GIUSEPPE RANDONE

𝐏𝐫𝐚̈𝐚𝐦𝐛𝐞𝐥

In einer Welt, die durch die heutige Klima- und spirituelle Krise verwundet ist, sind Wörter nicht bloße Bedeutungskombinationen, sondern Akte der Fürsorge. Alle hier auf der "Autor-Seite" gezeigten Bücher entstehen aus einer seit Jahrzehnten empfundenen Notwendigkeit: die Theorie in Leben zu verwandeln, um die verlorene Weisheit des Individuums wiederzufinden, das wirklich in Harmonie mit sich selbst und der umgebenden Natur sein möchte. Nur so ist es möglich, jenen epochalen Wendepunkt zu schaffen, der es erlaubt, die göttliche Schönheit des Lebens auf der Erde und im Kosmos in ihrer außerordentlichen Vielfalt zu würdigen.

𝐕𝐞𝐫𝐭𝐢𝐞𝐟𝐮𝐧𝐠

Literatur, und insbesondere die philosophische Literatur, ist nicht nur ein Spiegel der Welt, sondern ein kreativer Akt, der im gelebten Leben verwurzelt ist. Die hier aufgeführten Werke verkörpern dieses wesentliche Prinzip: Eine Idee wird zu Leben, und ein Leben wird zur Idee. Dies bedeutet nicht, dass es immer einen notwendigen kausalen Zusammenhang zwischen Ideen und Leben gibt, aber es gibt zweifellos eine intensive, wechselseitige Anziehung: Welches Leben wir auch führen, es braucht Ideen, um sich zu entfalten; und welche Ideen wir auch entwickeln, sie brauchen ein Leben, um zu bestehen. Das oben genannte Prinzip ist der Zeugnis dieses ständigen Sich-aufeinander-Beziehens und Sich-Überschneidens.

Um dieses Geflecht von der Idee zum Leben und vom Leben zur Idee sichtbar und greifbar zu machen, appellieren wir an die evokative und symbolische Kraft von Erzählung und Poesie. So bildet die einzigartige Vereinigung von Theorie, Erzählung und Poesie das essentielle Gerüst dessen, was in den vorliegenden Werken als Theopoietica bezeichnet wird.

Wenn sich Theorie in Leben verwandelt, ruft sie die untrennbare Bindung in Erinnerung, die jedes Leben mit der umgebenden Natur hat – eine Bindung, die die westliche philosophische Reflexion in ihrer jahrtausendelangen Entwicklung zu zerschneiden suchte. Die Bindung zur Natur wiederherzustellen bedeutet, den Menschen zu seinem ursprünglichen oikos zurückzuführen, ihn wiederzufinden; dies ist nichts anderes als Ökosophie.

Die Reflexion über natürliche Wesen wird somit zur grundlegenden Spur, um den Menschen trotz notwendiger Komplexitätsunterschiede als ein Wesen unter anderen Wesen zu erkennen und nicht als „Herrscher" und „Manipulator" aller Wesen.

Dieser Pfad, der sich von der Theorie zum Leben und vom Leben zur Natur, zum oikos, schlängelt, ist das verbindende Element und die unauflösliche Verbindung zwischen Theopoiese und Ökosophie. Wenn uns die Theopoiese erlaubt, Ideen im Verhältnis zu dem Gebrauch oder Missbrauch zu erkennen, den wir von ihnen machen, erlaubt uns die Ökosophie im Gegenteil, Wesen zu würdigen, indem wir ihren Missbrauch anprangern und sie in sich selbst betrachten.

Die philosophisch-literarische Tätigkeit, die alle Werke auf dieser Seite kennzeichnet, ist somit eine ökosophische und theopoietische Tätigkeit, die den Leser in die Lage versetzt, die Wunden des Planeten zu beobachten und sie als die eigenen zu empfinden. Schließlich wird die Hoffnung auf eine Veränderung zur Rettung des Planeten zu einem aktiven Bauwerk, das jeder Leser gemeinsam mit dem Autor errichtet.

Aus dieser Perspektive wird dem Leser klar: Wenn die Ökologie die Mechanismen der Natur analysiert, ist die Ökosophie deren innere Weisheit. Es ist das Bewusstsein, dass die Umweltkrise vor allem eine Krise des Geistes ist, die auf eine unentbehrliche Wiedergeburt abzielt: Der Ankunftsort, an dem Schönheit, Wissen, Verantwortung und die symbolisch-evokative Kraft des Wortes aufgefordert sind, unsere Gegenwart und damit unsere Zukunft zu regenerieren.