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Perry Rhodan, Die Verlorenen von Chearth (Autorenbibliothek 2) - Hardcover

Vlcek, Ernst

 
9783811840775: Perry Rhodan, Die Verlorenen von Chearth (Autorenbibliothek 2)

Inhaltsangabe

von / Perry Rhodan : Autorenbibliothek 2001 224 Seiten 0,0 x 0,0 x 0,0 cm, Gebundene Ausgabe Pabel-Moewig,

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Der 1941 in Wien geborene Ernst Vlcek ist einer der ganz Großen der deutschsprachigen Phantastik-Szene. Er veröffentlichte seine erste Kurzgeschichte, ''Schicksal eines Verurteilten'', bereits im Alter von zwanzig Jahren - und hat seit dieser Zeit nicht mehr vom Schreiben lassen können.

Dabei ist seine Bandbreite beachtlich: Neben Science Fiction - und insbesondere PERRY RHODAN - kann Vlcek auf zahlreiche Veröffentlichungen in den Bereichen Horror und Fantasy verweisen.

So konzipierte er Anfang der Siebziger Jahre mit seinem Freund Kurt Luif die Vampir-Reihe ''Dämonenkiller''. Die Reihe erscheint derzeit in einer überarbeiten Hardcover-Ausgabe beim Zaubermond-Verlag und wird von Vlcek mit neuen Abenteuern erweitert. In den Achtziger Jahren war er einer der Initiatoren der bislang erfolgreichsten Fantasy-Serie MYTHOR. Ab Band 20 steuerte er als Chefautor die Handlung von MYTHOR und achtete dabei darauf, ein eigenständiges Sword & Sorcery-Epos zu entwerfen.

Mit der sechsbändigen ''Sternensaga'', einem Zyklus, den er während eines mehrmonatigen Krankenhausaufenthalts konzipierte - der begeisterte Skifahrer hatte sich einen komplizierten Trümmerbruch zugezogen -, lotete er auf faszinierende Weise die Frage der Reinkarnation vor einem Science Fiction-Hintergrund aus.

Sein Hauptschaffen verlagerte sich aber im Lauf der Jahre auf PERRY RHODAN. 1968 veröffentlichte er mit ''Planet unter Quarantäne'' sein erstes RHODAN-Taschenbuch. Mit einem Schlenker über ATLAN stieß er dann 1971 in das Autorenteam der RHODAN-Heftserie - und ist ihm bis zum heutigen Tag treu geblieben. Als Exposé-Autor lenkte er solange wie kein anderer die Geschicke der größten Science Fiction-Serie der Welt.

Ernst Vlcek lebt heute mit seiner Familie in Brunn am Gebirge vor den Toren Wiens - doch zum Schreiben zieht es ihn in die Abgeschiedenheit der Berge.

Aus dem Klappentext

Als am 7. Mai 1302 Neuer Galaktischer Zeitrechnung ein Raumschiff aus der fernen Galaxis Chearth in das Solsystem kommt, bringt es eine unheimliche Fracht mit: An Bord finden die Erkundungstrupps nur tote Wlatschiden, Angehörige eines Volkes jener Galaxis, und eine Frau von der Erde, die in einer Tiefschlafkammer liegt.

Tia de Mym, eine junge Agentin des Terranischen Liga-Dienstes, ist neben Perry Rhodan bei den ersten Terranern, die das Raumschiff erkunden. Sie erfährt, daß die gefundene Frau die totgeglaubte Kommandantin des verschollenen Kreuzers GALATHEIA ist. Während des Chearth-Konfliktes im Jahr 1291 NGZ strandete das terranische Schiff nach Kämpfen mit den Tazolen auf einer unbekannten Urwelt.

Tia de Mym ist zugleich der erste Mensch, der ahnt, daß eine extrem tödliche Fracht an Bord ist: eine Hinterlassenschaft aus Chearth, deren Kraft ausreicht, das Verderben über die Planeten der Menschheit zu bringen. Als Conrad Festik ins Spiel kommt, ein Überlebender der GALATHEIA, erkennt Tia, daß sie notfalls ihre Gefühle opfern muß, um der Menschheit zu helfen ...

