Der Wunsch, Welten zu erfinden und zu schreiben, bezeichnet einen Schlüsselimpuls literarischer und künstlerischer Produktivität, der mit dem Genre des Fantastischen aufs engste verknüpft ist. Zu den zentralen Komponenten und konstitutiven Eigenschaften fantastischer Literatur und Kunst gehört seit ihren frühneuzeitlichen Anfängen die Konstruktion alternativer Weltentwürfe und ästhetischer Räume, die über den empirischen und soziokulturellen Erfahrungsbereich weit hinausgehen, auch wenn sie dort mitunter ihren Ausgangspunkt nehmen. Prägnanter und deutlicher als in jedem anderen literarischen Genre artikuliert sich in der fantastischen Literatur die welterzeugende und raumkonstruierende Ausrichtung, die als solche zu den konstitutiven Grundzügen von Fiktionen überhaupt zählt. Die Möglichkeit, Welten zu schreiben, zu erfinden oder spielerisch hervorzubringen, führt in einen Kernbereich der fantastischen Poetik und Ästhetik. In ihr geben sich die faszinierende Produktivität und das kreative Potenzial des Fantastischen besonders nachhaltig und anschaulich zu erkennen. Die Beiträge des Bandes beleuchten grundlegende Aspekte fantastischer Raumästhetik anhand von repräsentativen Beispielen aus verschiedenen Subgattungen und Medien.
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Hardcover. Zustand: Bon. Tome 1. Ammareal reverse jusqu'à 15% du prix net de cet article à des organisations caritatives. ENGLISH DESCRIPTION Book Condition: Used, Good. Volume 1. Ammareal gives back up to 15% of this item's net price to charity organizations. Bestandsnummer des Verkäufers F-427-988
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Zustand: Neu. Welten- und Raummodelle in der Fantastik. Hrsg. von Pascal Klenke, Laura Muth, Klaudia Seibel und Annette Simonis. Der Wunsch, Welten zu erfinden und zu schreiben, bezeichnet einen Schlüsselimpuls literarischer und künstlerischer Produktivität, der mit dem Genre des Fantastischen aufs engste verknüpft ist. Zu den zentralen Komponenten und konstitutiven Eigenschaften fantastischer Literatur und Kunst gehört seit ihren frühneuzeitlichen Anfängen die Konstruktion alternativer Weltentwürfe und ästhetischer Räume, die über den empirischen und soziokulturellen Erfahrungsbereich weit hinausgehen, auch wenn sie dort mitunter ihren Ausgangspunkt nehmen. Prägnanter und deutlicher als in jedem anderen literarischen Genre artikuliert sich in der fantastischen Literatur die welterzeugende und raumkonstruierende Ausrichtung, die als solche zu den konstitutiven Grundzügen von Fiktionen überhaupt zählt. Die Möglichkeit, Welten zu schreiben, zu erfinden oder spielerisch hervorzubringen, führt in einen Kernbereich der fantastischen Poetik und Ästhetik. In ihr geben sich die faszinierende Produktivität und das kreative Potenzial des Fantastischen besonders nachhaltig und anschaulich zu erkennen. Die 14 deutsch- und fünf englischsprachigen Beiträge des Bandes beleuchten grundlegende Aspekte fantastischer Raumästhetik anhand von repräsentativen Beispielen aus verschiedenen Subgattungen und Medien. Hervorgegangen ist der Sammelband aus der vierten Jahrestagung der Gesellschaft für Fantastikforschung, die im September 2013 in Wetzlar veranstaltet wurde. - Aus dem Inhalt: Hans Krah: Rotkäppchen und der Wald. Narrative Funktionen fantastischer Welten. - Matthias Hurst: Film(t)räume. Raum und Raumerfahrung im fantastischen Kino. - Isabelle van Elferen: Un/mögliche Welten. Wolken, Quanten und "Weird". - Stephanie Großmann/Stefan Halft: Transitorische vs. transformierende fantastische Räume. Versuch eines diachronen Vergleichs der kulturellen Funktionen fantastischer Räume. - Meret Fehlmann: Weltkonstruktion in der 'Prehistoric Fiction'. - Ulrike Kruse: Die wissenschaftlich-fantastische Welt in Bernhard Kellermanns "Der Tunnel" (1913). - Sabine Zubarik: Übertretung=Eliminierung. Biotechnische Kontrolle und Bewegungs(un)freiheit in dystopisch-fantastischen Raumentwürfen. - Tobias Krüger: Von abgenutzten Träumen. Eine Problematisierung des Utopischen in Alfred Kubins "Die andere Seite". - Marc-Oliver Schuster: »der zauberkasten / des famosen dr. mabuse / enthält mich, mädels!« H. C. Artmanns Fantastik und Raum[Welt]-Modell. - Tom Reiss: Mehr Raum, mehr Freiheit? Überlegungen zum Ende der Postmodeme und dem (Neu-)Beginn des Phantastischen bei David Foster Wallace. - Pascal Klenke/Laura Muth: Dämonen, Siegel, dunkle Nächte. Das Konzept von Freiheit und Raum in Peter V. Bretts "Demon Cycle". - Jochen Walter: Vom 'dungeon' zur Existenzebene. Beobachtungen zu Raumkonzepten im Tischrollenspiel. - Sabine Planka: Tim Burtons bunte (Unter-)Welten. "Corpse Bride" (2005) und "Alice in Wonderland" (2010). - Johannes Pause: Das kinematographische Subjekt. Zur Raum- und Mediengeschichte filmischer Reisen ins Ich. - Alejandro Riberi: Thinking the Unthought. Fiction and Worldmaking. - Klaudia Seibel: »Read, friend, and enter!« Generic world construction in fantastic texts. - Diego Samuelle Guillén: Potential fantastic elements in the epistle 27 of book VII in the book of letters of Pliny the Younger. - René Schallegger: Dishonored? Navigating the Neo-Edwardian Spaces of Dunwall as an Exercise in Socio-cultural Criticism. - Marcus Oppolzer: Reading Shaun Tal's "The Arrival". - 280 Seiten mit 11 Abb., gebunden (Beiträge zur Literaturtheorie und Wissenspoetik; Band 1/Universitätsverlag Winter 2014). Früher EUR 38,00. Gewicht: 542 g - Gebunden/Gebundene Ausgabe. Bestandsnummer des Verkäufers 14951
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