Wolf Gruner, Prof. Dr. phil habil, geb. 1960 in Berlin (DDR), 1984-1989 Geschichtsstudium an der Humboldt-Universität Berlin, 1994 Promotion und 2006 Habilitation an der Technischen Universität Berlin. Lehraufträge an der TU Berlin, als Gastprofessor an der Webster University, St. Louis und Wien. Post-doc fellowships u.a. Yad Vashem Jerusalem, Tokyo Woman‘s Christian University, US-Holocaust Memorial Museum Washington, Harvard Universität und Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Seit 2008 Shapell-Guerin Chair in Jewish Studies und Professor für Geschichte an der University of Southern California, Los Angeles, dort seit 2014 Gründungsdirektor des USC Shoah Foundation Center for Advanced Genocide Research.
Gruner ist Autor von zehn Büchern zum Holocaust, zuletzt: Die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren. Lokale Initiativen, zentrale Entscheidungen, jüdische Antworten 1939-1945 (Wallstein Verlag 2016). Andere Bücher sind z.B. von Öffentliche Wohlfahrt und Judenverfolgung. Wechselwirkungen lokaler und zentraler Politik im NS-Staat 1933–1942 (München 2002), Jewish Forced Labor under the Nazis. Economic Needs and Racial Aims 1938-1945 (New York 2006); Das Großdeutsche Reich und die Juden. Nationalsozialistische Verfolgungspolitik in den angegliederten Gebieten, hg. mit Jörg Osterloh, (Frankfurt/Main 2010) ausgezeichnet mit dem Wissenschaftspreis des Börsenvereins 2012. In Spanish veröffentlichte der Autor: Parias de la Patria. El mito de la liberación de los indígenas en la República de Bolivia 1825-1890 (La Paz 2015).