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Die beiden Wlatschidenleichen wiesen keinerlei Verletzungen durch äußere Gewalteinwirkung auf. Was sie getötet hatte, hatte von innen gewirkt, wie bei einer schleichenden Krankheit, einem tödlichen Virus.

Sie hatten alle Haare ihres Felles verloren. Die derart freigelegte großporige Haut war aufgedunsen, schorfig und von eiternden Beulen übersät. Die Schädel wirkten dagegen knochig, Fleisch und Muskeln schienen degeneriert, geschrumpft, die Kopfhaut war wie mumifiziert. Die Schädel waren ebenfalls völlig haarlos, muteten an wie mit pergamentener Haut überzogene Totenköpfe.

Beide Wlatschiden waren in Korridoren der Außenzonen des Schiffes gefunden worden. Es schien fast so, als hätten sie versucht, vor einer Bedrohung davonzulaufen. »Diese armen Teufel«, sagte Perry Rhodan betroffen. »Was mag ihnen Schreckliches widerfahren sein?«

Während der Resident das noch sagte, stießen die TLD-Agenten in den Korridoren nacheinander auf sechs weitere tote Wlatschiden. Sie wiesen alle die gleichen Symptome auf: völlig haarlose Körper, ausgemergelte Totenschädel, aufgedunsene Körper mit eiternden Beulen. Die Leichen der neun Opfer erweckten den Eindruck, als seien sie seit mindestens einer Woche oder länger tot.

»Ich möchte, daß ein Medo-Team auf das Rachenschiff geht, um die genaue Todesursache - und den Zeitpunkt des Todes - zu untersuchen«, ordnete Perry Rhodan an. Er sprach nicht uns an, sondern gab diesen Befehl über das Bordsystem Kay Znamara.

Die drei Enterkommandos drangen tiefer in das Rachenschiff ein. Während sich das Alpha- Team unter seiner Führung zur Kommandozentrale im Bug vorarbeitete, befahl Randun Skoart den beiden anderen Gruppen, sich den anderen Schiffssektionen zu widmen - vor allem den Mannschaftsräumen.

Denn sagte der Ertruser: »Dieses Raumschiff muß eine viel größere Mannschaft besessen haben. Uns dürften noch ein paar grausige Entdeckungen bevorstehen.«

Die nächsten Minuten verliefen ereignislos. Bis Randun Skoarts Gruppe die Kommandozentrale erreichte. Dort fanden sie vier weitere Wlatschiden in Kontursesseln vor. Alle tot. Alle wiesen die bekannten Symptome auf. Aber ...

»Sieht aus, als seien diese vier Wlatschiden erst vor kurzem verstorben«, stellte Randun Skoart fest. »Sie wirken noch ziemlich frisch und zeigen keinerlei Verwesungserscheinungen.« Er griff nach dem Arm eines Wlatschiden und konnte ihn mühelos bewegen. »Es ist noch nicht einmal Leichenstarre eingetreten.«

»Das ist nicht weiter verwunderlich«, sagte Keerk. »Irgendwer muß schließlich das Schiff gesteuert und nahe dem Solsystem den Überlichtflug beendet haben. Vermutlich wurden diese vier mit dem Eintritt in den Normalraum gekillt.«

Randun Skoart, der Keerks Worte gehört hatte, zuckte zusammen, blickte sich forschend um und brachte instinktiv die Waffe in Anschlag.

»Du wirst schon recht haben, Keerk«, sagte der Ertruser. »Da versteckt sich irgendwo ein Killer und könnte jederzeit wieder aktiv werden. Silesias! Pongartz! Habt ihr das gehört? Bleibt also wachsam!«

Ich vergrößerte die beiden Holo-Fenster mit der Beta- und der Gamma-Gruppe. Während sich Silesias mit seinen Leuten durch die Gemeinschaftsräume, die Medo-Station und die Labors vorarbeitete, erreichte Pongartz' Gruppe den Sektor mit den Unterkünften.

»Warum haben diese Leute keine Roboter zur Unterstützung?« fragte Perry Rhodan.

