Perry Rhodan 27. Andromeda (Perry Rhodan Silberband, Band 27) - Hardcover

Buch 27 von 176: Perry Rhodan-Silberband
 
9783811820418: Perry Rhodan 27. Andromeda (Perry Rhodan Silberband, Band 27)

Inhaltsangabe

Im Jahr 2404 terranischer Zeitrechnung ist es soweit: Perry Rhodan wagt mit seinem neuen Flaggschiff CREST III den direkten Vorstoß in die Andromeda-Galaxis - und damit in den unmittelbaren Herrschaftsbereich der mysteriösen >>Meister der Insel<<. Was die Terraner dort erwartet, weiß niemand. Nach wie vor ist Andromeda vom Mantel des Geheimnisses umgeben. Erste Erkenntnisse gewinnt die Besatzung der CREST durch den Paddler Kalak, ein aus 800jährigem Todesschlaf erwachtes Wesen mit unheimlichen Fähigkeiten. Der eigentliche Schock steht ihr nach dramatischen Kämpfen auf einer Dunkelwelt jedoch erst noch bevor: Tief in Andromeda, nahe der verbotenen Zentrumszone, treffen die Männer und Frauen der Expedition auf ihre Doppelgänger. Denn die Zentrumswächter von Andromeda sehen nicht nur aus wie Menschen, sie wissen auch wie Menschen zu kämpfen...

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Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Im Tiefbunkerhauptquartier von Gleam schrillten Glocken. Die
Schirme der Hyperkomgeräte begannen zu flackern. Das Fernbild
eines Raumschiffoffiziers wurde erkennbar.
Der Diensthabende von Power Center sah auf die Chronometer. Es war kurz nach drei Uhr morgens.
Major Nostrates, Leichter Kreuzer KALAGAN, Erstes Auffanggeschwader,
Vierte Schlachtkreuzerflottille. Ortungsergebnis an Power
Center. Ein großes Schiff, vermutlich Raumer der Imperiums -
klasse, beendet soeben sein Eintauchmanöver in das Normaluniversum.
Erkennungsimpuls ist nach gültigem Kode abgestrahlt und von
uns entschlüsselt worden. Der Großadministrator kehrt zurück. Der Name seines Schiffes wurde mit CREST III angegeben. Bestätigen Sie bitte."
Zwei Stunden später gab der Funkchef Manöveralarm. Die Erkennungszeichen des fremden Schiffes wurden nun auch auf Gleam empfangen. Der Sender arbeitete wegen der Abhör- und Einpeilgefahr mit schwächster Leistung.
Lordadmiral Atlan wurde vom Pfeifen seines Kommandogerätes
geweckt. Schläfrig drückte er die Taste nieder. Auf dem winzigen Bildschirm erschien das Gesicht des Hafenkommandanten. Er strahlte.
Geht Ihre Uhr vor?" erkundigte sich Atlan, ehe der Offizier ein Wort sagen konnte.
Gestern erst repariert worden, Sir", schmunzelte Oberst Katunga.
Sicherlich mit einem Preßlufthammer", nörgelte Atlan. Ihr Terraner lernt es nie. Wild wie Steppengäule und rücksichtsvoll wie eine Axt im Walde. Also, was ist?"
Katunga verzichtete darauf, mehr zu sagen als: Perry Rhodan ist im Anflug. Sein Schiff heißt CREST III, Landefeld sieben wird soeben geräumt."
Das genügte vollauf, um Atlan vom Lager springen zu lassen.
Katunga vernahm eine arkonidische Verwünschung, die er noch nie gehört hatte.
Wenn Sie tatsächlich Perry Rhodan meinen, so war ich bisher, der Auffassung, er würde erst im Laufe der kommenden Woche eintreffen.
Wer hat mich hier eigentlich genasführt?"
Niemand, Sir. Die CREST III muß eine unverhofft schnelle Reise gemacht haben."
Schnelle Reise!" wiederholte der Arkonide ergrimmt. Der 5. Januar des Jahres 2404 ist vor wenigen Stunden angebrochen. Seit wann kann man mit einem Imperiumsraumer runde vierhunderttausend Lichtjahre so schnell überbrücken, daß eine Zeitersparnis von wenigstens fünf Tagen die Folge ist? Sie phantasieren, Katunga."
Sir, Sie sehen mich ebenfalls überrascht."
Irrtum, ich sehe Sie nicht. Sie haben Ihren Charakterkopf aus der Bilderfassung entfernt."
Katunga beugte sich seufzend nach vorn. Die grinsenden Gesichter der Funker übersah er wohlweislich.
Sehen Sie ihn jetzt?"
Was?"
Meinen Charakterkopf."
Oh, habe ich mich so ausgedrückt? Das muß ein Irrtum gewesen
sein. Wir treffen uns auf Nummer sieben."
Atlan schaltete ab und kleidete sich hastig an. Sein Extrahirn meldete sich mit einem Impuls, der den Arkoniden hellwach machte.
CREST III - also doch ein neues Schiff. Du wirst eine Überraschung erleben."
Atlan sah sich unwillkürlich um, schüttelte den Kopf und schritt unter die Brause. Die Tiefbunkerquartiere waren komfortabel eingerichtet worden.
Eine halbe Stunde später landete sein Fluggleiter am Rande von Landefeld sieben. Die B-Sonne des Tri-Systems stand am Himmel und überschüttete den Planeten mit einer Flut hellen Lichtes.
Vier moderne Schlachtschiffe der STARDUST-Klasse, die bisher
auf Feld sieben gestanden hatten, waren soeben gestartet. Atlan legte den Kopf in den Nacken und sah den langsam aufsteigenden Achthundertmeter-Riesen nach. Sie flogen mit Minimalbeschleunigung.
Verlegung nach Feld einunddreißig, Sir", erklärte Oberst Katunga.
Der Befehl dazu kam vom Flottenflaggschiff. Die CREST III
schwenkt in die Landekurve ein."
Atlan sah sich im Kreise der Offiziere um.
Die Männer einer Raumlandebrigade sprangen von den Transportwagen und rannten unter dem anfeuernden Gebrüll eines Majors zur roten Gefahrenlinie hinüber. Dort stellten sie sich auf. Sie trugen Funkbildhelme neuester Konstruktion.

