In modernen Gesellschaften entzünden sich an Entscheidungen über neue Technologien regelmäßig Konflikte, die eine starke soziale Sprengkraft entfalten können, wie etwa das Beispiel der Gentechnik zeigt. Allgemein gilt unter solchen Voraussetzungen die Beteiligung der Öffentlichkeit am Entscheidungsprozeß als ein wesentlicher Faktor gesellschaftlicher Integration. In Auseinandersetzung mit dem sozial- und rechtswissenschaftlichen Theoriebestand und auf umfangreiche empirische Analysen gestützt korrigiert der Verfasser diese Annahme einer sozialintegrativen Leistung von Öffentlichkeit in wesentlichen Punkten. Insbesondere zeigt sich: in rechtlich geregelten Verfahren, die grundlegende gesellschaftliche Konflikte zum Thema haben, werden die partizipativen Momente entgegen der in Theorie und Praxis geäußerten Erwartungen desintegrierende Effekte nach sich ziehen. Die Ergebnisse seiner Analysen setzt Bora abschließend in rechtspolitische Handlungsempfehlungen um. Der Verfasser ist Professor an der Universität Bielefeld. Als Soziologe und Jurist hat er verschiedene Arbeiten zur Verfahrensforschung, Technikregulierung und soziologischen Theorie veröffentlicht.
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227 x 154 mm. Zustand: Gut. 1. Auflage. 450 Seiten Einband: Original Broschur, Bibliotheksschild auf Vorderdeckel und Rücken. Zustand: Bibliotheksexemplar mit den üblichen Bibliotheksstempeln und Einträgen. Innen tadellos. B16-03-05B|G54 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 670. Bestandsnummer des Verkäufers 44642
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