Hermann-Josef Schüren hat seine Kindheit als Bauernsohn in einem kleinen Dorf verbracht, Spuren die geblieben sind, Wurzeln, die er scheinbar nicht wieder ausreißen kann. Als Vierzehnjähriger verließ er das Dorf und besuchte bis zum Abitur ein Internat. Später studierte er Germanistik/ Philosophie, machte seinen Magister und promovierte über den deutschen Philosophen Hegel. 1988 erschien sein erstes Buch im Rowohlt-Verlag ('Rührmichnichtan - Verweigerungsgeschichten') Schon in diesen Prosaminiaturen, die er in seinem Buch 'Auf dem Heimweg' noch verfeinert, schimmert sein Hauptthema durch: Das In-die-Welt-Geworfensein des Einzelnen, die damit verbundene existentielle Verunsicherung und die unstillbare Sehnsucht nach Beheimatung und Sinngebung.
Schüren bedient sich unterschiedlicher Genres (vom Bildband über den historischen Roman bis zum Krimi) und schreibt unter dem Pseudonym 'Rainer Schalk' auch für Kinder und Jugendliche. Vor allem das Genre des Kriminalromans nutzt er, um wichtige Themen anzuschneiden. So wird in seinem neuesten Buch 'Falsche Väter' die Frage thematisiert, ob schuldhaftes Verhalten jemals wieder gut gemacht werden kann.
Schüren lebt in Aachen und die Tatsache, dass er in seiner Freizeit Hobbyimker und - Gärtner ist, verweist auf seine Wurzeln.