Systemik, die: Feministische Perspektiven systemischer Theorie und Praxis - Hardcover

 
9783525408308: Systemik, die: Feministische Perspektiven systemischer Theorie und Praxis

Inhaltsangabe

Seit den Anfängen systemischer Beratung und Therapie haben Frauen wichtige Beiträge zur Entwicklung von Theorie und Praxis geleistet. Nur wenige von ihnen sind heute bekannt, denn auch im systemischen Diskurs haben patriarchale Strukturen, Glaubenssätze und Verhaltensmuster Spuren hinterlassen. Die Wegbereiter*innen systemischer Praxis verfolgten das Ziel, nicht nur eine gute Begleitung von Klient*innen zu gestalten, sondern auch auf hinderliche gesellschaftliche Strukturen, Interaktionsmuster und herrschende Machtverhältnisse hinzuweisen und diese zu verändern. Tanja Kuhnert und Nikola Siller reisen zu den Wurzeln der Systemik, um gemeinsam mit vielen Kolleg*innen die systemische Theorie und Praxis gendersensibel und machtkritisch neu zu kontextualisieren und weiterzuentwickeln. Sie würdigen das Schaffen und Wirken vieler Frauen, die an der Entwicklung des systemischen Denkens und Handelns beteiligt waren und zeigen auf, wie patriarchale Muster in der systemischen Theorie und Praxis wirken. Dieser Band bündelt feministische, machtkritische und diskriminierungssensible Sichtweisen auf die Systemik und setzt sie in einen historischen und gesellschaftspolitischen Rahmen. Zugleich macht das Buch Stolpersteine gleichberechtigter Zusammenarbeit sichtbar und enthält zahlreiche Impulse zur Reflexion und Weiterentwicklung der Systemik.

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Über die Autorinnen und Autoren

Dr. phil. Renate Jegodtka ist Systemische Lehrtherapeutin (SG), Systemische Supervisorin (SG) und Dozentin für Traumapädagogik und Traumafachberatung (DeGPT) und Mitglied im Ethik-Rat der SG. Sie leitet gemeinsam mit Peter Luitjens das »Zentrum für Systemische Beratung und Therapie«, das ambulante Hilfen im pädagogischen, beratenden und therapeutischen Bereich anbietet. Ihre Schwerpunkte liegen in der Begleitung traumatisierter Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien sowie in der Traumafachberatung. https://www.systemische-traumapaedagogik.de/

Tanja Kuhnert, Diplom-Sozialarbeiterin, M. A. Gesundheits- und Sozialmanagement, ist Lehrende für Systemische Beratung, (Familien-)Therapie, Coaching und Supervision (DGSF) und Redaktionsmitglied der systemischen Fachzeitschrift systeme. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin von cambiat – systemisches Institut in Köln. Neben der Lehre arbeitet sie zudem in der eigenen Beratungspraxis Lösungsraum Köln. Aktuelle Schwerpunkthemen in Fortbildung und Trainings sind Trauma und psychische Belastungen (Erkrankungen) aus systemischer Sicht.

Nikola Siller, Politikwissenschaftlerin M.A., Lehrende (SG/DGSF) für Systemische Beratung, Coaching und Organisationsentwicklung, ist Geschäftsführerin der gleichstellungspolitischen Kontakt- und Beratungsstelle von Kompanera e. V. in Münster und freiberuflich tätig als Coach, Supervisorin und Organisationsberaterin sowie Lehrende an Universitäten und Weiterbildungsinstituten. Neben systemischen Formen der Gesprächsführung und Beratung liegen ihre Schwerpunkte auf System- und Organisationstheorie, Führungstheorien, New Work, Gleichstellung und Gleichbehandlung in Unternehmen, gender- und diversitätssensibler Organisationsgestaltung, Politik- und Strategieberatung.

Astrid Hochbahn, M. A. Soziologie mit Auszeichnung und den Nebenfächern Politik und Pädagogik, arbeitet seit 25 Jahren als selbstständige Berufsweg-, Gründungs- und Unternehmensberaterin und als systemische Trainerin. Neben einem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Münster hat sie Ausbildungen in klientenzentrierter Beratung (FH Münster), Paarberatung (IF Weinheim, IFS Essen, Psychodiagnostische Beratungspraxis HH) und systemischer Therapie und Beratung (IF Weinheim) absolviert. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern.

Dr. Julia Hille ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) und Sprecherin der Sektion Forschung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA). Sie war langjährig tätig im Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung (SGB VIII) und ist dort weiterhin berufspolitisch aktiv.

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