James Giles

James Giles ist ein Philosoph und Psychologe und Dozent am Institute for Continuing Education der Universität Cambridge. Er hat an mehreren Universitäten in verschiedenen Ländern gelehrt. Giles‘ Schriften über philosophische Psychologie, Metaphysik und menschliche Beziehungen werden vielfach diskutiert. Er ist vor allem für seine Version der Nicht-Selbst-Theorie der persönlichen Identität, der Verletzlichkeits- und Fürsorgetheorie der Liebe und der Theorie des sexuellen Verlangens als existenziellem Bedürfnis bekannt. Damit verbunden ist seine „Theorie der nackten Liebe“ der menschlichen Haarlosigkeit. Diese Theorie verortet den evolutionären Ursprung der nackten Haut in der Freude der Vorfahrenmutter am Hautkontakt mit dem Säugling. Nackte Haut, so argumentiert Giles, war eine der Voraussetzungen für das Auftreten romantischer Liebe. Giles' Arbeiten sind typischerweise interdisziplinär und interkulturell und beziehen sich auf Bereiche wie Philosophie, Psychologie, Anthropologie und Biologie, während sie gleichzeitig deren Ausdruck in verschiedenen Kulturen erforschen. Nur durch einen solchen Ansatz, argumentiert Giles, können wir hoffen, das Wunder des menschlichen Daseins zu verstehen.