Scheintod - Hardcover

Demski, Eva

 
9783895610035: Scheintod

Inhaltsangabe

Frankfurt am Main, Ostern 1974. Ein Anwalt wird tot in seiner Kanzlei im Bahnhofsviertel gefunden. Natürlicher Tod, Mord oder Selbstmord? Die Polizei stellt die Leiche sicher. Seine Frau, die seit Jahren von ihm getrennt lebt, ist plötzlich gezwungen, sich mit seiner Arbeit, seinem Leben - und ihrer Liebe zu ihm auseinanderzusetzen. Er war ein Anwalt der linken Szene, Strafverteidiger, Theoretiker der Revolution. Was weiß sie eigentlich von diesem für sie noch so lebendigen Toten?Stille Trauer ist der Frau nicht gegönnt. Die Polizei verdächtigt sie der Mitwisserschaft an ungeklärten - und unerklärten - politischen Aktivitäten. Freunde und Komplizen des Mannes melden sich mit geheimnisvollen Fragen und verschlüsselten Botschaften. Sie muß sich nicht nur in den Erinnerungen an ihre unbeendete Liebe zurechtfinden, sondern auch in den abgerissenen Verpflichtungen gegenüber den Mandanten der Kanzlei und in den undurchschaubaren Verbindungen zum politischen Untergrund. Wem kann sie vertrauen, wer könnte ihr helfen? Wo sind ihre Freunde und wo ihre Feinde? Sie fühlt die Verpflichtung, allein und auf sich gestellt, das Leben dieses für sie nur Scheintoten zu schützen, seine Gedanken zu bewahren, auch wenn sie nicht alles begreift. Sie besucht seine Kollegen, Mandanten aus der Halbwelt, Genossen und ehemalige Revolutionäre und die Männer in den Lederkneipen. Und in diesen grotesken, rührenden und beunruhigenden Begegnungen steht ihr der Mann mit immer neuen, vertrauten und auch ungeahnten Seiten vor Augen. Scheintod ist reich an genau beobachteten Figuren aus dem Frankfurt der sechziger und siebziger Jahre. Scheintod ist kein Schlüsselroman, sondern der Roman einer großen Liebe. Und es ist der Blick einer Liebenden und Trauernden, der diese hoffnungsvolle und erschreckende Zeit so lebendig macht - und als vergangen erkennen läßt.

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Aus dem Klappentext

>Scheintod<: der Roman einer großen Liebe, »eine literarische Glanzleistung.« Kyra Stromberg, Süddeutsche Zeitung

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