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Generation A: Roman - Hardcover

Coupland, Douglas

 
9783608501100: Generation A: Roman

Inhaltsangabe

Die Bienen sind ausgestorben. Bis eines Tages an unterschiedlichen Orten der Welt fünf Menschen gestochen werden. Monatelang werden sie in Quarantäne gehalten und von Männern in schlecht sitzenden Anzügen verhört. Nach der Freilassung in eine internetgetriebene Welt erleben sie ihre fünfzehn Minuten Ruhm. Als ein dubioser Wissenschaftler sie überredet, ihm zu Testzwecken auf eine abgelegene Insel zu folgen, kommen sie einander überraschend näher. Mit souveränem Humor führt Douglas Coupland durch die Untiefen und Abgründe dieser bizarren Welt. Die der unseren verdammt ähnlich sieht ...

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Über die Autorin bzw. den Autor

Douglas Coupland geboren 1961 auf einem NATO-Stützpunkt in Deutschland, wuchs in Vancouver auf, wo er auch heute als Autor und Künstler lebt. In den späten Achtzigern begann er für lokale Magazine zu schreiben, daraus resultierte 1991 sein Erstlingswerk »Generation X«, das ihn schlagartig berühmt machte und zum Sprachrohr einer Generation werden ließ.

Aus dem Klappentext

Die Bienen sind ausgestorben. Bis eines Tages an unterschiedlichen Orten der Welt fünf Menschen gestochen werden. Monatelang werden sie in Quarantäne gehalten und von Männern in schlecht sitzenden Anzügen verhört. Nach der Freilassung in eine internetgetriebene Welt erleben sie ihre fünfzehn Minuten Ruhm. Als ein dubioser Wissenschaftler sie überredet, ihm zu Testzwecken auf eine abgelegene Insel zu folgen, kommen sie einander überraschend näher. Mit souveränem Humor führt Douglas Coupland durch die Untiefen und Abgründe dieser bizarren Welt. Die der unseren verdammt ähnlich sieht ...

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Terrorisiere, bedrohe und beleidige deine eigene nutzlose Generation. Plötzlich steht man für eine neue Idee, und irgendwelche Leute wollen mitmachen. Aus dem Nichts ist man wer, alle reden über einen. Mach eine Geschichte draus, die man verkaufen kann.
Malcolm McLaren
Ihr Grünschnäbel wollt also, dass eure Generation einen Namen bekommt? Wohl kaum, ihr wollt bloß Jobs, oder? Tja, die Medien leisten uns allen einen unschätzbaren Dienst, wenn sie euch Generation X nennen. Nur zwei Klicks weiter ist das Alphabet schon zu Ende. Ich erkläre euch hiermit zur Generation A und stelle euch damit an den Anfang einer ebenso langen Reihe spektakulärer Errungenschaften und Reinfälle wie einst Adam und Eva.
Kurt Vonnegut bei seiner Rede vor Absolventen der Syracuse University, 8. Mai 1994
HARJ
TRINCOMALEE, SRI LANKA
Wie können wir leben und uns nicht über die Geschichten wundern, aus denen wir uns diese unsere Welt stricken? Ohne Geschichten ist unser Universum nichts als Steine, Wolken, Lava und Dunkelheit. Ein Dorf, das von warmen Wassern weggewaschen wurde, die keine Spur von dem zurückließen, was gewesen war.
Stell dir vor: ein tropischer Himmel, sechzehn Kilometer hoch und tausend Jahre weit am Horizont. Stell dir vor: Luft, die auf deiner Stirn wie Honig ist; stell dir Luft vor, die kälter aus deinen Lungen kommt, als du sie eingeatmet hast.
Stell dir vor: ein Rauschen draußen vor dem Fenster deines Bürogebäudes. Du trittst an die Jalousie, blickst hinaus und siehst den Gesamtbestand der dir vertrauten Welt in einem überraschend beruhigenden, stillen Wallen von grauem Schlamm an dir vorbeifließen: Palmwedel, den Jeep des hiesigen Fanta-Abfüllers, nicht angekettete Fahrräder, tote Hunde, Bierkästen, Krabbenfischerboote, Stacheldrahtzäune, Müll, Ingwerpflanzen, Öltanks, Mercedes-Tourbusse, Hähnchenlieferwagen Marke Eigenbau.
... Leichen
... Sperrholzplatten
... Delphine
... ein Tennisnetz
... Wäschekörbe
... ein Baby
... Baseballkappen
... noch mehr tote Hunde
... Wellblech
Stell dir vor, ein außerirdischer Besucher steht neben dir im Zimmer, während du diese Stelle liest. Was sagst du zu ihm - ist es ein Er, eine Sie, ein Es? Was einmal lebendig war, ist nun tot. Aber wer weiß, ob Aliens überhaupt zwischen Leben und Tod unterscheiden? Vielleicht erfahren sie etwas anderes, das genauso unerwartet ist wie das Leben. Aber was wäre das? Was würden sie zueinander sagen, um die unerklärlichen Risse im alltäglichen Leben zu übertünchen, von einem Tsunami ganz zu schweigen? Welchen Mythen oder Lügen schenken sie Glauben? Wie erzählen sie Geschichten?
Und nun schau wieder aus deinem Fenster - sieh dir an, was die Götter aus deinem Unbewussten in die Welt rausgekotzt haben, diesen warmen, schlammigen Strom voll toter Katzen, alter Frauen in durchweichten Saris, Propangasflaschen, einer toten Ziege, Fliegen, die unversehrt über dem ganzen Schlamassel dahinbrummen.
... Picknickkühltaschen
... Grassoden
... ein skandinavischer Päderast mit Sonnenbrand
... weiße Plastikgartenstühle
... in ihre Gewehrriemen verhedderte, ertrunkene Soldaten
Und was wirst du dann tun? Wirst du beten? Was anderes ist ein Gebet denn als der Wunsch, dass sich die Ereignisse in deinem Leben zu einer Geschichte verbinden - zu etwas, das Ereignissen, die dir bedeutsam sind, einen Sinn verleiht?
Und deswegen will ich nun beten.
ZACK
MAHASKA COUNTY, IOWA
Maisfelder sind wohl der größte Horror, den es auf dem ganzen Scheißantlitz dieser Erde zu sehen gibt. Und das meine ich nicht in einem Hier-wird-Joe-Pesci-mit-dem-Aluminiumbaseballschläger-totgeprügelt-Sinn, ich meine damit nicht Alien-Kornkreise und auch nicht zerstückelte Tramper. Ich meine es nicht mal in einem Abfallprodukte-von-Alien-Autopsien-werden-als-Kunstdünger-benutzt-Sinn. Nein, ich meine das in Hinsicht Big-Corn-Archer Daniels-Midland / Cargill / Monsanto-Fruktose / Isoglukose-Biomethanol. Mais ist ein gottverdammter Albtraum. Vor

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