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Spectaculum 33: Vier moderne Theaterstücke

Frisch, Max; Müller, Heiner; Strauß, Botho; Weiss, Peter

 
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Inhaltsangabe

"Max Frisch: Triptychon. Drei szenische Bilder. (Revidiert Dezember (1979)
Das »Triptychon« besteht aus drei Bildern, die drei szenische Aspekte zum Thema geben: Unsere gesellschaftliche Verlegenheit beim Ableben eines Menschen; die Toten unter sich, ihre langsam versiegenden Gespräche am Styx, wo es die Ewigkeit des Gewesenen, aber keine Erwartung gibt; der Lebende in der unlösbaren Beziehung zum toten Partner, der, was immer der Lebende tue, nicht umzudenken vermag.
Heiner Müller: Die Hamletmaschine
Hamlet, das ist nach Heiner Müller »ein Mann, der mehr weiß als er ertragen kann, er weiß mehr als er gebrauchen kann unter den Umständen, in denen er lebt und zu leben gezwungen ist«. Er ist zugleich der Intellektuelle, der ständig Zögernde, Zaudernde. In dieser Zeit politischer Stagnation, in der die Geschichte auf der Stelle tritt, wird Hamlet zur Maschine, die Schmerzen und Gedanken nicht mehr kennt, in Schnee und Eiszeit endet.
Botho Strauß: Groß und klein. Szenen
Eine junge Frau aus der Provinz reist kreuz und quer durch Deutschland - auf der Suche nach ihrem Mann, nach Freunden, nach Verständigung. Eine Welt, die sich in der Hermetik ihrer Alltagszusammenhänge verschließt und nur noch ohnmächtige Rebellionen zuläßt, wird zum Bild der bundesrepublikanischen Gegenwart.
Peter Weiss: Die Ermittlung. Oratorium in 11 Gesängen
Angesichts des Skandals um die Neuinterpretation der »Ermittlung« in der Berliner Volksbühne 1980 ist die Frage nach heutigen Aspekten der Vergangenheitsbewältigung neu zu stellen. Wir drucken den Text und dokumentieren die Neuinterpretation."

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren und starb am 4. April 1991 an den Folgen eines Krebsleidens in seiner Wohnung in Zürich. 1930 begann er sein Germanistik-Studium an der Universität Zürich, das er jedoch 1933 nach dem Tod seines Vaters (1932) aus finanziellen Gründen abbrechen musste. Er arbeitete als Korrespondent für die Neue Zürcher Zeitung.
Seine erste Buchveröffentlichung Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt erschien 1934 in der Deutschen Verlags-Anstalt Stuttgart. 1950 erscheint Das Tagebuch 1946-1949 als erstes Werk Frischs im neugegründeten Suhrkamp Verlag. Zahlreiche weitere Publikationen folgten.

Heiner Müller, geboren am 9. Januar 1929 in Eppendorf, Sachsen, war einer der wichtigsten deutschsprachigen Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zudem war er Lyriker, Prosa-Autor und Essayist sowie Präsident der Akademie der Künste Berlin (Ost). Er ist am 30. Dezember 1995 in Berlin verstorben.

1944
2. Dezember: Botho Strauß wird in Naumburg/Saale als Sohn eines Lebensmittelberaters geboren. Er lebt heute in Grünheide in der Nähe von Berlin.
Besuch des Gymnasiums in Remscheid und Bad Ems. Studium der Germanistik, Theatergeschichte und Soziologie in Köln und München, das Strauß aber nach fünf Semestern abbricht. Schauspieler auf Laienbühnen.

1967-1970
Redakteur und Kritiker der Zeitschrift ›Theater heute‹.

1970-1975
Dramaturgischer Mitarbeiter an der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin.

1974
Dramatikerpreis der Stadt Hannover für Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle.

1975
2. September: Uraufführung des Stücks Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle in Stuttgart.

1976
Als Stipendiat der Villa Massimo in Rom.

1977
18. Mai: Uraufführung des Stücks Trilogie des Wiedersehens in Hamburg. Die Erzählung Die Widmung erscheint.
Verleihung des Förderpreises des Schiller-Preises des Landes Baden-Württemberg.

1978
8. Dezember: Uraufführung des Schauspiels Groß und klein in Berlin.

1980
Der Roman Rumor erscheint.

1981
Verleihung des Literaturpreises der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Der Prosaband Paare, Passanten erscheint.

1982
31. Januar: Uraufführung der Komödie Kalldewey, Farce in Hamburg. Mülheimer Dramatikerpreis für Kalldewey, Farce.

1984
Der Roman Der junge Mann erscheint.
5. Oktober: Uraufführung des Schauspiels Der Park in Freiburg/Breisgau.

1987
Verleihung des Jean-Paul-Preises.

1989
Verleihung des Georg-Büchner-Preises.

1993
Verleihung des Berliner Theaterpreises.

2000
Der Erzählband Das Partikular erscheint.

2003
Der Erzählband Die Nacht mit Alice, als Julia ums Haus schlich erscheint.

Peter Weiss wurde am 8. November 1916 in Nowawes bei Berlin geboren und starb am 10. Mai 1982 in Stockholm. Zwischen 1918 und 1929 lebte er in Bremen, wo er das Gymnasium besuchte. 1929 kehrte die Familie Weiss nach Berlin zurück, musste jedoch 1934 emigrieren. Die erste Station bildete London, darauf folgte 1936 die SR. In diesen Jahren widmete sich Peter Weiss vorwiegend der Malerei – 1937/1938 studierte er Malerei an der Kunstakademie in Prag. In dieser Zeit besuchte er Hermann Hesse während zweier längerer Aufenthalte in der Schweiz. Die dritte und letzte Emigrationsstation bildete 1939 Schweden, wo Peter Weiss zunächst in Alingsås, ab 1940 in Stockholm wohnte. Hier setzte er seine Tätigkeit als Maler fort. 1947 hielt er sich als Korrespondent einer schwedischen Tagesszeitung in Berlin auf. Seine Artikel versammelte er 1948 zu seiner ersten Buchpublikation. Der Band erschien posthum 1985 unter dem Titel Die Besiegten. Ab diesem Zeitraum entstanden, in schwedischer Sprache, die ersten Prosaarbeiten, Gedichte, und Dramen. Zu den wichtigsten Erzählungen aus dieser Schaffensperiode zählen Die Situation aus dem Jahre 1956 sowie das 1980 unter dem Autorenpseudonym Sinclair veröffentlichte Buch Der Fremde. Keines seiner Manuskripte wurde jedoch von einem schwedischen Verlag zur Publikation angenommen. Mitte der fünfziger Jahre begann Peter Weiss in deutscher Sprache zu schreiben. 1960 erschien sein erstes Prosabuch Der Schatten des Körpers des Kutschers. Zu Beginn der siebziger Jahre wand sich Peter Weiss wieder der Prosa zu. Zwischen 1975 und 1981 erschien der dreibändige Roman Die Ästhetik des Widerstands, deren letzter Band begleitet wird von Notizbücher 1971 – 1980. Ihm wurde posthum der Georg-Büchner-Preis für das Jahr 1982 zuerkannt.

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