Beschreibung
Teil 2 (v. 2 Themenheften). Gr.-8°. 15 SS. Gest. Kopfvignette in Sepia-Aquatinta, gest. Front. fehlt. Schöner, typographisch sorgfältiger Schriftsatz in 8-Punkt Fraktur. Druck a. Bütten. OBrosch. (min. fleckig). Seiten etwas gebräunt u. wenig stockfleckig. Leichtere Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitestgehend sauberes, sehr ordentliches Exemplar - - Neujahrsblatt: Von der neuerrichteten Gesellschaft zum schwarzen Garten. X. [10.] Neujahrsgeschenk - Barth 21271; Reber p. 56 (anon.); Horner p. 6; Rohr [Fries] 813 - Digitalis. in Google Books - Kopfvignette (7.9 x 10.6 cm) von Franz Hegi in Sepia-Aquatinta 'Das Innere des Badhauses von Leuk' (Appenzeller 1126): "In den Badeabteilungen baden allerlei kurbedürftige Patienten beiderlei Geschlechts; die einen spielen, andere lesen oder unterhalten sich sonst im Wasser" (App.) - Das Gest. Front. von Hegi 'Das Hôtel de la Maison blanche in Leuk' (App. 1125) fehlt - Inhalt : (natur-) wissenschaftliche Gegebenheiten und kurgemässe Empfehlungen in 3 Hauptabschnitten: I. Resultate der chemischen Untersuchung des Leuker-Wassers, II. dessen Wirkungen, III. Anleitung zum inneren und äusseren Gebrauch (Vorbereitungen zur Kur, Vom Baden, Vom Brunnentrinken, Klistiere u. Duschen, Dauer der Kur, Die Nach-Kur) -- Die Bäder von Leuk/Leukerbad "waren in der Eidgenossenschaft schon Ende des 15. Jh. berühmt. Die wichtigste der rund 20 Quellen ist die Lorenzquelle (51°C). Das Kurleben erlebte ab dem 18. Jh. einen steten Aufstieg. 1739-41 wurde der Gemmiweg ausgebaut, der Leukerbad mit dem Berner Oberland verband, im 19. Jh. die Strasse ins Rhonetal. [.] Wichtige Einrichtungen für das Kurleben waren u.a. die Hotels Maison blanche (vor 1719) und Des Alpes (1826) sowie das Heilbad, das Werra- oder Junkerbad, das Armenbad (1876, seit 1979 Volksheilbad) sowie das Zürcherbad." (etc.; HLS, Leukerbad; vgl. HBLS; allgemein GLS 3, 1905); zu den (chemischen) Spezifikationen dieser warmen Gipsquellen s. E. Mory et al., Hsg., Die Kurorte der Schweiz, 4. Aufl. [1930], p. 69 f. ("Die Heilquellen, 20 Gipsthermen, haben alle dieselbe chemische Beschaffenheit"); C. Meyer-Ahrens, 1860, 'Die salinischen Gypsthermen von Leuk', p. 88 ff., bzw. 2. Aufl. 1867, pp. 139-159, mit Indikationen von 'Scrofelkrankheit' über 'hartnäckige idiopathische Schleimflüsse der Geschlechtsorgane' und 'chronischen Rheumatismus' bis 'Hypochondrie und Hysterie' u. 'Lähmungen' (etc., pp. 152-154). - Hauptsächlich verschrieben wurden Bäder; doch auch die "Wirkungen der Trinkkur werden von der Mehrzahl der Badeärzte von Leuk gerühmt; Lombard dagegen ist entschieden gegen die Trinkkur, wobei er sich freilich nur auf Klagen von Kranken stützt; sie soll aber nach dem einstimmigen Zeugniß der Badeärzte zum Kurerfolg nicht absolut erforderlich sein. [.] Die Dauer des Bades und der Badekur richtet sich nach der Natur der Krankheit und muß in jedem Falle vom Badearzte bestimmt werden." (etc.; Meyer-Ahrens, 1867, p. 155) Die Berichte über Heilbäder im Neujahrsblatt der 'Gesellschaft der Wundärzte auf dem schwarzen Garten' erschienen von 1808-1832 : "Von 1808 an begann 'die neuerrichtete Gesellschaft' eine in sich wohl geschlossene neue Reihe, welche wenigstens durch ihre Kupfertafeln und Vignetten - die ersten von Usteri gezeichnet, größten Theils von Hegi geätzt - noch heute von Werth ist. Die Anregung, 'die Beschreibung der Heilbäder und Mineralwasser der ganzen löblichen Eidgenossenschaft auszuwählen', war von [.] Dr. und Apotheker [Johann Ludwig] Meyer [sen.] ausgegangen" (etc.; Horner p. 5). - Meyer sen. verstarb schon 1808; an seine Stelle trat 1809 sein gleichnamiger Sohn; ab 1825 wechselten sich div. Autoren ab. "1832 aber löste sich die Gesellschaft auf, und damit schloß diese Serie." (Horner p. 6). -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de. Bestandsnummer des Verkäufers CHZH0692
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