New Humanism: On the Path to a Humane Social System: Auf dem Wege zu einer humanen Gesellschaftsordnung - Softcover

Djassemi, Dr Mohammed; Jassemi, Dr Bahram; Djassemi, Ali Reza

 
9783938104002: New Humanism: On the Path to a Humane Social System: Auf dem Wege zu einer humanen Gesellschaftsordnung

Inhaltsangabe

The purpose of this contribution to discussion is to draw the attention of our readers to the adversities and problems which make life difficult for people and prevent them from being happy. But what is life and its true fulfillment? There are certainly many answers to this question. A brief summary of our answers will help you better understand the text to follow: For us the fulfillment of man’s existence is achieved by consciously and modestly living in joy and love with a spirit of solidarity in the community and in harmony with nature! What is the main obstacle to putting into practice this, in itself, simple maxim for living a fulfilled life? It is the vulnerability of the capitalistic culture – a value system burdened by the hereditary scorn of humanity and hostility towards nature governing individuals as well as societies, not even hesitating to deprive capital, which is the result of useful work, of its productive and beneficial performance. Our primary objective is put the capitalistic culture up for discussion at all social levels – regardless of race, nationality, creed, or other cultural or social differences – regionally and globally. We hope that as a part of an era of the second Enlightenment intellectual currents as well as practical movements marked by new ways of living will result from this lively global analysis. Our hope is that this will serve as a germinating power for a peaceful transformation of existing relationships into a true Humane Social System. Our value concepts, ideals, and visions are depicted here under the term New Humanism. However, we, the New Humanists, do not consider this an ideology which is striving for power. It is rather an edifice of knowledge and wisdom from all peoples, open on all sides always ready to develop and able to grasp. Mohammed Djassemi Bahram Jassemi

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Über die Autorin bzw. den Autor

Zum Autor Dr. Mohammed Djassemi: Dr. Mohammed Djassemi, gebürtiger Iraner (1933) schloß sein Politikstudium an der Hochschule der Politik in München mit dem akademischen Titel dipl. sc. pol. ab und promovierte an der philosophischen Fakultät der Augsburger Universität mit der Note "cum laude". Er gehörte 25 Jahre der linken Szene an, von der er sich vierzig-jährig aus freien Stücken und kritisch trennte. "Bei aller großen Hochachtung für Marx ... er hat sich antropologisch geirrt", so der Autor in mehreren Streitschriften. Zum Autor Dr. Bahram Jassemi: Dr. Bahram Jassemi, gebürtiger Iraner (1951) schrieb im Alter von 16 Jahren seine ersten Gedichte, später auch Kurzgeschichten und Dramen. Während und nach seinem Studium zum Doktor der Pharmazie an der Univerität Teheran beschäftigte er sich zusätzlich auch mit politischen Wissenschaften. Die politische Lage im Iran - vor und während der islamischen Revolution forderte Aufklärung, und motivierte ihn dazu im Jahre 1977 in Teheran ein politisches Lexikon zu veröffentlichen. Nach seiner Auswanderung nach Deutschland (1980) widmete er sich erneut der Literatur, sowie seiner Forschungsarbeit in esoterischen Schulen der monotheistischen Religionen, insbesondere dem Sufismus. Seine Abhandlungen sind in Los Angeles, U.S.A. veröffentlicht.

