Leopold Heißenstein war der reichste und einer der geachtetsten Bürger des mährischen Landstädtchens Weinberg. Ob auch einer der beliebtesten, das stand dahin und machte die geringste seiner Sorgen aus. Witzbolde unter den Eingeborenen meinten, ein Mann von Geist und Geschmack sei er jedenfalls, das bringe schon sein Geschäft mit sich - das ansehnliche Weingeschäft nämlich, das sich seit Generationen in seiner Familie forterbte, und das er zu unerhörter Blüte gebracht hatte.
Wie Leopold der einzige Sohn seines Vaters gewesen war, so wurde auch ihm nur ein männlicher Sprosse, aber ein prächtiger Junge beschert, der den Ruhm des alten Hauses glorreich fortzusetzen versprach.
Ein Töchterchen das seine Frau ihm in den späteren Jahren der Ehe gebar, betrachtete Heißenstein als "ziemlich unwillkommene Zugabe zu seinem Glücke": "Denn, pflegte er zu sagen, der Sohn trägt Geld in das Haus, die Tochter trägt Geld aus dem Haus."
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