Bildung als die Steuerung des eigenen Lernens in sich selbst und durch sich selbst ist ein zentrales Symbol für Mensch-Sein und Mensch-Werdung nach der Aufklärung. Die postmoderne Lesart von Bildung ist ästhetisch bestimmt durch die Dekonstruktion von großen Erzählungen in entkoppelte Fragmente. In der Perspektive einer über sich selbst aufgeklärten Aufklärung führt der Band ein in die kritisch-operative Pädagogik. Freiheit und Verantwortung, Autonomie und Mündigkeit bilden einen Rahmen für Lernen und Verstehen. Lernen und Verstehen werden als universale Eigenschaften des Mensch-Seins vorausgesetzt. Im kritisch-verstehenden Umgang mit eigenen Vor-Urteilen wird Bildung praktisch. Bildung ist so ein ethisches Modell in jeglichem Zeitalter der Aufklärung.
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Prof. Dr. Dr. Ralf Koerrenz lehrt und forscht an dem von ihm 2008 mitgegründeten Institut für Bildung und Kultur an der Universität Jena. Er hat Pädagogik, Philosophie, Evangelische Theologie und Germanistik studiert und beschäftigt sich mit allgemeinen Mustern von Anthropologie und Kultur.
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