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Reflections - Hardcover

Argentini, Guido

 
9783832792138: Reflections

Inhaltsangabe

Beim Blick in den Spiegel denkt der Mensch gern darüber nach, wer er ist und wer er sein möchte. Argentini, der Meister der erotischen Fotografie, treibt mit seinen weiblichen Akten die Wahrnehmung der Realität an ihre Grenzen. Durch das gekonnte Spiel mit dem Spiegel schafft er ungewöhnliche Perspektiven. Die so entstandenen Bilder verbinden verlockende Sinnlichkeit mit kultivierter Distanz. Angesichts all der Posen und Rollenspiele der Frauen fragt sich der Betrachter, wie es wohl weitergehen mag. Und selbstverständlich darf jeder für sich entscheiden, welche nun die Schönste im ganzen Lande ist. 1966 wurde Guido Argentini in Florenz geboren, seit 1990 lebt er in Los Angeles. Seine Fotos wurden in Vogue, Marie Claire, Playboy, Max und Men's Health veröffentlicht. Von ihm sind bereits zwei Titel bei teNeues erschienen, Silvereye und Private Rooms. - Ein ideales Geschenk für Liebhaber gehobener Erotika - Gewagte Arbeiten, die das Blut in Wallung bringen

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Guido Argentini was born and raised in Florence, Italy. He spent three years attending medical school before deciding, at age 23, to follow his passions and pursue a career as a photographer. He currently lives between Italy and U.S.A., spending the majority of his time in Los Angeles. In 2003, Guido Argentini's first book, Silvereye, presented an exquisite series of studio and landscape nudes. That work was a reflection of the artist's great personal passion for sculpture and dance. His second book, Private Rooms, published in 2005, offers an entirely different type of personal journey, one where eroticism and beauty are clearly inseparable. This second book is the result of ten years of photographs, all taken in the intimacy of closed rooms that become the theaters of the artist's self-directed voyeuristic fantasies.

