CDU Wahlplakat von 1949

Wenn am 27. September in Deutschland zum 17. Mal der Bundestag gewählt wird, liegen 60 Jahre Bundesrepublik, etwa 134 Jahre SPD und 64 Jahre CDU hinter uns. Grund genug einen Blick auf die bewegte politische Vergangenheit der BRD und einige der wichtigsten "Köpfe" der Politik zu werfen.

Die erste Wahl zum Deutschen Bundestag fand am 14. August 1949 statt und war ein voller Erfolg für die CDU/CSU. Sie stellte mit Theodor Heuss, der sich gegen Kurt Schumacher aus der SPD durchsetzte, sowohl den Bundespräsidenten als auch mit Konrad Adenauer den Bundeskanzler. Adenauer schlug einen klaren antikommunistischen Kurs ein, suchte die Bindung an den Westen. Schon im Wahlkampf 1949 wurde die Angst vor der damaligen Sowjetunion thematisiert, wie das Wahlplakat der CDU von 1949 zeigt.

Vor der ersten Wahl hatte sich 1946 die SPD neu gegründet - hinter ihr lagen damals schon viele Jahre als Partei der Arbeiter, die unter anderem durch das Sozialistengesetz und das Nazi-Regime unterdrückt wurde. Kurt Schumachers Rede auf dem Gründungsparteitag, "Ziele und Richtlinien der Sozialdemokratischen Partei von 1946" kann heute noch nachgelesen werden. Der erste Parteitag der CDU fand 1950 statt, jedoch formierten sich schon ab 1945 Landesparteien. Ein Flugblatt von 1946 mit der Aufschrift "Christlich Demokratisch Sozialistisch. Die Partei des neuen Deutschland. Die Christlich-Demokratische Union" zeugt von den ersten Schritten der CDU.

Wirtschaftswunder und erste Große Koalition

Nach Adenauer schuf Ludwig Erhard ab 1963 die Grundlagen für den beispiellosen Erfolg der sozialen Marktwirtschaft. Der "Vater des deutschen Wirtschaftswunders" hielt seine Thesen in "Wohlstand für alle" fest. 1966 wurde Erhard durch seinen Parteikollegen Kurt Georg Kiesinger abgelöst, der mit der SPD die erste Große Koalition der Bundesrepublik einging. Durch innerpateiliche Querelen war aber sowohl Kiesinger als auch der Großen Koalition keine lange Wirkungszeit vergönnt. Stattdessen gewann der damalige Außenminister durch seine Politik an Zuspruch: Willy Brandt.

Die SPD an der Spitze und Willy Brandts Kniefall in Warschau

Mit Brandt stellte die SPD 1969 zum ersten Mal seit Gründung der BRD den Bundeskanzler und die CDU/CSU-Fraktion wurde nach 20 Jahren in die Opposition verbannt. Geschichte schrieb Willy Brandt am 7. Dezember 1970 durch den Kniefall von Warschau, der das Bild Deutschlands im Ausland - nach Ende des zweiten Weltkrieges - nachhaltig zum Positiven veränderte. Brandt erhielt für seine Ostpolitik 1971 den Friedensnobelpreis. In "Begegnungn und Einsichten. Die Jahre 1960 - 1975" hat er seine Erlebnisse dokumentiert, signierte Ausgaben des Buches sind selten, zwei Exemplare finden Sie bei AbeBooks.

Ölkrise, RAF und die Deutsche Einheit unter Helmut Schmidt und Helmut Kohl

Die Guillaume-Affäre leitete 1974 das Ende der Ära Brandt ein. Die Amtszeit seines Nachfolgers Helmut Schmidt war geprägt von mehreren einschneidenden Ereignissen in der Geschichte der BRD wie die Ölkrise, der Schwarze September oder der Deutsche Herbst. Für die weitere Entwicklung der CDU war das Grundsatzprogramm "Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit", das unter der Leitung des späteren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker entstand, wegweisend.

1982 räumte Schmidt das Bundeskanzleramt für Helmut Kohl. Das wichtigste Ereignis in der 16-jährigen Amtszeit von Kohl war ohne Zweifel der Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands. Seine Erinnerungen als dienstältester Kanzler sind in zahlreichen Büchern festgehalten, signierte Exemplare sind trotzdem eine Rarität.

Medienkanzler und mächtigste Frau der Welt

Nachdem die Euphorie über die Deutsche Einheit verflogen war, verschoben sich mit zunehmenden wirtschaftlichen Problemen und steigender Staatsverschuldung die Machtverhältnisse im Deutschen Bundestag und 1998 wurde die erste Rot-Grüne Koalition geboren. Bundeskanzler Gerhard Schröder richtete seinen Bundestagswahlkampf immer stärker auf die Medien Fernsehen und Internet aus und erhielt schnell das Etikett des "Medienkanzlers". Vor allem mit der Agenda 2010, mit der die deutschen Sozialsysteme und den Arbeitsmarkt reformiert werden sollten, machte sich Schröder und die SPD jedoch zunehmend unbeliebt.

2005 kandidierte mit  Angela Merkel zum ersten Mal eine Frau für den Einzug ins Bundeskanzleramt. Sie gewann das Rennen gegen Schröder und wurde damit zur bis dato mächtigsten Frau der Welt. Am 27. September entscheiden 62,2 Millionen Wahlberechtige, ob sie weiterhin der Großen Koalition ihr Vertrauen schenken oder sich für eine andere Zusammensetzung der Regierung und des Bundestages entscheiden. Bis dahin wünschen wir viel Freude beim Stöbern durch die politische Geschichte der Bundesrepublik!

 

60 Jahre Bundesrepublik

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Erstauflage von 1970

ca. 18000-20000 Seiten gebunden in rotes Leinen

Ziele und Richtlinien der Sozialdemokratischen Partei von 1946

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von Dr. Kurt Schumacher

Rede des Parteivorsitzenden auf dem Parteitag am 8.-10. Mai 1946

Protokoll 1959 - Außerordentlicher Parteitag - SPD - Bad Godesberg 13. - 15. Nov. 1959

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Außerordentlicher Parteitag - SPD - Bad Godesberg 13. - 15. Nov. 1959

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Referate und Entschließungen auf dem Parteitag der SPD in Karlsruhe vom 23. bis 27. November 1964

Willy Brandt - Begegnungen und Einsichten : die Jahre 1960 - 1975.

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Hoffmann und Campe, 1976

CDU Wahlplakat von 1949

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Nein, Darum CDU. Plakat

Plakat zur Wahl des ersten Deutschen Bundestages. – Reprod. in: Frankfurter Allgemeine, 17. 11. 1990

Zweiter Parteitag der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands

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CDU Landesverband Hessen - Wahlprogramm 1962

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Heinrich von Brentano. Ein Wegbereiter der europäischen Integration

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Econ Verlag 1957

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Der Fortgang der deutschen Geschichte, auch wenn es zwei deutsche Staaten gibt - das ist Hauptthema dieses Buches.

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Zeitungskatalog der SPD von 1928

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Die wichtigsten Veröffentlichungen der SPD nach dem Sozialistenverbot im Exil.

 

Berliner Illustrirte Zeitung von 1910

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Zeitung vom 30. Januar 1910

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Politische Reden, Band II: 1869 - 1914

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Brief mit Unterschrift, Berlin, 19. Januar 1902, drei Seiten 8°. Doppelblatt.

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Illustrierte Geschichte des Kampfes der Arbeiterklasse gegen das Ausnahmegesetz

Viel Vergnügen!