
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Antiquariat am St. Vith, Mönchengladbach, Deutschland
Broschiert. Quart. Heyne Bildpaperback. 63 S. Broschur. Mit zahlr. farb. und schw.-w. Abb. Einband geringf. berieben, gutes Exemplar. Bestandsnummer des Verkäufers 50414
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Chiemgauer Internet Antiquariat GbR, Altenmarkt, BAY, Deutschland
Originalbroschur. Zustand: Sehr gut. ERSTAUSGABE. 64 Seiten. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen. 30 cm Nur der Einband mit leichten Gebrauchsspuren. Sonst SEHR gutes Exemplar der ERSTAUSGABE. Aufgrund der von der Europäischen Union erlassenen Handels-Erschwernisse (die neue europäische Verpackungsverordnung mit extremen Gebühren für Händler) kann in folgende Länder KEIN VERSAND erfolgen: Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Irland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Zypern. Falls Sie eine Rechnungs- und Lieferadresse in DEUTSCHLAND ermöglichen, kann an diese deutsche Adresse OHNE PROBLEME geliefert werden. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 400. Bestandsnummer des Verkäufers 298554
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Chiemgauer Internet Antiquariat GbR, Altenmarkt, BAY, Deutschland
Originalbroschur. Zustand: Wie neu. ERSTAUSGABE. 64 Seiten. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen. 30 cm SEHR gutes Exemplar der ERSTAUSGABE. Aufgrund der von der Europäischen Union erlassenen Handels-Erschwernisse (die neue europäische Verpackungsverordnung mit extremen Gebühren für Händler) kann in folgende Länder KEIN VERSAND erfolgen: Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Irland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Zypern. Falls Sie eine Rechnungs- und Lieferadresse in DEUTSCHLAND ermöglichen, kann an diese deutsche Adresse OHNE PROBLEME geliefert werden. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 400. Bestandsnummer des Verkäufers 295702
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Versandantiquariat Bolz, Bonn, Deutschland
Zustand: Gut bis sehr gut. 559 S., 8°, Taschenbuch, kartoniert 480 gr. guter Zustand (Besitzvermerk, sonst sehr gut). Bestandsnummer des Verkäufers XA2078
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Storisende Versandbuchhandlung, Melle, Deutschland
Zustand: sehr gut. Sprache: deutsch Taschenbuch , Bestandsnummer des Verkäufers 567761
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Celler Versandantiquariat, Eicklingen, Deutschland
Heyne, München, 1975. 64 S. mit zahlr. Zeichnungen, Abbildungen u. Karten., kartoniert., quart.---- Gutes Exemplar. Deutsch von E. v. Kleist - 750 Gramm. Bestandsnummer des Verkäufers 1m3092
Anzahl: 1 verfügbar