Aus dem Klappentext

Mit diesem Diskussionsbeitrag möchten wir die Leserinnen und Leser auf die Widrigkeiten und Probleme aufmerksam machen, die den Menschen das Leben erschweren und daran hindern, glücklich zu leben. Aber worin besteht nun das Leben und seine wahre Erfüllung? Es gibt sicherlich viele Antworten darauf. Hier nur eine knappe Zusammenfassung unserer Antworten zum besseren Verständnis des Textes: Für uns liegt die Erfüllung des menschlichen Daseins darin, bewusst und bescheiden in Freude und Liebe zu leben, mit solidarischem Geist in der Gemeinschaft und im Einklang mit der Natur! Worin besteht nun das Haupthindernis, diese an sich einfache Maxime einer erfüllten Lebensführung in die Tat umzusetzen? In der kapitalistischen Kultur! Eine erblich belastete menschenverachtende, naturfeindliche und durch und durch verdorbene Wertesammlung, die sowohl den Einzelnen als auch die Gesellschaften insgesamt weltweit beherrscht und selbst vor Kapital als Ergebnis gesellschaftlich nützlicher Arbeit nicht Halt macht und es um seine produktiven und segensreichen Leistungen bringt. Unser Hauptanliegen besteht darin, diese Problematik quer durch alle sozialen Schichten ungeachtet der rassischen, nationalen, glaubensbezogenen oder sonstigen kulturellen und gesellschaftlichen Unterschiede regional und weltweit, zur Diskussion zu stellen. Wir hoffen, dass aus dieser regen globalen Auseinandersetzung als Teil einer Ära der zweiten Aufklärung geistige Strömungen sowie praktische Bewegungen, geprägt von neuen Lebensformen, hervorgehen, aus denen dann die Triebkräfte für eine friedliche Transformation der bestehenden Verhältnisse in eine wahrhaft humane Gesellschaftsordnung erwachsen. Unsere Wertvorstellungen,Ideale und Visionen haben wir dem Begriff neuer Humanismus unterstellt. Wir, die neuen Humanisten, verstehen aber darunter keine Ideologie, die auf Machterwerb abzielt, vielmehr ein Gedankengebäude von Erkenntnissen und Weisheiten aller Völker, nach allen Seiten hin offen und stets entwicklungs- und aufnahmefähig. Mohammed Djassemi Bahram Jassemi

