Ein faszinierender Dialog
Ein faszinierender Dialog: Matthew Fox, weit bekannter Theologe und Rupert Sheldrake, namhafter Biologe, stellen übereinstimmend fest, dass Engel Realität sind. In den Engeln verkörpert sich eine das Universum, den Kosmos, die gesamte Schöpfung, also auch uns Menschen durchwirkende Intelligenz. Engel begleiten die Evolution des Weltalls, sie inspirieren uns auf dem Weg in die Zukunft. Im Gespräch zwischen Naturwissenschaft und Spiritualität stellt sich die verblüffende Modernität großer Engellehren der Tradition heraus. Erkenntnisse der neueren Kosmologie verdeutlichen, dass Engel viel gewaltigere und mächtigere Wesen sind, als wir je vermuteten.
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Matthew Fox, geb. 1940, ist Theologe und spiritueller Lehrer. Er zählt zu den weltweit bekanntesten Wegbereitern einer ökologischen und kosmologischen Spiritualität. Gründer der "University of Creation Spirituality" in Oakland/Kalifornien. Autor erfolgreicher Sachbücher.
Rupert Sheldrake, geb. 1942, hat Biochemie und Philosophie studiert. Der visionäre Biologe beschäftigt sich mit Grundfragen der Evolution, des Geistes und des Lebens im Universums. Autor bekannter Sachbücher.
Vorwort
Es erscheint immer noch ungewöhnlich, dass sich am Ende des 20. Jahrhunderts ein Wissenschaftler und ein Theologe zusammensetzen würden, um über Engel zu diskutieren. Beiden Disziplinen scheint dieses Thema gegen Ende der Moderne gleichermaßen peinlich zu sein. Doch obwohl die Engel vom wissenschaftlichen und theologischen Establishment ignoriert worden sind, haben jüngste Untersuchungen gezeigt, dass viele Menschen immer noch an sie glauben. Mehr als zwei Drittel der Menschen in den Vereinigten Staaten glauben zum Beispiel an ihre Existenz, und ein Drittel der Bevölkerung behauptet, die Anwesenheit von Engeln schon im eigenen Leben erfahren zu haben. Die Hälfte glaubt an die Existenz von Teufeln.1 - Die Engel bleiben.
In Wissenschaft und Theologie treten wir heute in eine neue Phase ein, und das Thema Engel wird überraschend wieder zeitgemäß. Sowohl die neue Kosmologie als auch die alte Angelologie (Lehre von den Engeln) werfen Fragen bezüglich der Existenz und der Rolle eines Bewusstseins jenseits des menschlichen auf. Daher der Titel dieses Buches: Kosmische Intelligenz. Als wir beide unsere ersten Diskussionen über dieses Thema führten, waren wir fasziniert über die Parallelen zwischen den Aussagen Thomas von Aquins über Engel im Mittelalter und den Aussagen Albert Einsteins über Photonen in diesem Jahrhundert. Das weit verbreitete Wiederaufleben des Interesses an Engeln ist typisch für unsere Zeit. Ein großer Teil dieses Interesses konzentriert sich auf Erfahrungen der Hilfe und Führung in Notzeiten. Es handelt sich dabei um sehr persönliche und individuelle geistige Erfahrungen. Das überlieferte abendländische Verständnis der Engel ist jedoch viel tiefer und umfassender, als dieser moderne Trend nahe legt, und beschäftigt sich vor allem mit der Gemeinschaft der Lebewesen, ihrer Entwicklung und unseren Beziehungen zueinander, zu Gott und zur Welt. Diese Annahmen passen zu einem holistischen und organischen Verständnis der Natur und der Gesellschaft. Darüber hinaus ist es wichtig, die gemeinsamen Erfahrungen anzuerkennen, die in allen Kulturen und Religionen der Welt auftreten, da wir in einem immer kleiner werdenden globalen Dorf leben. Alle Kulturen, wie auch die unsere, nehmen die Existenz von Geistwesen jenseits der menschlichen Ebene an. Wir bezeichnen sie als Engel, doch werden sie in anderen Überlieferungen mit unterschiedlichen Namen benannt. Dabei handelt es sich um eines der grundlegenden Themen in der geistigen und religiösen Erfahrung der Menschheit. Man kann sich eine zwischen diesen Kulturen und Religionen wachsende Tiefenökumene nur schwer ohne eine Anerkennung der Engel in unserer Mitte und der Engel in unseren eigenen Überlieferungen vorstellen.
Die ökologische Krise ist eine weitere Erfahrung, der alle menschlichen Wesen gegenüberstehen und für deren Bewältigung wir alle Weisheit brauchen werden, die wir aufbringen können. Engel könnten uns bei dieser Arbeit helfen und sich als unerlässliche Verbündete erweisen, als wirkliche Schutzengel, die uns anleiten, unser Erbe eines einstmals gesunden, heute aber gefährdeten Planeten zu retten. Aus all diesen Gründen ist es wichtig, uns auf unsere eigene geistige Überlieferung zurückzubesinnen und zu untersuchen, was sie uns über Engel erzählt, um dann diese Weisheit mit der heutigen evolutionären Kosmologie zu verbinden. Dies ist erforderlich, um eine Plattform für weitergehende Betrachtungen der Zukunft aufzubauen einer Zukunft, von der wir glauben, dass für sie eine intensive Erforschung des Bewusstseins auf diesem Planeten und darüber hinaus typisch sein wird.
