Kurt Kramer

Kurt Kramer, Glockensachverständiger, Architekt und Autor, 1943 in Karlsruhe geboren, wurde von Papst Franziskus mit dem Gregoriusorden für sein Lebenswerk zur Kultur- und Liturgie-Geschichte der Glocken ausgezeichnet. Erzbischof Stephan Burger überreichte den Orden im Mai 2018 in Freiburg.

Die Theologische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg verlieh ihm überdies in einer von den Domchören am 30. Juni 2018 mitgestalteten Feierstunde die Ehrendoktorwürde, Dr. h.c. Die Urkunde überreichte Dekan Prof. Dr. Karl-Heinz Braun.

Kurt Kramer, wurde 1943 in Karlsruhe geboren und ist aufgewachsen im nordbadischen Langenbrücken, heute Bad Schönborn. Er studierte Architektur in Karlsruhe. Von Jugend auf galt sein Interesse der Musik, die er parallel zum Architekturstudium mit Gesang / Musikstudium weiter pflegte. Er war Glockensachverständiger im Erzbistum Freiburg und Vorsitzender des Beratungsausschusses für das Deutsche Glockenwesen, einem ökumenischen Ausschuss der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz.

Kramer ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher, u. A. „Klänge der Unendlichkeit“ 2015, „Die Glocke: Eine Kulturgeschichte“ 2007, "Von Glocken den Kindern erzählt“ 2006, Herausgeber von Glocken-CDs, u. A. „Eine Reise durch Glockeneuropa“ 2013, „Die Glocke und Ihr Geläute“ 2013, einer CD "Faszinierende Klangwelten - Orgel & Glocken" mit Christian Markus Raiser und einer DVD mit Elmar Gunsch.

Die weltumflutenden Klangwellen der Glocken auf seinen zahllosen Reisen zu erforschen und ihren kulturgeschichtlichen Kosmos auszuleuchten, lag Kurt Kramer von Anbeginn seiner Tätigkeit als Glockensachverständiger und Autor sehr am Herzen. Auch für die Ansiedlung von Fledermäusen und Turmfalken und anderen seltenen Vogelarten auf den Glockentürmen, um Natur und Kultur in Einklang zu bringen.

Diese Vielfalt seiner Arbeiten ließen ihn in Medien und Fachwelt vom Glockensachverständigen zum "Glockenpapst" aufsteigen. Von seinen "Ehrentiteln" gefällt Kramer die Bezeichnung "Monsieur Bimbam" am besten. Kurt Kramer erforscht die Kulturgeschichte der Völker und welche Rolle dabei die Glocke in den unterschiedlichen Kulturlandschaften dieser Welt gespielt hat. Die künstlerisch gestalteten Glocken, die Glocke in Bildender und Gestaltender Kunst, in Musik und Literatur liegen ihm sehr am Herzen. Als Gast zahlreicher Fernseh- und Hörfunksendungen, in der ARD, darunter bei Frank Elstner, bei Planet Wissen, beim DLF, WDR, NDR, HR, BR, SWR und weiteren regionalen Fernseh- und Rundfunkanstalten, gelang es Kurt Kramer viele Menschen für sein Thema zu begeistern.

Stimmen über Kurt Kramer und seine Bücher

Die Zeit, Sabine Etzold

Auf zahllosen Reisen hat Kramer die Glocken erkundet, die großen berühmten genauso wie die vielen kleinen, die landauf, landab in den Türmen bimmeln. Er hat Bücher herausgegeben, die zu Standardwerken wurden.

Rheinischer Merkur

In die faszinierende Welt der Glocken führt Kurt Kramer ein. Es gibt keinen, der kompetenter zum Thema schreiben könnte. Kramer ist der Glockenexperte Deutschlands.

Die FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Tilmann Spreckelsen

Er empfiehlt kurz vor Weihnachten 2015 als Lesertipp und "Ratschläge für Unentschlossene" Kramers neuestes Buch: "Klänge der Unendlichkeit" - Eine Reise durch die Kulturgeschichte der Glocken –. Unter der Rubrik "Was süchtig macht..." stellt der Rezensent erstaunt und bewundernd fest: "Was für ein Kosmos wird hier ausgeleuchtet!"

