Susanne Clay, aufgewachsen in Bremen und Niedersachsen, absolvierte nach dem Abitur Ende der 80er Jahre ein Volontariat in einer Lokalredaktion einer Tageszeitung im Rheinland und studierte anschließend Literaturwisenschaft, Philosophie und Politik in Köln und Bonn.
Nach dem Magisterabschluss war sie einige Jahre im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für einen Wirtschaftsverband tätig, ehe sie einen Werbeauftrag für eine Jugendwerkstatt annahm. Aus diesem ersten Kontakt mit jungen Menschen in Stabilisierungsmaß-nahmen wurde eine langjährige und intensive Tätigkeit in der Jugendarbeit.
Sie arbeitete mit jungen Frauen und Männern zusammen, die in ihrem direkten Umfeld und persönlich mit Problemen zu kämpfen hatten, die die Jugendlichen häufig an die Grenze ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit und oft an den Rand der Gesellschaft trieben: Erfahrungen mit Alkohol, Drogen, Gewalt, Missbrauch, aber auch Einsamkeit, Vernachlässigung, emotionaler Ausgrenzung.
Nach ihren Romanen befragt, antwortete die Autorin einmal: "Diese Erfahrungen prägen natürlich meine Romane. Doch der rote Faden, der sich durch meine Romane zieht, ist die häufige Sprachlosigkeit der Jugendlichen untereinander. Die Angst, die Scham, das Verstecken der persönlichen Erfahrungen und Gefühle, ohne zu erkennen, wie viele Betroffene es im eigenen Umfeld gibt. In der eigenen Klasse, im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis. Unter Gleichaltrigen."
Neben ihrer Tätigkeit als Autorin arbeitet Susanne Clay nach wie vor in der Beratung von Jugendlichen und unterrichtet kreatives Schreiben für Mittel- und Oberstufe.
Sie lebt mit ihrer Familie seit vielen Jahren in Köln.