Beschreibung
4° (33 x 20.7 cm). 11 farb. lithogr. Uniformtafeln (cpl.). Loseblattfolge in OKart.-Mappe (diese etwas bestossen u. fleckig) mit textilen Schliessbändern. Die Farbtafeln weitestgehend sauber. Leichtere Alters- u. Gebrauchsspuren, ident. Besitzerstempel a. Tafelrückseiten u. Rückendeckel-Innenseite. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - Keller, Iconographie 1938, p. 195, Nr. 11; nicht bei Lipperheide - swisscovery mit lediglich 4 Standorten (davon 2 Museen) - R. (ev. Roger) Daccord ist nicht eruierbar (nicht in den Schweizer Künstlerlexika und nicht in e-periodica; Vorname nach Bibl. am Guisanplatz) - 10 der 11 Tafeln zeigen Uniformen ab 1803, davon 2 von 1914 u. 1918, 2 je einen Chasseur-Carabinier resp. Officier de Chasseurs-Carabiniers von 1803 - Auf Authentizität bedachte, sorgfältige und detailgetreue Darstellung der Uniformen und Bewaffnung dieser kantonalen Schützen, in der seltenen Zusammenstellung über einen längeren Zeitraum. Im Vergleich dazu finden sich bei Petitmermet/Rousselot lediglich die Waadtländer Scharfschützen / Carabiniers von 1804-1833 u. 1839-1861 (3 Tafeln) -- Abgesehen von möglichen historischen Variationen lässt sich feststellen, dass die 'Carabiniers' und/oder 'Chasseur-Carbiniers' nicht als eigentliche Infanteristen (franz.: 'fantassins') gelten, sondern v.a. von 1817-1850 als Scharfschützen u./od.Jäger zu den Spezialwaffen zählen. "Die Infanterie war in Bataillone zu 6 Kompagnien, davon 1-2 Jägerkompagnien [.] organisiert. Die Jägerkompagnien mussten besonders bewaffnet [.] sein. [.] Die Spezialwaffen waren in Kompagnien nachstehender Stärke organisiert: Scharfschützen 100, Kavallerie 64, Artillerie 71 und Genie auch 71 Mann." (Feiss/Isler, Wehrwesen, Bd. 1, 'Wehrverfassungen vor 1907', 4. Aufl. 1914, p. 15). Dabei unterschied sich die Bewaffnung von Jägern und Scharfschützen erheblich: "Jäger: Flinte mit einem Zug, [.], 'mehr zum Schiessen als zum Exerzieren', Kaliber 17.5 Millimeter. Scharfschützen: schwere Kugelbüchse mit gewundenem Zug [.]; von 1838 an den Stutzer". (p. 18). - Die sich wandelnden Bezeichnungen und organisatorischen Einteilungen von Jägern, Schützen u. Scharfschützen besonders in der Periode von 1874-1907 führten zu neuen und anderen und nicht in jedem Fall vergleichbaren Begriffen: "Die frühere Unterscheidung zwischen Jäger- und Zentrumskompagnien war dahingefallen. Die Scharfschützen waren als Spezialwaffe aufgehoben worden und bildeten fortan als 'Schützen' neben den Füsilieren eine Untergattung der Infanterie." (Feiss/Isler, 1, p. 68). - Sprache: fr. Bestandsnummer des Verkäufers MU041609
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