Ralph Gelbert: Beyond The Visible - Hardcover

Gelbert, Ralph

 
9783868288582: Ralph Gelbert: Beyond The Visible

Inhaltsangabe

Ralph Gelberts Malweise ist impulsiv, rauschhaft, manchmal geradezu dionysisch. Es handelt sich um eine Kunst, die auf den Körper zurückverweist, auf Bewegungen, die einer physischen Dynamik und einer sinnlichen Logik zu folgen scheinen und weniger einem vorab entwickelten Konzept. Ihre kunstgeschichtlichen Wurzeln liegen in der informellen Kunst, wie sie im Paris der vierziger und fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts entstand. Deren Ziel war es, die Malerei aus ihrer Abhängigkeit von der äußeren Wirklichkeit zu befreien und gewissermaßen zu sich selbst kommen zu lassen. Wer Gelberts Bilder betrachtet, dem teilen sich die vulkanischen Energien mit, die sich in ihnen manifestiert haben, die Lust an satten, ja bisweilen grellen Farben, die dahinströmen, verfließen, Wolken bilden, Wirbel und Schlieren. In seinen Werken tun sich phantastische Räume auf, Kunstwelten, die weder Darstellungen existierender Orte sind noch Innenräume des Subjekts. Was jedoch so rauschhaft erscheinen mag, verdankt sich durchaus nicht nur dem spontanen Impuls, sondern ebenso Kalkül und Disziplin. Wie bei den Kalligraphien aus dem Geist des Zen setzt der Eindruck von Spontaneität und Intensität stets ein Höchstmaß an Beherrschtheit voraus. (Auszug aus Hans-Walter Schmidt, Les Paradis Artificiels)

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Von der hinteren Coverseite

Ralph Gelbert’s manner of painting is impulsive, ecstatic, and at times veritably Dionysian. We are dealing here with an art form that refers back to the body, to movements that do not rely on a previously developed concept, but rather follow a physical dynamism and sensual logic. Their art historical roots can be found in art informel, which developed in Paris in the 1940s and 1950s with the goal of liberating painting from its dependence on external reality and thus allowing it to come into its own, so to speak. Viewers of Gelbert’s paintings are made privy to the volcanic energies that have become manifested within them, a sheer delight in rich and at times flamboyant colors which flow out of them, become blurred, form clouds, vortices, and striations. Fantastical spaces emerge in his works, artificial worlds which are neither illustrations of existing sites nor subjective interior spaces. And what may for some appear to be ecstatic is due not only to spontaneous impulses, but also to calculation and discipline. As with calligraphies in the spirit of Zen, the impression of spontaneity and intensity presupposes a maximum degree of self-control. (Excerpt from: Hans-Walter Schmidt, Les Paradis Artificiels)

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