Ich wurde am 29. August 1944 in Langenau (Sudetenland) geboren. Aufgewachsen bin ich in Schwäbisch Gmünd, wo ich 1964 das Abitur ablegte. Anschließend studierte ich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Recht, Pädagogik sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Saarbrücken. 1969 machte ich mein Examen als Diplom-Handelslehrer in Saarbrücken und wurde in Bremen, zuletzt als Studienrat, tätig.
Literatur hat immer schon mein hohes Interesse gefunden. Besonders zog mich die Science Fiction an. Ich wurde im deutschen Fan-Bereich tätig und schrieb bis 1969 etliche solcher Erzählungen, für die ich im Rahmen des SFCD (Science Fiction Club Deutschland) mehrere Male zum besten Fan-Autor des Jahres gewählt wurde.
Die Aufnahme meiner Tätigkeit als Lehrer bedeutete insofern eine Unterbrechung, doch ab 1973 schrieb ich wieder SF-Erzählungen, die in allen möglichen Anthologien, in Fach-Zeitschriften sowie im Playboy, in Omni und in ER veröffentlicht wurden. Zwei Sammlungen meiner Erzählungen kamen im Suhrkamp-Verlag heraus, vier wurden im Lit-Verlag veröffentlicht. 1980 gewann meine Erzählugn „Der rote Kristallplanet“ auf dem Euro-Con in Stresa den European SF Award.
Meine Erzählungen sowohl vor 1969 wie ab 1973 wurden in der Edition Bärenklau (Cassiopeia Press) in verdienstvoller Weise von Jörg Munsonius als eBooks in bislang dreißig Bänden wieder veröffentlicht.
Was meine Erzählungen anbetrifft, so möchte ich nur erwähnen, daß ich mich in ihnen immer bemühe, gute Unterhaltung, ja Spannung mit einem hohen literarischen Niveau zu verbinden. Gute Literatur soll dem Leser etwas geben, und zwar zum Denken. Das ist aber niemals über Langeweile, sondern stets nur über gute Unterhaltung möglich.
Neben meiner Tätigkeit als SF-Autor haben mich immer schon philosophische Fragen, also solche nach dem Woher und Wohin der Menschheit oder des Seins im allgemeinen, interessiert. So begann ich ab 1990 über viele Jahre, Philosophen wie Kant, Hegel, Schopenhauer, Aristoteles, Plato und viele andere durchaus mit Gewinn zu lesen. Freilich, in irgend einer Weise war diese Lektüre auch wieder unbefriedigend. Es fehlte etwas, das ich nicht einmal genau zu benennen vermochte. So wandte ich mich zusätzlich der Lektüre von gewöhnlich gering eingeschätzter Esoterik zu.
Und was beschreibt mein Erstaunen über die größte Entdeckung, welche ich in diesem Bereiche im Jahre 2005 machte: Emile Coué und seine Autosuggestion (Selbstbeeinflussung) ist der bedeutendste Fund, den die Menschheit überhaupt aufzuweisen hat.
Seitdem habe ich viele Bücher über dieses Thema gelesen. Ich lernte bald, auch andere haben diese Entdeckung gemacht, die auf die deutsche Philosophie des Idealismus zurückgeht (Hegel, Fichte, Schelling und andere). Bei Kant schon gibt es erste zögernde Versuche des Selbsteinflusses. Der erste überhaupt, der dieses großartige Verfahren vernünftig, also praktisch vorstellte, war der US-Amerikaner Phineas Parkhurst Quimby. Doch auch andere - unabhängig von diesen beiden Größen (Quimby und Coué) – haben diese Methode gefunden und verbreitet. Eine geradezu lächerlich einfache, doch höchst wirksame Methode, mit deren Hilfe man bis zu siebzig Prozent aller Krankheiten (schwerste Krankheiten inbegriffen) vermeiden oder überwinden kann.
Das persönliche Unterbewußtsein in uns ist die von uns mit Worten oder Sprüchen (oder auch Gebeten) beeinflußbare Größe. Dieses persönliche Unterbewußtsein ist, wie die esoterischen Autoren vermelden, bis zu gewissen Graden selbständig, eigenständig, und sie bezeichnen es darum zu Recht als unseren besten Freund und Helfer.
Es versteht sich, daß ich auch über diese Tatsache – insbesondere die großartige Entdeckung Emile Coués – in meinen Büchern und Texten geschrieben habe. So finden sich in meinen beiden Büchern „Seele und Krankheit“ (von 2007) sowie in meinem Buch „Aus den Erinnerungen eines Lehrers“ (von 2013) umfangreiche Kapitel zu dieser größten Entdeckung in der Geschichte der Menschheit.
Aus dieser Entdeckung des tatsächlichen, höchst wirksamen Selbsteinflusses ergibt sich eine erstaunliche Folgerung: Gott (das große Unbewußte) ist auch in uns drinnen (über das persönliche Unterbewußte).
Gerd Maximovič