1999 447 S. gebundene Ausgabe Rastatt : Pabel-Moewig Verlag KG,
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
as Geisteswesen ES und sein negatives Gegenstück ANTI-ES spielen ein kosmisches Schachspiel, dessen Figuren Perry Rhodan und seine Freunde sind. In einem Paralleluniversum treffen sie auf ihre bösartigen Ebenbilder. In der Milchstraße bricht die PAD-Seuche aus, und schließlich wird Perry Rhodans Gehirn in die ferne Galaxis Naupaum entführt.
Schweigend blickte Perry Rhodan auf den großen Bildschirm. Nachdenklich glitt sein Blick über das Meer der Sterne, die das Schwarz des Alls bedeckten. Ein greller, gleißender Lichtpunkt fixierte seine Aufmerksamkeit für einige Sekunden.
Sol, die Sonne der Menschen, über fünf Milliarden Kilometer entfernt. Die mächtige Sonne, aus diesem Abstand kaum mehr als einer unter vielen Millionen Lichtpunkten.
Der Blick wanderte weiter. Ein rötlich leuchtender Fleck trat aus dem Sternengewimmel hervor, bewegte sich langsam über die Bildfläche, verschwand schließlich nach links hinaus. Eines der zahllosen Trümmerstücke des ehemaligen Planeten Pluto.
Das Auge suchte und fand nicht. Einer der Lichtpunkte dort draußen war der Reflex des alten Arkonidenschiffes HYODPON, knapp einen Mondbahnradius von Perry Rhodans Flaggschiff, der MARCO POLO, entfernt.
Die HYODPON war das Kernstück eines Versuches, der in wenigen Minuten auf der Höhe der Pluto-Bahn durchgeführt werden sollte und dessen Ausgang entscheiden würde, ob es der Menschheit gelungen war, eine weitere Hürde auf dem Weg zur Beherrschung der Natur und ihrer Kräfte zu überspringen. An der HYODPON würde sich erweisen, ob es gelungen war, ein weiteres Geheimnis des Kosmos zu ntschleiern.
Rhodans Blick wanderte zur Uhr über der Schaltkonsole des Piloten. Heute war der 20. August des Jahres 3456 allgemeiner Zeitrechnung. Vor wenigen Wochen hatte ihm die Menschheit des Solaren Imperiums dadurch ihr Vertrauen bewiesen, daß sie ihn zum ungezählten Male zum Großadministrator wählte. Würde er sich heute dieses Vertrauens würdig erweisen? Würde es ihm gelingen zu zeigen, daß es unter seiner Regierung mit der Technik des Imperiums weiterhin bergauf ging - und damit mit dem Wohlbefinden seiner Bürger, denn zu keiner Zeit in der Vergangenheit des Menschengeschlechtes war der Einfluß der Technologie auf Wohl und Wehe der Gesellschaft stärker gewesen als in diesen Tagen?
Er blickte in die Runde. Der gewaltige Kommandostand der MARCO POLO war leer bis auf die wenigen Männer der Nachtwache. Das mächtige Schiff stand unter der Kontrolle des Autopiloten. Offiziere und Mannschaften hatten sich in der Messe zusammengefunden, um von dort den Verlauf des Experimentes zu verfolgen.
Perry Rhodan horchte auf, als aus dem Interkom die wohlmodulierte und dennoch seelenlose Stimme eines Roboters erklang: »X minus zwölf Minuten!«
Im Meßraum herrschte die gespannte, vom Murmeln aufgeregter Wissenschaftler erfüllte Atmosphäre des Testlabors kurz vor dem großen Versuch. An beherrschender Stelle, hinter einer Rechnerkonsole, die auf einem
Podest installiert worden war, saßen die Leiter des Experiments: Geoffry Abel Waringer und Märt Hung-Chuin - Männer, denen die Gesellschaft schon zu ihren Lebzeiten bescheinigt hatte, daß sie mit zu den hervorragendsten Genies gehörten, die die Art Homo sapiens jemals hervorgebracht hatte.
Waringer, groß, hager und ein wenig linkisch in seinen Bewegungen, tätigte eine Reihe von Ablesungen. Ohne den Blick von den Meßinstrumenten zu wenden, erkundigte er sich bei Hung-Chuin: »Formfeld?«
»Stabil.«
»Pulsfrequenz?«
»Achthundert Gigahertz, wie geplant.«
Mit der Endgültigkeit eines Mannes, der seine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen weiß, legte Waringer einen weiß leuchtenden Kippschalter um.
Auf der Konsole vor ihm strahlten vierundzwanzig grüne Kontrollämpchen. Alles war in bester Ordnung.
Waringer lehnte sich zurück und verschränkte die Arme auf der Brust.
»Wir sind bereit«, verkündete er. »Wir warten nur noch auf die Uhr.«
Zufrieden überflog er das Heer der Experimentatoren. Hier vollzog sich etwas, dachte er stolz, das früheren Menschheitsgenerationen versagt gewesen war. Die Erzeugung von Energie aus der Verschmelzung von Materie mit Antimaterie war eine Entwicklung, die der Entdeckung des Rades und der Erfindung der Methode, ein Feuer zu entzünden, in nichts nachstand. Und doch hatte der Erfinder des Rades den zündenden Gedanken wahrscheinlich in der Einsamkeit gehabt, und auch dem Mann, der das erste Feuer entzündete, war der Applaus einer riesigen Zuschauermenge versagt geblieben. Heutzutage ging es anders. Erfindungen und Entwicklungen entstanden nicht mehr aus Zufall. Niemand mehr zog sich an einen stillen Ort zurück und züchtete dort die Gedanken, die der terranischen Technologie einen Schritt weiterhalfen. Alles war geplant. Man wußte im voraus,
wann der Augenblick des Durchbruchs kommen würde, und die Schar der Neugierigen fand sich rechtzeitig ein, um an dem Schauspiel teilzunehmen.
