Wenn die Dunkelheit dich verschlingt, kann nur dein Licht dich retten … Leora trägt eine schwere Last auf ihren Schultern! Mit sechzehn Jahren hat sie alles verloren und glaubt, selbst zum Monster geworden zu sein. Doch das Schicksal hält Größeres für sie bereit. In einer Welt, die von Ungerechtigkeit und Machtgier zerrissen ist, begegnet sie Ignis, der Botin des Feuers. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, den Sinn von Leoras geheimnisvoller Bestimmung zu entdecken. Jeder weitere Bote und jedes neue Element, das Leora in sich aufnehmen muss, bringt Schmerz, Zweifel und gefährliche Kräfte. Bald schon steht sie nicht nur vor der Wahl zwischen Licht und Finsternis, sondern auch zwischen Vertrauen und Verrat, Hoffnung und Verzweiflung. „Leora“ ist eine mitreißende Geschichte über innerer Kämpfe und tiefe Gefühle. Für alle, die Geschichten lieben, in denen Mut und Licht selbst in der dunkelsten Nacht ihren Weg finden.
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Lea Lessek wurde 1985 in Dormagen geboren. Nachdem sie bereits in ihrer Jugend zahlreiche Zeitungsartikel auch für die lokale Presse verfasst hatte, entschied sie sich 2020, ihr erstes Buch zu veröffentlichen. Inzwischen veröffentlicht sie über den Neubachverlag. Lea Lessek ist Fachkraft für Inklusion, verheiratet, stolze Mutter dreier Töchter und aktive Sportlerin.
Die Welt liegt in Trümmern. Nur wenige Menschen haben überlebt. Leora ist eine von ihnen. Mit dem Auftauchen der mysteriösen Ignis beginnt die Suche nach ihrer Bestimmung. Als Leora schließlich erfährt, dass das Schicksal der Welt auf ihren Schultern lastet, droht sie daran zu zerbrechen, denn sie ist das Licht ...
Prolog Alles brannte lichterloh. Erschöpft strauchelte sie die Treppe hinunter, an den Flammen vorbei, die sie verschonten, als hätten selbst sie Angst vor ihr. Als sie draußen ankam, fiel ihr Blick auf das Waisenhaus. Während ihr Zuhause in Rauch aufging, weinte sie bitterlich, doch die Tränen würden nicht wieder gutmachen, was sie angerichtet hatte. Sie hatte nicht nur den einzigen sicheren Ort, den sie kannte, zerstört, sondern auch mit einem Schlag vielen Menschen das Leben genommen. Was habe ich nur getan? Aus dem unschuldigen kleinen Mädchen war eine Frau geworden, eine eiskalte Mörderin. Sie war eine sechzehnjährige Mörderin. Ich bin böse! Weinend fiel sie auf die Knie und beobachtete, wie das Waisenhaus in sich zusammenstürzte und mit ihm ihre Vergangenheit. Sie bemerkte nicht einmal, wie sich eine Person näherte und auch nicht, wie mit einem Mal das Feuer verschwand. »Du kannst jetzt nichts mehr für sie tun. Aber du hast sie gerächt.« Diese Stimme, die in ihr tiefstes Inneres drang, war so warm und vertraut. Aber Leora hatte keine Kraft und auch nicht den Willen sich umzudrehen. Es war ihr auch egal, wer ihr diese Wärme entgegenbrachte. Vor Leora tat sich ein Loch ohne Boden auf. Dunkle Gedanken. Rache. Gedanken, die ein Inferno ausgelöst hatten. Es war still in ihrem Kopf. Eine Ruhe, die sie sich eigentlich lange Zeit gewünscht hatte, aber nicht zu diesem Preis. Und doch war da etwas, das sie wahrnahm, wie eine kleine Flamme, ganz zart, erfüllt von Liebe und Zuneigung. Aber es war nicht ihr Gefühl, sondern es gehörte jemand anderem. In diesem Moment besann sie sich wieder, dass sie von jemandem angesprochen worden war. Schließlich sprach die Stimme erneut zu ihr. »Steh auf Leora, lass uns gehen, du bist hier nicht sicher und es warten noch große Aufgaben auf dich.