Ulf Hoffmann

Ulf Hoffmann

Geburtsjahr: 1970

Nachdem ich in der DDR weder bei den Jungpionieren noch bei der FDJ war, mich der vormilitärischen Ausbildung in Schule und Lehre, der Stasi und dem Waffendienst in der NVA verweigert habe, kam die „Wende“. Das System fing gerade an feinfühliger mit Menschen wie mir umzugehen. Wir wurden immer mehr und veränderten ganz langsam dieses Land. Der Schrei nach der D-Mark beendete dann den „Großversuch“ „Besseres System-DDR“. Den Weg geebnet haben Menschen wie wir, gefeiert aber werden diejenigen die in den Letzten Tagen am lautesten geschrien haben und diejenigen die sofort wussten wen sie sich nun anbiedern müssen, welche Füße sie küssen sollten und dies auch taten. Gestern noch im FDJ-Hemd und nun schon auf der Show-bühne! Vieles wurde anders. NVA wird zu Bundeswehr, Stasi wird zu BND, aus dem erlernten Beruf wird alter Ballast, Hymne neu, Fahne neu und fertig ist der Lack. Neue Beschäftigungen: das Arbeitsamt, Umschulung in Bayern, Autobahnstaus, und wieder werde ich von, dem Neuen System, vorauseilend Gehorsamen zum Waffendienst angehalten. Nur weil ich nicht Richtung Westen schießen wollte bedeutet das nicht das ich unter neuen Gesetzen in die Gegenrichtung oder Sonstwohin schießen würde. Solche wilden Zeiten überleben nur starke Träume, man kann auch sagen Lebensziele. Einer dieser Träume war schon früh der Wunsch einmal mit dem eigenen Fahrzeug an den Baikalsee zu fahren. In meinem ersten Buch, „Kapitel 14“ geht es um diesen Traum. Es geht um Zeit die einfach genommen wird obwohl es sie in unserer hektischen Zeit nicht gibt. Es geht um Ideen die nur auf langen Reisen reifen, und 20.000 Kilometer sind mit einem alten DDR-LKW sehr weit.

Verweise:---www.kapitel14.de----www.ulfhoffmann.de----www.schloss-sachsenburg.de----