Als Helfer bei dieser Erforschung unserer eigenen geistigen Tradition haben wir uns drei Giganten der westlichen Überlieferung ausgesucht, deren Abhandlungen über Engel besonders umfassend und einflussreich waren. Dabei handelt es sich um Dionysios Areopagita, einen syrischen Mönch, dessen klassisches Werk Über die himmlische Hierarchie im 6. Jahrhundert geschrieben wurde; um Hildegard von Bingen, eine deutsche à btissin aus dem 12. Jahrhundert; und um den heiligen Thomas von Aquin, einen Philosophen und Theologen des 13. Jahrhunderts. Dionysios Areopagita schuf eine erstaunliche Synthese der neuplatonischen Philosophien aus dem Nahen Osten unter dem Gesichtspunkt seiner eigenen christlichen Theologie und Erfahrung. Hildegard von Bingen berief sich zwar auf die in der monastischen Überlieferung der abendländischen Kirche weitergegebene traditionelle Angelologie, verarbeitete aber überwiegend ihre eigenen visionären Erfahrungen mit den Reichen der Engel. Thomas von Aquin hinwiederum schuf eine Zusammenschau der Lehren über die Engel, wobei er die Ansichten des islamischen Philosophen Averroës, die Schriften des Dionysios Areopagita, die Wissenschaft und Philosophie des Aristoteles sowie biblische Überlieferungen berücksichtigte. Er warf spekulative Fragen auf, die auch heute noch Denkanstöße sein können - insbesondere im Lichte der sich aus der heutigen Wissenschaft ergebenden Kosmologie. Diese drei Gelehrten widmeten vermutlich der Angelologie mehr geistige Mühe als andere vergleichbare Denker des Abendlandes. Wir beginnen mit einem einleitenden Dialog, in welchem wir die Geschichte des Verständnisses der Engel im Abendland untersuchen, ihre zentrale Stellung in der Überlieferung der frühen Kirche und in der mittelalterlichen Theologie. Wir betrachten, inwiefern die mechanis-tische Revolution der Wissenschaft im 17. Jahrhundert den Engeln in einem nur noch mechanisch verstandenen Kosmos keinen Raum mehr ließ und dadurch zu einem Niedergang des!
Interesses an diesem Thema in Wissenschaft und Theologie führte. Wir besprechen dann das bei vielen Menschen zu beobachtende Wiederaufleben des Interesses an Engeln und die Bedeutsamkeit, die heute ein ökumenisches oder kulturübergreifendes Verständnis der geistigen Reiche hat.
Dann wenden wir uns unseren drei Hauptzeugen zu. Wir haben die wichtigsten und markantesten Stellen über Engel aus ihrem Werk zitiert und diskutieren dann jeweils anschließend über diese Passagen, indem wir die heutige Bedeutung der Texte herauszuarbeiten versuchen aus theologischer wie auch aus wissenschaftlicher Perspektive. In diesen Diskussionen geht es uns weniger um die Theologie und Wissenschaft von gestern als um die mögliche Theologie und Wissenschaft von morgen. Diese Art des Dialoges haben wir beide als sehr erhellend erlebt, und sie hat uns ein Verständnis ermöglicht, das wir isoliert aus unserer jeweils begrenzten Sicht nicht hätten erreichen können. Wir hoffen, dass dieser für uns schöpferische Prozess auch anderen bei ihren Gedanken und Forschungen helfen wird. Abschließend überlegen wir, wie die Engel in einem lebendigen Kosmos unsere Religion und unsere Wissenschaft beim Übergang in ein neues Jahrtausend beleben und bereichern können. Wir beenden das Buch mit einer Reihe von Fragen.
Die Illustrationen stellen eine eigene Art von Text dar, der an die Rolle der Engel in der Bibel und in anderen Überlieferungen erinnert. Die Bilder zeigen, wie weit Visionen geflügelter Geister in der ganzen Welt verbreitet sind, sowohl in den schamanischen Kulturen wie auch in den organisierten Religionen. Dadurch werden die tiefen Wurzeln des christlichen Engelglaubens betont. Es zeigt sich, wie sich Darstellungen geflügelter Gestalten einerseits über Jahrtausende gehalten haben und wie unterschiedlich andererseits die Engel aufgefasst worden sind. Engel scheinen Künstler immer inspiriert zu haben. Ein Anhang mit Bibelstellen zum Thema Engel wurde für diejenigen zusammengestellt, die sie in größerer Tiefe und im Detail studieren möchten.
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