« Langsam drehte sie sich um und erblickte eine junge Frau mit rötlichen, kurzen Haaren und dunkler Haut, wie Leora sie noch nie gesehen hatte. Sie war hübsch, obwohl Narben ihr Gesicht und, soviel Leora sehen konnte, auch ihre Hände prägten. Liebevoll streckte sie ihr die Hand entgegen. »Mein Name ist Isi, aber als du mich gerufen hast, nanntest du mich Ignis.« »Ignis?« Verwirrt wiederholte Leora den Namen und stand auf, ohne Isis Hand zur Hilfe zu nehmen. »Woher kennst du meinen Namen und wann habe ich dich gerufen?« Mit verschränkten Armen beobachtete Leora ihr Gegenüber. Sie wollte jetzt einfach nur allein sein »Ich war lange auf der Suche nach dir und habe von dir geträumt.« »Ich kann nicht heilen, ich will es auch nicht und wahrsagen kann ich auch nicht!« Leora war sauer auf diese Ignis. Erkannte sie nicht, was gerade geschehen war und was sie gerade durchmachte? Ein Lächeln erschien auf Isis Gesicht. »Das weiß ich Leora, ich bin nicht hier, um etwas von dir zu verlangen, ich will dir helfen.« »Ein bisschen spät, findest du nicht! Was hättest du hier schon ausrichten können? Ich brauche dich nicht! Ich konnte meine Familie nicht beschützen, aber ich habe alle dafür büßen lassen!« Wieder blickte Leora auf ihr zerstörtes Zuhause. Ich habe alle umgebracht! Dieses dauerhafte und gleichzeitig verständnisvolle, traurige Lächeln löste in Leora Hass aus und sie wusste nicht, warum es so war. Immer noch streckte ihr Ignis die Hand entgegen und erst, als Leora ihr nochmals in die Augen sah, verspürte sie den Drang Ignis` Hand zu fassen, doch irgendetwas in ihrem Inneren warnte sie davor, es zu tun. Deswegen zog Leora ihre Hand zurück. Offenbar bemerkte Ignis Leoras Unsicherheit. »Ich kann nachempfinden, wie du dich fühlst, und werde dir alles erklären, was ich weiß, aber nicht hier. Wirst du mich begleiten?« »Woher weiß ich, dass ich dir vertrauen kann?« »Ich bin Ignis, die Botin des Feuers. Ich bin hier, um dir zu helfen. Komm mit mir. Es gibt hier nichts mehr, was dich hält. Ich kann nicht rückgängig machen, was geschehen ist, aber ich werde versuchen, für dich da zu sein.« Ignis hatte recht, was sie jetzt brauchte, war ein Freund an ihrer Seite und Isi war der einzige Mensch weit und breit. Was hatte sie schon zu verlieren? Und doch war sie skeptisch. Sie betrachtete Ignis misstrauisch, vom Kopf bis zu ihren Fußspitzen, während diese das Gemüse, das vom Beet noch zu gebrauchen war, einsammelte. Leora konnte sich nicht vorstellen, dass diese Frau ihr wirklich helfen konnte. Und doch wirkte sie überlegt, perfekt vorbereitet. Vorsichtig. Schließlich nahm Leora all ihren Mut zusammen. Sie konnte nicht dortbleiben und auch nicht allein weiterziehen. Also entschloss sie sich, den Weg mit Ignis zu gehen. Ein letztes Mal blickte sie auf die Asche ihrer Vergangenheit, dann schritt sie mit der Botin des Feuers davon. Es war nun schon eine ganze Weile her, seit Leora mit Ignis die Überreste des Waisenhauses verlassen hatte. In ihren Gedanken gefangen, trottete Leora hinter Ignis her. So sehr sie es auch versuchte, die Traurigkeit, die sie mit sich genommen hatte, wollte einfach nicht verschwinden. Sie hatte alle enttäuscht. Wenn sie gekonnt hätte, wäre sie