Im Schatten des Ruhms - Dieses Buch ist eine Zeitmaschine. In jede Richtung. Es ist ein Album. Es macht glücklich. Wer zu Lebzeiten der Künstlerin Aiga Rasch in Buchhandlungen ging, in Bibliotheken die Regale durchstöberte, las, wird jetzt gleich von ihren Bilden in Welten katapultiert werden aus innerer Kindheit, Farbe, Traum, Zukunft, sozialer Frage, Tierliebe, Kreuzworträtseln, menschlicher Größe, Schock, Angst, Geschichte, Zukunft, dem Bewusstsein von Perspektive. Aiga Rasch besaß großes Können, sie war Autodidaktin, lernbegeistert, annahmefreudig, kritisch, experimentierfreudig, nahezu unendlich fleißig, sah, schaute, schuf, probierte aus, arbeitete hart, wollte. Schriftzüge, Typographien, Farben, Menschen, Mode, Gesichtsausdrücke, Haltungen, Musik, Diskussionen, Tag und Nacht, Verlage, Kindheiten in Deutschland, Kindheiten überhaupt, Jugendstil, Impressionismus, Pop-Art, den großen Wurf – Aiga Rasch kannte ihre Pappenheimer. Und nahezu jede Betrachterin, jeder Betrachter kommt beim Ansehen ihrer Bilder an denselben Punkt: taucht vor sich selbst auf, triff sich, trifft sich wieder und bekommt Lust auf soviel Leben wie in diesen Grafiken, Farben, Farbkombinationen, Grenzsprengungen, Experimenten. Aiga Rasch hätte leicht als unterschätzte (wäre sie nicht durch die drei ??? berühmt geworden) Illustratorin, Malerin, Grafikerin, Bilderfinderin ins Vergessen fallen können. Aber sie hat diese Cover erfunden, sie geschaffen. Sie ist Antreiberin einer Legende. Wie oft, ist damit nicht nur Glück verbunden. Ein Stil kann nicht genügen. Ein Mensch braucht Facetten, muss hart arbeiten, will schaffen, lernt. Dem begegnet man und frau in diesem Buch. Was will man mehr? Dem Sammler Matthias Bogucki und seinem Freundesumfeld gilt großer Dank für die Bereitstellung des Werks von Aiga Rasch, dem wir uns hier gegenübersehen versehen mit Noten, Geschichten und Interviews von: Angelica Guckes, Barbara Hummel, Nora Löhr, Petra Lanfermann, Silvia Christoph, Yvonne Petrina, Andreas Ruch, Dieter Gebhardt, Lillebror, Sven Haarmann, Tobias Greiner. Dies alles kunstvoll gesetzt von der in Australien lebenden Malerin Michèle Meister, verlegt für euch und Sie von mir, Boris Pfeiffer, und herausgegeben von Matthias Bogucki.
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Der Sammler und Nachlassverwalter des Werkes der Illustratorin und Malerin Aiga Rasch, deren Lebenswerk weit über die Erfindung der Cover von "Die drei ???" hinausgeht, stellt das Werk der Künstlerin vor.