Fachbuchkritik.de

Eines der führenden Sachbuch-Rezensions-Portale, schwärmt über das Buch "Klänge der Unendlichkeit": "Wer sich dem Thema nähern möchte, der bekommt nun einen gut recherchierten Band mit 344 Seiten. Viele Geschichten zu wichtigen Epochen der Menschheit und wie die Glocke da mitspielt. Untermalt mit schönen Fotos und Klangbeispielen auf CD ist dieses Buch ... eine phantastische Publikation.

BNN - Badische Neueste Nachrichten

Mit poetischem Esprit nähert sich der Autor, in dem Band „Klänge zwischen Zeit und Ewigkeit“, seinem faszinierenden Herzensthema. Selbst Victor Hugos unsterblicher Glöckner Quasimodo, bevölkert diesen kulturhistorischen Kosmos. „Die Glocke“, bietet einen sehr dichten, kurzweiligen kulturgeschichtlichen Abriss zum Thema und belegt unterhaltsam Kurt Kramers umfassende Kompetenz.

Kardinal Lehmann, Erzbischof von Mainz

Ich habe zwar einiges über Glocken gewusst, aber die Fülle des Materials im Buch von Kurt Kramer ist wirklich überwältigend. Ich danke … dem Autor und glaube, dass er recht hat, wenn er die Glockengeschichte in einen ganz engen Bezug bringt zur Kulturgeschichte Europas. Das Wort "Glockeneuropa" von Friedrich Heer trifft gut. Ich werde das Buch sicher öfter immer wieder empfehlen.

Maria Jepsen, Bischöfin für Hamburg

Als Jugendliche bin ich zum Glockenguss eingeladen gewesen, und seit dem spüre ich eine große Hochachtung. Durch Ihre Literatur – Herr Kramer – und Ihre Werke spüre ich wieder die Hohe Bedeutung dieses Bereiches.

Dr. Martin Hein, Bischof von Kurhessen-Waldeck

Die Glocken sind in unserer Kirche allgegenwärtig. Umso wichtiger ist es, die Glocken und ihre Bedeutung auch außerhalb der Fachkreise immer wieder ins Gespräch zu bringen und ihre Bedeutung neu zu erschließen. Dazu tragen ihre Publikationen -Herr Kramer- Wertvolles bei.

Pater Dr. Hans Langendörfer, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz

„Bereits die erste kursorische Lektüre weist das Buch -Klänge der Unendlichkeit- als kenntnisreiches Kompendium zum Thema Glocken aus und offenbart die große Expertise des Autors.

Dr. Jakob Johannes Koch, Kulturreferent im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz

Wenn Sie in das Buch „Klänge der Unendlichkeit“ hineinlesen, wird Ihnen sofort die schlackenlose Sprache auffallen oder sie wird Ihnen eben gerade nicht auffallen. Kramers Sprache kommt so mühelos daher wie beim gesunden Menschen das Atmen.

Das „christliche Abendland“ – Europa – entwickelte seine Identität im Dialog der Kulturen, im sich gegenseitig befruchtenden Austausch. Das belegt Kurt Kramer eindrucksvoll anhand der Geschichte der Glocke, die ja schon lange vor Europas Blüte im asiatischen Kulturraum erfunden wurde. Diese Wurzeln wurden im christlichen Abendland ja nicht einfach gekappt, sondern vielfach aufgegriffen. Und da, wo es trauriger Weise dann eben doch zum Streit zwischen Ländern und Kulturen kam, da benennt Kurt Kramer das ungeschminkt. Es ist erschütternd zu lesen, wie die Glocke in kriegerischen Konflikten instrumentalisiert und in Diktaturen auch verboten wurde. Und es berührt tief, wie nach dem Ende solch schlimmer Phasen die Glocke oft zur Friedenskünderin wurde.

