Beschreibung
Loseblattwerk Originalkupferradierung aus der "Breslauische Erzähler" Jahrg. 06 (1805) Nr. 22 von Friedrich Gottlob Endler mit dem Motiv des Kalvarienberg bei Albendorf. Beschriftung unter dem Bild: Calvari Berg bei Albendorf. Unter dem Bild rechts: FG Endler fecit. Über dem Bild links: 6; die Nummer der Ausgabe (22) fehlt. Bildmaße: ca. 9,1 x 13,45 cm. Das Motiv ist am rechten Rand um wenige mm beschnitten. Kleine Randflecken am oberen, minimale am unteren Rand. Albendorf (Wambierzyce) ist ein Marienwallfahrtsort in Polen. Er gehört zum Powiat Klodzki der Woiwodschaft Niederschlesien und liegt am nordöstlichen Fuß des Heuscheuergebirges, vier Kilometer südöstlich von Wünschelburg (Radków), zu dessen Gemeinde er gehört.Nach einer Pilgerreise in das Heilige Land ließ Daniel von Osterberg auf dem Hügel gegenüber der Wallfahrtskirche zwischen 1683 und 1709 einen Kalvarienberg mit mehreren Kapellen und Monumenten anlegen, die Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu darstellen. In den Kapellen auf dem südlich gelegenen Hügel Berg Sinai" sind Darstellungen aus dem Alten Testament zu sehen. Wegen dieser Jerusalemanlage wird Albendorf auch als das Schlesische Jerusalem" bezeichnet. Die 'Erklärung des Kupfers' (nicht Bestandteil des Angebots) lautet: "Herr Pastor Tiede hat im 2ten Heft seiner Merkwürdigkeiten Schlesiens eine Beschreibung und Abbildung des Kalvaribergs geliefert. Da aber das gegenwärtige Kupfer mit jener Abbildung fast gar keine Aehnlichkeit hat , der Zeichner aber dieselbe für richtiger hält, glauben wir unsern Lesern durch Mittheilung derselben einen Gefallen zu erzeigen. Der Kalvariberg is kein hoher, aber langer mit mehreren Hügeln verbundener Berg, oder vielmehr, eine Stufe zwischen einer höhern und niedrigern Ebene. Oben findet man eine ziemliche Fläche, die nur durch wenige wellenförmige Hügel unterbrochen wird. Ohnweit der Kirche ist dieser Berg mit vielen kleinen Kapellen und Bildsäulen besetzt, welche auf die Leidensgeschichte Jesu hindeuten, und eben nicht für den Freund der Kunst bestimmt sind. Die meisten dieser Kapellen liegen unter hohen Bäumen versteckt , und sind daher aus der Ferne nicht sichtbar. Man genießt übrigens von der Höhe eine sehr freundliche Aussicht über Albendorf hin, nach der mehr erwähnten Gebirgskette und der Heuscheuer zu. Der Standpunkt des Zeichners war ein Hügel am Fußsteige von Albendorf nach Wünschelburg. Man kann von da zwar nicht ganz in die Tiefe hinab blicken, um alle unten liegende Häuser zu überschauen; aber desto freyer fällt der Kalvariberg selbst, seiner ganzen Form nach in die Augen; welches der Hauptzweck des Zeichners war." Friedrich Gottlob Endler (* 12. März 1763 in Lüben war ein deutscher Kupferstecher. "Endler starb, längst vergessen, nach einem Leben in ärmlichsten Verhältnissen 'um 1830' in Breslau. Endlers Radierungen sind seltene und unersetzliche Dokumente vergangener, verlorener oder nicht mehr erreichbarer Zeugen der schlesischen Kulturgeschichte." Der Breslauische Erzähler erschien von 1800 bis 1809 als Wochenschrift. Für diese Publikation schuf Endler im Laufe eines Jahrzehnts 520 Radierungen, von denen zahlreiche Arbeiten "die Einstufung als künstlerisch wertvolle Miniaturen durchaus rechtfertigten." (Ziolko, Friedrich Gottlob Endler. Ein schlesischer Kupferstecher der Goethezeit; Delp) Sprache / Language: de 1 Seiten. ca. 11,8 x 17 cm. Bestandsnummer des Verkäufers KIE2975
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