Matthias Bogucki Darf ich Ihnen meine Karte zeigen? Wenn das Telefon um Mitternacht klingelte, gab es keinen Grund zur Sorge – vorausgesetzt, man war mit Aiga Rasch befreundet. Gespräche zu später Stunde waren keine Seltenheit. Ein schmunzelndes „Guten Morgen, Aiga“ eröffnete ein Gespräch, das meist lange dauerte. Sie hatte nie Scheu, so spät zum Hörer zu greifen, und meistens auch keinen besonderen Grund. Neu aufgetauchte Kornkreise in England, eine 3sat-Dokumentation über Müllrecycling oder Rettungsaktionen für den Sumatra-Tiger durch Tierschützer – die Themen waren breit gefächert und unterhaltsame Konversationen vorprogrammiert. Meine Geschichte mit Aiga begann nach der Jahrtausendwende als Fanbekanntschaft. Mehr und mehr lernte ich die private Seite der erfolgreichen Illustratorin kennen. Über die Jahre entwickelte sich eine tiefe Freundschaft, die bis zu Aigas Tod Bestand hatte. An unsere erste Begegnung erinnere ich mich, als wäre sie gestern gewesen. Als Fan und Sammler von „Die drei ???“-Hörspielen und -Büchern aus In- und Ausland griff ich eines Tages einfach zum Hörer, stellte mich höflichst vor – zeigte ihr quasi meine Visitenkarte – und bat ganz forsch um Autogramme. [BILD] Es folgten ein Briefwechsel – typisch für Aiga waren ihre Briefe mit kleinen Zeichnungen gespickt – und weitere Telefongespräche, bis mein Umzug zum Studienort nach Stuttgart die Distanz zu ihrem Wohnort in Leinfelden-Echterdingen auf einen Schlag auf weniger als 20 min schrumpfen ließ. So kam es zu einem ersten gemütlichen Treffen bei Kaffee und Kuchen. Trotz der vierzig Jahre Altersunterschied konnten wir uns irgendwie gut leiden. Zu dem Zeitpunkt ahnten wir beide nicht, dass noch unzählige weitere Treffen folgen würden, stets begleitet von stundenlangem Austausch über die Kinderbuchszene, aktuelle Kinderhörspiele oder ausländische „Die drei ???“-Ausgaben. Bei dieser ersten Begegnung war ich wie erstarrt. Plötzlich stand ich vor der Künstlerin, deren Werke sich in Form von Buch- und Hörspielcovern über 30 Millionen Mal verkauft hatten und auch meine Wandregale massenhaft füllten. Das verschaffte eine ordentliche Portion Respekt, wenn nicht gar Ehrfurcht. Für Aiga war es ein Heimspiel. An diesem sonnigen Spätnachmittag saßen wir auf der Terrasse ihres Lieblingscafés in Leinfelden-Echterdingen. Sie aß zwei Stücken Schwarzwälder Kirschtorte, was sich später als ihr häufiges Spätfrühstück herausstellen sollte. Aiga war es gewohnt, von Fans und Autogrammjägern kontaktiert und gelegentlich besucht zu werden. Die Ruhe selbst war auch ihr Hund, der ihr zu Fuße lag und geduldig wartete, bis er den Teller und die Gabel heimlich unter dem Tisch abschlecken durfte. Berufswunsch? Hauptsache Schreiben Aiga konnte gut aus dem Nähkästchen plaudern, was nicht sonderlich überraschend war, denn immerhin hatte sie fast vier Jahrzehnte Erfahrung in der Kunst- und Grafikbranche. Deshalb verwundert es auf den ersten Blick, dass ihre große Leidenschaft als Kind und Jugendliche nicht das Zeichnen, sondern das Lesen und Schreiben war. Ihre Großmutter brachte ihr das Lesen bei und sie war stolz darauf, es zu können, bevor sie in die Schule kam. In ihren autobiographischen Notizen erinnert sie sich zudem an zwei prägende Ereignisse aus der Schulzeit: „Die Amerikaner richteten auch die erste Lesestube für Kinder ein. Die war bei uns um die Ecke. Dort habe ich eigentlich die meiste Zeit verbracht. Das Lesen war mir immer das Wichtigste. Deshalb habe ich mich später als Grafikerin auch auf Buchgestaltung spezialisiert.“ Das Medium Buch wirkte also in zweifacher Hinsicht auf die heranwachsende Aiga und die Liebe zu Büchern sollte nie aufhören. Deutlich negativer behaftet war ein anderes Erlebnis, das ihr auch Jahrzehnte später in Erinnerung geblieben war: „Es gab auch schon Comics. Keine Ahnung, wie ich in den Besitz von Supermann, Tarzan und Prinz Eisenherz kam – aber meine Lehrerin entdeckte es, ging zu meinen Eltern und alle drei schimpften mich aus: Das sei Schund und ich dürfe sowas nicht lesen! Dann steckten sie die Heftchen vor meinen Augen in den Ofen! Ich sehe sie heute noch in der offenen Ofentüre aufflammen und verbrennen!