Die derzeitige Weltordnung ist ohne die Gegenwart regionaler Integrationsprozesse nicht mehr vorstellbar. Nicht nur in Europa, sondern auch in vielen anderen Regionen der Erde sind in den letzten Jahrzehnten Systeme regionaler Kooperation und Integration entstanden. Auch der afrikanische Kontinent ist von diesem Phänomen erfasst worden. Die dortigen Staats- und Regierungschefs haben 1991 mit dem Vertrag von Abuja allerdings die Weichen für eine besondere Art und Weise der Integration Afrikas gestellt: das Building Block-Konzept. Schrittweise sollen die fünf Regionen Afrikas (Nord-, Süd-, West-, Ost- und Zentralafrika) erst jede für sich und dann alle vereint wirtschaftlich, sektoral, politisch und kulturell integriert werden. Im südlichen Afrika versucht die regionale Wirtschaftsgemeinschaft Southern African Development Community (SADC) diesen Anspruch zu erfüllen. Sie gestaltet seit 1992 einen Transformationsprozess, der zum Ziel hat, zu einem erfolgreichen Building Block der panafrikanischen Einheit zu werden. Dabei muss sie sich der Herausforderung stellen, sich sowohl nach innen, also alle 15 Mitgliedstaaten vereinend, als auch nach außen, also mit den anderen regionalen Wirtschaftsgemeinschaften harmonisierend, zu integrieren. Diese doppelte Integration wird aber nicht nur von der SADC selbst, sondern auch von anderen Akteuren und strukturellen Faktoren, wie z.B. der Europäischen Union oder der Verfasstheit der politischen Systeme, beeinflusst. Die Autorin untersucht in Ihrer Studie die Zusammenhänge, Ursachen, Strukturreformen und Perspektiven der SADC, die einer der stärksten Regionalverbünde Afrikas ist. Sie analysiert die Veränderungen der Organisation und ihre Erfolge und Hemmnisse in den drei Dimensionen Institutionen, regionaler Integrationsprozess nach innen und regionaler Integrationsprozess nach außen. Dabei steht stets die Frage nach der Verwirklichung der panafrikanischen Einheit im Zentrum. Während es vor allem in den Anfangsjahren der SADC geringe Fortschritte bei diesem Unterfangen zu verzeichnen gab, erweist sich die SADC gegen Ende des Untersuchungszeitraums nicht nur als Motor der Entwicklung des südlichen Afrikas sondern auch als Triebfeder der kontinentalen Integrationsbestrebungen.
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Anbieter: Verlag Dr. Kovac GmbH, Hamburg, Deutschland
Softcover. Zustand: neu. 1. Auflage. Schriften zur internationalen Politik, Band 29 344 pages. Die derzeitige Weltordnung ist ohne die Gegenwart regionaler Integrationsprozesse nicht mehr vorstellbar. Nicht nur in Europa, sondern auch in vielen anderen Regionen der Erde sind in den letzten Jahrzehnten Systeme regionaler Kooperation und Integration entstanden. Auch der afrikanische Kontinent ist von diesem Phänomen erfasst worden. Die dortigen Staats- und Regierungschefs haben 1991 mit dem Vertrag von Abuja allerdings die Weichen für eine besondere Art und Weise der Integration Afrikas gestellt: das Building Block-Konzept. Schrittweise sollen die fünf Regionen Afrikas (Nord-, Süd-, West-, Ost- und Zentralafrika) erst jede für sich und dann alle vereint wirtschaftlich, sektoral, politisch und kulturell integriert werden. Im südlichen Afrika versucht die regionale Wirtschaftsgemeinschaft Southern African Development Community (SADC) diesen Anspruch zu erfüllen. Sie gestaltet seit 1992 einen Transformationsprozess, der zum Ziel hat, zu einem erfolgreichen Building Block der panafrikanischen Einheit zu werden. Dabei muss sie sich der Herausforderung stellen, sich sowohl nach innen, also alle 15 Mitgliedstaaten vereinend, als auch nach auÃen, also mit den anderen regionalen Wirtschaftsgemeinschaften harmonisierend, zu integrieren. Diese doppelte Integration wird aber nicht nur von der SADC selbst, sondern auch von anderen Akteuren und strukturellen Faktoren, wie z.B. der Europäischen Union oder der Verfasstheit der politischen Systeme, beeinflusst. Die Autorin untersucht in Ihrer Studie die Zusammenhänge, Ursachen, Strukturreformen und Perspektiven der SADC, die einer der stärksten Regionalverbünde Afrikas ist. Sie analysiert die Veränderungen der Organisation und ihre Erfolge und Hemmnisse in den drei Dimensionen Institutionen, regionaler Integrationsprozess nach innen und regionaler Integrationsprozess nach auÃen. Dabei steht stets die Frage nach der Verwirklichung der panafrikanischen Einheit im Zentrum. Während es vor allem in den Anfangsjahren der SADC geringe Fortschritte bei diesem Unterfangen zu verzeichnen gab, erweist sich die SADC gegen Ende des Untersuchungszeitraums nicht nur als Motor der Entwicklung des südlichen Afrikas sondern auch als Triebfeder der kontinentalen Integrationsbestrebungen. Bestandsnummer des Verkäufers x5137
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Anbieter: Buchpark, Trebbin, Deutschland
Zustand: Sehr gut. Zustand: Sehr gut | Seiten: 344 | Sprache: Deutsch | Produktart: Bücher | Keine Beschreibung verfügbar. Bestandsnummer des Verkäufers 10421475/122
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