Von der hinteren Coverseite

When we look in a mirror, we consider who we are, and who we want to be. These female nudes from the master of erotic photography challenge our perception of what is real and what is not. Argentini skillfully plays with mirrors to achieve unusual perspectives. The resulting images combine come-hither sensuality with sophisticated distance. With all this posturing and role-play, who knows what will happen next? Decide for yourself who is the fairest of them all.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort des Autors
"Schon immer faszinierten mich reflektierte Bilder - im Spiegel, im Wasser, auf glänzenden Metalloberflächen und selbst in der Iris des Auges. Beim Stöbern in meinem Archiv stieß ich auf zahlreiche Fotografien von Frauen im Spiegel. Spiegel sind eine Art unbewusste Erforschung der Frau, die sich betrachtet, sich verliebt, sich in ihrem eigenen Abbild verliert. Die Literatur jeder Epoche und jedes Landes steckt voller Geschichten, in denen der Spiegel und das Motiv des reflektierten Bildes eine Hauptrolle spielen. In vielen asiatischen Traditionen ist der Spiegel ein Mittel der Erkenntnis und der Erleuchtung. In China gilt er als Symbol der Weiblichkeit und des Mondes, und in früheren Zeiten war er auch Sinnbild der Herrscherin. In Japan symbolisiert er die Enthüllung der Wahrheit, die Reinheit und die Sonnengöttin Amaterasu-Omi-Kami.
Alice verwendet in Lewis Carrolls Geschichte "Alice hinter den Spiegeln" einen Spiegel, um in eine fantastische Welt einzutreten - eine Welt, in der die Dinge verkehrt herum sind. In "Schneewittchen", dem Märchen der Gebrüder Grimm, befragt die böse Stiefmutter Schneewittchens einen verzauberten Spiegel, um herauszufinden, wer die Schönste im ganzen Land sei. Der junge Artus hingegen brachte als Einziger den Mut auf, sich selbst in seiner Ganzheit in der Reflexion einer Schwertklinge zu betrachten. Die übrigen Ritter sahen ihr Spiegelbild nur teilweise. Da sie es nicht wagten, sich selbst als Ganzes zu sehen, blieb bei ihnen das Schwert im Stein stecken. Und Aladin, der in eine dunkle Höhle eingeschlossen war, sah sein Spiegelbild, als er an der Wunderlampe rieb. Als er erkannte, dass er und sein Spiegelbild nicht dasselbe sind, wurde er sich augenblicklich seiner selbst gewahr. Sich im Spiegel zu betrachten, sich selbst zu erkennen und sich des Unterschieds zwischen dem Betrachter und seinem reflektierten Abbild bewusst zu werden, ist der Ausgangspunkt der "Transformation". Indem wir unser Selbst erkennen, werden wir uns auch unserer Grenzen bewusst und überwinden sie dadurch. Jede Grenze wird in dem Moment überwunden, in dem man sie als solche erkennt. Es scheint, als würden wir an einen Ort gehen, den wir nicht kennen und der erst zu existieren beginnt, wenn wir unseren Blick und unsere Aufmerksamkeit darauf richten. Fotografieren war für mich immer ein Mittel des Bewusstwerdens, eine Art und Weise, die Menschen kennen zu lernen, besonders, um mich dem geheimnisvollen Planeten anzunähern, den die Frauenwelt darstellt. Meine Fotografien lassen die Frau in ihrer Schönheit und Sinnlichkeit erscheinen, aber die Frau ist weit mehr als das. Die Frau erschafft das Leben, und nur sie ermöglicht unser spirituelles Wachstum, auch wenn sie sich dessen überhaupt nicht bewusst ist. Sie ist das katalysierende Element, das die chemische Reaktion ermöglicht, die zur Erschaffung eines "neuen Menschen" führt. So wie aus der Verbindung von Sauerstoff und Wasserstoff das Wasser hervorgeht - ein Element, das zuvor nicht existiert hatte - so kann die Frau den Mann dazu bringen, sich in einen anderen Zustand zu erheben - einen Zustand, den er ohne das weibliche Element niemals erreicht hätte. Wer dies nicht weiß oder nicht daran interessiert ist, es zu wissen, wird zurückbleiben. Wenn man wächst, steigt man in die Höhe und schafft eine Distanz zwischen sich und denjenigen, die sich entschieden haben, auf einer Stelle zu verbleiben, und manchmal fühlt man sich deshalb sehr einsam. Wer wächst, kann die Welt von außen betrachten, wer verharrt, bleibt unten und kann, als wäre er unter Wasser, nichts mehr wahrnehmen. Trotzdem kann man nicht halt machen, um die anderen zu überzeugen. Auch im tibetischen Buddhismus lehrt "die Weisheit des großen Spiegels" das Geheimnis des Lebens: Die Welt der Objekte, wie sie im Spiegel reflektiert wird, ist nur einer der beiden Aspekte von Shunyata, der Leerheit auf absoluter Ebene. Nichts, was einem im Leben begegnet, hat eine absolute Identität oder ist von Dauer. Um zu wachsen, müssen wir uns von dem Bild unserer Person entfernen, das das durch sämtliche Einflüsse, denen wir seit unserer Geburt unterworfen sind, entstanden ist. Jedes Mal, wenn wir uns selbst im Spiegel betrachten, sehen wir das "Du", das die Familie, die Gesellschaft und die Religion erschaffen haben, und nicht das "Ich". Um zu erreichen, dass diese Veränderung der Wahrnehmung vonstatten geht, ist es notwendig, dass uns das, was wir noch nicht kennen, mehr reizt, als das, was wir kennen. Wir müssen neugierig sein, um herauszufinden, wer derjenige wirklich ist, der in den Spiegel schaut. Es ist schwierig, das, was wir kennen, was uns vertraut ist, aufzugeben für etwas, über das wir nichts wissen. Das macht uns große Angst. Das Bild aufzugeben, das wir von uns selbst haben, das wir seit wir geboren sind schon immer in den Spiegeln gesehen haben und dem wir auf schreckliche Weise verhaftet sind, stellt ein großes Trauma dar, aber es ist die einzige Möglichkeit, die wir haben. Dennoch schieben wir es allzu gerne auf. Wir projizieren das, was wir heute tun könnten, in eine Zukunft, die sich selbst neu erschafft. Die Gegenwart ist nicht mehr schön genug, sie ist lediglich ein Vorspiel für die Zukunft, die da kommen wird. Die Dualität des eigenen Ichs zu überwinden, ist die einzige Möglichkeit, die wir haben, um zu wachsen, und wir können das nicht länger aufschieben. Wenn alles, was geteilt ist, eins wird, wenn wir und unser Abbild tatsächlich ein und dasselbe geworden sind, dann wartet auf uns ein unendlicher Horizont und die Ewigkeit wird von Neuem unsere Dimension sein, eine Dimension, die schon viel zu lange in Vergessenheit geraten ist."

Introduction by the Author:
"I've always been fascinated by reflections: on mirrors, on water, on shiny metallic surfaces, even in the iris of the eye. Looking through my archives I discovered a vast collection of photographs of women looking at themselves in mirrors: a sort of unconscious research about the woman who studies herself, falls in love, and gets lost in her own image. Literature from all times and all nations is full of stories in which the mirror and reflected images play a leading role. Many Eastern traditions consider the mirror as an instrument of knowledge and enlightenment. In China the mirror symbolized femininity and the moon; and it was once the emblem of the queen. In Japanese culture it symbolizes the revelation of truth, purity, and the Sun Goddess Amaterasu-Omi-Kami. Alice in Lewis Carroll's "Through the Looking Glass, and What Alice found there" uses a mirror to enter a fantasy world, a world in which "things happen upside down." Snow White's stepmother in the Grimm Brothers' fairytale consults a mirror to learn the name of the most beautiful woman in the realm. Young Arthur is the only one brave enough to look at his entire self in the reflection-mirror of a sword. The other knights only half glanced at their reflection: they lacked the courage to look at themselves completely, which was why they could not remove the sword from the rock. While locked away in the darkness of a cave, Aladdin sees his reflection as he rubs on the lamp. In an instant, "he notices" himself and realizes that he and his image are two different things. Looking at oneself in the mirror, recognizing oneself and being aware of the difference between the one who watches and the reflection in the mirror is the starting point of the "transformation" process. By "noticing" ourselves we grow conscious of our limitations and thereby overcome them. Every limit is overcome at the very moment we identify it as such. It's like walking towards a place we don't know, one that starts to exist at the very moment we turn our eyes and attention toward it. Photography has always been an instrument of knowledge for me; a way to get to know people and, particularly, to approach a mysterious planet, that is, the woman's world. My photos reveal the woman in her beauty and...

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