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Priorität der Änderung derWerte
Der Mensch ist ein geistiges Wesen. Will er in seinem Leben
etwas ändern, so muss er seine Einstellung und seine Werte
ändern. Die gesellschaftlichen Verhältnisse können erst dann
optimal geändert werden, wenn wir uns, unsere Werte und
Prinzipien ändern. Die Entstehung einer humanen Gesellschaftsordnung
wird ebenfalls das Ergebnis einer langandauernden,
breiten geistigen Auseinandersetzung sein. Dadurch erreicht
man einen tiefgreifenden Wertewandel, aus dem neue Ordnungen
und Strukturen hervorgehen. Der Wertewandel nämlich bewirkt
eine Änderung unserer Lebensart; wir wollen den alten
Trott nicht mehr mitmachen. Wir wollen die entfremdeten, kapitalistischen
und zerstörten Lebensarten, Idole, Gewohnheiten,
Zielsetzungen, das gedankenlose Mitmachen, die liebgewonnene
Alltäglichkeit, die Ängste, die uns zu schaffen machen, ausklammern,
beiseite schieben und uns neuen Werten, Zielen und
Idealen zuwenden, die unserem Leben eine neue Richtung, einen
neuen Inhalt, einen wirklichen Sinn verleihen. Deshalb sprechen
wir von einer tätigen Aufklärung , denn sie verläuft nicht nur
theoretisch, sondern durch praktische Demonstration von neuen Lebensarten. Die schädlichste, d.h. unmenschlichste Lebensart,
die im Moment die Industrienationen und nicht nur sie, sondern
auch die ganze Welt beherrscht, ist die kapitalistische. Die Essenz dieser Lebensart wird bestimmt von Business und Gewinnsucht. Etwas ist nur dann von Wert, wenn es Gewinn verspricht,
ansonsten ist es nichtig. Wenn es darum geht, Geschäft
und Gewinn zu machen, so ist alles erlaubt: Ausbeutung,
Unterdrückung, Tricksen und Manipulieren, Kriege zu führen,
die Natur brutal auszurauben, ja zu vernichten (...). Um Waren zu
verkaufen, werden die Menschen zum Appendix der Warenwelt
gemacht: Die Ware, die ein Produkt des Menschen ist, wird zu
seiner Beherrscherin, wird zu einem Fetisch, der dem Menschen
feindlich gegenüber steht und wie eine fremde Macht über sein
Schicksal bestimmt. Selbst das Geld als Zahlungsmittel
bekommt ein Eigenleben: Es wird zum Zweck und Ziel aller
Handlungen umgedeutet. Die Folge ist die Geldherrschaft: Nicht
nur das Geld beherrscht uns, sondern die Besitzer des Geldes
bekommen Macht über unser Geschick. Die kapitalistische
Kultur erklärt alles als Materie , die den Gegenstand der Ökonomie
darstellt, denn nur das verspricht den handfesten Gewinn,
die anschaulichen Nullen auf dem Bankkonto, den materiellen
Besitz usw. Wer also kein Geld hat, ist somit entweder kein
Mensch oder höchstens ein Untermensch ! So erscheint es als
natürlich , dass alle tagaus, tagein an einem vergeblichen
Rennen ums Geld teilnehmen müssen, auch wenn sie am Ende
nichts als einen tiefen Seufzer erreichen! Aber der Seufzer der
enttäuschten und entrechteten Menschenmassen in der Welt ist
eine gewaltige Energie, die uns für die Änderung der Verhältnisse
Mut macht. Selbst die Kapitalisten können sich nicht wirksam
davor schützen, am Morgen nicht zu dem Millionenheer der
Verlierer degradiert zu werden. Diese Unsicherheit möge sie für
unsere Botschaft sensibilisieren. Auch Verfechter der kapitalistischen
Werteordnung können ihre Augen vor der bevorstehenden
Katastrophe nicht verschließen, die der drohende Kollaps der
Umwelt in Zukunft der Menschheit bescheren wird. Wache
Gewissen, Andersdenkende, Nonkonformisten, unbeugsame
Menschen, die ihre Seele nicht dem Zauber des Geldes verschrieben
haben, zählen zu den oben erwähnten günstigen
Bedingungen, von denen wir eine Neubesinnung erhoffen dürfen.
Wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, nicht
das Kind mit dem Bade auszugießen; was wir wollen, ist nicht
die Beseitigung des Kapitals, sondern die Abschaffung der kapitalistischen
Kultur, die der Menschheit zu schaffen macht. Das
Kapital ist konstruktiv, innovativ und dynamisch und kann im
Verein mit der lebendigen, körperlichen und geistigen Arbeit
unter der Voraussetzung eines breiten sozialen Engagements,
einer Streuung der Besitz und Eigentumsverhältnisse an die
Belegschaft der Unternehmungen und der Abkopplung von der
staatlichen Macht von großem wirtschaftlichen Nutzen sein. Den
Wertvorstellungen, Idealen und Prinzipien der kapitalistischen
Kultur setzen wir unsere Werte, Ideale und Prinzipien entgegen.
Wir werden selbst danach leben und auch dafür kämpfen einen
friedlichen Kampf ohne Gewaltanwendung! Denn gerade Abbau
der Herrschaft und Schaffung gewaltfreier Beziehungen zwischen
den Menschen gehören unzertrennlich zu dem Repertoire
unserer Wertschätzungen. Nach welchen Werten, Idealen und
Zielsetzungen sollen wir unsere Lebensart ausrichten, um eine
humane Gesellschaftsordnung erbauen zu können? In Folgendem
befassen wir uns kurz mit diesen Fragen. Ervin Laszlo nennt drei
grundlegende universelle Werte: Leben, Fortschritt und Gerechtigkeit,
um die Krisen, oder wie er sagt die Weltprobleme zu
bewältigen. Wir brauchen eine grundlegende Umgestaltung bei
den persönlichen Wertvorstellungen und Bestrebungen, eine tiefgreifende
Transformation unserer nachhinkenden Kultur und
eine Intensivierung unseres kollektiven politischen Willens (1).
Wir haben, von den Bedürfnissen unserer Zeit ausgehend, diese
Werte erweitert und auch andere Modifikationen vorgenommen.
Anmerkungen
1 Ervin Laszlo: Die inneren Grenzen der Menschenheit, S 110-111

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