Der Schauspieler Carl Raddatz war kein Heldendarsteller, die Erschrockenen, Erschütterten und Verstrickten machen sein Rollenrepertoire auf der Bühne und im Film aus. In der ikonografischen Zeichnung bleiben seine Gestalten dem Bild tradierter Männlichkeit verbunden, während das differenzierte Ausdrucksspiel des Schauspielers auf die Bewusstseinszustände moderner Ich-Erfahrung deutet. Die Literatur der modernen Dramatik von Tschechow ("Onkel Wanja", "Iwanow"), O’Neill ("Fast ein Poet"), Gorki ("Nachtasyl") und Beckett ("Warten auf Godot") sowie die des Autors Carl Zuckmayer ("Der Hauptmann von Köpenick", "Des Teufels General") prägten das darstellerische Werk des Theaterschauspielers wesentlich. Im NS-Kino wurde Carl Raddatz in latent bzw. manifest propagandistischen Produktionen ("Wunschkonzert", "Heimkehr", "Stukas") besetzt. Seine vitale Männlichkeit erscheint in melodramatischen und realistischen Genres in der durchgängig virtuosen Gestaltung der Rollen stets sensibilisiert - Raddatz zeichnet Bilder empfindsamer Männlichkeit ("Opfergang", "Rosen im Herbst", "Unter den Brücken", "Die Frau des anderen", "Das Mädchen Rosemarie"). Carl Raddatz (1912-2004), dessen darstellerisches Werk einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren umfasst, war ein melancholischer Realist. In seinem Schauspiel spiegelte sich die psychisch-geistige Krise einer Generation, die ihre durch Geschichte und Zeitgeschehen bedingten Erfahrungen nicht zu bewältigen wusste - die unfähig war zu trauern. Das Buch sucht nicht die Kontinuität einer Lebensgeschichte nachzuerzählen, sondern konzentriert sich vielmehr auf einzelne Arbeiten und Werkperioden des Schauspielers. Vor dem Hintergrund politischen und gesellschaftlichen Zeitgeschehens untersucht die Publikation die Darstellungsästhetik Carl Raddatz’ in Theater und Film unter dem Aspekt ihrer ambivalenten Wirkung, die das Zusammenspiel von Schauspiel und Inszenierung, Rollenentwurf und Figurengestaltung betreffen. Es geht darum, Übergänge zu beschreiben zwischen den Formen einer tradierten Schauspielkunst und der Herausbildung einer modernen Ausdrucksästhetik.
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Der bereits im Kino vor 1945 ("Wunschkonzert", "Heimkehr", "Opfergang", "Unter den Brücken") populäre Darsteller (1912-2004) setzte seine Karriere kontinuierlich auch ab den 1950er Jahren mit bedeutenden Theaterauftritten, TV-Arbeiten und Filmrollen ("Rosen im Herbst", "Oase", "Made in Germany", "Jeder stirbt für sich allein") fort. Das Buch sucht weniger seine Lebensgeschichte nachzuerzählen, sondern konzentriert sich vielmehr auf einzelne Arbeiten und Werkperioden des Schauspielers. Im Anhang findet man Theatrographie, Fetrnsehrollen, Filmographie. Sehr schön illustriert. Verlagsfrisches Exemplar PB 24x17. 858g. Bestandsnummer des Verkäufers 13764
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Kartoniert / Broschiert. Zustand: New. Der Schauspieler Carl Raddatz war kein Heldendarsteller, die Erschrockenen, Erschuetterten und Verstrickten machen sein Rollenrepertoire auf der Buehne und im Film aus. In der ikonografischen Zeichnung bleiben seine Gestalten dem Bild tradierter Maennlichkeit . Bestandsnummer des Verkäufers 36784231
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Anbieter: Abrahamschacht-Antiquariat Schmidt, Freiberg, Deutschland
Gr.8° Broschiert. Zustand: Gut. 528 ohne Schutzumschlag, geringe Gebrauchsspuren an Einband und Block, Block sauber und fest ohne Einträge 139365 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 1200. Bestandsnummer des Verkäufers 139365
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Anbieter: AHA-BUCH GmbH, Einbeck, Deutschland
Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Der Schauspieler Carl Raddatz war kein Heldendarsteller, die Erschrockenen, Erschütterten und Verstrickten machen sein Rollenrepertoire auf der Bühne und im Film aus. In der ikonografischen Zeichnung bleiben seine Gestalten dem Bild tradierter Männlichkeit verbunden, während das differenzierte Ausdrucksspiel des Schauspielers auf die Bewusstseinszustände moderner Ich-Erfahrung deutet. Die Literatur der modernen Dramatik von Tschechow ('Onkel Wanja', 'Iwanow'), O'Neill ('Fast ein Poet'), Gorki ('Nachtasyl') und Beckett ('Warten auf Godot') sowie die des Autors Carl Zuckmayer ('Der Hauptmann von Köpenick', 'Des Teufels General') prägten das darstellerische Werk des Theaterschauspielers wesentlich. Im NS-Kino wurde Carl Raddatz in latent bzw. manifest propagandistischen Produktionen ('Wunschkonzert', 'Heimkehr', 'Stukas') besetzt. Seine vitale Männlichkeit erscheint in melodramatischen und realistischen Genres in der durchgängig virtuosen Gestaltung der Rollen stets sensibilisiert - Raddatz zeichnet Bilder empfindsamer Männlichkeit ('Opfergang', 'Rosen im Herbst', 'Unter den Brücken', 'Die Frau des anderen', 'Das Mädchen Rosemarie').Carl Raddatz (1912-2004), dessen darstellerisches Werk einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren umfasst, war ein melancholischer Realist. In seinem Schauspiel spiegelte sich die psychisch-geistige Krise einer Generation, die ihre durch Geschichte und Zeitgeschehen bedingten Erfahrungen nicht zu bewältigen wusste - die unfähig war zu trauern. Das Buch sucht nicht die Kontinuität einer Lebensgeschichte nachzuerzählen, sondern konzentriert sich vielmehr auf einzelne Arbeiten und Werkperioden des Schauspielers. Vor dem Hintergrund politischen und gesellschaftlichen Zeitgeschehens untersucht die Publikation die Darstellungsästhetik Carl Raddatz' in Theater und Film unter dem Aspekt ihrer ambivalenten Wirkung, die das Zusammenspiel von Schauspiel und Inszenierung, Rollenentwurf und Figurengestaltung betreffen. Es geht darum, Übergänge zu beschreiben zwischen den Formen einer tradierten Schauspielkunst und der Herausbildung einer modernen Ausdrucksästhetik. Bestandsnummer des Verkäufers 9783943157116
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Carl Raddatz | Der melancholische Realist | Renata Helker | Taschenbuch | 303 S. | Deutsch | 2018 | Belleville Verlag Dr. Michael Farin | EAN 9783943157116 | Verantwortliche Person für die EU: Belleville Verlag Michael Farin, Hormayrstr. 15, 80997 München, belleville[at]t-online[dot]de | Anbieter: preigu. Bestandsnummer des Verkäufers 111031244
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