Konstantin Tsakalidis, geb. 1966, erhielt seine Ausbildung in Schauspiel, Tanz und Choreographie in Stuttgart, Konstanz, Zürich und London. Er arbeitet freischaffend als Choreograph, Regisseur, Darsteller und Pädagoge im In- und Ausland, an verschiedenen Institutionen für Theater, Fernsehen, Film und Event. In Dresden, Berlin, London und Zürich wirkte er an Inszenierungen des Staatsschauspiels, sowie in freien Gruppen mit und entwickelte Soloprogramme. Seit 1992 entwickelt er eigene Multimediale Performances, Theater, Tanztheater, Musicals und Tanzstücke, die innerhalb Europas an verschieden Institutionen gezeigt werden. Seine letzen Produktionen waren für verschiedene Preise nominiert. Seit 2014 leitet er die Tanz-Zentrale Leipzig. www.tanz-zentrale.de
Als ich etwa fünf Jahre alt war, hörte ich das Wort „Choreographie“
zum ersten Mal und fragte meinen Vater, was
es bedeute. Er sagte mir, der Begriff komme aus dem
Griechischen und enthalte das Wort „Kreise“. Der Choreograph
sei derjenige am Theater, der die Kreise der Tänze
aufzeichnet und bestimmt. Mir war sofort klar, dass es
um etwas Magisches gehen musste. Und so entstand für
mich die Mystifizierung um einen Beruf, dessen Inhalt es
sein musste, Kreise um etwas nicht Greifbares zu ziehen.
Seitdem habe ich gelernt, verschiedene Kreise zu ziehen
und die gelernten immer wieder neu loszulassen und aufs
Neue zu suchen.
Ich finde es nach wie vor spannend, ein Suchender im Tanz zu sein.