10. Mai 1933
Trotz der landesweiten Bücherverbrennungen als Schlussakt der "Aktion wider den undeutschen Geist", konnten einige der Schriften in- und ausländischer Schriftsteller vor den Flammen bewahrt werden. Inzwischen haben sich diese Zeitzeugnisse zu begehrten Sammlerstücken bei AbeBooks - dem weltweit größten Online-Marktplatz für neue, gebrauchte, antiquarische und vergriffene Bücher - entwickelt.

Die Jagd auf so genannte "verbrennungswürdige Literatur" ließ Studenten ihre Bibliotheken sowie die ihrer Bekannten durchforsten. Büchereien und Schulen waren aufgefordert, sämtliche Werke verbotener Autoren restlos aus ihren Beständen zu entfernen. Weil nur wenige Exemplare dem Wahnsinn nicht zum Opfer fielen, haben sie über die Jahre hinweg eine beachtliche Wertsteigerung erlebt.

Neben seltenen handsignierten Erstausgaben finden sich in der Datenbank von AbeBooks auch rare Exilschriften von den Nationalsozialisten verfemter Autoren. Auf den "Schwarzen Listen" fanden sich Namen wie Berthold Brecht, Alfred Döblin, Heinrich Mann, Kurt Tucholsky, Bertha von Suttner, Karl Marx und viele andere. Auch nicht-deutschsprachige Schriftsteller wie Ernest Hemingway oder Maxim Gorki waren in den Listen verzeichnet.

Nicht wenige der verfolgten Schriftsteller fanden den Tod in den Konzentrationslagern des nationalsozialistischen Regimes. Andere flohen ins Exil oder zogen sich in die innere Emigration zurück. Diejenigen, die weiterhin Zeugnis ablegten, veröffentlichen Werke, die heute im antiquarischen Buchhandel zu hohen Preisen gehandelt werden:

  • "Mut" - Heinrich Manns letzte Buchpublikation vor seiner Emigration in die USA (Erstausgabe von 1939) und eine der seltensten Exilschriften des Autors - 520 Euro: zum Titel
  • "Deutschland, Deutschland, Über Alles" - Bilderbuch von Kurt Tucholsky mit Fotomontagen von John Heartfield (von den rund 20.000 Ausgaben fielen die meisten den Bücherverbrennungen zum Opfer) - 1.469,32 Euro: zum Titel
  • "Die Aufgabe des Judentums" - Sehr seltene Ausgabe der Streitschriften des Europäischen Merkurs Jahrgang 1/ Heft 1 aus dem Jahr 1933 mit Essays von Lion Feuchtwanger und Arnold Zweig - 198 Euro: zum Titel
  • "Ecce Homo" - Satirische Portraits der deutschen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts von Karikaturist George Grosz. 1923 erstmals veröffentlicht, später verboten. Vom Autor im Jahr 1933 handsigniertes Exemplar - 5.272,11 Euro: zum Titel
  • "Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde" von Felix Salten - Erste Ausgabe (handsigniert) des berühmten Kinderbuches. Auch dieses Buch galt als verboten und nur wenige Originalexemplare entgingen dem Feuer - 6.682,49 Euro: zum Titel
  • "Der Vorstadtgasthof" - Novelle von Robert Musil. Eine der großen Seltenheiten der deutschsprachigen Literatur. Nummer 13 von nur 25 nummerierten Exemplaren - 14.000 Euro: zum Titel
  • Erich Kästner, der unerkannt als Zeuge den Bücherverbrennung in Berlin beiwohnte, sagte dazu: "Es ist ein merkwürdiges Gefühl, ein verbotener Schriftsteller zu sein und seine Bücher nie mehr in den Regalen und Schaufenstern der Buchläden zu sehen. In keiner Stadt des Vaterlands. Nicht einmal in der Heimatstadt. Nicht einmal zu Weihnachten, wenn die Deutschen durch die verschneiten Straßen eilen, um Geschenke zu besorgen."

    Noch erhaltene Exemplare - wie die oben genannten - befinden sich heute im Besitz von Buchhändlern beispielsweise in den USA oder Österreich. Weitere handsignierte Bücher und Erstausgaben aus dieser Zeit finden Sie über www.abebooks.de bei Antiquaren auf der ganzen Welt.


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    AbeBooks ist ein weltweiter  Internet-Marktplatz mit 110 Millionen  neuen, gebrauchten, antiquarischen und vergriffenen Büchern von Tausenden von  Anbietern aus der ganzen Welt.

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