»Weil der Einsatzleiter etwas gegen Robs hat«, antwortete Keerk. »Er verläßt sich in solchen Fällen lieber auf die Improvisationsgabe von Lebewesen.«

»Das ist geradezu unverantwortlich«, sagte der Resident empört. »Ich hätte gute Lust ...« Weiter kam er nicht. Denn in diesem Moment entdeckten Pongartz' Leute die erste Leiche in einer Mannschaftskabine. Sie hatten das Schott geöffnet und die Spionsonde vorgeschickt, während sie selbst in Deckung geblieben waren. Sie stürmten die Kabine erst, als ihnen das Bild des aufgebahrten Wlatschiden übermittelt wurde.

Der Wlatschide lag in seiner Koje nackt auf dem Rücken, die Arme über der Brust gefaltet. Er war schon stark verwest und mochte schon seit Wochen so hier liegen.

Auch in der nächsten Kabine fand sich die aufgebahrte Leiche eines Wlatschiden, bei dem die Verwesung weit fortgeschritten war.

Pongartz und seine Leute machten anschließend noch zwei Dutzend solcher entsetzlichen Funde, obwohl sie erst die Hälfte aller Unterkünfte durchsucht hatten.
Zwischendurch meldete sich Randun Skoart aus der Kommandozentrale.

»Wir haben ein Terminal aktiviert«, sagte er. »Aber wir bekommen nur unverständliche Hieroglyphen zu sehen. Kennt sich jemand mit der Schrift der Wlatschiden aus?«

Ich reagierte sofort: »Laß mal sehen, Skoart. Vielleicht kann ich etwas damit anfangen.« Der Ertruser richtete seine Helmkamera auf den Monitor, und ich zoomte mir den Bildausschnitt heran. Es war nicht so, daß ich alle Chearth-Sprachen in Wort und Schrift beherrschte, aber in Sinjuil, der Lingua franca von Chearth, war ich ganz gut beschlagen. Und glücklicherweise war der Text in Sinjuil abgefaßt.

»Logbuch der AKKAZZON«, las ich und wandte mich an Skoart: »AKKAZZON ist offenbar der Name des Rachenschiffes. Und das Logbuch könnte uns darüber Auskunft geben, was an Bord vorgefallen ist.«

»Na, wenn du in Sachen Chearth so versiert bist«, meinte Skoart, »dann wäre es wohl doch angebracht, daß du rüberkommst.«

»Klar, mache ich doch sofort!« sagte ich, ohne zu zögern.

Doch da mischte sich Perry Rhodan ein.

»Einen Moment, bitte«, sagte der Resident. »Ich übernehme ab sofort die Leitung dieses Unternehmens. Nach den bisherigen Ergebnissen scheint diese Angelegenheit viel brisanter zu sein als vermutet.«

»Ich bin nur dem TLD-Chef verantwortlich«, erwiderte Randun Skoart giftig. »Und der hat mir die alleinige Verantwortung und Entscheidungsvollmacht erteilt.«

»Und ich hebe diese Verfügung kraft meines Amtes auf«, sagte Perry Rhodan scharf. »Ich regle das schon mit Noviel. Hast du verstanden, Randun Skoart?«

»Jawohl, Resident«, sagte der Ertruser mit nur mühsam unterdrückter Wut.

Ich war in diesem Moment auf den Residenten auch ziemlich wütend, denn durch sein Eingreifen sah ich mich um einen interessanten Einsatz geprellt. In meinem Kopf war ein dumpfes Pochen und Rauschen.

»Warst du in Chearth?«

Ich begriff nicht sofort, daß die Frage des Residenten mir galt.

»Nein, ich war damals noch zu jung«, sagte ich, neue Hoffnung schöpfend. »Aber ich habe mich intensiv über die dortigen Geschehnisse informiert. Alles, was mit Chearth zusammenhängt, geradezu studiert.«

»Hm«, machte Perry Rhodan nachdenklich, dann fügte er hinzu: »Ich habe einen Chearth- Spezialisten, den ich einsetzen möchte. Er war mit der GILGAMESCH in NGC 4736. Möchtest du ihn begleiten?«

Ob ich wollte?

Und ob ich wollte!

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