sofort zu Staub zerfallen, so sehr nagte ihr Versagen an ihrem Körper. Kein Wort verließ ihre Lippen, aus Angst, das Gesagte, würde sie in Stücke reißen. Obwohl sie bemerkte, dass Ignis offenbar mehrmals versuchte, ein Gespräch zu beginnen, es dann aber bleiben ließ, konnte sie sich selbst auch nicht dazu aufraffen. Unweigerlich schoss Leora der Gedanke an eines ihrer Lieblingsmärchen in ihren Kopf. Ob Ignis womöglich ihr Weg von der hässlichen kleinen Ente zum Schwan war, wusste sie nicht. Ignis war so wunderschön, während Leora aussah, wie der Tod. Ihre Haut war nicht blass, sondern nahezu transparent. Sie war nicht weiß, sondern einfach sehr hell. Sie hatte farbloses Haar, ein blaues und ein braunes Auge und feuerrote Lippen. Sie hatte einfach nichts an sich, was man als schön empfinden konnte. An einem kleinen Bach füllte Ignis die Trinkflaschen auf und wusch sich das Gesicht. Wie hübsch sie doch war. Das Wasser perlte an ihrer wunderschönen dunklen Haut ab. Und was war Leora? Trübselig starrte sie ins Wasser. Ihr Gesicht wurde dort kaum reflektiert, so weiß war es, so hässlich. Wie die Hexen aus den Märchenbüchern. Nur ihre Augen warfen ihren Blick zurück. Gruselig. Mit einer forschen Handbewegung schlug Leora ins Wasser und senkte den Kopf. Es war alles so falsch. »Leora, was geschehen ist, kann niemand ungeschehen machen. Aber ich werde versuchen, dir beizustehen. Ich denke, wir brauchen eine Pause. Wir beide. Ich kann gut nachempfinden, wie du dich fühlst. Und ich werde dir zuhören, wenn du darüber reden willst.« Sie streckte Leora die Hand entgegen, doch Leora betrachtete sie nur eine Weile schweigend. »Du weißt gar nichts über mich.« Ignis zog ihre Hand wieder zurück und gemeinsam bauten sie sich ein Nachtlager in der Nähe des Bachs, zwischen einigen Bäumen auf. »Uns wird wohl niemand gefolgt sein und es wird Zeit, dass du eine Nacht durchschläfst, Leora. Das wird dir guttun. Ich passe auf, dass dir nichts geschieht. Aber vorher werden wir anständig essen.« Es wurde bereits dunkel, als sie mit der Zubereitung der Mahlzeit begannen. Leora beobachtete, wie Ignis Lebensmittel aus ihrer Tasche holte und sie behutsam vor sich legte. Allein beim Anblick des Essens erschien ein Lächeln auf Ignis` Gesicht, sodass sich tiefe Grübchen darauf bildeten. Leora bewunderte, wie derartige Kleinigkeiten sie offenbar glücklich machen konnten. Es waren schließlich nur Lebensmittel und Ignis behandelte sie, als wären sie unfassbar kostbar. »Möchtest du mir beim Zubereiten helfen?« Leora nickte stumm. »Was soll ich tun?«, fand nun Leora ihre Stimme wieder. »Du kannst das Gemüse schneiden, ich hole dann Wasser.«, entgegnete Ignis ihr, während sie den Topf in die Hand nahm und zu dem kleinen Bach lief. Wenig später kehrte sie auch schon zurück. Leora riss ihre Augen auf, als Ignis mit nur einer Handbewegung das Feuer entfachte und schließlich den Topf darauf stellte. »Bist du fertig mit dem Gemüse?« »Wie hast du das gemacht?« »Das ist meine...
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Anbieter: Berliner Büchertisch eG, Berlin, Deutschland
Softcover. Zustand: Sehr gut. 1. 364 S. Schönes Exemplar, fast keine Gebrauchsspuren, innen auch sehr gut. A250624ah101 ISBN: 9783989140165 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 495. Bestandsnummer des Verkäufers 731349
Anzahl: 1 verfügbar