„…ein kennzeichen unserer zeit ist richtungslosigkeit und der verlust einer verbindlichen verständigungsgrundlage. wir sind zersplittert bei der suche nach einer ordnung jenseits rein materialistischer ziele. das mosaik unserer bildaussagen setzt sich heute aus vielen fragmentarischen behauptungen von großer vielfalt und gegensätzlichkeit zusammen. eine umfassende konzeption bei der suche nach wahrheit und ordnung lässt sich in der kunst insgesamt nicht feststellen, die erprobung aller visuellen möglichkeiten könnte aber zu einer neuen synthese und damit zur entwicklung sinnvoller bildnerischer ausdrucksformen führen…“
Herbert Bayer (1967)
Herbert Bayer zählt zu den schillerndsten aus Oberösterreich stammenden Künstlerpersönlichkeiten der internationalen Moderne des 20. Jahrhunderts. Der aus Haag am Hausruck stammende Allround-Künstler wurde schon 1985 von den Medien zum „Tausendsassa der Gestaltung“, zum „Universalgenie“, zum großen Allrounder, zum ältesten (damals noch lebenden) Bauhausmeister mit internationaler Reputation ausgerufen.
„Meine Heimat gefällt mir natürlich, aber ich werde doch in Amerika bleiben“, antwortete Oberösterreichs Ausnahmekünstler bei der umfassenden Retrospektive in der Neuen Galerie im Jahr 1976 auf die Frage, ob ihn die Rückkehr in sein Geburtsland Oberösterreich nicht reizen würde.
In seiner neuen Heimat, den Vereinigten Staaten, vollendete Bayer, der Universalist der europäischen Moderne, seine in Deutschland begonnene, erfolgreiche, internationale Karriere als Designer, Landschaftsgestalter, Maler, Fotograf, Bildhauer, Architekt und Werbefachmann.
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Herbert Bayer: österr., später US-amerikan. Designer, Maler, Gebrauchsgraphiker, Photograph u. Architekt, 1900–1985
Elisabeth Nowak-Thaller: Dr. phil., geboren 1960 in Linz, lebt in Linz. Studium der Kunstgeschichte und Publizistik an der Universität Salzburg. Seit 1986 als Kunsthistorikerin in der Neuen Galerie der Stadt Linz/Lentos Kunstmuseum Linz tätig. Vizedirektorin, Leiterin der Gemälde- und Skulpturensammlung im Lentos Kunstmuseum Linz und des Fachbereiches Kunst der Museen der Stadt Linz. Kuratorin und Ausstellungsorganisatorin u. a. „Klemens Brosch“ im Stadtmuseum Nordico Linz (Deutschland-Tournee), „Henri Matisse“, „Keith Haring“, „Andy Warhol“, „Paris 1945–1965“ (mit Dir. P. Baum), „Paula’s Home“ (mit A. Gillmayr), „Gottfried Helnwein“ (mit Dir. S. Rollig), „the spirit of pop“, „94 Meisterwerke“, „Massimo Vitali“, „Herbert Bayer“, „Nomaden im Kunstsalon“ (mit A. Bina), „Helene Funke“ und „Oskar Kokoschka – ein Vagabund in Linz. Wild. Verfemt. Gefeiert“. Autorin und Mitherausgeberin von Ausstellungskatalogen und Künstlermonografien zur Kunst des 20. Jahrhunderts und zur Gegenwartskunst.
Bernhard Widder: Dipl. Ing., geboren 1955 in Linz, lebt in Wien. Studium der Architektur (TU Wien). Freischaffende Tätigkeit als Schriftsteller und Architekt. Seit 1986 Lehrtätigkeit und Vorträge in Österreich, USA, Mexiko und Kolumbien. 1996–2000 Forschungsarbeit über das architektonische Werk Herbert Bayers in den USA und in Mexiko. Dazu erschien die Monografie „Herbert Bayer – Architektur, Skulptur, Landschaftsgestaltung“, Wien 2000. Kurator der Ausstellungen „Herbert Bayer – Architektur, Skulptur, Landschaftsgestaltung“, Landesgalerie Oberösterreich, Linz 2000, „herbert bayer – arhitectura, sculptura, peisagistica“, Universität Ion Mincu, Bukarest, Rumänien, Jänner–Februar 2007.
Herbert Bayer: österr., später US-amerikan. Designer, Maler, Gebrauchsgraphiker, Photograph u. Architekt, 1900–1985
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516 S., 2 Bll. Mit sehr zahlr., meist farb. Abb. 4°, Orig.-Pappbd. mit -Schutzumschlag. Eines der berühmtesten Bilder des Bauhaus ist die surrealistische Fotografie des Mannes, der mit aufgerissene Augen eine Scheibe seines Oberarmes entnimmt - ein Selbstporträt des Österreichers Herbert Bayer (1900-1985), der zu den kreativsten Geistern der internationalen Moderne in Europa und der westlichen Welt zählt. Herbert Bayer studierte am Bauhaus in Weimar und Dessau, interessierte sich für Typographie und lernte Wandmalerei bei Kandinsky. Im Berlin der Nazis war er einer der gefragtesten Grafiker. ?Naiv war er, ignorant vielleicht. Und sehr begabt. Das Bauhaus Archiv nutzt noch heute die Schrift von Herbert Bayer?, (rbb Rundfunk). 1938 emigriert der ?Protagonist des Neuen Sehens in Deutschland? (Tagesspiegel) mit seiner (jüdischen) Frau und mit Unterstützung durch Walter Gropius in die Vereinigten Staaten, von wo aus er sich zu einem der international gefragtesten Typografen, Designer und Innenraumgestalter entwickelt. Das Katalogbuch unternimmt den Versuch, das Gesamtwerk Herbert Bayers in seiner schillernden Vielfältigkeit auszubreiten und die thematischen Linien, die sich über Jahrzehnte durch sein Werk ziehen, von der Fotografie, der Zeichnung, der Malerei, der Werbegrafik, bis zur gestalteten Landschaft, erfahrbar zu machen. - Verlagsfrisches Exremplar. 2500 gr. Bestandsnummer des Verkäufers WIE419
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