Ralf-Thomas Lindner, Evangelische Kirchenzeitung, Hamburg, 2018

Kramers Wissen über Glocken ist so umfangreich und vielfältig, dass er auswählen muss, was er dem geneigten Leser - in seinem neuen Buch "Klänge der Unendlichkeit" - präsentieren will. Friedrich Schillers „Lied von der Glocke“ kürzt er -und das ist gut so- von 425 Versen im Original auf 28 Verse. So geht er aber mit allen Themen um, und es gelingt ihm dadurch eine Darstellung, die das Thema Glocke in allen ihren materiellen, philosophischen und geistig-geistlichen Facetten zeigt. Abgerundet wird das Buch - das man als Lebenswerk bezeichnen muss - durch eine Vielzahl von Bildern und eine Audio-CD.

Zwei Beispiele, in denen auf der CD Glocken und Orgel gemeinsam musizieren, verdienen besondere Erwähnung: Auf Track 61 ist ein Arrangement Kramers zu hören, bei dem in Louis Viernes „Carillon de Westminster“ die Hauptstimme nicht – wie normalerweise vorgesehen – von der Orgel, sondern von den Kirchenglocken übernommen wird. Toll! Auf Track 58 wird in einer Orgelimprovisation das Glockengeläut mit eingesetzt – als Grundton und als Orientierung für Tempo und Rhythmus. Eine Technik, von der man annehmen darf, dass sie in der Frühzeit der Orgelmusik durchaus üblich gewesen ist. Die CD ist auch eine hervorragende Meditations-CD.

Georg Roth, Sankt Michaelsbund und den Borromäusverein

Kurt Kramer, in Fachkreisen unter dem Ehrentitel "Glockenpapst" bekannt, legt mit diesem äußerst reich bebilderten Band sein "opus summum" rund um das Thema Glocke vor. Seine lebenslangen Erfahrungen als Glockensachverständiger und Publizist zahlreicher Bücher und CDs zum Thema fließen hierin ein.

Er berichtet als Kenner eines Großteils der Glocken auf der ganzen Welt von ihrer Herkunft und Geschichte, von ihrem Klang und ihrer Zier, auch von "Glocke zwischen Krieg und Frieden". Er gibt Einblick in seine weltweiten Forschungsergebnisse zu Glockendarstellungen in der Bildenden und Gestaltenden Kunst, in der Musik und Literatur. Obwohl von einem der führenden Experten auf diesem Gebiet verfasst, ist das inhaltsreiche Werk ein wunderbares, für den Laien verständliches Schmökerbuch, das nicht den Anspruch auf chronologisches Lesen erhebt. Allen Büchereien wärmstens zu empfehlen!

Michael Heymel, theologia in Musica, Musik und Kirche, 88, 2018

Ein so reich ausgestattetes Buch kann nur ein von Glocken Begeisterter schreiben, der andere für dieses klangvolle, in allen Weltkulturen verbreitete Musikinstrument entflammen will. Kurt Kramer erweist sich hier als sachkundiger und weiterfahrener Reiseführer durch 5000 Jahre Glockengeschichte in verschiedenen Kulturen und Religionen.

In fünf Teilen gegliedert, präsentiert das Buch anschaulich und lehrreich eine Fülle an Material. "Von den Anfängen in Asien" bis nach "Glockeneuropa" lassen sich die Wege der Glocke verfolgen... Glockenklang lädt für Kramer primär zum Gebet ein, er sei aber auch "ein Beispiel für das zweckfrei Schöne"

Wer Glockenklänge hören will, findet im Buch Hinweise und eine beigefügte CD mit Beispielen. Es wird ergänzt durch Literaturangaben und 565 Anmerkungen, die bereits allein eine Fundgrube sind. Für Laien und Experten eine lohnende Lektüre.

Diese Biografie ist ein Auszug und eine Kurzfassung der wichtigsten Veröffentlichungen und Rezensionen über Kurt Kramer

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