Sie zählt zu den bekanntesten kanadischen Autorinnen und wird seit Jahren als Kandidatin des Nobelpreises für Literatur gehandelt. Dabei wollte die 1939 in Ottawa geborene Margaret Atwood ursprünglich Malerin werden. Auch nachdem sie zu dem Entschluss gekommen war, Schriftstellerin zu werden und englische Literatur studiert hatte, blieb Atwood ihre künstlerische Ader erhalten und sie designte sogar einige Cover ihrer frühen lyrischen Werke selbst.

Während Atwood vor allem für ihre Romane - allen voran Der Report der Magd und die Madd Adam-Trilogie - bekannt ist, verfügt sie auch darüber hinaus über ein breites literarisches Spektrum. Neben Gedichten und Kurzgeschichten schreibt sie außerdem Kinderbücher, Sachbücher, Essays und Literaturkritiken. Atwood wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie für Der blinde Mörder den renommierten Man Booker Prize und 2017 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

Ihre Werke zeichnen sich durch Atwoods waches politisches Gespür und ihre Hellhörigkeit für aktuelle Entwicklungen und Strömungen aus. Sie setzt sich massiv für den Umweltschutz ein und geht dabei sogar so weit, für eine Lesereise per Schiff statt Flugzeug von Kanada nach Großbritannien zu reisen. Ein besonderes Werk aus Atwoods Feder werden wohl die wenigsten von uns jemals lesen können. Atwood war die erste Autorin, die im Rahmen des Future Library Projects eine Kurzgeschichte verfasste. Bei diesem Kunstprojekt ist geplant, dass von 2014 bis 2113 jedes Jahr ein anderer Autor einen Text schreibt, der dann weggeschlossen wird. Erst im Jahr 2114 werden alle Texte veröffentlicht und auf Papier, das aus einem extra für das Projekt angelegten Wald stammt, gedruckt.