Das Rilke-Projekt: 12 große Künstler unserer Zeit - Pop- und Rocklegenden wie Xavier Naidoo und Peter Maffay, Filmstars wie Mario Adorf und Ben Becker, große Sängerinnen wie Montserrat Caballé und Nina Hagen - haben sich zusammengefunden, um die einzigartige Idee des Komponistenduos Schönherz & Fleer gemeinsam zu verwirklichen. Dank ganz persönlicher Interpretationen der schönsten Gedichte von Rainer Maria Rilke, gesungen und gesprochen zu neu komponierter, einfühlsamer Musik, entstand ein ergreifendes Album - eine poetische Reise, die uns aus dem Alltag fortführt - "bis an alle Sterne".
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Der Lyriker Rainer Maria Rilke war eine der herausragendsten dichterischen Persönlichkeiten im beginnenden 20. Jahrhundert. Der 1875 in Prag geborene Dichter hat in seinem Werk, das stark durch den französischen Symbolismus geprägt wurde und mit zu den bedeutendsten Leistungen der Poesie in deutscher Sprache zählt, weltweite Anerkennung erlangt und weit über die Grenzen des deutschen Kulturraumes hinaus gewirkt. Und seine Werke haben ihre Wirkung nie verloren - nach wie vor, mehr als 75 Jahre nach seinem Tod, berührt uns seine poetische Sprache und die Zeitlosigkeit seiner Themen. Rilke scheint heute so aktuell wie zu seiner Zeit. Die beengten bürgerlichen Verhältnisse seiner Prager Kindheit und die unglückliche Ehe seiner Eltern prägten Leben und Werk des Künstlers auf nachhaltige Weise: Steckte die exzentrische Mutter ihren Sohn in Mädchenkleider, so schickte der Vater ihn auf eine Militärschule - eine traumatische Erfahrung für den sensiblen, kunstinteressierten Jungen. Wegen seiner schwachen gesundheitlichen Konstitution wurde er vorzeitig entlassen. Nach dem Besuch der Linzer Handelsakademie und der Matura setzte Rilke in München sein Studium der Kunst- und Literaturgeschichte fort, das er zuvor in Prag begonnen hatte. Die Bekanntschaft mit Lou Andreas-Salomé eröffnete ihm ihre und die Gedankenwelt Friedrich Nietzsche und führt zur Klärung seines künstlerischen Selbstverständnisses. Mit Lou Salomé unternahm er zwei Russland-Reisen, bei denen die Begegnung mit der Landschaft, ihren Menschen und deren Religiosität starke Eindrücke bei Rilke hinterließen. Rilkes Frühwerk ist geprägt von den Werken russischer Intellektueller wie Tolstoj, L. Pasternak und Droshin, aber auch Eindrücke der Militärzeit klingen in seinen Werken nach, z. B. in Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke. Von diesen Werken sollte er sich später - ebenso wie von seiner vorangegangenen Stimmungslyrik - distanzieren. 1901 heiratete Rilke die Bildhauerin Clara Westhoff, und ein Jahr später kam die Tochter Ruth zur Welt. In der folgenden Zeit nahm Rilke vielfältige Einflüsse in sich auf: In Paris war Rilke für einige Zeit als Sekretär des Bildhauers Auguste Rodins tätig; eine Skandinavienreise und die intensive Auseinandersetzung mit den geistigen und künstlerischen Größen seiner Zeit wie Paul Cézanne, Charles Baudelaire und Sören Kierkegaard brachte neue Impulse. In den Neuen Gedichten und in seinem Roman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge thematisiert Rilke die Welt der Moderne und der Großstadt in einer sachlichen Sehweise jenseits der hergebrachten Wahrnehmungsmuster und in verschärfter Auseinandersetzung mit der sozialen Realität. Nach Schaffenskrisen und privaten Problemen sowie unter dem Eindruck verschiedener weiterer Reisen entstanden auf Schloss Duino an der Adria das Marien-Leben und die ersten so Elegien. Den Ersten Weltkrieg erlebte Rilke als einen Schock. Unter dem Eindruck der Sinnlosigkeit des Krieges sowie der Bekanntschaft mit Rathenau und dem Sozialisten Eisner engagierte sich Rilke kurzzeitig für eine politische Veränderung, die Revolution. Unmittelbar nach dem Krieg jedoch verließ er Österreich, um sich nach einer Phase des Suchens in der Schweiz niederzulassen. Die zurückgezogene Atmosphäre von Schloss Muzot im Rhônetal bei Sierre, das ihm ein Schweizer Mäzen zur Verfügung stellte, ermöglichte dem Dichter den Abschluss seiner großartigen Duineser Elegien und der Sonette an Orpheus.
Der Schauspieler und Schriftsteller Mario Adorf wurde 1930 in Zürich geboren. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Mayen bei Koblenz und studierte später Philologie und Theaterwissenschaften. Von 1953 bis 1955 besuchte er die Otto-Falckenberg-Schule in München und war bis 1962 an den Münchener Kammerspielen beschäftigt. Inzwischen hat Mario Adorf über 100 Filme im In- und Ausland gedreht und Engagements an ungezählten Theaterbühnen gehabt. Zu seinen wichtigsten Filmen gehören "Nachts, wenn der Teufel kam", "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von Volker Schlöndorff und "Lola" von Rainer Werner Fassbinder. Für herausragende Verdienste um den deutschen Film wurde Mario Adorf mit dem Deutschen Filmpreis 2004 ausgezeichnet.
Ben Becker, 1964 in Bremen als Sohn des Schauspielerpaares Monika Hansen und Rolf Becker geboren, wuchs mit seiner Schwester Meret in Berlin bei seiner Mutter und ihrem Lebensgefährten, dem Schauspieler Otto Sander, auf. Nach der Schauspielausbildung sieht man ihn in unterschiedlichen Film- und Fernsehproduktionen. Für seine Filmarbeit erhielt er u.a. den Grimme-Preis in Gold und Silber sowie die Goldene Kamera für den Kinofilm „Comedian Harmonists“. Zu Ben Beckers bekanntesten Filmen gehören „Schlafes Bruder“, „Marlene“ und „Sass“. Als Bühnendarsteller debütierte er 1993 am Hamburger Ernst-Deutsch-Theater und spielte danach erfolgreich in zahlreichen Inszenierungen. 2002 stand der mit dem „Goldenen Vorhang“ zum beliebtesten Schauspieler gekürte Künstler in Brechts Frühwerk „Baal“ auf der Bühne. Ben Becker gibt regelmäßig Gastspiele mit seinen szenisch -musikalischen Lesungen.
Hannelore Elsner, geboren 1942 in Burghausen in Oberbayern, zählt zu den anerkanntesten deutschen Charakter-Darstellerinnen in Film, Fernsehen und auf der Bühne. Vielfach ausgezeichnet wurde sie u.a. für ihre Rollen in "Die Unberührbare" und dem brillanten Ein-Personen-Drama "Mein letzter Film". Für ihr Engagement gegen Aids erhielt sie 2005 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Ihr komödiantisches Talent zeigte Hannelore Elsner zuletzt im Kino in "Alles auf Zucker!".
Christiane Paul, geboren 1974 in Berlin-Pankow, ist eine gefragte und preisgekrönte Theater- und Filmschauspielerin. Gelesen hat sie u.a. die Prinzessinnen-Anthologie „Für immer verzaubert“ und von Monika Feth „Meine kleine Schwester“.
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