So war es heute. Mehr als achttausend Augenpaare würden von der Messe aus die Anzeigen, die über das Fortschreiten des Versuchs Aufschluß gaben, verfolgen. Achttausend Händepaare würden begeistert applaudieren, sobald feststand, daß das Experiment erfolgreich war. Hunderte von Händen würden die beteiligten
Wissenschaftler schütteln müssen, wenn sie nach erfolgreichem Abschluß des Versuchs ihre Arbeitsplätze verließen. Waringer warf dem kleinen, stämmig gebauten Asiaten, der neben ihm an der Konsole saß, einen aufmunternden Blick zu, und Hung-Chuin bedankte sich mit freundlichem Lächeln.
Aus dem Interkom sagte die Robotstimme: »X minus acht Minuten!«
Das Solare Imperium des Jahres 3456 hatte die Wirren, in die es durch das Auftauchen des Schwarms vierzehn Jahre zuvor gestürzt worden war, überwunden. Dieser Umstand allein sprach für die Tatkraft und die Entschlossenheit
des Erdenmenschen; denn in anderen Gegenden der Galaxis waren die Folgen des Schwarms noch immer deutlich zu spüren. Selbst solche Sternenreiche, die von terranischen Auswanderern gegründet worden waren, sich jedoch frühzeitig von der Bevormundung, wie sie es nannten, der Regierung in Terrania City losgesagt hatten, befanden sich immer noch im Zustand der Desorganisation - ebenso wie die neu-arkonidischen Staatsgebilde und das Reich der Akonen. Zwar war überall vorauszusehen, daß man eines Tages in nicht allzu ferner Zukunft den Zustand der Stabilität wieder erreichen würde. Aber innerhalb des Solaren Imperiums war das
Gleichgewicht schon jetzt wiederhergestellt, und die terranische Menschheit befand sich damit den anderen Völkern der Galaxis gegenüber in einer Vorrangstellung, wie sie sie seit den längst vergangenen Tagen der Galaktischen Allianz nicht mehr innegehabt hatte.
Kurzsichtig wäre derjenige gewesen, der die Gunst des Schicksals nicht erkannt und darauf verzichtet hätte, diesen Vorteil zu nutzen und weiter auszubauen. Niemand aber hatte Perry Rhodan je kurzsichtig nennen können.
Die erste Sorge des Großadministrators galt dem Wohl der solaren Menschheit, und auf keine Weise ließ sich diesem Wohl besser dienen als dadurch, daß er die Vorrangstellung des Imperiums unter den Völkern der Milchstraße stärkte und dafür sorgte, daß die Einflußsphäre des irdischen Menschen vor den Expansions- und Eroberungsgelüsten anderer Sternnationen sicher war.
Die rasche Entwicklung der Technologie war eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg dieses Bemühens. Die Administration Rhodan förderte nach allen Kräften besonders Forschungen, die der Erschließung neuer Energiequellen dienten. Denn ertragreichere Energiequellen bedeuteten wirksamere Verteidigung, und darauf kam es letzten Endes den Männern und Frauen in Terrania City an. Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein Projekt, das schon vor den Schwarmwirren eingeleitet und durch das Eindringen des extragalaktischen Gebildes für einige Jahre lahmgelegt worden war.
Es trag den Namen ANTINUG und befaßte sich mit der Möglichkeit, den Zerfall von Materie und Antimaterie so zu kontrollieren, daß auf diese Weise kommerziell nutzbare Energie gewonnen werden konnte. Antinug war eine Kontraktion der Wörter Antimaterie und Nugas, wobei man mit dem aus älterer Zeit herrührenden Begriff
Nugas den Aggregatzustand der Materie bezeichnete, in dem nur noch völlig ionisierte, freie Nukleonen existierten.
Das Prinzip, dem Antinug...
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gebundene Ausgabe, blaue Reihe. Zustand: gut. * Umfang/Format: 447 Seiten,|Teil: 68., * Einbandart und Originalverkaufspreis: fester Pappeinband : DM 29.80, EUR 15.243-8118-2088-5 fester Pappeinband : DM 29.80, EUR 15.24 Bei einem Experiment an der Grenze des Solsystems geschieht es: Perry Rhodan und seine Gefährten werden in ein paralleles Universum geschleudert, aus dem es für sie keine Rückkehr in das heimische Kontinuum zu geben scheint. Mehr noch, bei der Landung auf der Erde werden sie mit ihren perfekten, vom Chorakter her jedoch völlig konträren Spiegelbildern konfrontiert. Perry Rhodan II verkörpert das absolut Böse und versucht alles, um die unerwarteten Besucher zu vernichten. Ein ungleicher Kampf entbrennt. Am Ende bleiben immer wieder die Flucht und das verzweifelte Ringen ums Über- leben in einem Drama, das von zwei Überwesen gesteuert wird. Perry Rhodan muß gegen sein negatives Ebenbild antreten, damit der Weg nach Hause frei wird. gutes Exemplar, ordentlich * Verlag: Lizens Bertelsmann, der Originalausgabe Rastatt : Moewig * Bindung: gebundene Ausgabe, blaue Reihe. Bestandsnummer des Verkäufers L00050520
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