Uwe Dick wurde 2007 mit dem Jean-Paul-Preis ausgezeichnet! „Wo man singt, da laß dich ruhig nieder. Doch prüf die Texte hin und wieder“, so lautet die Quintessenz (a Essenz, de man quint, wenn ma lang gnua nochdenggt) aus Uwe Dicks Prosa in progress: einer Wanderersonate immer neuer Abzweigungen – komponiert aus dem Motiv-Dreiklang SAU, WALD und PROSA. Von jeder Zeile aus ist es gleich weit zur nächsten Überraschung. Insonahe kann jeder kreuz und quer lesen, seinen Sauwald erkunden. Das Wortwurzelwerk des poetischen Rebellen wider alle Hierarchien – Dichtung des Zorns und Heidenspaß, Grobiansidiotikon und subtile Wortkunst – speist eine Waldkabbala ohnegleichen: Magischer Surrealismus weitet das Innviertel zum Inniversum … Uwe Dick steht für Denklust und sprachliche Schnellkraft. Schausprecher und Hörspieler seiner poetischen Partituren, behauptet sich der „wahrscheinlich einzige echte Nachfahre von Arno Schmidt“ (ORF) mit ansteckendem Vokabelargwohn gegen eine medial verseuchte und genormte Gesellschaft. „Sauwaldprosa“ erschien erstmals 1976 und jeweils erweitert 1978, 1981, 1987.
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