“ Für Aiga war dieser Verlust doppelt schmerzvoll. Sie liebte es zu lesen, sie liebte Kunst, und in keinem anderen Medium verbindet sich das Schreiben mit Bildern besser als im Comic. Ich erlaube mir die Vermutung, dass ihr die Graphic-Novel-Adaptionen von „Die drei ???“ extrem gut gefallen hätten. In ihrem Bestreben, nach dem Abitur (1961) Journalistin oder Schriftstellerin zu werden, versuchte Aiga, die Weichen zu stellen. Sie schrieb erste Kurzgeschichten und machte mit „Klug sein und lieben“ an einem Romanwettbewerb mit. Dabei nahm sie sich die Freiheit heraus, diesen zusammen mit einer dazu gehörenden Illustration abzuschicken. Sie schrieb sich an der Universität Tübingen ein, um Germanistik zu studieren. Zusätzlich machte sie ein Praktikum in der Pressestelle der Ilseder Hütte. Doch ihr Traum vom Schreiben ging nicht in Erfüllung. Familiäre Umstände zwangen sie dazu, rasch nach einer geldbringenden Arbeitsstelle zu suchen. Da war es naheliegend, das Angebot ihrer Mutter anzunehmen. Diese war neben der Malerei auch als Covergestalterin für mehrere Buchverlage tätig und öffnete ihrer Tochter die ersten Türen. Folglich arbeitete Aiga bereits ab 1963 als freischaffende Grafikerin, anfänglich für die gleichen Verlage wie ihre Mutter. Kunst in die Wiege gelegt Von Kindesbeinen an war Aiga mit Kunst vertraut, stammte sie doch aus einer überaus begabten Familie, in der ihre Mutter Lilo Rasch-Nägele und ihr Großvater Karl Alfons Nägele ihr Geld mit der Malerei verdienten. Weil es am Ende des Zweiten Weltkriegs kein Spielzeug gab, bekam sie häufig Pinsel und Palette ihrer Mutter, wenn die Tubenfarben zu hart für ihren feinen Strich geworden waren und sie sich eine neue Palette mischte. Damit durfte die kleine Aiga dann die Rückseiten der Skizzen ihrer Mutter bemalen. „Mit zweieinhalb Jahren wusste ich schon, wie man den Pinsel richtig halten muss, das war toll“, schwelgte sie in Kindheitserinnerungen (Interview mit Sven Haarmann / Matthias Bogucki 2004). Die Kunst wurde ihr in die Wiege gelegt und sie profitierte zweifelsohne davon, die Tochter der erfolgreichen Malerin Lilo Rasch-Nägele zu sein. In Aigas Anfängen half ihre Mutter ihr bei einzelnen Zeichnungen und Malversuchen, auch wenn es manchmal nur kleine Details waren. In den 1960ern und 1970ern herrschte ein reger Austausch zwischen Mutter und Tochter, nicht selten postalisch und mit jeder Menge Verzierungen auf den Briefen und Umschlägen. Im Jahr 2006 fügte Aiga rückblickend hinzu: „Ihr Einfluss war in meiner Jugend mein Problem Nr.1. Meine Zeichenlehrerin hat sich vergeblich bemüht, ihren Stil aus mir hinaus zu prügeln, und gab mir deshalb schlechte Noten. Und weil ich diesem femininen Stil nicht entkommen konnte, wurde ich auch an der Kunstakademie abgelehnt. Begründung: Es sei fraglich, ob ich je zu einem eigenen Stil finden würde. Ich konnte mich aber freischwimmen.“ (2006 Interview mit Julia Helm) Und sie schwamm sich bravourös frei, auch wenn dieser Prozess viele Jahre in Anspruch nahm. Insbesondere, wenn man Aigas Illustrationen aus den 1960er Jahren mit den Coverbildern ihrer Mutter vergleicht, fallen die Parallelen auf. Nicht nur die Motive, meist Frauen und Mädchen, sondern auch der feine Pinselstrich und die weichen Formen sind sehr ähnlich. Aiga Rasch beim Kunstunterricht im Wald - ca. 1959 / 1960 Regelmäßig kam auch die Frage auf, wie sie denn zu ihrem ungewöhnlichen Namen gekommen sei. In einer ihrer seltenen Direktantworten in ihrem Online-Gästebuch ist zu erfahren, dass ihre Mutter sich des 1878 erschienenen, noch zu Weimarer Zeiten populären, aber heute nahezu vergessenen Epos Dreizehnlinden von Friedrich Wilhelm Weber erinnert hatte, in dem eine Hofmagd namens Aiga mitunter aufmüpfige Reden schwingt. Dieses Buch musste Lilo Rasch-Nägele beim Standesamt...
