Verwandte Artikel zu Miguel Rothschild (Zeitgenössische Kunst)

9783775740241: Miguel Rothschild (Zeitgenössische Kunst)

Inhaltsangabe

Miguel Rothschild ist nichts heilig. Der in Berlin lebende argentinische Künstler (*1963) spielt gerne mit Versatzstücken aus der Kirchengeschichte und mit Wahrnehmungsgewohnheiten: Fotografien von Kathedralrosetten werden für seine überraschenden Bildobjekte gelocht oder mit farbiger Angelschnur behängt wie Konfetti oder bunter Regen rieseln so die gläsernen Marienbildnisse und Heiligenfiguren von der Wand. In der Serie The Birds I bevölkert Rothschild Szenenbilder aus Hitchcocks Film mit Heilig-Geist-Tauben aus der Kunstgeschichte, mit höchst sinistrem Ergebnis. Aus Beichtgittern baut er Geschicklichkeitsspiele; es gilt das Unmögliche zu versuchen, und auf jedem Kreuz eine von unzähligen Kugeln zu platzieren. Selbst den Urknall stellt er aus Symbolen und Zeichen aus Comicstrips auf bemalter Leinwand nach am Anfang war das Wort? Erfrischend respektlos eignet sich Rothschild kunsthistorische Ikonen an, befreit sie von Status und Rolle und setzt dabei auf die subversive Kraft des Lachens.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Von der hinteren Coverseite

Nothing is sacred to Miguel Rothschild. The Berlin-based Argentinian artist (*1963) likes to play with set pieces from church history and with perceptual conventions: photographs of cathedral rosettes are perforated for his surprising visual objects or hung with colored fishing line―the glass Madonnas flutter from the wall like confetti or colorful rain. In the series The Birds, Rothschild populates scenes from Hitchcock’s movie with turtledoves from art history, with a highly sinister result. He builds games of skill from confessional lattices; the challenge is to attempt the impossible and place one of the countless balls on each cross. He even simulates the big bang using symbols and signs from comic strips on painted canvas―in the beginning was the word? Rothschild appropriates art-historical icons in a refreshingly disrespectful way, liberates them from status and role, and in doing so relies on the subversive force of laughter.

„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.