Gerd Kley

Dr. Gerd Arnd Kley - Der Autor wurde 1943 als Sohn einer alteingesessenen Kammerforster Familie von Landwirten, Handwerkern und Gastwirten in Mühlhausen geboren. Die ersten Lebensjahre verbrachte er als Ur-Ur-Enkel eines Bruders von Adolf Rettelbusch in dessen Geburtshaus.

Nach Absolvierung der Grundschule in Kammerforst und der Erweiterten Oberschule in Mühlhausen studierte er ab 1962 Physik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Die ersten Berufsjahre verbrachte er an der Akademie für Landwirtschaftswissenschaften bzw. am Zentralinstitut für Physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW) in Berlin. Bis zur Promotion am 17. Juni 1974 befasste er sich mit informationstheoretischen Fragestellungen in der Physikalischen Chemie, bevor er 1980 die Leitung der Abteilung Hochtemperaturwerkstoffe im Zentralinstitut für Anorganische Chemie der AdW übernahm. Seit 1992 war er Leiter der Forschungsgruppe „Thermochemische Stofftrennung“ in der Bundesanstalt für Materialforschung und -Prüfung (BAM), aus der er 2008 ausschied.

Seit seiner Oberschulzeit befasste sich Gerd Kley mit dem Werk des Malers Adolf Rettelbusch. Die Recherchen zu Rettelbuschs Arbeiten und seinen Lebensumständen erfolgten bis Mitte der 80er Jahre unter schwierigen Bedingungen, jedoch meist mit stiller Unterstützung einsichtiger Museums- und Archivmitarbeiter. Ein erster Erfolg war die Rettelbusch-Ausstellung 1985 im Mühlhausen. Es folgten Ausstellungen in Goslar (1990), Magdeburg (1991, 1998), auf dem Brocken (1998), Wernigerode (2000) und zum 150. Geburtstag des Malers wieder in Mühlhausen (2008). Inzwischen konnte der Autor fast 3000 Arbeiten Rettelbuschs in einer Werkdatei erfassen und Ergebnisse veröffentlichen.

Die Beschäftigung mit Rettelbusch brachte es mit sich, auch weitere, bisher wenig beachtete Künstlerpersönlichkeiten aus seinem Umfeld zu untersuchen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, darunter den Architekten Carl Skomal, die Keramikerfamilie von Heider, den Maler Kurt Tuch und den Jugendstilarchitekten Albinmüller.

Dem Werk des aus Mühlhausen stammenden preußischen Architekten Friedrich August Stüler sowie dessen Erhaltung und Popularisierung fühlt sich der Autor gleichfalls verpflichtet.