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Zustand: New. Im Schatten des Ruhms -Dieses Buch ist eine Zeitmaschine. In jede Richtung. Es ist ein Album. Es macht gluecklich. Wer zu Lebzeiten der Kuenstlerin Aiga Rasch in Buchhandlungen ging, in Bibliotheken die Regale durchstoeberte, las, wird jetzt gleich von ihren B. Bestandsnummer des Verkäufers 512810950
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Buch. Zustand: Neu. Neuware - Im Schatten des Ruhms -Dieses Buch ist eine Zeitmaschine. In jede Richtung. Es ist ein Album. Es macht glücklich. Wer zu Lebzeiten der Künstlerin Aiga Rasch in Buchhandlungen ging, in Bibliotheken die Regale durchstöberte, las, wird jetzt gleich von ihren Bilden in Welten katapultiert werden aus innerer Kindheit, Farbe, Traum, Zukunft, sozialer Frage, Tierliebe, Kreuzworträtseln,menschlicher Größe, Schock, Angst, Geschichte, Zukunft, dem Bewusstsein von Perspektive. Aiga Rasch besaß großes Können, sie war Autodidaktin, lernbegeistert, annahmefreudig, kritisch, experimentierfreudig,nahezu unendlich fleißig, sah, schaute, schuf, probierte aus, arbeitete hart, wollte. Schriftzüge, Typographien, Farben, Menschen, Mode, Gesichtsausdrücke, Haltungen, Musik, Diskussionen, Tag und Nacht, Verlage, Kindheiten in Deutschland, Kindheiten überhaupt, Jugendstil, Impressionismus, Pop-Art, den großen Wurf - Aiga Rasch kannteihre Pappenheimer. Und nahezu jede Betrachterin, jeder Betrachter kommt beim Ansehen ihrer Bilder an denselben Punkt: taucht vor sich selbst auf, triff sich, trifft sich wieder und bekommt Lust auf soviel Leben wie in diesen Grafiken, Farben, Farbkombinationen, Grenzsprengungen, Experimenten.Aiga Rasch hätte leicht als unterschätzte (wäre sie nicht durch die drei berühmt geworden) Illustratorin, Malerin, Grafikerin, Bilderfinderin ins Vergessen fallen können. Aber sie hat diese Cover erfunden, sie geschaffen. Sie ist Antreiberin einer Legende. Wie oft, ist damit nicht nur Glück verbunden. Ein Stil kann nicht genügen. Ein Mensch braucht Facetten, muss hart arbeiten, will schaffen, lernt. Dem begegnet man und frau in diesem Buch. Was will man mehr Dem Sammler Matthias Bogucki und seinem Freundesumfeld gilt großer Dank für die Bereitstellung des Werks von Aiga Rasch, dem wir uns hier gegenübersehen versehen mit Noten, Geschichten und Interviews von: Angelica Guckes, Barbara Hummel, Nora Löhr, Petra Lanfermann, Silvia Christoph, Yvonne Petrina, Andreas Ruch, Dieter Gebhardt, Lillebror, Sven Haarmann, Tobias Greiner. Dies alles kunstvoll gesetzt von der in Australien lebenden Malerin Michèle Meister, verlegt für euch und Sie von mir, Boris Pfeiffer, und herausgegeben von Matthias Bogucki.; Illustrierte Ausgabe. Bestandsnummer des Verkäufers 9783985300259
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Buch. Zustand: Neu. Aiga Rasch - Im Schatten des Ruhms | Bildband | Matthias Bogucki | Buch | Mit Lesebändchen | 352 S. | Deutsch | 2021 | Verlag Akademie der Abenteuer | EAN 9783985300259 | Verantwortliche Person für die EU: Verlag Akademie der Abenteuer Boris Pfeiffer, Boris Pfeiffer, Pfalzburger Str. 10, 10719 Berlin, info[at]verlag-akademie-der-abenteuer[dot]de | Anbieter: preigu. Bestandsnummer des Verkäufers 120304853
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