Großer Bahnhof, was?" erkundigte sich Atlan anzüglich. Gleich eine ganze Brigade! Meine Herren, hier geschehen neuerdings seltsame Dinge. Wozu, um alles in der Welt, müssen vier STARDUSTRaumer ihre Abstellplätze verlassen, um einem Imperiumsschiff Platz zu machen? Wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich läßt, mißt dieser Hafensektor sechs mal sechs Kilometer. Wenn die Schlachtschiffe ordnungsgemäß gelandet waren, hätte die CREST III noch bequem Platz gehabt. Wozu der Aufwand?"
Niemand wußte eine Antwort. Katunga verschanzte sich hinter den Flaggschiffsbefehlen, und Dr.-Ing. Sagener schwieg.
Atlan spürte eine seltsame Erregung von sich Besitz ergreifen, und plötzlich sah er wie in einem Film vor seinem geistigen Auge noch einmal die Stationen des langen Weges Revue passieren, der - das spürte er - hier und heute einen weiteren Wendepunkt nehmen sollte...
Es war Ende November 2402 gewesen, drei Wochen nach der Zerstörung der Dunkelwelt Modul als letzter Abwehrbastion der Meister der Insel in Andro-Beta, als Grek-1 den Wunsch äußerte, in seine Heimatgalaxis zurückkehren zu dürfen. Der ehemalige Geheimdienstchef der Maahks, nach der fehlgeschlagenen Invasion der Milchstraße neuer Verbündeter und wichtigster Informant der Terraner, war in allergrößter
Sorge um sein in Andro-Alpha lebendes Volk. Die erwartete Strafaktion der Meister der Insel mußte schon angelaufen sein. In dieser vielleicht schwersten Stunde wollte Grek bei seinen Artgenossen sein.
Perry Rhodan willigte mit gemischten Gefühlen ein. Die CREST II,zur Tarnung wieder mit Zusatztriebwerken ausgerüstet, brachte den Maahk bis an die Grenzen der Kleingalaxis. Von dort aus setzte Grek-1 den Weg allein fort. Auch diesen Wunsch mußte Rhodan akzeptieren.
Er überließ Grek eine getarnte Space-Jet und blieb mit der CREST im Ortungsschutz einer einsamen Randsonne auf Warteposition zurück.
Was dann geschah, ließ sich aus aufgefangenen Funksprüchen und den Beobachtungen rekonstruieren, die eine Korvette machte, die Perry Rhodan dem Maahk ohne dessen Wissen hinterhergeschickt hatte. Dies geschah nicht aus Mißtrauen, und die Berechtigung dieser Maßnahme sollte sich schon bald darauf erweisen.
Grek-1 mußte sehr schnell feststellen, daß seine Befürchtungen eingetroffen waren. Die Strafaktion der Meister gegen sein Volk war in vollem Gange.

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